Australien hat dieses Spiel nicht im Paket oder im Ruck verloren, sondern mit dem, was nach der Pause passierte. Frankreich gewann am 2. Spieltag der Nations Championship 42:26, und für die Gastgeber bleibt die Serie ohne Sieg bestehen.
Disziplin nach der Pause
Im Vorpass-Podcast (Folge 290) waren wir uns einig, dass die Strafen in der zweiten Halbzeit den Ausschlag gaben. Tom Wright sah Gelb und musste für zehn Minuten raus, dazu kam ein gefährliches Tackle eines Australiers. Wer in Unterzahl verteidigt, hat weniger Spieler für die Breite des Feldes. Genau das nutzten die Franzosen konsequent aus. Ihr Spiel lebt vom Angriffsdruck und hohem Linienspeed, und gegen eine dezimierte Abwehr zahlt sich das aus.
Was Australien richtig machte
Dabei hatten die Australier in der ersten Halbzeit viel richtig gemacht. Donal und Big G hoben vor allem Fraser McReight hervor, der das Team fast im Alleingang im Spiel hielt, mit Arbeit im Ruck, eroberten Bällen und Versuchen. Auch das Paket der Australier funktionierte vor der Pause noch gut. Dass daraus kein Vorsprung wurde, der die zweite Halbzeit überstand, hat mehrere Gründe. Die Strafen waren der wichtigste, hinzu kommt die Frage nach dem Kicker, denn Australien fehlt weiter ein verlässlicher Mann für die Stangen und lässt dadurch zu viele Punkte liegen.
Was bleibt
Für Australien ist das ein Rückschlag im Umbruch. Die Halbspielerkombination mit dem neuen Verbinder ist noch nicht gefunden, und die Mannschaft verlor eine Woche zuvor zu Hause 31:33 gegen Irland. Im November 2025 hatte Frankreich das letzte Duell 48:33 gewonnen. Wir halten das Ergebnis für vertretbar, hätten aber einen ausgeglicheneren Ausgang erwartet, auch weil die Wettquoten Frankreich zwar vorn sahen, nicht aber so klar.
Für Frankreich ist der Sieg die Antwort auf die 32:34-Niederlage in Neuseeland eine Woche zuvor. Auffällig ist, dass drei französische Stürmer aus Australien stammen oder dort ausgebildet wurden, darunter Meafou und ein Prop-Debütant, der in Australien keine Perspektive mehr hatte. Wie schon in den ersten Spielen der Nations Championship war auch diese Partie offen und punktereich. Das spricht dafür, dass Disziplin in diesem Wettbewerb mehr kostet als anderswo.
Am Samstag, 18. Juli, trifft Australien zu Hause auf Italien, während Frankreich am selben Tag auswärts gegen Japan spielt.
Dieser Text wurde mit Hilfe von KI erstellt.