#RWC2019: Wales gewinnt den Krimi
Der zweite Sonntag der Rugby-Weltmeisterschaft bot einen echten Krimi. Wales besiegte im Spitzenspiel der Gruppe D Australien knapp mit 4 Punkten. Andreas Thies und Nationalspielerin Vivian Bahlmann fassen dieses Spiel und das erste Spiel des Tages zusammen. In dem konnte sich Georgien gegen Überraschungsmannschaft Uruguay durchsetzen. Das Spiel Australien gegen Wales war von vornherein als das Spitzenspiel der Gruppe D ausgemacht worden. Es hatte auch dadurch an Brisanz gewonnen, dass der Gruppensieger in dieser Gruppe den All Blacks bis ins Finale aus dem Weg gehen könnte. Wales legte los wie die Feuerwehr. Nach 30 Sekunden hatte Dan Biggar mit einem Drop Goal für das schnellste Drop Goal der WM-Geschichte gesorgt. Die erste Halbzeit war komplett in walisischer Hand. Australien kam zwar zu einem Versuch und konnte zwischenzeitlich auf 8-10 verkürzen. Doch die restlichen 35 Minuten gingen an Alun Wyn Jones und Kollegen. Mit 23-8 gingen die Waliser in die Kabine. In der zweiten Halbzeit jedoch spielte fast nur noch Australien. Wales hatte große Probleme, die Offensive der Wallabies aufzuhalten. In den Schlussminuten konnten die Waliser aber zwei ganz wichtige Bälle stehlen und eine 29-25 Führung über die Zeit retten. Im zweiten Spiel des Tages besiegte Georgien Uruguay klar. Die Uruguayer, am Mittwoch noch überraschend siegreich gegen Fidschi, hatten dem kräftigen Spiel der Georgier nichts entgegenzusetzen.
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Transkript
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0:00 Gut, gut, gut, gut. Vorpass, Vorpass Spezial, der Podcast zur Rugby-WM in Japan. Auf meinsportpodcast.de Es war fix was los am Sonntag hier beim Rugby World Cup in Japan. Erst konnte Uruguay seinen Sieg über Fiji nicht veredeln. Sie verloren gegen Georgien und das relativ klar nach allerdings sehr, sehr kurzer Regenerationszeit. und im zweiten Spiel besiegte Wales in einem absoluten Thriller Australien. Darüber müssen wir sprechen. Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Vorpass Spezial hier auf meinsportpodcast.de. Mein Name ist Andreas Thies und dieses Mal als Expertin dabei zum ersten Mal während dieser WM-Berichterstattung die Nationalspielerin Vivian Ballmann. Hallo Vivian. Hallo Andreas.
0:48 Schön, deine Stimme zu hören. Du bist zum ersten Mal wieder dabei. Genau, endlich würde ich sagen, weil wir haben jetzt irgendwie immer die ganzen Rugby-Spiele zusammen. Also für mich ist es auch so ein Ritual geworden. Ich gucke Rugby und weiß, danach spreche ich mit Andreas drüber und jetzt können wir es endlich machen. Ja, und bis hier lang, ja, Hammer WM-Auftakt, würde ich sagen. Also ich habe es total genossen, bisher die Spiele zu gucken und ist ja wirklich auch sehr durchwachsen, würde ich sagen. Also man hat ja vom Niveau auch verteilt ganz unterschiedliche Spiele und gerade heute war wieder so ein Highlight-Vormittag, würde ich sagen. Ja, wir haben zwei unterschiedliche Spiele gesehen.
1:25 Denn was du gesagt hast, durchwachsen ist etwas, man sieht halt sehr, sehr klare Spiele und man sieht halt sehr enge Spiele. Und die engen Spiele, die dürften halt gerne noch ein bisschen mehr werden. Aber das sehen wir dann wahrscheinlich Richtung Viertelfinale, Halbfinale, oder? Ja, auf jeden Fall. Aber ich muss sagen, ich hätte jetzt nicht gedacht, dass auch die Gruppenspiele teilweise so spannend schon sind. Ich dachte, dass es dann doch irgendwie ein bisschen klarer immer ausgeht. Aber ich freue mich riesig, dass wir halt so coole Spiele sehen können, wo man echt bis zur letzten Minute nicht weiß, wer gewinnt. Und er auch so Überraschungen hat, wie dann ein Spiel wie Japan gestern zum Beispiel.
1:57 Das hattest du auch nicht auf dem Zettel, oder? Dass Japan gegen Irland gewinnt? Absolut nicht. Also ich konnte bis zur letzten Minute nicht glauben. Und es war dann irgendwie so, dass ich wohne hier in einer WG und am Ende saß die ganze Fünfer, Sechser WG auf meinem Bett und habe mit mir diese letzten Minuten geguckt, weil ich denen kurz erklärt hatte, was da abgeht. Und die waren dann auch komplett in ihrem Bann gerissen. und dann haben wir alle diese letzten Minuten dann noch geguckt und kann ich bis heute nicht glauben, was da passiert ist, aber ich freue mich riesig, genau deswegen ist ja so eine WM so spannend und so muss es sein irgendwie. Absolut, aber wir müssen über die beiden Spiele von heute sprechen, über Georgien gegen Uruguay sprechen, aber nachher, weil das zweite Spiel, das zwischen Wales und Australien war der Knaller heute und es ist am Ende sehr, sehr eng geworden.
2:43 29 zu 25 hat Wales gegen Australien gewonnen und es sah in der ersten Halbzeit nicht danach aus, als würde es ein enges Spiel werden. Lass uns erstmal darüber sprechen. Erstmal Alan Wynne-Jones hat heute es geschafft, sein 130. Spiel für Wales zu machen. Er ist damit jetzt Rekord-Nationalspieler für Wales und er wurde dafür auch vor bzw. nach dem Spiel geerbt. Er durfte dann noch ein bisschen früher auf den Platz als die anderen Alan Wynne-Jones. Ja, absolute walisische Legende dann auch. So cool, muss ich sagen, sowas dann zu sehen auch als Zuschauer. Also mich bewegt das halt auch mal total emotional, wenn man weiß, was der Spieler jetzt da gemeistert hat und mit dem Alter oder mit auch der Anzahl von Spielen eine WM zu spielen nochmal, ist einfach so cool und das sind für mich dann nochmal so die Highlights auch zu dieser WM neben den Spielen also wenn man weiß, was sind das, also man kennt ja mittlerweile, man sieht jetzt Spieler, die hat man auch 2015 schon gesehen, die man vorher schon gesehen hat und man verfolgt das so man verfolgt so deren Rugbygeschichte, deren Rugbykarriere mit und das so mal mit zu sehen, muss ich echt sagen, Hut ab auch immer von den Spielern und ich finde das auch immer das Schöne an dem Sport, dass halt sowas so doll geehrt wird und ich finde, es hat immer in diesem Rahmen auch eine ganz andere Bedeutung oder die werden dann auch so in dem Stadion so gefeiert und das ganze Land, die ganzen Fans feiern dann auch so einen Spieler wie Sam Jones
4:06 und von daher ist einfach schön, was zu sehen. Die Valisa hatten sonst an ihrer Mannschaft nicht unbedingt viel geändert gegenüber ihrem ersten Spiel, als sie durchaus ein bisschen Probleme hatten in ihrem ersten Spiel gegen Georgien, als sie die erste Halbzeit beherrscht haben. Die zweite Halbzeit war dann eher etwas schwach. Die Australier haben in der Hintermannschaft einige Änderungen vorgenommen. Zum Beispiel war Kirtley Beal nicht dabei, Dan Haylet-Petty ist für ihn reingekommen. Rhys Hodge konnte nicht eingesetzt werden wegen seines Late Tackles bzw. seines Head Tackles. hatte er dann eine Sperre bekommen und ist dann auch nicht mit dabei gewesen. Und so ist Michael Chaker dann mit ein paar Änderungen in der Hintermannschaft reingegangen in dieses Spiel.
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4:45 Aber das Spiel hatte schon nach 30 Sekunden wirklich Fahrt aufgenommen. In der ersten Minute hat Dan Bigger mal mit einem Drop-Goal gleich für die 3-0-Führung gesagt. Und das war so ein kleines erstes Highlight dann auch für dieses Spiel. Das war der Hammer, so konnte ich nicht glauben. Vor allem ist er damit sozusagen direkt in die Geschichte eingegangen. Das ist das erste First-Minute-Drop-Goal in der Geschichte des World Cup. Also ich glaube, das früheste hat man Italiener gekickt nach drei Minuten. Das ist das früheste Drop-Goal, was gekickt wurde. Der Hammer. Also muss ich wirklich sagen, Wales hat heute eh mit seinen Kickern geglänzt. Aber das war so ein Auftakt. Ja, hätte man sich nicht besser vorstellen können.
5:26 30 Sekunden, wie gesagt, hat es gedauert, bis dann das Spiel dann eröffnet worden ist. wie gesagt durch, dann Dan Bigger. Die Waliser haben dann in den ersten Minuten absolut den Ton angegeben, fand ich jedenfalls. Australien hatte große Probleme in dieses Spiel reinzukommen und es gab zwar einen Strafkick, den Dan Bigger vorbeigesetzt hat in der vierten Minute, aber insgesamt spielte sich das Spiel sehr in der Hälfte der Australier. Was hat deiner Meinung nach den Ausschlag gegeben, dass Wales gerade in der ersten Halbszeit so stark war? Die waren viel mehr am Ballbesitz. Also, Australien hat da überhaupt gar nicht geschafft, diesen Ball zu halten. Ich muss sagen, diesen verkickten Straftat, den habe ich total vergessen, fällt mir jetzt wieder ein.
6:09 Und dann habe ich mir noch gedacht, oh, wie entscheidend wird so ein Kick werden, den man jetzt so daneben setzt. Aber war ja jetzt nicht mehr gefährlich für Wales. Aber vielmehr war besitzt unheimlich tolle Aggressivität, halt auch im Angriff. Also, ich finde, Wales hat so unheimlich gut zusammengespielt. Gerade, was das Skill-Level so angegangen ist, war ich wirklich beeindruckt, dass die einfach so sicher auch bis zur Hintermannschaft halt gespielt haben. Das war halt gerade in den Spielen, die man sonst sieht, ich finde, da ist nochmal der Sturm, alle Spiele sind immer so sturmlastig, aber jetzt auch in diesem Spiel, auf beiden Seiten, muss ich sagen, für Australien und für Wales, wurde viel mit der Hintermannschaft auch gespielt und dass man das halt sicher halten kann, dass man dieses Phasenspiel machen kann, da war einfach das hat der Rue jetzt richtig gut gemacht.
6:59 Irgendwie hat es einfach unheimlich lange gebraucht, für das 3. Spiel zu kommen. Und dann haben sie wirklich mit aller Macht irgendwann versucht, diesen Ball zu halten. Aber am Anfang war einfach Wales die selbstbewusstere Mannschaft. Und sie haben es dann auch so ein bisschen gebracht in der 12. Minute dadurch, dass sie einen angekündigten Vorteil hatten. Und dann hatte Bigger einen Crosskick gesetzt und Hadley Parks konnte den Versuch legen mit einer wunderschönen Aktion an der Auslinie und hat den Versuch gelegt zum 8 zu 0 bzw. zum 10 zu 0 mit der Erhöhung durch den Bigger. Es hat genau 20 Minuten gebraucht, bis sich Australien so ein bisschen aus dieser Umklammerung gelöst hat. Dann kommt Adam Ashley Cooper dann mit einem Versuch, konnte er das Team so ein bisschen ranbringen. Die Erhöhung klappte nicht, 5 zu 10 und in der 28. Minute dann Bernard Foley mit einem Strafkick zum 8 zu 10 verkürzen. Und zu dem Zeitpunkt sah es dann aus, jetzt wird es wirklich die angekündigte, ganz enge Nummer zwischen Wales und Australien. Aber Das änderte sich danach.
7:54 Aber wir müssen da nochmal gerade drüber sprechen. In der 20. Minute musste Dan Bigger raus. Wegen eines Head Injury Assessment, was er gebracht hat. Da gab es ein sehr, sehr hohes Tackle. Und es gab hinterher keine gelbe Karte. Hättest du da eine gelbe Karte gebracht? Weil der Michael Hooper, der den Angriff getätigt hat gegen Dan Bigger, also aus den Fernsehbildern sah es für mich aus, als ob es da wirklich ein absichtliches Late Tackle und vor allen Dingen High Tackle gewesen ist. Wie sahst du es? Ich habe das auch so gesehen. Und für mich war es ganz klar auch ein Late-Tackle. Und vor allem, wenn man dann in der Situation ist, okay, derjenige hat schon lange keinen Ball mehr. Ich bin jetzt aber trotzdem noch in der Position, das Tackle zu machen.
8:36 Dann hat wirklich dieses unsaubere, diesen Schulter-Check zu machen, das, finde ich, sprach für mich auch total dafür, dass das einfach eine Karte ist. Ich muss auch sagen, ich habe es dann so gesehen und diese Slow-Mo gesehen und habe dann später ungefähr am Ende des Spiels nochmal nachgucken müssen, gab es wirklich keine Karte, habe nochmal mir die Statistik angeguckt, nee, es gab wirklich keine Karte dafür und ja, für mich ist es wäre das auf jeden Fall eine Karte gewesen, also es wurde ganz klar mit der Schulter einfach Dane Bigger attackiert sozusagen, die Arme gehen nicht rum, der fliegt weg, also Dane Bigger fliegt so nach hinten, also Also da fehlt ganz klar für mich die Armbewegung, dass da zu so einem Tackle angesetzt werden würde.
9:23 Also diese Tackle-Bewegung ist einfach nicht vorhanden und für mich wäre das ganz klar eine derbe Karte. Dan Bigger musste dann raus wegen Head Injury Assessment. Er kam dann auch nicht mehr wieder. Jetzt haben die Waliser neun Tage Zeit bis zum nächsten Spiel und sie haben ein bisschen Zeit zur Regeneration. Mit Gehirnerschütterung kennst du dich leider in letzter Zeit so ein bisschen aus. Glaubst du, dass Dan Bigger in neun Tagen dann wieder fit ist? Kommt drauf an, wie der Test jetzt verlaufen ist. Also wenn das jetzt wirklich heißt, er hat eine Gehirnerschütterung, dann bin ich mir ziemlich sicher, dass er nicht mehr spielen wird. Also das sagen eigentlich so die Regeln dieser Protokolle, die man dann hat. Ich kann mir aber auch vorstellen, wenn jetzt bei dem Test herauskommt, der Dämpiger geht es gut, er hat keine Gehirnerschütterung, er hat keine Anzeichen dafür, dass sie ihn jetzt runtergelassen haben, einfach aus Sicherheit, weil sie hatten ja auch noch einen sehr guten Kicker mit auf dem Platz.
10:13 Also da gab es ja dann keine Sorgen, dass sie dann einfach ihn für den Wissenspiel wieder ganz normal einsetzen werden. Das ist dann einfach so eine Schutzmaßnahme. Rhys Petschel, wie gesagt, ist für ihn dann auf den Platz gekommen und konnte dann die Kick-Aktivitäten übernehmen. Nämlich dann auch in der 32. Minute und in der 36. Minute, als es zwei Strafkicks gab für Wales. Die hat dann nämlich Rhys Petschel dann durch die Stangen befördert und dann führten die Waliser mit 16 zu 8. Aber es kam noch schlimmer für Australien in dieser Katastrophenhalbstahl, glaube ich. So können wir es dann am Ende nennen. Gareth Davies, nämlich mit einem wunderbaren Interception und hatte dann das Feld frei vor sich und konnte durch die Stangen hindurch den Versuch legen zum 21 zu 8.
10:55 Die Erhöhung war kein Problem von Reese Petschel zum 23 zu 8. Dieser Versuch bzw. diese Interception von Gareth Davies, die hat mich sehr beeindruckt. Das war der Hammer. Also der hat ja auch wirklich, ich weiß gar nicht, wie es der Höhe war, aber das war fast ein 50-Meter-Lauf, die er dann gemacht hat, oder auf der 22-Meter-Linie hat er den Ball gefangen, ich bin mir nicht mal sicher. Aber das war der Hammer und ich dachte in dem Moment wirklich, okay, Australien, für die sieht es heute schlecht aus. Also das ist natürlich auch, Australien hat ja auch ewig gebraucht, um dann wieder ins Spiel zu kommen. Aber das war einfach so, genau dieses Selbstbewusstsein, von dem ich gesprochen hatte, sieht man halt auch in solchen Momenten.
11:33 Das muss man erst mal, das muss man sich halt auch einfach erst mal trauen. Klar, dieses Timing kennt man, man weiß ungefähr, wo der Ball hinkommt, aber ob man ihn wirklich kriegt, ob man ihn wirklich fängt, weil wenn man den dann halt nicht fängt, dann ist da eine riesen Lücke auf und im schlimmsten Fall sieht es genau andersrum aus, dass der Australier die freie Bahn hat, aber super stark gemacht und das ist für uns Zuschauer natürlich einfach wunderschönes Rugby und da fragt man sich drüber. Insgesamt sah das in der ersten Halbzeit zwischendurch so ein bisschen aus wie Siebener-Rugby, weil das Tempo was die beiden Mannschaften an den Tag gelegt haben, war unglaublich groß und gerade in den Valisern wirft man doch eigentlich immer so ein bisschen vor in den letzten Jahren, dass sie es nicht auf dieses schnelle Rugby abgesehen haben.
12:12 Aber in der ersten Halbzeit war davon aber nicht viel zu sehen, oder? Nee, ich fand es unfassbar schnell, gerade im Vergleich auch zu dem Spiel, was man im Vorfeld gesehen hat von Georgien und Uruguay. Aber das muss ich auch sagen, gerade weil man ja auch sagt, dass Wales einfach so eine unheimlich verteidigungsstarke Mannschaft ist. Die haben starke, schwere Jungs, die man aber, wie man jetzt gesehen hat, die aber auch einfach diese Schnelligkeit mitbringen, fand ich auch unheimlich beeindruckend zu sehen. Also muss ich auch sagen, tempomäßig kam das wirklich an Sima-Rugby ran. Aber muss ich auch wirklich sagen, von beiden Mannschaften, also auch Australien hat gerade in der Hintermacht, was man in der zweiten Hälfte dann gesehen hat, auch super doll mit diesem Tempo mithalten können.
12:55 Die zweite Halbzeit ging los wie die erste Halbzeit, nämlich mit einem Dropgoal und dieses Mal von Rhys Petschel. Wie werden Dropgoals bei euch im Rugby gesehen? Sind die verpönt oder ist das einfach ein Stilmittel, was man nehmen darf? Weil bei dem 26 zu 8 durch Ries Petschel, durch dieses Dropgoal, hatte ich dann zwischendurch das Gefühl, wollen sie sie jetzt vorführen oder drückt mich dieser Eindruck? Nee, auf gar keinen Fall würde ich sagen, dass man jemanden vorführen will. Sieht man fast viel zu selten. Ich finde jetzt bei der WM sieht man das unheimlich viel und auch so in der Liga, in Ligen überhaupt. Wann sieht man mal ein Dropgoal? Es ist wirklich so die Königsdisziplin, würde ich sagen, die dann die Spieler auspacken auf solchen Events, wenn sie wirklich auf ihrem allerbesten Level sind.
13:37 Und ich finde es cool und ich finde es super, dass wir das sehen. Deswegen ist diese Weltmeisterschaft einfach so das absolut Besondere und absolutes Highlight in diesem Sport. Aber damit hat natürlich Waves hier eine riesen Ansage gemacht, dass sie einfach mit zwei unterschiedlichen Kickern zwei Dropgoals machen, die dann auch erfolgreich sind. Also ich finde es mega beeindruckend. Ich habe echt Respekt vor der Mannschaft und dachte mir selber heute so, das ist doch nochmal so ein Ziel in meinem persönlichen Leben, wo ich mal einen Job geholt mache, habe ich noch nie gemacht. Ist mir so aufgefallen. Also wirklich ist es beeindruckend und auf gar keinen Fall irgendwie arrogant oder so. Gut. 26 zu 8 stand es in der 43. Minute.
14:13 Aber dann, von dem Moment an, spielte eigentlich fast bis zur 70. Minute nur noch Australien. Was hat Australien ab der 46. Minute oder ab der 45. Minute, wo Dane Hayley-Petty den Versuch gelegt hat, was haben Sie da besser gemacht als in der ersten Halbzeit? Gute Frage. Also die haben einfach unfassbar gut den Ball behalten und keine Fehler gemacht. Es gab zwischendurch so Momente, wo dann auch Michael Hooper den Ball einfach auf dem Ball, auf dem Boden verliert. So Topspieler, die dann so kleine Fehler gemacht haben. Das haben sie abgestellt. Diese ganz kleinen Fehler, diese Schussefehler, die sind nicht mehr vorhanden gewesen. Und die haben einfach den Ball phasenweise, so Minuten lang, 15, 20 Minuten lang behalten.
14:56 Das war beeindruckend zu sehen. Das war natürlich dann auch ein ganz, ich sag mal, einfaches Spiel, ganz viele Pick-and-Go-Phasen, immer wieder zur Gasse gekickt, zum Paket angesetzt und wirklich sich Zentimeter, Zentimeter nach vorne kämpfen wollen zur Malfeldlinie. Die hatten richtig Bock, die wussten, dass es unheimlich schwer wird, da jetzt noch anzukämpfen und die mussten genau diese Motivation, diese Aggressivität dann auch oder diesen Willen, den Ball zu behalten, mussten die mitbringen, weil sonst hätten sie niemals diesen knappen Spielstand noch hinbekommen. Also die haben ja so krass noch aufgeholt. Also das war ganz wichtig für die und das muss ich sagen, die haben zwar jetzt verloren, aber das spricht natürlich total für die Mannschaft, dass da so viel Ehrgeiz noch dahinter steckt, dass die so aufholen, obwohl das so schwer war. Also Wales hat es ja Australien so unfassbar schwer gemacht. Die haben, Wales hat unfassbar gut verteidigt. Aber das, klar, da gingen unheimlich viele Kräfte drauf, aber Australien hat gezeigt, dass sie kämpfen können.
15:49 Drückt mich dieser Eindruck oder war es dann so, dass die Australier, gerade wenn es so ins offene Spiel ging, wenn es so in diese Passspiele ging, dass sie dann in der zweiten Halbzeit deutlich, deutlich schneller waren als Wales und die dann mit großen Problemen hatten, dann dieses Spiel dann ja auf ihr Niveau wieder, ich möchte es nicht sagen runterzuziehen, aber so dieses Spiel zu beruhigen, weil als Australien dann den Ball hat und Australien hat zwischendurch immer wieder Passreihenfolgen gehabt, die zum Verlieben waren. und damit kam die Walise überhaupt nicht klar. Es war auf jeden Fall unheimlich schwer für Wilders zu verteidigen. Gerade was in der Hintermannschaft dann Australien teilweise gezaubert hat, muss ich auch sagen.
16:28 Wunderschönes Wackby. Das ist das, was, finde ich, unseren europäischen Mannschaften immer so ein bisschen fehlt. So ein bisschen diese Kreativität und diese Beisicherheit in der Hintermannschaft. Vor allem James O'Connor auf der Nummer 13 hat so gut auch als Spielmacher funktioniert. War wie so ein Verbinder nochmal. dort dann, ja, neben der 10, also es hat, der hat ganz, ganz viele super Offloads gemacht und Lücken aufgerissen und seine Spiele auch nochmal immer wieder nach vorne gebracht. Ich weiß nicht, ob, ihr hattet nicht das Gefühl, dass jetzt Wales da so Probleme hatte mitzukommen. Ich muss sagen, die haben halt das auch unheimlich gut verteidigt. Klar hat Australien Phasen gehabt, wo die dann Metern gemacht haben somit, aber Wales hat trotzdem einfach wie verrückt super verteidigt. Also jeder hatte, wusste immer, also hier darf jetzt keiner durchkommen und ich habe mir mein Gegenüber.
17:19 Muss ich sagen, kann ich, ich kann da nichts Schlechtes für über Wales in dem Zusammenhang sagen. Der Versuch von Dane Hayley-Petty zum 13 zu 26 mit Erhöhung von Matt Jemure, der reingekommen war, zu diesem Zeitpunkt schon in der 44. Minute, zum 15 zu 26, dann gab es den Versuch von Michael Hooper. Das war, das war ein erzwungener Versuch dann ja auch von Australien. Da gab es 10, 12 Pick-and-Go's, wo die Australier versucht haben, diese letzten zwei Meter zu überwinden. Das war so die Standard-Rugby, was wir sehen, wenn es wirklich in engen Spielständen ist, dass man versucht, mit Pick-and-Go's die letzten zwei Meter zu überwinden und Wales hat sich da verbissen reingekämpft, bis Michael Hooper dann endlich den Versuch gelegt hat.
18:01 Das waren faszinierende 5-6 Minuten, wo Australien dann im Ballbesitz war und dann das 20 und 22 zu 26 gemacht hat. Das war total krass. Also es waren so viele Pick-and-Go-Phasen. Ich glaube, es gab ja wirklich auch noch zwei Gassen, wo dann Wales, Australien, dann so ein Paket angesetzt hat. Wales hat so gut diese Pakete verteidigt, muss man echt sagen, aber Australien war wirklich wie die Verrückten da auf diesen zwischen 5-Meter-Linie und Marfer-Linie haben sie versucht, da zu Marfer zu kommen. Verdient dann diesen Versuch gelegt, muss ich sagen. Es gab ja auch ein, zwei Straftritte gegen Wales, weil klar, Die hatten noch ein, zwei Meter zu verteidigen. Die waren da ganz knapp immer auf dieser Abseitslinie.
18:45 War ein schwerer, harter Versuch, muss man sagen. Da gingen wahrscheinlich so viele Kräfte drauf. Das war deren einzige Chance, gegen Wales zu punkten. Im offenen Spiel war es halt schwer. Da hat Wales einfach zu gut verteidigt. Aber intensive Minuten, muss man sagen. 62. Minute, wie gesagt, das 22 zu 26. Der Versuch von Michael Hooper und die Erhöhung von Matt Tumor. Metamor konnte dann in der 67. Minute auf einen Punkt seine Mannschaft ranführen. 25 zu 26 und es waren enge, lange 13 Minuten, die noch für Wales zu überstehen waren. Aber in der 71. Minute konnte Reece Petchel dann sehr nervenstark einen Strafkick durch die Stangen, durch die australischen Stangen befördern, 29 zu 25. Und dann war es am Ende eine Geschichte, dass so ein bisschen zwei geklaute Bälle von den Walisern dazu geführt haben, dass die Australier nicht gefährlicher und nicht näherer gekommen sind.
19:41 Ja, ganz wichtig, dass da Wales einfach auch nochmal im Angriff ein bisschen stärker wurde. Und die hatten ja, wie gesagt, gefühlt die zweite Halbzeit komplett verteidigt. Es wurde ganz schön knapp für die. Und ich habe wirklich schon gedacht, Australien hatte so Bock, die waren so ehrgeizig. Und ich hatte wirklich gedacht, jetzt kommt nochmal der entscheidende Versuch und die drehen das Spiel. Aber damit hat Wales für mich eindeutig gezeigt, dass sie da die bessere Mannschaft heute waren. dass sie dann auch zum Schluss da nicht nachgelassen haben und wussten, okay, das sind jetzt diese essentiellen letzten Minuten und wir dürfen jetzt hier nicht einknicken und haben auch nochmal im Angriff ein bisschen was zeigen können.
20:13 In der 79. Minute konnten sie dann das letzte Mal den Ball klauen und dann den Ball, sobald nämlich die Sirene ertönt war, dass die 80 Minuten vorbei waren, konnten sie ihn ins Ausschießen und damit haben sie das 29 zu 25 geholt und verteidigt und sind in dieser Gruppe jetzt im Moment auf Platz 1, nachdem sie jetzt mit Australien und Georgien zwei Mannschaften besiegt haben. Sie müssen noch gegen Uruguay, sie müssen noch gegen Fiji spielen. Aber diese Gruppe hat ja schon eine gewisse Bedeutung. Erstens, man trifft, wenn man diese Gruppe gewinnt, auf den zweiten der Gruppe C. Da könnte man England aus dem Weg gehen. Vor allen Dingen könnte man, wenn man weiterkommt, im Halbfinale Neuseeland aus dem Weg gehen, weil die gehen den anderen Weg über die Gruppe B und A dann, wenn sie erster werden in ihrer Gruppe.
20:56 Also es war, dieses Spiel ist ja nicht nur, dass man sagt, man nimmt den ersten und den zweiten oder ermittelt den ersten und den zweiten, sondern wie es dann ja auch weitergeht, ist für Wales und Australien ganz entscheidend, weil der australische Experte bei ITV hat vorhin gesagt, ja, der Weg ist jetzt nicht leichter geworden für Australien. Nee, überhaupt nicht und ich glaube, das wird jetzt für die so schwer einfach gegen die anderen Mannschaften da nochmal drauf zu packen ich glaube, dass sie halt jetzt mit Wales schon noch an ihre Grenzen gekommen sind und ich bin gespannt, ob sie da nochmal einfach jetzt ein bisschen was drauf packen können also irgendwie, ich fand das halt irgendwie schon eine wirklich starke Leistung, aber Wales war einfach mal die bessere Mannschaft und ich glaube ja, ich glaube wirklich, ich hatte heute, ich hätte eigentlich Australien trotzdem noch, ich schätze mich schon noch mit ein, dass die halt auf jeden Fall noch mit weiter kommen, aber das wird nämlich schwer für die.
21:52 Es wird auf jeden Fall schwer für sie dann im Viertelfinale, also ich gehe jetzt auch erstmal davon aus, dass sie Zweiter werden in dieser Gruppe, aber es wird dann für sie im Viertelfinale dann auch schwer, vielleicht und wahrscheinlich gegen England, das wird dann natürlich ein knaller Viertelfinale. Die nächsten Spiele für Australien und Wales ist für Australien jetzt am nächsten Samstag gegen Uruguay und für für Wales ist das nächste Spiel am Mittwoch in einer Woche. Also sie haben jetzt wirklich eine ganze Zeit, eine ganze Menge Zeit, bis sie dann auf Fiji treffen werden, wo sie dann so ein bisschen auch ihre Wunden lecken können und vielleicht dann auch dafür sorgen können, dass Danbiger bis dahin wieder fit ist. Am 13. Oktober hat Wales dann noch das letzte Spiel gegen Uruguay und Australien am 11. Oktober gegen Georgien. Das war das Spiel zwischen Wales und Australien, was der absolute Knaller war. Gleich schauen wir auf das Spiel zwischen Georgien und Uruguay und dann schauen wir nochmal auf morgen vor uns. Brian Jones, Gründer der Rolling Stones, liegt tot in seinem Swimmingpool.
22:47 Offiziell ist es ein Unglücksfall, doch dann tauchen Zweifel auf. Neue Aussagen, ein Mordverdacht und Jahrzehnte später sogar ein angebliches Geständnis. Plötzlich scheint klar zu sein, was in dieser Nacht passiert ist. Nur gibt es da ein Problem. Je genauer die Geschichte wird, desto weniger lässt sich davon wirklich beweisen. Brian Jones, die Wahrheit versinkt im Pool jetzt bei Tatort Musik überall, wo es Podcasts gibt. Die komplette Welt des Sports. Wann und wo du willst. Die MSP-WG. Jeden Sonntag spricht unsere Redaktions-WG beim Feierabendtisch über alles, worüber man halt so spricht. Ob mit Sportbezug oder ohne. Und du kannst mitmachen. Sprich mit im Podcast oder beteilige dich über den Hashtag MSPWG.
23:40 Die MSPWG auf meinsportpodcast.de Georgien gegen Uruguay. Das war das zweite, beziehungsweise das erste Spiel am heutigen Tag. Und Uruguay hatte dieses tolle Spiel gehabt gegen Fiji, wo sie ganz überraschend gewonnen hatten. Georgien hatte ihr erstes Spiel dann gegen Wales verloren. Und in dieser Gruppe war es dann schon so, dass man gesagt hat, ja, gegen Australien und Wales ist wohl nicht unbedingt zu gewinnen, beziehungsweise kriegt man es nicht unbedingt hin zu gewinnen, aber es geht um diesen dritten Platz. Und Georgien hat heute in diesem Spiel gegen Uruguay dafür gesorgt, dass sie eine große Chance haben auf den dritten Platz, der dann direkt dazu berechtigt, 2023 für die WM qualifiziert zu sein.
24:24 Sie haben mit 33 zu 7 gewonnen. Und über diesem gesamten Spiel steht dann so ein bisschen die Frage, war das zu wenig Vorbereitungszeit für Uruguay, beziehungsweise waren das ungerechte Verhältnisse in der Vorbereitungszeit zwischen Uruguay und Georgien? Ja, das ist die Frage. Ich kann mir schon vorstellen, wie man auch heute Uruguay gesehen hat, dass sie das Spiel auf jeden Fall noch ganz schön in den Knochen hatten. Die wirkten nicht ganz so frisch, wie man sie denn gegen Finchi gesehen hat. Und die wirkten aber auch, ich weiß nicht, ob das dann auch einfach, ich denke, das ist auch wahrscheinlich einfach super schwer, an so einem Spiel anzuknüpfen gegen eine Mannschaft, die physisch eine ganz andere ist, als man selber, dass man einfach gegen so eine unheimlich physisch starke Mannschaft dann antritt, wo man irgendwie das eigene Spiel gar nicht so umsetzen kann.
25:13 Aber das spielt auf jeden Fall mit rein. Das ist einfach so eine intensive Zeit und das ist dann so ein bisschen einfach mit Glück und Pech behaftet, dass man dann einfach nur so eine kurze Pause hat und dann so einen starken Gegner wieder vor sich hat. Georgien hatte zwei Tage mehr Vorbereitungszeit als Uruguay für dieses Spiel Uruguay nur vier Tage, Georgien dann mit sechs Tagen dann deutlich besser hier gestellt in diesem Spiel. Und man hat es von Anfang an gesehen, dass es eigentlich nur einen Weg gab, beziehungsweise eine Richtung gab, nämlich Alexander Todur hat in der achten Minute den ersten Versuch gelegt, dann Otare Georgatse in der 29. 12 zu 0 führten die Georgier, bevor dann der erste Versuch von Andres Vigilaseca kam in der 32. Minute und es dann nur noch 12 zu 7 stand.
26:02 Aber in der zweiten Halbzeit merkte man dann schon, dass es zwei verschiedene Kräfteverhältnisse waren, weil die Georgier sehr schnell dann davongezogen sind, bis auf 33 zu 7 in der 58. Minute. Und dann passierte bis auf eine rote Karte für einen der Uruguayer eigentlich nicht mehr viel. Das haben die Georgier dann relativ souverän runtergespielt. Auf jeden Fall. Die haben da jetzt nichts mehr wirklich, ja, ich sag mal, anbrennen lassen, aber auch mussten da nicht mehr über ihre Grenzen hinaus, sondern die hatten das Ding dann schon relativ sicher in der Tasche. So war das Spiel dann aber auch. Also beide Mannschaften waren sehr unstrukturiert, wirkten fast ein bisschen ziellos teilweise. Es wurde dann auch teilweise mal so einen Schritt nach hinten gemacht und so geguckt, gehe ich jetzt rechts oder links lang, anstatt einfach nach vorne zu gehen und seinen Schuh so runterzuspielen.
26:53 Sondern es wirkte sehr unstrukturiert phasenweise auf beiden Seiten, muss ich sagen, bei Uruguay noch mal ein bisschen stärker, weil man hat dann auch schon gesehen, die wissen einfach auch nicht mehr so wirklich, wie sie jetzt an Georgien vorbeikommen sollen, haben versucht, so ein bisschen rumzutänzeln. Wirkte auch wieder so ein bisschen Sima behaftet, aber dann in dem Fall nicht wegen der Schnelligkeit, sondern wegen diesem, auch mal dieses langsame Spiel dann einladen, diese Tempowechsel, was aber einfach ein bisschen während hat, würde ich sagen, hat unheimlich viel Geschwindigkeit rausgenommen, diese Unstrukturiertheit. Also es war im Vergleich jetzt auch zu einem Spiel zwischen Wales und Australien ein ganz, ganz langsames Spiel und dadurch irgendwie auch ja, da ist einfach da ist dann nicht mehr so viel passiert, denn auch vor allem in der zweiten Hälfte. Wir haben Georgien ja schon ein paar Mal auch gesehen, gerade dann auch gegen Deutschland. Das ist zwar ein anderer Gegner als jetzt Uru Gwai, das ist vielleicht nicht das gleiche Niveau und Georgien hat auch häufig sehr klar gegen Deutschland gewonnen, aber von daher kannte man ja das georgische Spiel schon, sehr über die Stürmer gehen. Ich meine, die haben eine erste und zweite Reihe, da ist ja nur Hals vorhanden bei den Jungs und dass sie dann wirklich sehr stark über ihren Sturm gehen, das ist ja bekannt bei Georgien.
28:04 Genau, darauf hätte sich auch Uwe so einstellen können. War natürlich krass zu sehen, wie sie wirklich das so konsequent durchziehen. Also Georgien weiß ganz genau, da ist ihre Stärke. Die haben alle Versuche, glaube ich, einfach mit einem Gedränge oder mit einem Paket gelegt. Da kam nicht so viel in der Hintermannschaft. Ich dachte zwischen phasenweise, wir haben ja sehr viele junge neue Spieler in der Hintermannschaft von Georgien, da hat man wirklich schöne Sachen auch zwischendurch gesehen, hat aber immer nicht zum Abschluss gefunden. Also es kam dann doch wieder der Vorball oder doch wurde ein Kick gemacht, der ins Aus ging. Und da war sehr viel Kreativität in der Hintermannschaft, aber sicher ist man dann doch, wenn man einfach über die Stürmer geht.
28:49 Und man denkt wirklich 150 Kilo jeder einzelne Spieler, die sie da auf den Platz bringen. Und das ist krass. Aber auch im Vergleich zu dem, weil wir auch die Spiele dann immer in der Europäischen Liga hier gesehen haben von Georgien. Ich war trotzdem nochmal ein bisschen ziemlich beeindruckend, wie Georgien so solide auf diesem hohen Niveau spielt. Ich habe die nicht so stark in Erinnerung gehabt, wenn man die jetzt gegen Deutschland gesehen hat. Also die haben schon nochmal eine Schippe draufgepackt und man sieht, okay, die Jungs spielen schon seit ein paar Jahren bei der Weltmeisterschaft mit. Die sind jetzt kurz davor, sich für die nächste wieder zu qualifizieren. Also die gehören auf jeden Fall da oben in diese Top-Liga mit dazu.
29:34 Georgien hat jetzt ihrerseits nur vier Tage Zeit, um sich auf das nächste Spiel vorzubereiten gegen Fiji am 3. Oktober, am Tag der Deutschen Einheit. Uruguay wird am 5. Oktober gegen Australien spielen, Georgien gegen Fiji. Das könnte das entscheidende Spiel dann um Platz 3 in dieser Gruppe sein. Das Spiel um Platz 3, beziehungsweise der Kampf um die Gruppe um den Platz 3 in dieser Gruppe ist entbrannt und ist auf höchstem Niveau und das wird uns sicherlich noch die komplette Vorrunde begleiten. Das war das Spiel zwischen Georgien und Uruguay, das Georgien ganz klar mit 33 zu 7 gewonnen hat. Morgen werden wir noch ein Spiel erleben, aber das hat es morgen in sich. Schottland trifft auf Samoa.
30:11 Schottland, die von den Iren so zerlegt worden sind und die mit ansehen mussten, wie Japan gegen Irland gewonnen hat, sind absolut in Zugzwang. Samoa hat sich vorher vielleicht auch eine kleine Chance ausgerechnet. Vielleicht können wir um Platz zwei mitspielen. Der Sieger morgen, der sollte auf jeden Fall mit Bonuspunkt durchgehen, um sich eine Chance zu erhalten, dann eventuell die Gruppe zu überstehen und ins Viertelfinale zu kommen. Dieser Sieg von Japan gegen Irland hat diese Gruppe A ja so komplett aufgemacht. Und mein Tipp geht jetzt da auch ganz klar an Samoa. Aber wie du sagst, das ist so viel Druck für beide Mannschaften. Also ich bin unheimlich gespannt, was da morgen rumkommt. Beide Mannschaften wissen, dass es da jetzt um alles geht.
30:53 Und ich fand bisher Schottland gar nicht so stark, was man bisher gesehen hat. Deswegen geht da auf jeden Fall mein Tipp auf Samoa, dass die da morgen doch Schottland ganz schön überrennen werden. Der Verlierer morgen aus diesem Spiel, Schottland gegen Samoa, hat auf jeden Fall ein größeres Problem. Samoa hat immer noch danach zwei Spiele, aber sollte Schottland morgen verlieren, dann wären sie bei null Siegen und zwei Niederlagen und dann könnten sie sich Platz zwei in der Gruppe schon abschminken, weil an Japan werden sie dann wohl nicht mehr vorbeikommen und dass Irland hier noch stolpern wird in den nächsten beiden Spielen. Davon ist ja auch nicht unbedingt auszugehen. Auf jeden Fall haben wir morgen dieses Spiel zwischen Schottland und Samoa und das könnte eine ganze Menge in dieser Gruppe dann schon beantworten bzw. könnte neue Fragen aufwerfen.
31:41 Ich bin sehr gespannt auf das Spiel und wir haben die Gruppe A, die komplett offen ist im Moment. Das war der Sonntag bei dieser Rugby-Weltmeisterschaft, der zweite Sonntag und wir können sagen, wir haben mit Australien gegen Wales heute ein fantastisches Spiel erlebt. Georgien hat gegen Uruguay gewonnen. Das war Vivian Balmer, Nationalspielerin, die mir hier mit ihrer Expertise zur Seite gestanden hat. Danke Vivian. Gerne. Vielen Dank fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal. Auf Wiederhören. Andreas Thies liefert dir mit den Experten unseres Rugby Talks Vorpass. Alles rund um das Rugby Event des Jahres. Wird Neuseeland zum dritten Mal hintereinander Weltmeister? Wer kann die All Blacks gefährden? Und kann Gastgeber Japan auch 2019 überraschen?
32:39 Sei dabei, wenn Vivian Wahlmann, Donal Peoples und Georg Molz die Rugby WM für