Frankreich hat dieses Spiel in der ersten Halbzeit liegen gelassen, England hat es in der Schlussphase genommen. Mit 26:25 gewinnen die Engländer zu Hause gegen die Franzosen. Die Gäste fahren trotzdem mit einem Punkt heim, dem Defensivbonus für eine Niederlage mit höchstens sieben Punkten Abstand.
Chancen ohne Punkte
Zur Pause stand es 7:7, und das war für Frankreich zu wenig. Wie wir im Vorpass-Podcast (Folge 235) besprochen haben, verlor Frankreich in der ersten Halbzeit zwei- bis viermal den Ball in Situationen, in denen es hätte punkten müssen. England nutzte das und blieb dadurch im Spiel. Dazu kamen Handling-Fehler bei nassen, schwierigen Bedingungen. Für uns war es das beste Spiel des Wochenendes, mit Abstand.
Die Schlussphase
In der Schlussphase hatte England den Ball. Ein Kick in die Gasse und ein Spielzug über die Hintermannschaft brachten den Sieg. Dass es so weit kam, hängt an der ersten Halbzeit: Wer nach 40 Minuten nicht davongezogen ist, lässt den Gegner im Spiel. Fin Smith, den die Spielerwahl zum Spieler des Tages kürte, hatte vor der Pause bei den Kicks Aussetzer, nach Wiederbeginn spielte er besser. Auch Tom Curry und Alex Mitchell gehörten für uns zu den besten Engländern. Mitchell spielte präzise und durch.
Frankreich unter seinem Niveau
Bei Frankreich lief vieles mit einem Abzug von fünf bis zehn Prozent, so unsere Einschätzung. Die eingewechselten Spieler brachten kaum Impact, deshalb fehlte nach der Pause der Schub. Möglicherweise war auch Selbstgewissheit im Spiel. Zwei Jahre nach dem 53:10 im Six Nations 2023 rechnete Frankreich womöglich nicht damit, dass England zurückkommt. Dabei hatte die Mannschaft eine Woche zuvor Wales 43:0 geschlagen und ging als Serienteam ins Spiel.
Was bleibt
Für England ist es der erste Sieg im Six Nations 2025 nach der 22:27-Niederlage in Irland. Dieses Spiel müssen wir jetzt in anderem Licht sehen: England war dort besser, als das Ergebnis aussah. Die Defensive wirkt gegenüber dem Vorjahr und den Länderspielen im Herbst verbessert, das unstrukturierte Herausrennen mit großen Lücken ist weg. Trotzdem war England teils nachlässig, und ob dieser Sieg eine Eintagsfliege war, bleibt offen. Die Fullback-Frage ist nicht gelöst, Marcus Smith ist dort aus unserer Sicht nicht die richtige Besetzung.
Beide Teams haben nach zwei Spielen einen Sieg und eine Niederlage. Den Grand Slam, für den es drei Zusatzpunkte gibt, kann damit keines mehr schaffen. England empfängt am Samstag, 22. Februar, um 17:45 Uhr deutscher Zeit Schottland, Frankreich spielt einen Tag später um 16:00 Uhr in Italien.
Dieser Text wurde mit Hilfe von KI erstellt.