Irland hat dieses Spiel mit eigenen Fehlern aus der Hand gegeben, Neuseeland hat es ohne Glanz zu Ende gebracht. Mit 23:13 setzten sich die Gäste am Freitagabend durch. Sie hatten zuvor viermal in Folge gewonnen, zuletzt 24:22 in England. Irland kam mit zwei Niederlagen und einem Sieg aus den drei Länderspielen seit Juni in die Partie, zu Hause hatte es in dieser Zeit noch nicht gewonnen.
Zwei Teams, kein guter Abend
Wir haben das Spiel im Vorpass-Podcast (Folge 225) besprochen und waren uns einig: Das war keine gute Werbung für Rugby. Es gab viel Start-Stopp, der Ball war rutschig, und beide Seiten leisteten sich viele Fehler. Neuseeland hat verdient gewonnen, aber nicht in Topform. Ein wirklich starkes Team hätte an diesem Abend beide geschlagen.
Den Unterschied machte aus unserer Sicht die Disziplin. Irland verlor Bälle durch erzwungene und unerzwungene Fehler und gab zu viele Straftritte weg. Neuseeland brachte das Spiel dagegen sauber über die Zeit.
Irland: Defensive ja, Angriff nein
Irlands erster Versuch fiel nach der Pause, als Neuseeland nur noch mit 14 Spielern auf dem Platz stand. Ein Muster daraus ließ sich nicht machen, denn im Angriff fehlte die Abstimmung. Crowley versuchte bei diesem Wetter Pässe, die man unter solchen Bedingungen eher nicht spielt. Das Risiko kostete Ballbesitz in einem Spiel, in dem Ballbesitz ohnehin knapp war.
Positiv war die Verteidigung in der Anfangsphase, mit starken Einzel-Tackles von Jameson und Gibson-Park. Von der Bank kam dagegen nichts. Henderson gab kurz nach seiner Einwechslung einen Straftritt weg, und einige Joker haben ihre Chance für die nächsten Spiele damit wohl verspielt.
Neuseeland: Ruhe von der Bank
Neuseeland legte seinen ersten Versuch erst in der Schlussphase und führte bis dahin allein durch das Kickspiel. McKenzie spielte von der Zehn sehr sauber. Cam Roigard brachte als Einwechselspieler Ruhe, Präzision und Übersicht und gilt uns als wahrscheinlicher Stammspieler auf der Gedrängehalb-Position.
An den Rucks ließ der Schiedsrichter eine lockere Linie laufen, die für beide Seiten galt. Bei der neuen Regel für Kicks, die das Blockieren des Empfängers verbietet, stand Jordie Barrett im Laufweg. Die Grenzen der Regel sind noch unklar, und Angreifer werden sie ausreizen.
Was bleibt
Für Neuseeland ist es ein Sieg, der die Serie verlängert, aber keine Fragen beantwortet. Im Podcast fragten wir uns, ob Trainer Farrell trotz der Leistung bei seinen Spielern bleibt oder auf einigen Positionen wechselt. Irland muss klären, wer aus der Reservebank Verantwortung übernehmen kann.
Irland empfängt am Freitag, 15.11.2024, um 21:10 Uhr Argentinien, Neuseeland trifft einen Tag später, am Samstag, 16.11.2024, um 21:10 Uhr, auswärts auf Frankreich.
Dieser Text wurde mit Hilfe von KI erstellt.