Eine Halbzeit hielt England mit, dann kippte das Spiel: Südafrika hat die Nations Championship mit einem 45:21 gegen England eröffnet. Das Ergebnis sieht klarer aus, als es zur Pause war, denn da stand es nur 17:14 für die Gastgeber.
Eine Halbzeit auf Augenhöhe
Südafrika führte früh deutlich, England arbeitete sich bis zur Pause auf drei Punkte heran. Wie wir im Vorpass-Podcast (Folge 289) besprochen haben, war das nach dem Fehlstart eine starke Reaktion. Nach Wiederbeginn verlor sie sich. Aus unserer Sicht hat dabei die südafrikanische Bank den Unterschied gemacht, die frische Kräfte in ein ohnehin körperliches, von den Stürmern geprägtes Spiel brachte. Und wer in so einem Spiel zu wenig Ball hat, wie England, kommt kaum zurück.
Breite als Argument
Südafrika hat trotz Ausfällen eine Spielerdichte, von der Wales nur träumen kann. Das zeigte sich auch in den Einzelleistungen. Willemse verband das Spiel stark vom Fullback aus und hat einen Pass, den man nicht oft sieht. Libbok spielte gut auf dem Verbinder, auch wenn wir ihn nicht als langfristige Lösung auf der Zehn sehen. Kolbe kickte wieder, woran er erkennbar gearbeitet hatte. Südafrika hat nun mindestens fünf Siege in Folge, und schon das letzte Duell im November 2024 bei England ging 29:20 an die Südafrikaner.
Englands Probleme vor dem Ball
Bei England sorgten kurzfristige Wechsel für Unruhe, und die Hintermannschaft mit Favo, Bosso und Murley bekam zu wenig Ball, um zu gefährlich zu werden. Dass die Startelf so spät noch zur Debatte stand, passt dazu, auch Jamie Georges Platz wird hinterfragt. Aufgefallen sind trotzdem zwei Stürmer: George Martin war extrem stark, Cole sehr stark. Marcus Smith dagegen war als Fullback kaum ins Spiel eingebunden. Die Engländer waren schon vor dem Spiel vier Partien ohne Sieg, im Six Nations folgten auf das 48:7 gegen Wales vier Niederlagen in Serie. Daran hat sich nichts geändert.
Was bleibt
Bei aller Freude über so einen Auftakt sollte man die Runde nicht überladen. Die Nations Championship entfaltet ihr Gewicht eher Richtung November, der Start läuft zudem parallel zur Fußball-WM. Für Südafrika ist es trotzdem das Signal, dass die Spielerdichte auch ohne mehrere Stammkräfte reicht. England muss dagegen schnell klären, wer in der Hintermannschaft spielt und wie sie Ball bekommt. Am Samstag, 11. Juli, empfängt Südafrika um 17:40 Uhr Schottland, England trifft um 15:10 Uhr auf Fidschi.
Dieser Text wurde mit Hilfe von KI erstellt.