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Was ist 15er-Rugby? Positionen, Wettbewerbe und Einstieg

15er-Rugby ist die klassische Form von Rugby Union. Wir erklären die 15 Positionen, die großen Wettbewerbe und wie du in Deutschland anfangen kannst.

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Foto: KI-generierte Illustration

Wenn im Fernsehen die Six Nations laufen oder am Samstag in Heidelberg die Bundesliga spielt, dann ist fast immer 15er-Rugby gemeint. Es ist die klassische Form von Rugby Union. Jede Mannschaft hat 15 Leute auf dem Platz, gespielt wird zweimal 40 Minuten mit höchstens 15 Minuten Pause. So steht es in den Regeln 3 und 5 von World Rugby, dem Weltverband. Wie Punkte entstehen und was ein Vorpass ist, erklären wir in Rugby-Regeln einfach erklärt. Hier geht es um Positionen, Wettbewerbe und den Einstieg.

15er, 7er und Rugby League

Siebener-Rugby folgt im Kern denselben Regeln, aber mit 7 Leuten pro Team auf einem gleich großen Feld und mit Halbzeiten von 7 Minuten. Deshalb ist das Spiel schneller und offener, und ein Turnier mit vielen Spielen passt an ein Wochenende. 2016 kam es ins olympische Programm. Mehr dazu steht in Was ist 7er-Rugby?.

Rugby League ist dagegen ein eigener Sport mit eigenem Verband. Die Trennung geht auf den 29. August 1895 zurück, als sich 22 Klubs aus Nordengland im George Hotel in Huddersfield vom englischen Verband lösten. Streitpunkt war Geld für Arbeiter, die für Spiele ihre Schicht verpassten. League spielt mit 13 Leuten. Nach dem sechsten Tackle wechselt der Ballbesitz, und nach jedem Tackle rollt der Gestoppte den Ball mit dem Fuß nach hinten. Gassen gibt es dort keine, und das Gedränge spielt kaum eine Rolle. Wer in Deutschland von Rugby spricht, meint fast immer Union.

Die 15 Positionen

Die Rückennummer verrät die Position. Die Nummern 1 bis 8 bilden den Sturm, die Stürmer kämpfen um den Ball. Die Nummern 9 bis 15 sind die Hintermannschaft, sie bringen ihn nach vorn. Im Rugby gibt es Platz für sehr unterschiedliche Körper. Für Neue lohnt es sich deshalb, die Positionen einmal durchzugehen.

1 und 3, Prop: Die Props stehen in der ersten Reihe des Gedränges, die 1 links, die 3 rechts. Sie tragen das Gewicht der eigenen Acht und halten gegen den Druck der anderen. Dafür brauchst du einen kräftigen Oberkörper, einen stabilen Nacken und Freude am Schieben. Wer kompakt und schwer ist, findet hier oft seinen Platz.

2, Hakler (Hooker): Der Hakler steht zwischen den Props und angelt den Ball im Gedränge mit dem Fuß nach hinten. In der Gasse wirft er den Ball ein. Er braucht die Kraft eines Props und einen genauen Wurf.

4 und 5, Zweite Reihe (Lock): Meist die größten Leute im Team. Sie schieben im Gedränge hinter der ersten Reihe und werden in der Gasse hochgehoben, um den Einwurf zu fangen. Länge und Sprungkraft helfen.

6 und 7, Flanker (Flügelstürmer): Sie binden außen am Gedränge an und lösen sich als Erste, wenn der Ball draußen ist. Ihre Hauptarbeit ist das Tackeln und der Kampf um den Ball am Boden (Breakdown). Gefragt sind viel Fitness und keine Scheu vor Kontakt.

8, Nummer 8 (Number Eight): Die 8 steht ganz hinten im Gedränge, kontrolliert dort den Ball und kann ihn selbst aufnehmen. Im offenen Spiel trägt sie den Ball oft mit Wucht in die gegnerische Linie. Eine gute 8 ist groß, kräftig und für einen Stürmer schnell.

9, Gedrängehalb (Scrum-half): Die 9 verbindet Sturm und Hintermannschaft. Sie holt den Ball aus Gedränge, Gasse und Ruck und passt ihn weiter. Meist ist sie eher klein und wendig, mit schnellem, genauem Pass und lauter Stimme.

10, Verbinder (Fly-half): Der Verbinder, auch Verbindungshalb genannt, lenkt das Angriffsspiel. Er entscheidet, ob gepasst, gelaufen oder gekickt wird, und tritt oft auch Erhöhung und Straftritt. Wenn du das Spiel gut liest und sicher kickst, probier diese Position.

12 und 13, Center (Innendreiviertel): Die beiden Center laufen in die Lücken, binden Verteidiger und schaffen Raum nach außen. In der Abwehr müssen sie viel tackeln. Der Mix aus Tempo, Kraft und sicheren Händen passt zu Leuten, die gern beides machen.

11 und 14, Außendreiviertel (Wing): Die Außendreiviertel stehen am Rand des Feldes, auf dem Flügel, und vollenden Angriffe. Sie sind oft die Schnellsten im Team und legen viele der Versuche.

15, Fullback (Schlussmann): Der Fullback steht hinter der Abwehrlinie, fängt hohe Kicks und ist die letzte Station, wenn ein Gegner durchbricht. Im Angriff schaltet er sich als zusätzlicher Läufer ein. Gebraucht werden ein weiter Kick und Ruhe unter hohen Bällen.

Im Verein musst du dich nicht sofort festlegen. Viele spielen in den ersten Jahren mehrere Positionen, bis klar ist, was passt.

Kader und Wechsel

Zum Spieltagskader gehören bei Länderspielen 23 Leute, also 15 in der Startelf und 8 auf der Bank. Unter den 23 müssen mindestens 6 für die erste Reihe ausgebildet sein, damit beide Props und der Hakler ersetzt werden können. Der Grund ist die Sicherheit. Im Gedränge drücken 16 Leute gegeneinander, und die erste Reihe soll nur spielen, wer das gelernt hat. Ausgewechselte Spieler dürfen in der Regel nicht zurück. Ausnahmen sind etwa blutende Wunden oder ein Kopfverletzungstest (HIA), dann gibt es einen vorübergehenden Ersatz. Wie viele Wechsel unterhalb der Länderspiele erlaubt sind, legt der jeweilige Veranstalter fest.

Weil auf der Bank oft 5 oder sogar 6 Stürmer sitzen, tauschen viele Teams in der zweiten Halbzeit den halben Sturm. Frische Props sollen in der Schlussphase das Gedränge gewinnen.

Die großen Wettbewerbe

Der wichtigste Titel ist der Rugby World Cup alle vier Jahre, für Männer und Frauen jeweils in einem eigenen Turnier. Bei den Männern treten ab der WM 2027 in Australien 24 Teams an, in sechs Vierergruppen und mit Achtelfinale.

Jedes Frühjahr spielen England, Frankreich, Irland, Italien, Schottland und Wales die Six Nations. Auf der Südhalbkugel treten Argentinien, Australien, Neuseeland und Südafrika in der Rugby Championship gegeneinander an. Dazu kommen die Länderspielfenster im Sommer und im November, in denen die Nationen der Nord- und der Südhalbkugel gegeneinander spielen.

Bei den Vereinen sind die französische Top 14, die englische Premiership und die United Rugby Championship (URC) die stärksten Ligen Europas. In der URC spielen Teams aus Irland, Italien, Schottland, Südafrika und Wales. Die besten Klubs dieser drei Ligen treffen sich im Champions Cup. Auf der Südhalbkugel spielen Teams aus Neuseeland, Australien und dem Pazifikraum die Super Rugby Pacific.

15er-Rugby in Deutschland

Die höchste Liga der Männer ist die Rugby-Bundesliga, darunter folgen die 2. Bundesliga und die Regionalligen. Die Frauen spielen ihre Meisterschaft in der Frauen-Bundesliga. Hochburgen sind seit jeher Heidelberg, Hannover, Frankfurt und Berlin. Heidelberg stellt oft gleich mehrere Teams der obersten Liga. Wer gerade in welcher Liga spielt und wie die Tabelle steht, zeigen unsere Wettbewerbsseiten.

Die Nationalmannschaften der Männer und der Frauen spielen in den Wettbewerben von Rugby Europe, dem europäischen Verband. Deren oberste Stufe ist die Rugby Europe Championship, die stärkste europäische Ebene unterhalb der Six Nations, darunter folgt die Trophy. Wie das deutsche Rugby so weit gekommen ist, steht in unserer Geschichte des Rugby in Deutschland.

So fängst du an

Rugby Deutschland, der Verband, führt auf seiner Website eine Karte mit den Vereinen in allen Bundesländern. Eine Übersicht findest du auch in unserem Vereinsverzeichnis. Schreib dem Verein in deiner Nähe eine kurze Nachricht und frag nach einem Probetraining. Probetrainings sind bei vielen Klubs üblich, wie lange du ohne Mitgliedschaft mitmachen kannst, regelt jeder Verein selbst.

Für den Anfang reichen Sportkleidung und Fußballschuhe mit Nocken. Einen Mundschutz solltest du dir früh besorgen, spätestens wenn das Kontakttraining beginnt. Kinder fangen in vielen Vereinen ab etwa 6 Jahren an und trainieren in Altersklassen wie U8, U10 und U12 bis hinauf zur U18. Auch als Erwachsene oder Erwachsener kannst du ohne Vorkenntnisse einsteigen. Und keine Sorge, wenn du nicht weißt, welche Nummer zu dir passt. Das findet ihr gemeinsam auf dem Platz heraus.

Dieser Text wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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