#RWC2019 Tag 7: USA und Kanada chancenlos
Tag sieben des Rugby-World Cup 2019 sah die letzten beiden Teams ihr Turnier eröffnen. Mit dem Start der USA gegen England und Kanada gegen Italien haben wir alle Teams bei dieser WM mindestens ein Mal gesehen. Andreas Thies und Donal Peoples fassen die beiden Spiele des siebten Tages bei dieser WM zusammen. Das Spiel zwischen Kanada und Italien hatte es auf den Tag genau vor vier Jahren auch bei der WM gegeben. Damals konnte Italien nach hartem Kampf nur knapp gewinnen. In der Neuauflage war das Spiel faktisch schon nach 20 Minuten entschieden. Italien kam brillant aus den Startlöchern und hatte schnell eine 17-0 Führung herausgearbeitet. Ab der 20. Minute ließ die Squadra Azzurra die Zügel etwas schleifen und ließ Kanada ins Spiel. Doch die hatten vor dem Malfeld immer Fehler im letzten Pass und so gingen sie ohne Punkte in die Halbzeit. In der zweiten Halbzeit bot sich den Zuschauern das gleiche Spiel. Italien dominierte, Kanada hatte immer wieder Unkonzentriertheiten im Spiel. Am Ende stand ein klarer Sieg für Italien, die ohne Sergio Parisse eine geschlossene Mannschaftsleistung zeigten. Im zweiten Spiel gewann England klar gegen die USA. Die englische Mannschaft, auf 10 Positionen gegenüber dem Spiel gegen Tonga verändert, zeigte von Anfang an sehr viel Durchsetzungskraft. Besonders das Paket und die Standardsituationen waren herausragend für England.
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Transkript
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0:00 Gut, gut, gut, gut. Mein. Vorpass. Vorpass Spezial. Der Podcast zur Rugby-WM in Japan. Auf meinsportpodcast.de Die Rugby-WM ist dann am siebten Tag angekommen und heute haben die letzten beiden Nationen das Turnier aufgenommen, nämlich die USA und Kanada. Sie hatten heute schwierige Aufgaben vor sich, nämlich England und Italien. Und über diese Spiele müssen wir natürlich sprechen. Das tue ich jetzt wie immer in diesem Vorpass-Spezial mit einem unserer Experten aus dem Podcast Vorpass, nämlich dieses Mal wieder mit Donal Peoples. Hallo Donal. Hey Andreas, schön, wieder dabei zu sein. Ich freue mich auch sehr. Wir haben heute zwei Spiele gehabt und lass uns mal chronologisch vorgehen mit den beiden Spielen.
0:45 Wir haben heute Morgen das Spiel zwischen Kanada und Italien gehabt. Das Spiel gab es genau heute vor vier Jahren bei der Weltmeisterschaft, auch schon damals in Leeds. Das ging damals 23 zu 18 für Italien aus, nachdem Italien mit 10 zu 0 in Rückstand geraten war, dann aber am Ende knapp gewinnen konnte und dann den dritten Platz gesichert hat in der Gruppe, um dann hier dabei zu sein. Den dritten Platz haben sie jetzt auch so gut wie gesichert in dieser Gruppe bei dieser Weltmeisterschaft und werden damit 2023 auch direkt qualifiziert sein bei der WM. Denn sie haben heute in einem überzeugenden Spiel mit 48 zu 7 gegen Kanada gewonnen. Bevor wir auf die Einzelheiten des Spiels kommen, Donal, das war eine überzeugende Leistung von Italien heute.
1:26 Ja, also ich würde sagen, dass Kanada seinen eigenen größten Gegner, seinen eigenen größten Feind war. Aber auf jeden Fall hat Italien auf jeden Fall sehr stark, Drittreihe zum Beispiel, extrem stark gewesen. Und einfach, ich glaube mal, dieser Klassenunterschied wirklich deutlich gemacht hat heute. Absolut. Sie haben heute eine wirklich starke Leistung gehabt. Sie haben insgesamt dann auch fünf Punkte geholt und sind damit mit zehn Punkten im Moment an der Tabellenspitze in der Gruppe B, wo ja Neuseeland und Südafrika mit dabei sind. Sie haben Nambimir und Kanada jeweils jetzt mit Extrapunkt besiegt und haben damit das Minimalziel auf jeden Fall erreicht, diesen dritten Platz in der Gruppe.
2:08 Jetzt müssen sie halt gegen Südafrika und dann noch gegen Neuseeland spielen. Wie sie da abschneiden, das müssen wir dann erstmal nochmal sehen. Wir schauen auf das Spiel heute. Das ging nämlich so los, dass Sergio Parise nicht mal auf der Bank saß. Er bekam heute eine Ruhepause für ihn auf der Position 8. Bram Stein, der eine gute Leistung insgesamt gebracht hat, können wir schon mal sagen. Auf jeden Fall war die Mannschaft ohne ihren Superstar Sergio Parise ins Spiel gegangen. Und du hast häufiger schon gesagt, wenn wir über Italien gesprochen haben, dass Italien etwas mannschaftsdienlicher, etwas besser zusammenspielt, wenn Sergio Parise nicht dabei ist. man mag es für Blasphemie halten, aber heute haben sie wieder gezeigt, dass sie ohne einen Superstar in der Mannschaft mehr auf das Mannschaftsspiel dann auch ein bisschen gegangen sind.
2:53 Ja, ganz genau. Also du hast einfach gesehen, dass wo er halt quasi nicht nur drei dabei war, war es halt einfach diesen Last halt quasi auf anderen Schurtern verteilt und dafür habe ich auf jeden Fall oft explodiert. Also ich glaube, du ja auch halt letzten Endes und das hat einfach mal mehr Betonung auf die anderen Jungs gebracht und die haben einfach mal meiner Meinung nach wirklich gezeigt, was sie hat können. Die dritte Reihe habe ich schon am Anfang erwähnt, war wirklich das stärkste Paket zusammen. Es waren halt ganz viele gute Spieler dabei natürlich bei Teilen, aber die dritte Reihe, 6, 7, 8, die haben wirklich, jede von denen waren in den entscheidenden Situationen sehr stark und haben auf jeden Fall quasi das Spiel entschieden.
3:39 Also da war auf jeden Fall deutlich die Unterschiede zu erkennen, halt quasi zwischen der dritten Reihe von Kanada und der dritten Reihe von Italien halt letzten Endes. Sebastian Negri, Jake Politri und Bram Stein haben die dritte Reihe für die Italiener gebildet und Jake Politri ist dann auch noch Player of the Match geworden. Also der hatte heute wirklich ein richtig gutes Spiel. Vor drei Jahren hat er in Gloucester erst einen Profivertrag unterschrieben. Seitdem ist er so ein bisschen auf der Bildfläche erschienen. Und jetzt ist er schon Nationalspieler Italiens und war heute Player of the Match und ist eine absolute Bereicherung für dieses Team. Es fing erst relativ langsam an, 3 zu 0 gegen die Italiener in Führung, weil sie sich bei einer aussichtsreichen Situation in der Hälfte der Kanadier für den Strafkick entschieden haben, statt in die Gasse zu kicken.
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4:28 Dort hatte dann Tommaso Allen für die ersten drei Punkte gesorgt. Aber danach ging es eigentlich relativ los. Die Italiener waren von Anfang an die bessere Mannschaft. Was haben sie so viel besser gemacht in den ersten 20 Minuten, wo ja nur sie gespielt haben als die Kanadier? Die Kanadier fühlten sich ein bisschen wie überrollt heute. Ja, also überrollt ist wahrscheinlich die beste Begriff der Führer. Also letzten Endes. Also Italien hat einfach auf diese Stärke gesetzt, dass sie einfach in dem Kontakt wirklich mit absoluter Power reingehen und schnell sauber machen und den Ball wegbringen hat ziemlich schnell. Also hast du gesehen vom ersten Versuch auf jeden Fall, dass sie einfach ganz klassisch hinten den Ball aufnehmen und dann rein mit Gewalt quasi reingehen in den Kontakt und einfach immer noch diese Beinarbeit.
5:15 und das haben wir einfach mal ganz deutlich gemacht, die ersten 20, 25 Minuten, einfach ganz klassisch, also irgendwie vom gedrängenden Ball aufnehmen, hast du auf jeden Fall mindestens halb fünf Meter, wo du einen Anlauf aufnehmen kannst und das ist halt für gute oder erfahrene acht Spieler dann wirklich tägliches Brot, dass sie einfach wirklich ein bisschen Schwung nehmen können, dass es halt riesen Ochsen, die da aufeinander treffen und da ist einfach so ein bisschen zum Beispiel, also ganz klassisch rennt der Nummer 8 auf der Gegenüber Nummer 10 und das ist halt normalerweise schon ein Mismatch, wo hat der Nummer 10 also von Kanada einfach überrollt, wie du auch gesagt hast. Das ist halt, was die ganz klassisch gemacht haben. Das ist einfach nichts Besonderes, das ist halt einfach aber Mannschaften, die auf den Top Level spielen, also wirklich profimäßig dieses Klasse oder ein anderes Niveau erreichen können und die Basis ganz gut drauf haben. Da haben die Kanadier einfach das nicht drauf, weil die das meiste von den Spielen hatten nicht auf das Top-Top-Niveau und können das nicht so aushalten. Das sind so ein paar kleine Unterschiede, die man zwischen so einer Profimannschaft und so alles, was da drunter ist, erkennen kann.
6:37 Nach 16 Minuten stand es 17 zu 0 für Italien, nachdem Dean Butt dann noch einen Versuch gelegt hat und nach 16 Minuten gab es den ersten Durchbruch für Kanada. Nach dem 17 zu 0 hat Italien so ein bisschen das Tempo rausgenommen und hat auch Italien mal spielen lassen. Italien hat dann immer mal wieder vielversprechende Aktionen gehabt, auch unter anderem über DTH von der Merwe. Ich musste nachgucken, für was DTH steht. Daniel Tallyferi Haumann von der Merwe heißt er und der hatte zwischendurch immer mal wieder gute Aktionen, aber am Ende, sie haben es nicht mit dem letzten Pass über die Mahlinie rüberbringen können. Ja, witzig, was mir aufgefallen ist, dass Kanada nicht oft genug, meiner Meinung nach, die DTX-Fanamera ins Spiel gebracht haben.
7:20 Also wenn er den Bar bekommen hat, war es oft so in Situationen, die super schwierig für ihn waren, wo er ganz außen vielleicht alleine war. Ja, mal hat er so ein, zwei Durchbrüche, aber es hat mich ein bisschen gewundert, dass sie nicht versucht haben, ihn noch mehr ins Spiel zu setzen, weil das ist einfach so ein Topspieler von denen und hat mich schon ein bisschen gewundert, Weil noch dazu, Italien hat so eine ganz klassische, also jetzt diese Verteidigungslinie, was hat zum Beispiel ganz klassisch gespielt wird, wo der hat in der Mitte extrem viel Druck ausüben. Dafür lassen sie außen ganz viel Platz daneben. Sie hat ein Risiko, dass der Gegner dann gar nicht nach außen tragen kann oder nach außen kicken kann.
8:00 Und da fand ich, hat das zum Beispiel, es hat ein bisschen länger gedauert, bevor Kanada gemerkt hat, wow krass, wir sind ja mittig unter Druck und kommen halt da nicht weiter. Aber außen ist halt viel Platz und ich glaube mal, da hätte man wahrscheinlich, das Coaching-Team hat wahrscheinlich von Kanada früher erkennen können, okay, die lassen uns dort draußen den Platz. Und wenn die das dann also über Peter Nessen halt quasi den Bahnen außen gebracht haben, ist es halt auf jeden Fall viel versprechender gewesen. Und der Unterschied wirklich, also ich meine, ich glaube, wir hatten schon gesagt vor der Aufnahme, dass quasi, das hätte auf jeden Fall viel enger stehen müssen. Also es waren einmal, wo wirklich einfach ein bisschen Geschwindigkeit gefehlt hat auf der Ecke.
8:43 Kanada 100-prozentiger Versuch. DTH Van der Merwe lässt dann mal nach vorne fallen. 100-prozentiger Versuch, Mitte-Gol. Also es wären auf jeden Fall 14 Punkte für Kanada gewesen. Vielleicht zur Halbzeit 17, 14 wäre es auch ein bisschen ein anderes Spiel gewesen. Und in den 20, 25 Minuten, wo Kanada wirklich im Druck gewann, haben sie null Punkte gelegt. Das ist halt irgendwie ein Klassenunterschied dann gewesen. Man muss einfach, wenn man nach vorne kommt, wirklich den Versuch legen. Und auch diese, das habe ich verdrängt, aber diese 2 gegen 1 oder 3 gegen 1, der kanadische Spieler geht in Kontakt und dann versucht zu einen Poppass zu machen. Eigentlich, also wenn man halt was spielt oder lehrt, lehrt man einfach mal, okay, da 2 gegen 1, der Letzte würde auf jeden Fall dich tacklen, kurz vor dem Tackling, popst du den Pass und das ist ein 100% Besuch. Ich habe nicht verstanden, was er da machen sollte.
9:39 Auf jeden Fall, die Italiener konnten sich nicht mal beschweren über das 17 zu 0. Sie haben ab der 20. Minute so ein bisschen die Zügel laufen lassen und dann kam die Kanadier ins Spiel und wenn es 17 zu 14 zur Halbzeit gestanden hätte, hätte sich glaube ich niemand beschwert. Die Kanadier haben einige Chancen verpasst, du hast es gerade gesagt. Aber ab der zweiten Halbzeit haben die Italiener wieder das Tempo angezogen. In der 44. Minute gab es dann gleich den nächsten Versuch zum 24 zu 0. In der 50. Minute wieder die Italiener mit dem Durchbruch, haben dann aber, Entschuldigung, die Kanadier wieder mit dem Durchbruch. Aber dann gab es ein Try-Saving-Tackle von Matteo Minozzi. Ein wunderbares Try-Saving-Tackle von Matteo Minozzi.
10:15 Und bis zu dem Zeitpunkt stand es 24 zu 0 und die Kanadier hätten zu diesem Zeitpunkt immer noch im Spiel sein können. Ja, ich meine, wenn man das für das Große im Ganzen, also bis dahin wahrscheinlich, dann hat sich ein bisschen das eine oder andere getrennt voneinander, würde ich mal sagen. Also da hat es auf jeden Fall ein bisschen die Pustart nicht mehr ausgehalten für Kanada oder ausgereicht für Kanada. Wenn man auf das gesamte Spiel aber schaut, also ich habe gedacht, bis zu dem Punkt, ja, es ist wirklich unfair, wie die Statistiken da stehen. Kanada hätte auf jeden Fall viel mehr Punkten. Es ist ein bisschen unklar, dass das Spiel wirklich viel enger ist, dass es auf der Punktetafel steht.
10:56 Letzten Endes, wenn man sieht, auf dem ganzen Spiel hat Kanada einfach vier Line-Outs, also vier von deren eigenen Gassen in bisschen Positionen verloren, also auch kurz vor dem Market. Die haben extrem viele Tacklings verpasst, also verpassten Tacklings in das gesamte Spiel von Kanada 32. Das heißt, 32 Mal hat ein Kanadisches Tackling nicht gesetzt. Da kommt auf jeden Fall ein Italiener aktiv nach vorne, mindestens oder ein Durchbruch. Und das kann man einfach auf dem Level nicht leisten, egal gegen wen. Kann es auch nicht leisten, so viel Tackling zu fehlen. Also ich glaube, im Großen und Ganzen ist es ein bisschen unfair. Kanada hätte wahrscheinlich das eine oder andere Punkt mehr verdient, würde ich halt mal sagen.
11:44 aber im Großen und Ganzen ist das Gesamtergebnis schon richtig. Und ja, also Top-Leistung von Italien. Man kann halt nur das spielen, was gegen Ruber steht, so in dem Sinne. Am Ende ist es dann, wo es halt ein bisschen enger war, aber dann wirklich deutlich auseinandergegangen. In der 58. Minute gab es gelbe Karte für Matt Heaton von den Kanadiern. Er hatte ein Paketzufall gebracht, beziehungsweise absichtlich Zufall gebracht, sagte Nigel Owens, es gab einen Penalty-Versuch für die Italiener, damit auch der Bonuspunkt, die 31 zu 0 Führung und der Offensivbonuspunkt für Italien, Mattia Berlini konnte den nächsten Versuch legen zum 36 zu 0, Entschuldigung, in der 69. Minute erst konnten die Kanadier durch Andrew Coe den lange überfälligen Versuch dann bringen.
12:32 Coe so ein bisschen wie beim Siebener-Rugby auf der rechten Seite durch und dann über 40, 50 Meter hat er dann am Ende den Versuch gelegt. Peter Nelson brachte die Erhöhung und dann am Ende gab es dann noch zwei Versuche für die Italiener, unter anderem Minozzi dann wieder, der ja neben Poledri so ein bisschen auch der Spieler des Spiels war. Mir haben einige Italiener heute wirklich exzellent gefallen. Da wollte ich dann nochmal deine Meinung zu hören. Wir haben über die dritte Reihe gesprochen. Sebastian Negri, Jake Poledri, Bram Stein. Aber Thomas Alain zum Beispiel hat meiner Meinung nach ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht. Und vor allen Dingen Schlussspieler Matteo Minocci. Der hat mir exzellent gefallen.
13:09 Wer waren für dich so ein bisschen die Spieler der Spiel? Ja, also Minocci auf jeden Fall, was ich hatte. Ich fand, er hat nicht nur einen Angriff, er hat ja den Versuch gelegt, aber in der Verteidigung war es super. Also sein Positionsspiel, der ist einfach extrem schnell. Das ist einfach der Vorteil, wenn du sehr schnell bist, kannst du vieles abdecken sozusagen von vielleicht das eine oder andere schlechte Stellungsspiel. aber der Stand hat immer gut, meiner Meinung nach, und hat mindestens zwei hundertprozentige Versuche vermieden, indem man einfach blitzschnell zum richtigen Zeitpunkt an den richtigen Ort stand. Der war einfach für mich, also neben den drei Spielen des Tages. Was ich nur nicht verstehe, ist genau, dass die Italiener dann, also haben die Kommentatoren zumindest gemeint, dass auf jeden Fall Parisi wahrscheinlich beim nächsten Spiel auf der Bank sitzt.
13:58 Das habe ich auch gehört, ja. gut. Was ich halt nicht verstehe, jetzt von Italien, dass quasi Benotzi soll angeblich dann auf die Ecke rücken und Jaden Hayward, der hat auf innen gestanden hat heute, auf Schluss wieder. Und das genau, was ich vorhin gesagt habe, also, sein Position im Spiel ist halt gut, er hat nur nicht die Geschwindigkeit, um wieder alles abzudenken. Also, wenn man das sieht in Six Nations, ist er normalerweise extrem langsam. Und da verstehe ich halt so nicht so, wieso man nicht einfach so auf den Nazi setzt, er hat sich bewiesen. Setz mal auf ihn, lass ihn auf Schluss und Hayward finde ich halt nicht so besonders gut, vielleicht von der Bank oder sowas. Für das nächste Spiel, also das wäre halt für mich einfach so eine Überlegung, für das nächste Spiel einfach jetzt, er hat sich bewiesen auf der Position, lass ihn einfach das Trikot behalten quasi und genau, lass ihn auf seine Stärke spielen und ja, das wäre halt für mich ja, wie man nach vorne kommt, ein bisschen in Zukunft.
14:57 da so. Das italienische Team hat allerdings jetzt, oder das Trainerteam Italiens hat jetzt acht Tage Zeit, bis es zum nächsten Spiel antritt. Das wird nämlich am 4. Oktober stattfinden gegen Südafrika, dann in Shizuoka um 11.45 Uhr deutscher Zeit und dann kann man sehen, ob die Italiener eventuell Südafrika einen guten Kampf werden anbieten können. Das müssen wir herausfinden. Wenn wir uns gleich wieder hören, dann sprechen wir mal über das Spiel von England gegen die USA, was nämlich heute dann als zweite stattgefunden hat. Radio Tour, der Radsport-Talk in Kooperation mit Radsportnews.com. Alle News aus der Welt des Radsports. Jede Woche neu im Sportplatz mit Lukas Kruse und Malte Asmus. Er hat keine Ahnung, wie er dieses Rennen gewonnen hatte, weil er in der letzten Kurve gemerkt hat, oh mein Rad rutscht ein bisschen.
15:47 Radio Tour auf mein-sport-podcast.de Im zweiten Spiel hat auch der zweite nordamerikanische Teilnehmer sein Turnier eröffnet. Die USA trafen heute auf England, die ja schon einen ersten wirklich guten Eindruck hinterlassen hatten in ihrem ersten Spiel. Und die Engländer hinterließen auch heute einen guten Eindruck, haben am Ende das Spiel ganz, ganz klar gewonnen und haben den Amerikanern überhaupt keine Chance gelassen. Donal, das war trotz zehn Wechseln von England, war das ein sehr überzeugender Auftritt von vorne bis hinten. Ja, sie haben extrem gut taktisch gespielt, auf jeden Fall hat man gesehen in der ersten Halbzeit, dass die quasi dafür gesorgt haben, dass USA nicht aus deren eigenen Hälfte gekommen sind und dann waren permanent unter Druck und die haben einfach mal das ist einfach mal so eine Weltmeisterschaft-Kandidat auf jeden Fall, die Klassiker zeigt, dass die die Ruhe bewahrt haben, also England hat die Ruhe bewahrt und einfach mal gewartet und einfach profitiert quasi von Fehlern von Amerika und dann jede Gelegenheit ausgenutzt.
16:55 Trotz vieler Wechsel, wie du gesagt hast, zeigt dir einfach, was für eine Dichte dieser Kader hat. Das wollte ich nämlich gleich als nächstes fragen. Die Tiefe des Kaders, darüber müssen wir uns glaube ich keine Gedanken mehr machen, oder? George Ford zum Beispiel anstatt von Owen Farrell war dabei, auch auf anderen Positionen wurde gewechselt. Willie Heinz hat zum Beispiel auch gespielt, Joe Kokanaziga in der Hintermannschaft. Also insgesamt glaube ich, kann man sehr viele Spieler nicht 1 zu 1 ersetzen, aber sehr gut ersetzen bei den anderen Ländern. Ja, also das ist wirklich der Wettbewerb in dieser Mannschaft, so in dem gesamten Kader für die Start 15, das ist halt sehr, sehr groß. Es wird einige Positionen wahrscheinlich gesetzt, aber es sind einige Positionen, die noch quasi offen sind.
17:38 Und da hast du einfach gesehen, egal wer auf welcher Position steht, dass sie einfach relativ gut austauschen könnten mit Dele auf 15, theoretisch könnte Dele auf Ecke stehen oder auf innen überall, also die sind irgendwie so, man kann halt durcheinander wechseln und die sind in jeder Position mega gut besetzt. Wir haben allein schon die quasi die S-Reihe, so in der Halbzeit ausgetauscht, irgendwie noch stärker geworden, noch Jungs, die noch fitter oder irgendwie so flexibler sind von der Gestaltung, nicht nur irgendwelche Riesentypen, sondern auch ein bisschen spielen können, also Sinclair zum Beispiel und das ist einfach mal, ja, es ist beängstigend, was England für eine Klasse bisher gezeigt hat.
18:23 Ellis Gensch ist auch in der zweiten Halbzeit gekommen und er hat dann ja auch noch einen wunderbaren Versuch vorgelegt zum zwischenzeitlichen, beziehungsweise zum 45 zu 0 und insgesamt kann man sagen, die Tiefe der Engländer ist hier wirklich beeindruckend gewesen, auch wenn man gegen die USA gespielt hat, die jetzt nicht als der größte Gegner in dieser Gruppe für England gelten, natürlich müssen sie noch gegen die Franzosen spielen und natürlich müssen sie noch gegen Argentinien spielen. Aber diese beiden Pflichtaufgaben, USA und Tonga, die haben die Engländer jetzt wirklich herausragend gelöst. Wir müssen über eine Situation noch gleich zu Anfang sprechen. Da hat nämlich einer der ersten Reihestürmer, der Amerikaner, David Ainu, hat in der zweiten Minute gleich eine Verletzung davon getragen und musste ausgewechselt werden. Für ihn kam Olive Califi. Jetzt ist es gerade in der ersten Reihe sehr, sehr schwierig, die Leute dann auch zu ersetzen, beziehungsweise die müssen eine ganze Menge arbeiten, Was bedeutet das für so ein Team, wenn gleich in der zweiten Minute eine erste Reihe Stürmer ausgewechselt werden muss?
19:19 Ja, das ist halt natürlich, was bedeutet das für das Team? Da weiß jemand, der eingewechselt wird, okay, ich muss auf jeden Fall 80 Minuten durchhalten oder in dem Fall 78 Minuten. Das ist extrem schwierig und man hat auch, also ich weiß nicht, wie gut, also so tief käme ich nicht aus, wie gut dieser 19-jährige Propp ist. Er wurde auf jeden Fall hoch gelobt, vor dem Spiel hat. aber da der Ersatz also es war auf jeden Fall gleich ein Verlust man hat gesehen, dass Engeln gleich getarget haben, dass der quasi auf Luset-Prop Seite sehr schwach war und haben einfach mit Dan Cole da gleich jemand, keine Ahnung, 91 Spiele oder fast 100 Spiele oder so einfach extrem viel Erfahrung und er wusste ganz genau okay, mein Gegner, mein Job ist einfach dich kaputt zu machen und das ging von Anfang an, also das heißt wirklich für die erste Reihe und für den Schießrichter, der Schießrichter sieht das Bild, okay, der eine Mannschaft in Gedränge geht nach vorne und die andere Mannschaft ist immer so eine Rückwärtsbewegung.
20:14 Normalerweise geben Schießträste dann der Vorteil für die Mannschaft, die nach vorne kommt sozusagen. Das hat er gleich dieses Bild von Anfang an gesehen, letzten Endes. Wir haben insgesamt am Ende dieses Spiels gehabt, 80 Prozent Territory für die Engländer, also 80 Prozent des Spiels befand sich komplett in der Hälfte der Amerikaner. Sie haben wirklich nur ganz, ganz wenig Entlastung schaffen können. Es ging, dass das heitere Versuche legen ging, gleich schon für die Engländer in der sechsten Minute los, weil George Ford nämlich als Verbinder gleich mal den ersten Versuch gelegt hat und die Erhöhung klappte dann auch 7 zu 0 und in der 25. Minute gab es dann den nächsten Versuch. Man hat sich, oder die Amerikaner haben sich eigentlich tapfer gewehrt in der ersten Halbzeit, aber die Engländer haben so ein bisschen wie das Pferd gewesen, das nicht höher springen muss, oder nicht höher springt, als es muss, oder?
21:03 Also genau das, also im Vergleich zum vorherigen Spiel, wir haben einfach gesagt, okay, Kanada hat so zum Beispiel Chancen oder Gelegenheiten oder Möglichkeiten, die waren selber so ein bisschen deren großen Gegner. Also was mich ein bisschen enttäuscht hat, dass von Amerika eben gar nichts Großes kam. Die haben quasi das eine oder andere Spiel wirklich hat hochgelobt. Viele von den Spielen hat quasi in den Premiership in England, das kennen sich halt viele Leute gegenseitig. Was mich einfach enttäuscht hat, dass sie irgendwie so ohne wirklich Konzept da gearbeitet haben. Also es war irgendwie relativ leicht vor England zu verteidigen. Und ich muss mal sagen, England hat extrem gut gespielt, aber Wurde hat wenig wirklich unter Druck gesetzt, meine Meinung nach.
21:49 Also Amerika hat wirklich keine großen Chancen kreiert. 14 zu 0 stand es nach 33 Minuten, beziehungsweise dann kam der dritte Versuch 19 zu 0. Und damit ging man in die Halbzeit. Drei Versuche hatten die Engländer gelegt. Und in der zweiten Halbzeit haben sie ein paar frische Kräfte gebracht und haben dann das muntere Versuchelegen weitergelegt. In der 48. Minute gab es einen Versuch von Kokanis Sieger. Aber dieser Versuch, der zum 24 zu 0 führte, hatte einen großen Vater. Und das war Jonathan Joseph, der mit einer kleinen Bewegung gleich drei Verteidiger hat aussteigen lassen. Das war so ein bisschen der Dance-Move der ersten Woche hier bei der Rugby-WM. Ja, genau. Normalerweise sieht man, dass es nur eine Disco hat.
22:27 oder in der Ballettschule, diese Pirouettes und solches. Der ist eigentlich dafür bekannt. Er hat keinen riesengroßen Brocken von dem Typ, aber er ist einfach extrem schnelle Füße, richtig geile Handling. Man hat auch gesehen, dass er oft das angetauscht hat, so einen Basketballpass zu machen, aber irgendwie dann doch nicht und Hände wieder runter. Es ist einfach super schwierig einzuschätzen, was er machen will und das ist einfach super schwierig für eine Verteidigung. Wir müssen immer schätzen, was kann der Typ. Der kann eigentlich alles. Ich bin ein riesengroßer Fan von ihm, der war länger verletzt, das ist halt gut, dass er wieder am Start ist. Der profitiert quasi von einer anderen Verletzung, von Slade, aber nutzt eigentlich seine Chancen hart aus.
23:07 Aber er hat keine Probleme oder er hätte keine Probleme auch im Siebener-Rugby zu spielen, oder? Ja, genau. Es ist so ein Korber, hat er ja schon, also in diesem, ja, also auf jeden Fall sehr flink und nicht irgendwie so ein Riesen, im Gegensatz zu Amerika, die hatten jemanden, der Amerika im Football gespielt hat, einen riesengroßen Schrank einfach mal Da hat jemand wendiges für Johnson & Joseph einfach, meiner Meinung nach, für dieses Spiel richtig der passende Spieler gewesen. 24 zu 0 stand es damit. Danach kam noch McConaughey mit einem nächsten Versuch zum 31 zu 0. Ludler mit zum 38 zu 0. Und dann müssen wir über die 70. Minute sprechen. Und für John Quill war das Turnier dann beendet, beziehungsweise das Spiel zu Ende.
23:48 Der dritte Reihestürmer der Amerikaner war in seinen Gegenspieler so reingerauscht, dass er mit dem Kopf voran dann ein Hightackle gemacht hat. Und wir haben schon darüber gesprochen, dass es in diesem Spiel oder in diesem Turnier schon mehrere strittige Situationen wegen Hightackles gab. Reese Hodge aus Australien zum Beispiel, bei den Samoanern gegen Uruguay, zwei Gelegenheiten. Da wurden keine roten Karten verteilt. Dieses Mal wurde eine rote Karte verteilt. Ja, also es ist ganz eindeutig. Also noch dazu, also es ist quasi, hat den Bahn nach vorne fahren lassen. Eigentlich war es dann abgefiffen. versucht trotzdem weiter zu spielen, was man so, also man kriegt das beigebracht, also nicht, okay, der Schiedschritt ist gepfiffen, ich habe den Bar nach vorne fallen lassen, aber wie aufheben, dich dann Bar irgendwie gleich den Gegner geben und wie er halt quasi halbwegs aufsteht, würde einfach, das ist einfach, ja, mir fehlen halt die Worte, das gehört nicht zum Rugby, so, also das kann man halt nicht Tackling nennen, das ist einfach mal, ja, lächerlich, man soll sich schäben, auf jeden Fall, für solche Momenten, das muss man nicht groß einsteigen, ganz eindeutig rot und gehört auch gar nicht zum Rugby, also dieses Cheap Shot sozusagen. Und John Quill werden wir bei diesem Turnier wahrscheinlich nicht wiedersehen. Ne, glaube ich nicht. Auf jeden Fall, die rote Karte kam dann. Es gab noch einen wunderbaren
25:04 Versuch von Coconut Seager nach einer Vorarbeit von Ellis Gensch zum 45 zu 0 und jetzt zuletzt, ganz zuletzt konnten die Amerikaner sogar noch einen Versuch legen. Nach einer wilden Schlussphase, in der der Ball mehrmals hin und her gegangen ist, konnten die Amerikaner dann noch durch Bryce Campbell einen Versuch legen und dann AJ McGinty mit der Erhöhung für das 7 zu 45 sorgen. Es war ein leichter Sieg für England. Jetzt haben die Engländer zweimal gegen leichte Gegner gespielt, für sie leichte Gegner. Sie haben gegen Tonga gewonnen und sie haben jetzt gegen die USA gewonnen. Jetzt treffen sie in ihrem nächsten Spiel dann auf Argentinien am 5. Oktober und dann danach haben sie noch am 12. Oktober gegen Frankreich das Spiel.
25:43 Sie haben jetzt neun Tage Pause. Eigentlich perfekte Vorbereitungszeit für das Spiel gegen Argentinien, oder? Ja, super Vorbereitung seit, also vor dem jetzigen Spiel habe ich gesagt, okay, vielleicht kann Argentinien da was reißen, aber ich sehe wirklich, hat England eine Top-Form und das wurde hart auf jeden Fall nicht gegen England wetten. Also Argentinien wird schon ein starker Gegner sein, aber perfekte Vorbereitung von England, die sind in Top-Form, haben 23 beziehungsweise 31 Jungs, die wirklich top in Form sind und es wird schwer, denen zu stoppen, glaube ich. Die Engländer, wie gesagt, jetzt hier in der Gruppe mit 10 Punkten im Moment, An erster Stelle dahinter die Franzosen mit vier Punkten, die ja dieses unglaubliche Auftaktspiel gegen Argentinien gewonnen haben.
26:25 Das nächste Spiel in dieser Gruppe ist dann am Samstag Argentinien gegen Tonga und dann nächste Woche Mittwoch Frankreich gegen die USA. Das sind die beiden nächsten Spiele dieser Gruppe. Donal, das war der Auftakt, beziehungsweise das war dieser Tag. Wir haben morgen Ruhetag. Was machen wir da? Ja, vielleicht die anderen Spiele nochmal im Real-Life angucken. Besonders die erste Halbzeit von Irland gegen Schottland. Die erste Halbzeit von Irland gegen Schottland gerne und nochmal Frankreich gegen Argentinien. Ja, super. Genau wie das ist. Das war das Spiel der Woche bislang, oder? Ja, das war auf jeden Fall cool. Ja, sehr gut. Auf jeden Fall geht es am Samstag weiter mit den nächsten Spielen.
27:02 Und dann werden wir natürlich hier auf meinsportpodcast.de dann auch diese Spiele wieder zusammenfassen. Argentinien gegen Tonga um 6.45 Uhr deutscher Zeit, danach Japan gegen Irland 9.15 Uhr. Ich bin sehr gespannt auf die japanische Leistung gegen Irland. Irland wurde zu wenig gefordert gegen Schottland in ihrem ersten Spiel. Und dann der Abschluss um 11.45 Uhr Südafrika gegen Namibia, was dann eher ein lockerer Aufgalopp für Südafrika werden sollte. Am Sonntag dann Georgien gegen Uruguay und danach das Spiel des Wochenendes zwischen Australien und Wales. Und ihr werdet, wie gesagt, hier auf meinsportpodcast.de natürlich darüber informiert und hört auch gerne noch rein in mein Interview mit Alex Feuerherd von Kolinas Erben, der mit mir über die Unterschiede zwischen dem Videoschiedsrichter beim Fußball und dem Videoschiedsrichter beim Rugby gesprochen hat.
27:45 Donal, dir vielen Dank. Ja, vielen Dank, Andreas. Vielen Dank fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal. Auf Wiederhören. Brian Jones, Gründer der Rolling Stones, liegt tot in seinem Swimmingpool. Offiziell ist es ein Unglücksfall, doch dann tauchen Zweifel auf. Neue Aussagen, ein Mordverdacht und Jahrzehnte später sogar ein angebliches Geständnis. Plötzlich scheint klar zu sein, was in dieser Nacht passiert ist. Nur gibt es da ein Problem. Je genauer die Geschichte wird, desto weniger lässt sich davon wirklich beweisen. Brian Jones, die Wahrheit versinkt im Pool jetzt bei Tatort Musik überall, wo es Podcasts gibt. Gut, gut, gut. Bein. Vorpass. Vorpass Spezial. Der Podcast zur Rugby-WM in Japan. Andreas Thies liefert dir mit den Experten unseres Rugby-Talks Vorpass.
28:41 Ja, das stimmt. Alles rund um das Rugby-Event des Jahres. Wird Neuseeland zum dritten Mal hintereinander Weltmeister? Wer kann die All Blacks gefährden? und kann Gastgeber Japan auch 2019 überraschen? Sei dabei, wenn Vivian Bahner, Donal Peoples und Georg Molz hier Rugby WM für dich analysieren. Vorpass Spezial auf