Zum zweiten Mal in Folge stand Ulster im Finale des Challenge Cup vor Montpellier Hérault Rugby, und zum zweiten Mal in Folge ging der Pokal nach Südfrankreich. Beim 59:26 am Freitagabend fiel der Abstand deutlich größer aus als 2025, als Ulster nur mit 12:18 verlor. Montpellier kam mit fünf Siegen in Folge ins Endspiel und ist damit Titelverteidiger geblieben.
Wucht in der zweiten Halbzeit
Im Vorpass-Podcast (Folge 284) haben Donal und Big G den Kern des Spiels in der zweiten Halbzeit gesehen: Montpellier setzte auf Wucht, unter anderem mit Billy Vunipola, und Ulster hatte dem nichts mehr entgegenzusetzen. Dem Gedränge und den Stürmern der Nordiren ging am Ende die Kraft aus. Dazu kam die Hitze, im Stadion lag die Temperatur weit über 30 Grad, und der Ball war schwer zu halten. Wer einen Gegner mit schweren Körpern mürbe spielen will, hat bei solchen Bedingungen einen Vorteil.
Ein Kader mit Lücken
Ulster fehlten die Stammspieler Stockdale und McCloskey verletzt, Kapitän Henderson war gesperrt. Im Podcast waren wir uns einig, dass die Bank für ein Finale zu dünn besetzt war. Ob die drei Ausfälle das Ergebnis gedreht hätten, bezweifeln wir allerdings. Ein Unterschied von 33 Punkten hat mehr Ursachen als drei fehlende Namen. Eine davon ist die Ausrichtung der Saison: Bei Ulster liegt der Fokus auf der United Rugby Championship und dem Einzug in die ersten acht, nicht auf dem Challenge Cup. Dass die Mannschaft trotzdem bis ins Finale kam, ist für uns ein Erfolg, auch wenn sie in die Liga mit zwei Spielen ohne Sieg gegangen war, einer 22:26-Niederlage gegen die Glasgow Warriors und einem 38:38 gegen die Stormers.
Was bleibt
Für Montpellier war das Endspiel ein Schritt aus dem knappen Halbfinale heraus. Gegen die Dragons hatte es zuvor nur zu einem 18:12 gereicht, und im Finale ging der Klub als leichter Favorit auf den Platz. Die Mannschaft wechselt häufig zwischen starken und schwächeren Phasen, die 59 Punkte gehören eindeutig zu den starken. In der Top 14 steht sie auf Platz zwei, und der Sieg bei Castres Olympique mit 36:33 eine Woche zuvor zeigt, dass es dort enger zugeht als im Finale.
Ulster muss aus dem Finale vor allem eines mitnehmen: Wenn Henderson, Stockdale und McCloskey fehlen, reicht die Tiefe im Kader nicht für ein Spiel gegen einen Gegner, der auf Kraft setzt. Montpellier empfängt am Samstag, 30. Mai 2026, um 21:15 Uhr Section Paloise in der Top 14, Ulster trifft am Freitag, 25. September 2026, um 20:45 Uhr in der United Rugby Championship zu Hause auf Edinburgh Rugby, zu sehen bei URC TV.
Dieser Text wurde mit Hilfe von KI erstellt.