Schottland hat in Cardiff 26:23 gewonnen, und dieser Sieg hing an einem Versuch, der aus einem Fehler entstand, und an einem Verbinder, der die Mannschaft im Spiel hielt. Wales bekommt als Verlierer den Defensivbonus für eine Niederlage mit höchstens sieben Punkten Abstand. Es ist ein kleiner Trost für ein Team, das auch im dritten Six-Nations-Spiel ohne Sieg bleibt.
Ein Kick, der nicht gefangen wird
Zur Halbzeit führte Wales 17:5. Dann fing die Mannschaft einen Kick nicht, und Darcy Graham legte für Schottland den Versuch. Im Vorpass-Podcast (Folge 274) haben wir diesen Moment als Wendepunkt gesehen: Der Versuch kam aus einem Patzer des Gegners, Schottland hatte dabei Glück. Finn Russell war danach phasenweise gefährlich und hielt sein Team mit seinem Talent im Spiel. Ohne diesen Versuch und ohne Russell hätte Schottland nach unserer Einschätzung kaum eine Chance gehabt.
Wales spielt besser, als die Bilanz aussieht
Die Waliser traten schlicht auf, mit vielen Spielern im Kontakt und wenig Besonderem. Damit kam Schottland nicht zurecht. Verbinder Sam Costelow spielte gut und kickte gut, nach seiner Auswechslung ging es leicht bergab. Aaron Wainwright und Josh Adams gehörten ebenfalls zu den Besten. Cheftrainer Steve Tandy holt aus diesem Kader viel heraus, doch es fehlen zwei, drei Spieler, die ein Spiel allein entscheiden können.
Die Zahlen der Saison bleiben trotzdem hart: Wales stellt in diesem Six Nations den schwächsten Angriff und die schwächste Verteidigung. Seit dem 24:23 gegen Japan im November hat die Mannschaft kein Spiel mehr gewonnen.
Schottland gewinnt, ohne zu überzeugen
Schottland wirkte wacklig und launisch und kam nie richtig in den Fluss. Van der Merwe und Kinghorn spielten unter ihrem gewohnten Niveau, White gemischt. Nach dem 31:20 gegen England eine Woche zuvor war das ein Rückschritt. Dass das Team ein solches Spiel trotzdem gewinnt, spricht aus unserer Sicht für eine Mannschaft, die um den Titel mitspielen kann. Nach der Niederlage in Italien und dem Sieg gegen England steht sie nun bei zwei Siegen und einer Niederlage.
Was bleibt
Für Trainer Gregor Townsend ist offen, woran man ihn misst. Platz zwei wäre für diese Mannschaft schon ein Erfolg. Das letzte Duell der beiden Teams hatte Schottland im März 2025 zu Hause 35:29 gewonnen. Der walisische Auftritt kann eine Basis sein, wird aber in Irland nach unserer Einschätzung nicht reichen. Wales spielt am Freitag, 6. März, um 21:10 Uhr in Irland, einen Tag später empfängt Schottland um 15:10 Uhr Frankreich.
Dieser Text wurde mit Hilfe von KI erstellt.