Wales hat am Sonntag eine starke erste Halbzeit gespielt und verliert trotzdem 12:54 gegen Frankreich. Der Ankick war um 16:10 Uhr deutscher Zeit, für Wales bleibt aus dem 2. Spieltag kein Tabellenpunkt. Wie wir im Vorpass-Podcast (Folge 272) besprochen haben, war das Ergebnis deutlicher als der Spielverlauf bis zur Pause.
Aus halben Gelegenheiten Versuche gemacht
Donal und Big G sahen eine walisische Mannschaft, die im Angriff und in der Verteidigung phasenweise sehr stark war. Dann zog Frankreich davon, und zwar weniger durch Druck als durch Genauigkeit bei kleinen Chancen. Ein Beispiel ist der Versuch kurz vor der Pause: Ein Kick durch sprang gegen die Beine von Jalibert, Werner nahm den Ball auf und legte nach einem kurzen Pass den Versuch. Wer solche halben Gelegenheiten zu Punkten macht, nimmt dem Gegner den Lohn für eine gute Halbzeit.
Im Podcast waren wir uns einig, dass Frankreich nach Belieben schalten und walten konnte. Die Zahlen passen dazu: Frankreich hat mit durchschnittlich 13 Gegenpunkten die beste Verteidigung des Turniers, Wales mit 51 die schwächste. Im letzten Duell, im Januar 2025 im Six Nations, hatte Frankreich zu Hause 43:0 gewonnen. Diesmal punktete Wales immerhin.
Bausteine ohne Gerüst
Bei Wales fielen mehrere Spieler positiv auf. Rees Zammit hatte sehr gute Läufe, musste aber den Eindruck haben, alles allein zu machen. Zweite Reihe Jenkins wurde ebenso gelobt wie Wainwright, der seit Längerem sehr gut spielt. Der junge Eddie James machte gute Sachen. Genau das ist der Befund zu dieser Mannschaft: Die Bausteine für einen Neuaufbau sind da.
Es fehlt aber das Konzept. Seit dem Weggang von Warren Gatland gibt es keinen eigenen Trainer für die Verteidigung, dazu kommt die Unsicherheit um die Vereine. Vor dem Spiel hatte Wales drei Länderspiele in Folge verloren, 7:48 in England, 0:73 gegen Südafrika und 26:52 gegen Neuseeland. Im Podcast sprachen wir außerdem von etwa 50.000 Zuschauern in einem Stadion für 70.000. Bei Tickets für rund 120 Euro müsse der Kreislauf der schlechten Stimmung durchbrochen werden, etwa mit günstigeren Karten.
Was bleibt
Frankreich hatte vor diesem Spiel drei Siege in Folge geholt, darunter ein 36:14 gegen Irland. Nach zwei Spieltagen hat die Mannschaft zwei Siege, bei Wales stehen zwei Niederlagen. Unserer Einschätzung nach spielt Frankreich derzeit das schönste Rugby im Turnier, weil Spieler und Trainerteam die Hintermannschaft frei spielen lassen. Wales ist nicht so schlecht, wie die Ergebnisse aussehen, aber das reicht gegen ein solches Frankreich nicht.
Wales empfängt am Samstag, 21.02.2026, um 17:40 Uhr Schottland, Frankreich spielt am Sonntag, 22.02.2026, um 16:10 Uhr zu Hause gegen Italien.
Dieser Text wurde mit Hilfe von KI erstellt.