#RWC2019, Tag 3: Schottland enttäuscht vollständig
Nach dem "Super Saturday" hätte es jeder Tag bei einer Rugby-WM schwer gehabt, ein ähnliches Niveau zu liefern. Doch wenigstens vom Spiel Irland-Schottland erhoffte man sich Spannung auf allerhöchstem Niveau. Doch die Zuschauer und Beobachter wurden eines Besseren belehrt. Irland hatte keine Mühe mit dem Home-Nations-Gegner. Italien tat sich eine Halbzeit lang schwer mit Namibia und England konnte einen sicheren Sieg einfahren. Georg Molz und Andreas Thies fassen die drei Spiele des Tages zusammen. Irland gegen Schottland. Ein Spiel, auf das sich viele Fans und Zuschauer gefreut hatten. Zwei "Home Nations", zwei Teilnehmer der Six Nations. Spannung war doch eigentlich vorprogrammiert, oder? Es kam alles anders. Die Iren hatten das Spielgeschehen von der ersten Sekunde an völlig im Griff. Sie ließen dem Nachbarn aus dem Norden während der 80 Minuten gar keine Chance. Schottland kam nie in einen Spielflow, die Stars wie Greig Laidlaw oder Stuart Hogg blieben komplett blass. Dazu verletzte sich auch noch mit Hamish Watson ein absoluter Schlüsselspieler. Irland gewann völlig ungefährdet mit 27-3. Am Vormittag hatte sich Italien eine Halbzeit lang schwer getan mit Namibia. In einer zerfahrenen Partie konnten die Italiener erst in der zweiten Halbzeit das Heft des Handelns an sich reißen und am Ende mit Bonuspunkt gewinnen. England hatte kaum Mühe mit wacker kämpfenden Tongaern. Die wehrten sich nach Kräften, versuchten lange Zeit, den Bonuspunkt der Engländer zu verhindern, doch mussten sie am Ende in eine 3-35-Niederlage einwilligen.
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Transkript
Automatisch erstellt, kann Fehler enthalten. Stand: 02.10.2026. Klick auf eine Zeitmarke spielt die Folge ab dieser Stelle.
0:00 Gut, gut, gut, gut, gut. Vorpass, Vorpass Spezial, der Podcast zur Rugby-WM in Japan. Auf meinsportpodcast.de Italien gewinnt klar gegen Namibia, Irland gewinnt ganz, ganz klar gegen Schottland, England gewinnt gegen Tonga. Das sind die drei Ergebnisse des heutigen Tages beim Rugby World Cup. Über diese Spiele müssen wir sprechen, hier beim Vorpass Spezial auf meinsportpodcast.de Und das mache ich, wie gestern auch, beim zweiten Tag mit unserem Experten aus dem Podcast Vorpass mit Georg Molz. Hallo Georg. Hallo Andreas, grüße dich. Schön, dich zu hören wieder. Ja, ich freue mich auch, dich zu hören. Der Rugby World Cup hat sich heute nach diesem unglaublich spektakulären Tag gestern eine etwas kleinere Ruhepause gegeben.
0:46 Das hatte wir so nicht erwartet, weil wir gedacht haben, Irland gegen Schottland liefert ab. Aber ansonsten war es ein relativ ruhiger Tag heute, oder? Ja, insgesamt würde ich sagen, dass da jetzt keine Mega-Überraschungen dabei waren, sage ich mal so. Also alle Spiele habe ich auch so getippt, die Gewinner. Und gut, in den Spielen ist es jetzt ein bisschen anders ausgegangen. Aber ich meine, nach so einem Tag wie gestern, was natürlich der Knaller schlechthin war mit den drei Spielen, da ist es natürlich schwer, das zu toppen bzw. da überhaupt ranzukommen, denke ich. Dann lass uns doch mal gleich in die Spiele gehen. Heute Morgen gab es gleich das Spiel zwischen Italien und Namibia. Italien und Namibia haben das ganz große Pech, dass sie zusammen in einer Gruppe Südafrika und Neuseeland sind.
1:26 Italien gilt allgemein als sechs bestes Team Europas. Bei der Six Nations sind sie immer dabei. Namibia gilt als das beste Team außerhalb von Südafrika. In Afrika haben sie unter anderem gegen Zimbabwe auch durchgesetzt und sind eigentlich Stammgast in den letzten Jahrzehnten gewesen bei dieser Weltmeisterschaft. Italien hat das Spiel sehr, sehr klar gewonnen. Am Ende mit 47 zu 22 hat auch den Bonuspunkt geholt. Aber Namibia hat sich hier teuer, so teuer es geht, dann auch verkauft, oder? Ja, teuer verkauft. Namibia, muss man sagen, gehört zu den Tier-3-Nations. Ist eigentlich mit Deutschland auf einem Level, also ein bisschen höher. Die haben mal vor drei, vier Jahren gegen Deutschland gewonnen, auch relativ überzeugend.
2:05 In Windhoek, glaube ich, haben sich gut verkauft. Aber ich glaube, das lag auch daran, dass Italien relativ schwach war. Und Italien hätte noch höher gewinnen müssen eigentlich. Und die waren wahrscheinlich auch so ein bisschen, dachten sich, die werden sich schon weghauen oder so. Ich würde jetzt sagen, Namibia, die haben noch nie bei einer Weltmeisterschaft gewonnen, waren ein paar Mal knapp dran gegen Georgien. Für die wird vielleicht das Spiel gegen Kanada in der Gruppe ganz entscheidend sein, weil das können sie halt gewinnen. Aber ansonsten können die leider nicht viel holen. Die Namibia waren mit 5 zu 0 bzw. 7 zu 0 in Führung gegangen, nachdem Damien Stevens einen spektakulären Versuch gelegt hat von Klein Lobson.
2:47 dann erhöht wurde, aber dann übernahmen die Italiener. Aber trotzdem hatte man das Gefühl, während des gesamten Spiels, dass Italien noch nicht zu 100% dabei war. War es dann vielleicht so, dass Italien sich gedacht hat, ach, Namibia schlagen wir eh, wir müssen uns um andere Spiele kümmern oder ist das einfach ein schwacher Start gewesen von Italien in diese Weltmeisterschaft? Weil überzeugend waren sie ja nicht. Ne, ich glaube, also die ersten Minuten, Lineouts, viele Ungenauigkeiten bei Italien. Die hätten eigentlich am Ende der ersten Hälfte, anstatt mit 20 Punkten und 21 Punkten zu sieben, hätten die eigentlich mit 35 oder 38 Punkten zu sieben führen müssen. Also die haben bestimmt zwei-, dreimal den Ball vertändelt und hätten da auch punkten müssen.
3:35 Also gute Attack Opportunities hatten sie. Die haben auch bis zur 25. Minute gebraucht, bis sie überhaupt einen Versuch gelegt haben. Ja, insgesamt, die haben noch ein, zwei Leute geschont. Man muss sehen, was die auch im Spiel gegen Kanada dann liefern können und wie gut sie da sind, weil auch gegen Südafrika oder gegen Neuseeland traue ich jetzt Italien keinen großen Überraschungssieg zu. Die Italiener führten nach der ersten Halbzeit mit 21 zu 7. Du hast es gesagt, die Line-Outs, die Gasseneinwürfe, die wurden am Anfang sehr häufig überworfen noch von den Italienern. Da müssen sie tatsächlich dann nochmal ran. Aber in der zweiten Halbzeit wurde es dann eine sehr klare Geschichte, auch wenn es nicht immer zu 100 Prozent überzeugend war. 35 zu 7 führten die Italiener, dann konnten die Namibier mit einem Strafkick von Lopsa und einem Versuch von Grayling dann nochmal rankommen auf 35 zu 15.
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4:27 Aber das Ganze wurde dann ja relativ spät von den Italienern klargemacht mit Jack Poledri, der einen Versuch gelegt hat. Matteo Minozzi mit einem Versuch mit der Erhöhung von Carlo Canna. Und dann gab es noch einen Versuch von Namibia, die beinahe noch die Möglichkeit gehabt hätten, einen vierten Versuch zu legen. Das hätte einen Offensivpunkt gebracht, was ein großer Erfolg für Namibia gewesen wäre. Aber insgesamt steht am Ende dieser 47 zu 22 Sieg für die Italiener. Sergio Parisa hat sein fünftes Turnier angefangen, seine fünfte Weltmeisterschaft. Er ist einer der ganz, ganz großen Spieler auf seiner Position, auf der Acht. Aber es wurde zwischendurch immer mal wieder gemutmaßt, die italienische Mannschaft ist besser dran, wenn er nicht spielt.
5:07 Wie hast du heute seine Leistung gesehen? Ich glaube, man hat nicht so viel von ihm heute gesehen. Er ist langsamer geworden, auf jeden Fall. Vor ein paar Jahren, viele Leute haben gesagt, einer der besten Nummer-8-Spieler der Welt, Vielleicht sogar die beste Nummer 8, weil er ein komplettes Paket abliefert. Geschwindigkeit, Kraft, Spielverständnis, Ballhandling-Skills. Aber ich glaube, er ist jetzt 33 oder 36 mittlerweile. 35. Wie bitte? 35. 35, genau. Es macht einen Unterschied, ob du 28 bist oder 35. Dazwischen liegen sieben Jahre. Das merkt man dem schon an. Ist heute nicht groß in Erscheinung getreten. Ich glaube aber trotzdem, dass es wichtig ist, so eine Leute dabei zu haben als Führungsspieler für die jungen Leute.
5:50 Da gibt es auch bei anderen Nationen einige Beispiele, wo man sagt, der ist eigentlich über seinen Zenit drüber, was das Spielerische angeht, aber da ist die Führungserfahrung noch so wichtig. Über 140 Länderspieler hat Paris schon gehabt und vom Weltrugby ist er einer der Spieler, die am meisten Spiele verloren haben, weil er halt mit dieser italienischen Mannschaft halt häufig gegen die ganz großen Teams spielt und dann auch bei den Six Nations sehr häufig ohne Sieg dann abgeschlossen hat. Parise also eher unauffällig heute. Federico Ruzza ist als der Player of the Match gewählt worden hinterher. Wäre es auch deine Wahl gewesen? Der hat ja glaube ich nur 47 Minuten gespielt oder 44. Einen guten Offload, den man sich auch anschauen kann.
6:32 Ja, ist verdient, würde ich sagen. Kann man ganz kurz so festhalten, ja. Wir können nicht so richtig viel mehr aus diesem Spiel rausholen, weil es am Ende eine sehr klare Geschichte wäre. Was ich gerne noch einmal gerade besprechen wollen würde, ist, Higashio Osaka City war der Spielort. Es war in Osaka im Hanazono Rugby Stadium und das Stadion war wieder voll. Was wir in den ersten Tagen gesehen haben, immer volle Stadien. Japan scheint da einen exzellenten Job zu machen. Ja, ich glaube, nächstes Jahr haben sie auch die Olympischen Spiele. Das ist ja auch schon eine Art Testlauf. Und ich glaube, ich war selber noch nie in Japan, nur in anderen asiatischen Ländern. Ich meine, da läuft ja alles super getaktet.
7:12 Und also Tokio ist ja was mit dem Einzugsgebiet 30 Millionen statt. Die sind ja daran gewöhnt, große Massen zu bewegen. Die haben ja schon andere, die haben ja 2002 Fußball-Weltmeisterschaft mit Süküria zusammen gehostet. Die können das richtig gut und die sind auch richtig Rugby begeistert. Ja, und Japan, da können wir jetzt gleich ins nächste Spiel überleiten. Japan hat sich das Spiel zwischen Irland und Schottland sehr, sehr genau heute angeguckt, weil Japan mit Schottland und Irland in einer Gruppe spielt. und weil sie ins Viertelfinale wollen und sich dann eventuell Schottland als den Gegner ausgesucht haben, den man eventuell besiegen kann. Irland galt als Favorit schon vorher in dieser Gruppe, Schottland dann als zweitgrößte Nation in dieser Gruppe, aber Japan als Gastgeber hat sich in den letzten Jahren entwickelt.
8:01 Und sie werden nicht unzufrieden aus diesem Spiel gegangen sein, denn Irland hat gegen Schottland ganz klar mit 27 zu 3 gewonnen. Was war da los bei Schottland heute, Georg? Enttäuschend, muss man sagen. Also ich habe Irland auch als Favoriten gesehen. Ich glaube, ich habe plus 13 oder plus 15 getippt. Aber ich dachte, Schottland wird um einiges besser sein. Aber es ist wie bei den letzten Six Nations. Da sagt man immer, Schottland hat jetzt ein paar super Spieler und jetzt sind sie in Form. Und dann reißen sie auch mal, dann haben sie ein gutes Spiel gegen England. Gewinnen auch sogar. Und dann ist aber der Rest einfach Murks. Also gegen Italien gewinnt man nochmal in den Six Nations. Aber so ähnlich ist es jetzt hier auch.
8:42 Also es war ja wirklich kein knappes Ding. Man hat ja mal zwei, dreimal im gesamten Spiel bei den Schotten nur gemerkt, dass sie vielleicht mal ein bisschen mehr gegen gehen wollten. Aber insgesamt null Intensität, würde ich sagen, von Schottland. Das ist mir halt so aufgefallen. Vielleicht fehlt auch ein bisschen die Erfahrung. Bessere Spieler. Ich glaube halt, Irland hat auch noch insgesamt die besseren Spieler. Man muss sich angucken, wer von den irischen Spielern 2017 zu den British and Irish Lions berufen wurde. Das sind viel mehr als die Schotten jetzt. Die Iren haben immer noch einige weltbeste Spieler auf einigen Positionen. Ja, daran lag es, glaube ich, insgesamt. Ich meine, die Schotten haben ja von den einzelnen Namen, beziehungsweise wenn du auf die Namen guckst, haben sie ja einige dabei, wo man sagt, ja, die gehören zur Weltspitze.
9:27 Stuart Hawk zum Beispiel auf der Schriftposition, Greg Ladler auf der Verbinderposition. Wir gucken auch in die erste Reihe bei Stuart McInerney, dem Kapitän, dass der höheren Ansprüchen genügt. Ist es dann, dass es einige Stars gibt, aber dass der Rest nicht mithalten kann oder woran liegt das? Es gibt vielleicht Leute, die würden sagen, ja, die gesamte schottische Mannschaft, die Start-15 ist richtig gut, aber ich sehe da auch noch ein relativ großes Loch zwischen einigen Leuten, zwischen Stuart Hogg und der 10 und vielleicht dem Rest. Und ich denke auch, dass einfach die Stürmer heute auch den Unterschied gemacht haben, die schottischen Stürmer konnten schon mal gar keine Plattform aufbauen für die Hintermannschaft.
10:06 Also da denke ich, hatte Irland ganz klar die Oberhand. Und das reicht halt nicht. Du hast halt nichts davon, wenn du einen guten Fly-Half hast, also einen guten Verbinder, wenn die Bälle einfach zu langsam vom Rug kommen. Wenn du halt immer jedes Mal zwei, drei Sekunden Dauerzeit länger, bis die Schotten, wenn sie mal den Ball hatten, bis die den Ball gespielt hatten. Und dann konnte Irland, war schon wieder bereit. Und die haben auch oftmals richtig Druck aufgebaut auf First Receiver, auf die Zehn und dann auf die nächste Zwölf dann. Das hat man halt gesehen. und damit sind die Schotten überhaupt nicht klargekommen. Kannst du das einmal noch gerade erklären, dieses, was du gesagt hast, dieses Stürmerspiel, dass die Schotten dort komplett unterlegen waren?
10:43 Kannst du das noch einmal gerade erklären, woran es lag, dass Irland, beziehungsweise dass dann die Schotten dann auch überhaupt keine Angriffe richtig starten konnten? Ich glaube, Intensität hat gefehlt, Erfahrung mehr bei den Irren und einfach, die haben die besseren Spieler, denke ich. Also Front Row, Irland, Tide, Furlong. ich hoffe, ich habe den Namen richtig ausgesprochen, Donal wird es mir verzeihen, ist Tighthead Prop, war schon 2017 British and Irish Lions starting Tighthead Prop. Der ist schon mal richtig gut. Rory Best, auch super viel Erfahrung, vielleicht auch nicht mehr der Jüngste, ist auch, glaube ich, seine letzte WM und auch sein letzter Auftritt bei der irischen Nationalmannschaft.
11:25 Aber das hat halt so ein bisschen, also die waren switched on, die Iren, mehr Erfahrung und mehr Intensität. Deswegen, man hat immer gesehen, die wollten unbedingt den Ball erobern, die wollten immer schnell spielen, haben versucht, das Ruck, also am Breakdown richtig schnell zu spielen, damit ihre Nummer 9 und ihre Nummer 9-10-Kombination richtig gut spielen kann. So sind die Schotten halt überhaupt nicht reingekommen. Die Schotten also auf der Stürmerposition oder in den Sturmpositionen unterlegen gewesen. Dazu haben sie dann auch noch Hamish Watson verloren, wahrscheinlich mit einer schweren Knieverletzung, weil der musste nämlich mit dem Wagen runtergefahren werden. Hamish Watson wäre dann schon ein übler Verlust dann auch für die Schotten.
12:03 Genau, ich glaube, der hat bis dato, bis zu seiner Verletzung, Tackle-Leading-Statistik auch geführt in dem Spiel. Wenn so einer ausfällt, das macht dann halt auch nochmal einen Unterschied. Und dann kann man auch wieder sehen, dass die restlichen verbleibenden Spieler auf der Bank in Schottland einfach nicht die Qualität haben, der Start 15. Wir müssen allerdings auch über irische Verletzungsprobleme und Verletzungssorgen sprechen, weil Johnny Sexton hat irgendwann nicht mehr die Kicks durchgeführt, die hat Connor Murray durchgeführt. Er hat sich immer wieder an die Leiste gefasst und hat dann hinterher, oder in der zweiten Halbzeit, dass er relativ früh ausgewechselt worden ist. Dazu ist dann auch Bundiaki aus der Flügelreihe, ist rausgenommen worden, gleich in der ersten Halbzeit.
12:44 Das sind zwei Spieler, die durchaus eine wichtige Rolle einnehmen, gerade auch Johnny Sexton. Genau, ich glaube, Johnny Sexton, letztes Jahr Spieler des Jahres, 2018, wenn ich mich nicht alles täusche, wurde er gewählt. und dann hatte der, glaube ich, immer so ein paar Niggly Injuries, so ein paar Kleinigkeiten, die ihn dann abgehalten haben, davon durchzuspielen oder viele Spiele zu spielen und das scheint ja jetzt wieder so ein Problem zu sein, wenn ich das auch richtig gesehen habe. Trotzdem natürlich noch ein Weltklassespieler, aber wenn der nicht bei 100% ist, dann wird es schwierig. Gehen wir mal davon aus, die Iren gewinnen die Gruppe oder werden vielleicht auch nur Zweite, aber ich gehe davon aus, dass sie gewinnen, dann treffen die auf den Zweiten der Neuseeland-Südafrika-Gruppe, das wird wahrscheinlich Südafrika sein.
13:27 Und da wird es dann, wenn da deine Spieler, Johnny Sexton, wenn die nicht hundertprozentig fit sind, dann wird es natürlich sehr, sehr schwierig. Es ist halt Neuseeland oder Südafrika in der anderen Gruppe im Viertelfinale und Irland möchte endlich mal aus diesem Viertelfinale raus, weil sie haben noch nie in ihrer Geschichte das Halbfinale einer Weltmeisterschaft erreicht, was ja auch eine unglaubliche, ja, ich habe sie in der Vorschau als Underachiever, als chronischer Underachiever bei der Weltmeisterschaft dann auch bezeichnet, Weil sie müssten ja mit dieser Mannschaft dann einfach mal ins Halbfinale kommen. Eigentlich schon. Einige Leute sagen, die haben letztes Jahr, ein Jahr zu früh waren sie auf einem hohen Höhenflug.
14:02 Obwohl ich glaube nicht, dass man sich das aussuchen kann. Aber etliche Engländer, also ich kenne ja auch Engländer, mit denen ich zusammen spiele und auch einige Iren. Und die lieben es, Salz in die irische Wunde zu streuen, dass man es halt nie weiter als das Viertelfinale geschafft hat. Und dieses Jahr, ich weiß nicht, also das Schlechte für Irland ist, dass sie vielleicht gar keinen richtigen Gegner in dieser Gruppe haben. Und dann kommt halt so ein Brocken wie Südafrika. Das ist halt schon was ganz anderes als so Japan, Schottland und die beiden verbleibenden Teams in der Gruppe. 19 zu 3 hieß es zur Halbzeit, am Ende 27 zu 3 für Irland kein einziger Versuch von Schottland. Schottland, ich habe es am Anfang, als wir über das Spiel gesprochen haben, spielt noch gegen Japan.
14:46 Japan hatte einen relativ überzeugenden Auftritt gegen Russland in ihrem ersten Spiel. Wird Japan oder wird die japanische Nationalmannschaft mit relativ viel Zufriedenheit auf dieses Spiel geschaut haben, oder? So nach dem Motto, die machen uns jetzt keine Angst, die Schotten. Ja, man muss natürlich sagen, Japan, letzte WM, haben sie Südafrika geschlagen, dieses Spiel des Jahrhunderts, was wohl Upset von jeglichen Rugby World Cup in die Geschichte eingegangen ist. Danach haben sie relativ deutlich gegen Schottenland verloren. die dürfen jetzt natürlich nicht dann in so eine arrogantere Haltung reinkommen, oh ja, die haben jetzt keine Versuche erzielt gegen Irland, da muss man halt aufpassen vom Kopf her, dass sie da dann nicht schon vorher denken, dass sie das einfach so gewinnen können.
15:29 Und ich würde sogar noch weitergehen, also in der Gruppe ist ja auch noch Samoa. Und also wenn Samoa einen richtig guten Tag hat oder so und Schottland so einen durchschnittlichen Tag, dann ist das vielleicht gar nicht gesetzt, dass Schottland jetzt weiter wird. und das Japan kann daraus vielleicht auch noch ihren Nutzen ziehen. Ich glaube, Japan-Schottland ist das letzte Spiel in der Gruppe, wenn mich nicht alles täuscht. Das könnte dann entscheidend sein. Ja, am 13. Oktober. Und Schottland hat jetzt auch nochmal acht Tage Pause und dann spielen sie erst gegen Samoa. Aber man muss jetzt erstmal abwarten, wie Samoa, die spielen ja auch noch davor, glaube ich. Die spielen am Dienstag gegen Russland.
16:07 Da gehe ich davon aus, dass die gewinnen werden. Mal sehen, wen die da in der Start 15 haben werden, wie stark oder schwach Russland sein wird. Aber in der Gruppe, das ist vielleicht eine aufregende Gruppe, wer da Zweiter wird in der Gruppe. Auf jeden Fall hat sich dieses Bild des Tabellenzweiten in dieser Gruppe nicht verhärtet, nach diesem 27-3 für Irland gegen Schottland. Gleich werde ich noch das Match von England gegen Tonga zusammenfassen und dann gucken wir noch auf das Spiel von morgen. Bei Arjen Robben gab es fast seine ganze Karriere lang Gründe, an ihm zu zweifeln. Der Körper zu verletzungsanfällig, der berühmteste Move zu berechenbar Und nach vergebenen Chancen im WM-Finale 2010 und beim Finale daheim 2012 schien er auch nicht der Mann für die ganz großen Momente zu sein.
16:50 Keiner dieser Zweifel war erfunden, nur die Schlussfolgerungen daraus waren falsch, denn Arjen Robben kam trotzdem durch. Und wie? Seine Geschichte jetzt in den 100 Fußballlegenden. Wie er von Chicago Fire wegkam, war nicht schön, weil sie ihn einfach getradet haben und er aber wahnsinnig viel Herzblut in dieses Team gesteckt hatte. Sie informieren dich über Ergebnisse, Skandale und Geschichten des amerikanischen Fußballs. Der MLS-Podcast auf meinsportpodcast.de Das dritte Spiel des dritten Tags sah den ersten Auftritt des WM mit Favoriten England. 2015 waren die Engländer vor heimischer Kulisse in der Vorrunde ausgeschieden. Diese Scharte gilt es in diesem Jahr auszuwetzen. Gegen Tonga hatte Eddie Jones, der Manager der Engländer, weitestgehend seine beste 15 auf das Feld gestellt.
17:50 Marco Wunipola fehlt nach wie vor verletzt. Ansonsten hatte Jones eine Mannschaft aufgestellt, die gegen den starken tongaischen Sturm bestehen konnte und gleichzeitig die Geschwindigkeit hatte, um an der gegnerischen Defensive vorbeizukommen. Tonga selbst war um Wiedergutmachung bemüht. Das letzte Testspiel vor der WM verloren die Insulaner gegen Neuseeland mit 7 zu 92, sodass Zweifel angebracht waren. Tonga startete stark in das Spiel. Jedes gelungene Taktik wurde von den Mannschaftskollegen gefeiert, die Defensive war konzentriert. Demzufolge machten sie es den Engländern schwer durchzukommen. Doch England erwischte einen ordentlichen Start. Zwar kamen sie am Anfang eher zu wenig Raumgewinn, doch durch einen Strafkick von Kapitän Owen Farrell kamen sie zu einer 3 zu 0 Führung.
18:30 Nachdem Sonatane Takolua für Tonga per Strafkick ausgleichen konnte, verlagerte sich das Spiel nach und nach in die Hälfte der Polynesier. Manu Tuelagi konnte mit zwei Versuchen in der 23. und 30. Minute die Führung für England auf ein komfortables 15 zu 3 stellen. Pharrell hatte mit einer Erhöhung kein Glück, er schaffte nur zwei Punkte nach diesen beiden Versuchen. In der 36. Minute konnte Pharrell dann aber noch dank eines Strafkicks auf 18 zu 3 erhöhen. Dies war auch der Halbzeitstand. Die wichtigste Statistik der ersten Halbzeit, England konnte den Ball über 308 Meter tragen, Tonga nur über 59. Die zweite Hälfte begann wie die erste Owen Farrell, bekam einen Strafkick, den er mittig zwischen die Stangen setzte und auf 21 zu 3 erhöhte.
19:10 Es dauerte 49 Minuten, bis Tonga das erste Mal ein Phasenspiel aufziehen konnte. Dies resultierte aber nicht in einem Versuch, sondern in einem Ballverlust. In der 56. Minute, nach einigen Wechseln auf englischer Seite, konnte Jamie George für den nächsten Versuch sorgen. Zusammen mit einem angesetzten Paket schob sich England ins Malfeld Tongas. Owen Farrell sorgte mit seiner Erhöhung für das 28 zu 3. Ab jetzt ging es nur noch um den Bonuspunkt für England. Mit Frankreich und Argentinien in einer schwierigen Gruppe kann sich jeder Punkt als entscheidend herausstellen. Doch das wollten auch die Tonga verhindern. Es gab immer wieder Möglichkeiten für England, den Bonuspunkt zu erzielen. Doch das dauerte bis zur 77. Minute, bis sie den Ball über die Mahllinie tragen konnten.
19:49 Luke Cowendickey hatte nach einem wunderbaren Pass von Jonathan Joseph keine Gegenspieler mehr vor sich und legte zum 33 zu 3 ab, der durch Farrell erhöht wurde. Tonga war am Ende des Spiels auch am Ende ihrer Kräfte. England gewann das Spiel mit 35 zu 3, holte damit einen Offensivbonuspunkt und führt damit mit 5 Punkten vor Frankreich mit 4 Punkten. England spielt als nächstes am Donnerstag gegen die USA. Tonga bekommt es am nächsten Samstag mit Argentinien zu tun. Morgen geht es weiter. Morgen gibt es nur ein einziges Spiel, was wir haben. Wales wird zum ersten Mal auftreten gegen Georgien. Georgien gilt ja auch so ein bisschen als das Land, was nicht ganz so gut wie Italien ist, aber zu gut für den Rest von Europa ist.
20:29 Sie gewinnen immer wieder die Rugby Championship beziehungsweise mit Rumänien teilen sie sich dort die Titel und Wales ist eine etablierte Six Nations Nation und hat dieses Jahr den Grand Slam geholt und auch die Six Nations gewonnen. Gehört Wales für dich zu den Mitfavoriten um den Titel in dieser WM? Ja, schwierig zu sagen. Gatland ist acht Jahre schon bei Wales. Irland ist ja eigentlich Nummer eins jetzt in den Weltrankings, aber Ich kenne einige Leute, die würden sagen, die sehen Wales mehr als Favorit als Öland jetzt. Morgen gegen Georgien sollte es eigentlich ein eindeutiger Sieg werden. Ich glaube nicht, dass Georgien in der Lage ist, großartig die unter Druck zu setzen. Georgien hat auch in Schottland ein Vorbereitungsspiel gehabt.
21:20 und da hat Georgien schon ein paar gute Ansätze gehabt, aber insgesamt schon gegen Schottland nicht so gut ausgesehen. Und Wales ist nochmal drei Hausnummern höher als Schottland. In der Gruppe, ich weiß gar nicht, wer spielt denn da noch in der Gruppe? In der Gruppe D werden wir auf jeden Fall noch Australien und Georgien, Uruguay und Fiji sehen neben Wales. Ah, okay, dann ist da das Spiel natürlich Australian Wales das Entscheidende, würde ich sagen. Georgien bin ich eigentlich ein Riesenfan, aber ich glaube nicht, dass es da morgen zu einer großen Überraschung kommt. Wie schwer wiegt für das Turnier der Ausfall von Gareth Ainskamp? Ich hatte auch schon mit Donal darüber gesprochen. Er sagte, ja, Dan Bega ist natürlich nach wie vor auf der Position auch immer noch Weltklasse, aber es könnte dünn auf der Position werden, sollte Dan Bega dann mal ausfallen.
22:13 Wie schwer wiegt der Verlust deiner Meinung nach von Gareth Anscombe? Schon relativ schwer, wenn man dann auf potenzielle Viertel- oder Halbfinalspiele geht, wo dann halt ein guter Flyer, ein guter Verbinder mit guter Übersicht dann den Unterschied machen kann. Und wenn du dann nur den Second-Choice-Verbinder hast da und der vielleicht noch so einen Tag hat, wo nur 70, 80 Prozent da ist, das kann schon das Zünglein an der Waage sein. Jetzt noch nicht in den Gruppen spielen, aber ich bin mir eigentlich sicher, dass Wales weiterkommen wird. Ich weiß jetzt nicht, ob er das erste oder zweite. Das kann man halt nichts machen. Der ist halt verletzt, der Gareth Encom, der eigentlich Neuseeländer ist. Kann sein, dass das vielleicht für Wales dann ein Genickbruch ist, ja.
22:59 Wir werden es sehen. Morgen um 12.15 Uhr deutscher Zeit wird Wales gegen Georgien das erste Spiel bestreiten. Hier kann man von einem Sieg erstmal von Wales ausgehen und es geht dann darum, den Offensivpunkt zu holen wahrscheinlich, plus dann alle Spieler verletzungsfrei durchzubekommen. Das war Tag 3 der Rugby-Weltmeisterschaft. Das war Georg Molz aus unserem Vorpass-Podcast hier auf meinsportpodcast.de. Danke dir, Georg. Alles klar, danke dir. Bis dann. Gut, gut, gut. Ein, zwei. Vorpass. Vorpass-Spezial. Der Podcast zur Rugby-WM in Japan. Andreas Thies liefert dir mit den Experten unseres Rugby-Talks Vorpass. Ja, das stimmt. Alles rund um das Rugby-Event des Jahres. Wird Neuseeland zum dritten Mal hintereinander Weltmeister?
23:49 Wer kann die All Blacks gefährden? und kann Gastgeber Japan auch 2019 überraschen? Sei dabei, wenn Vivian Bahner, Donal Peoples und Georg Molz die Rugby-WM für dich analysieren. Vorpass Spezial auf