Als Irland die ersten Versuche legte, war das Spiel gelaufen. Frankreich hatte zeitweise mit 29 Punkten Vorsprung und ohne Gegenpunkte geführt, und was danach kam, verbesserte nur noch das Ergebnis der Gäste. Am Donnerstagabend, zum Auftakt der Six Nations, gewann Frankreich 36:14. Die Paarung gilt als offen und punktereich, diesmal standen die Punkte zeitweise nur auf einer Seite.
Tempo in der Hintermannschaft
Den Unterschied machte für uns die französische Hintermannschaft. „Das war wirklich Brillanz von Nummer 9 bis 15“, sagte Big G im Vorpass-Podcast (Folge 270). Tempo, Ballhandling und viele Offloads, also Pässe aus dem Tackle heraus, prägten Frankreichs Spiel. Die Gastgeber waren in Angriff und Verteidigung schneller als Irland. Bei den Metern nach dem ersten Kontakt lag Frankreich mit 390 zu 260 klar vorne, und zu Hause war die Mannschaft emotional voll da.
Irlands Plan ging nicht auf
Irland setzte zu Beginn auf viele hohe Kicks in die französische Hälfte, bei denen beide Teams um den Ball kämpfen. Gibson-Park spielte besonders viele davon. Ein zweiter solcher Kick war schlecht ausgeführt, und Ramos fing den Ball unter etwas Druck. Wer so kickt und den Ball nicht zurückerobert, gibt dem Gegner Raum, und gerade dieser Gegner lebt von Tempo aus der Hintermannschaft. Als der Ansatz nicht griff, fehlte den Iren eine Alternative. Wir halten den Ansatz im Kern für falsch.
Schlecht spielten die Iren dabei nicht. Bei Kicks und Läufen mit dem Ball waren sie aber ungenauer als sonst, und aus diesen Fehlern entstanden Frankreichs Versuche. Hinzu kommt, dass Irland verletzungsbedingt auf viele Spieler verzichten musste. Gegen die 50. Minute wechselte die Mannschaft sechs Spieler auf einmal, was den Spielfluss vermutlich zusätzlich gestört hat. Frankreich wiederum schaltete bei der hohen Führung mental ab, und erst danach kamen die irischen Versuche.
Was bleibt
Irland geht ohne Tabellenpunkt aus dem Spiel, auch ein Bonuspunkt war nicht zu holen. Im Vorjahr war Irland noch Zweiter, Frankreich Dritter. Schon im März 2025 hatte Frankreich in Irland 42:27 gewonnen. Frankreich kommt nach den Novembersiegen gegen Fidschi (34:21) und Australien (48:33) mit Rückenwind. Irland hatte im Herbst zu Hause gegen Neuseeland und Südafrika verloren und jeweils nur 13 Punkte erzielt. Der Plan mit den hohen Kicks muss bis zum nächsten Spiel überarbeitet werden, wenn Irland nicht ein weiteres Mal hinterherlaufen will.
Irland empfängt am Samstag, 14.02.2026, um 15:10 Uhr Italien, und einen Tag später, am Sonntag, 15.02.2026, um 16:10 Uhr, spielt Frankreich auswärts in Wales.
Dieser Text wurde mit Hilfe von KI erstellt.