Schottland verlor bei Südafrika 28:42 und hat doch wenig Grund zur Trauer. Zu diesem Schluss kamen Donal und Big G im Vorpass-Podcast (Folge 290), und wir teilen ihn. Der Endstand vom Samstag, 11. Juli, erzählt nur die halbe Geschichte.
Chancen ohne Ertrag
Südafrika trat mit einer experimentellen Aufstellung an, in der ungewöhnlich viele neue Spieler standen, und hielt trotzdem dagegen. Schottland hatte nach unserer Einschätzung mehr Durchbrüche und mehr Vorstöße in die gegnerische Red Zone, schloss aber vor der Mallinie nicht konsequent genug ab. Das rächte sich Anfang der zweiten Halbzeit. Südafrika drehte da auf und nutzte, dass Schottland seine Gelegenheiten liegen ließ. Wer solche Phasen nicht in Punkte verwandelt, gibt dem Gegner Raum, und ein Wettbewerb mit offenen, punktereichen Spielen verzeiht das noch weniger.
Was bei Schottland funktionierte
Schottland brachte die Blitzabwehr der Südafrikaner phasenweise aus dem Konzept und gab nur sieben Straftritte ab. Das sind Zeichen einer Mannschaft, die ihren Plan umgesetzt hat. Im Podcast waren wir uns einig, dass das Spiel mit einer stärkeren südafrikanischen Mannschaft anders ausgegangen wäre. Dass die Gäste den Weltmeister mit einer durchrotierten Elf fordern konnten, ist ein Ergebnis, das Schottland mitnehmen kann. Vier Tage zuvor hatte die Mannschaft in Argentinien 47:38 gewonnen.
Was bleibt
Für Südafrika ist der Sieg ein weiterer Beleg für die Breite im Kader. Der Spielerpool ist so groß, dass fehlende Stammspieler die Mannschaft kaum schwächen. Das war schon beim letzten Aufeinandertreffen im November 2024 in Schottland so, das Südafrika 32:15 gewann. Die Siegesserie, die vor diesem Spiel mindestens fünf Partien umfasste, hat Bestand. Schottland dagegen muss die Chancen künftig besser verwerten, wenn es solche Spiele für sich entscheiden will.
Südafrika empfängt am Samstag, 18. Juli, um 17:40 Uhr Wales, Schottland spielt am selben Tag um 15:10 Uhr bei Fidschi.
Dieser Text wurde mit Hilfe von KI erstellt.