Irland hat zum Auftakt der Six Nations zu Hause gegen England 27:22 gewonnen, und der Endstand sagt wenig darüber, wie das Spiel lief. Wie wir im Vorpass-Podcast (Folge 233) besprochen haben, war England in der ersten Halbzeit das besser vorbereitete Team, und Irland hat diesen Sturm überstanden. England bekommt für die Niederlage mit fünf Punkten Abstand immerhin den Defensivbonus.
Englands starker Beginn
England setzte Irland früh mit hohen Tritten und Druck auf die Hintermannschaft zu. Irland wirkte überrascht und lag nach unserem Eindruck fünf bis zehn Prozent neben seinem Niveau. In Punkte setzte England diesen Druck aber kaum um. Die Mannschaft war übermotiviert und verursachte in 33 Minuten sieben Straftritte. Dazu kam eine Gelbe Karte für Smith, und Irland punktete in dieser Zeit mit einem Mann mehr.
Warum Irland das Spiel drehte
Im zweiten Durchgang ging England konditionell die Luft aus. Slade las Situationen falsch und fand nicht rechtzeitig zurück in die Linie, in der Abwehr taten sich Lücken auf. Irlands dritter Versuch fiel durch die Mitte, danach brach England ein. Gibson-Park bereitete mit einem Haken einen Versuch vor, Conan lief durch eine Lücke, ohne angefasst zu werden. Crowley führte den Spielplan genau so aus, wie er angelegt war. Am meisten bewegte Sheehan: Er kam von der Bank und war dreimal an einem Versuch beteiligt.
Bei England veränderte die Bank das Spiel nicht zum Besseren. Marcus Smith rückte auf Fullback, Finn Smith kam ins Spiel, und damit änderte sich das ganze System. Einwechselspieler Chandler Cunningham-South gab drei Straftritte ab. Spät legte noch Oli Lawrence einen Versuch für England, der auch zuvor schwer zu verteidigen war. Wir sehen ihn als Ergebniskosmetik.
Was bleibt
Das Ergebnis sieht deutlicher aus, als das Spiel war. Englands dritte Reihe mit den Curry-Brüdern und Ben Earl funktionierte gut, und die Fehler der Mannschaft waren eher individuell als ein Problem des Systems. Trotzdem passt der Spielverlauf zu den Niederlagen im November gegen Neuseeland, Australien und Südafrika. Auch dort führte England gegen die Spitzenteams lange und ließ dann nach. Irland dagegen holte aus wenigen Momenten viel heraus und baut seine Serie von drei Siegen in Folge aus. Im Podcast waren wir uns einig, dass Irland vor allem den Sturm überlebt hat, bevor es selbst zuschlug.
England empfängt am Samstag, 08.02.2025, um 17:45 Uhr Frankreich, Irland spielt einen Tag später, am Sonntag, 09.02.2025, um 16:00 Uhr, auswärts gegen Schottland.
Dieser Text wurde mit Hilfe von KI erstellt.