Schottland gewinnt 50:40 gegen ein Team, das auch nach diesem Samstag den besten Angriff und die beste Verteidigung des Turniers stellt. Für Frankreich endet damit eine Serie von mindestens fünf Siegen. Das Ergebnis erzählt aber weniger als die Art, wie es zustande kam.
Der Bruch nach der Pause
Wie wir im Vorpass-Podcast (Folge 277) besprochen haben, lag die Wende in der Phase nach dem Kopfcheck (HIA) für Jolange. Für ihn kam Nucci, Schottland legte danach einen Versuch durch Ben White, Russell erhöhte. Direkt darauf wechselte Galtier fünf Spieler auf einmal. Das war aus unserer Sicht der falsche Zeitpunkt: Die Mannschaft verlor ihre Ordnung, und der Trainer hatte für den Rest des Spiels weniger Spielraum zu reagieren. Ein abgefangener Pass von Steyn kippte die Stimmung zusätzlich, die Franzosen ließen die Köpfe hängen. Rund 40 Minuten blieb Frankreich ohne eigenen Punkt, die späte Aufholjagd zum Endstand ändert an diesem Eindruck wenig.
Frankreich im Alleingang
Bisher hat Frankreich über das Kollektiv gewonnen. Diesmal versuchten es vor allem die Eingewechselten und Spieler wie Dupont und Jalibert auf eigene Faust. Dupont wirkte zudem nicht wie sonst und diskutierte viel mit Schiedsrichter Angus Gardner. Der leitet ein flüssiges Spiel gut und redet viel mit den Spielern, aber nur auf Englisch, was Franzosen in emotionalen Phasen benachteiligen kann. Moefana hatte nicht sein bester Tag und trug bei einem Versuch Mitschuld.
Dazu kamen 10 Straftritte gegen Frankreich, gegen Schottland nur 4. Mehrere davon waren unnötig, etwa Vergehen beim Säubern über den Ruck hinaus. Big G sah außerdem in einer Szene mit Jégou eine rote Karte: Der Prop greife einem Gegner in die Augen, der Videoschiedsrichter habe es aber nicht gesehen. Jégou legte später sogar einen Versuch. Big G hofft auf eine große Strafe im Nachhinein.
Schottland hat angegriffen
Im Podcast waren wir uns einig, dass Frankreich nicht einfach implodiert ist. Schottland hat sich entschieden, es anzugreifen, auch als es vorne lag. Dazu passten die Disziplin und eine Verteidigung, die Frankreichs Stärken unterband. Dempsey trug den Ball, arbeitete am Boden und verband das Spiel wie ein Nummer 8. Hugh Jones, der nach Toulon wechselt, machte als Center im Antritt immer Meter und präsentierte den Ball sauber. Tuipulotu gehört zu den wichtigen Spielern, die Schottland aus dem Ausland geholt hat. Mehrere Versuche ließ das Team allerdings liegen.
Was bleibt
Für beide Mannschaften ist der Grand Slam vorbei: Frankreich hat jetzt eine Niederlage, Schottland hatte schon die 15:18-Niederlage in Italien. Schottland hat nach den Siegen in Wales (26:23) und gegen England (31:20) seine dritte Partie gewonnen. Frankreich bleibt trotzdem der Favorit, das letzte Duell im Six Nations gewann es im März 2025 zu Hause 35:16.
Am Samstag, 14.03.2026, spielt Schottland um 15:10 Uhr deutscher Zeit auswärts bei Irland, und Frankreich empfängt um 21:10 Uhr England.
Dieser Text wurde mit Hilfe von KI erstellt.