Irland hat am 2. Spieltag der Six Nations gegen Italien mit 20:13 gewonnen, und doch bleibt vom Spiel vor allem der Eindruck, dass die Gäste mehr vorhatten. Italien kam nach zwei Siegen in Folge mit Selbstvertrauen und nimmt einen Punkt mit: den Defensivbonus, den es für eine Niederlage mit höchstens sieben Punkten Abstand gibt.
Italien mit dem klareren Plan
Wie wir im Vorpass-Podcast (Folge 272) besprochen haben, trat Italien mit einem konkreten Konzept an, Irland dagegen wirkte diffus. Ein Beispiel: Die Italiener täuschten einen Box-Kick an und spielten stattdessen in die Breite. Die Iren waren davon völlig überrascht. Dann brach Menoncello durch und passte zu Leiner. Der Pass ging aber nach vorne, es gab also einen Vorpass. Italien lag damals 13:20 zurück, der Rückstand blieb bis zum Schluss bestehen.
Zu hektisch in der Schlussphase
Dem Team fehlten am Ende Geduld und Erfahrung. In der Schlussphase spielte Italien zu mittig und zu hektisch, weil es den Versuch möglichst mittig legen wollte, um ihn leichter zu erhöhen. Irland verteidigte das stark. Mit mehr Breite im Spiel hätte Irland aus unserer Sicht noch größere Probleme bekommen. Dass Italien nicht mehr das Team ist, dem man einfach die B-Mannschaft hinschicken kann, zeigt auch die Vorgeschichte: Im Six-Nations-Spiel im März 2025 verlor Italien zu Hause nur 17:22 gegen Irland. Die Iren waren in jener Saison Zweiter, Italien Fünfter.
Irlands offene Baustellen
Der Sieg beendet die Serie von zwei Spielen ohne Sieg, mehr aber nicht. Rob Balakun wurde Player of the Match, sein Versuch gehört nach Einschätzung der Folge zu den besten, die Trainer Farrell je gesehen haben will. Auf der Verbinderposition dagegen spielte Sam Prendergast schwach und wurde früh ausgewechselt. Danach wurde es mit Crowley besser. Prendergast gilt als extrem talentiert, steckt aber in einer Formkrise. Er war leicht zu lesen, und eine unsichere junge Zehn macht den Stürmern das Spiel schwer.
Hinzu kommt das Gedränge. Es war über weite Strecken ein Problem und wurde erst mit Furlong und O'Toole zum Ende hin besser. Wir gehen davon aus, dass England diese Schwäche erkennt und ausnutzen will.
Was bleibt
Irland hat nach zwei Spielen eine Bilanz von einem Sieg und einer Niederlage, Italien ebenfalls. Der Unterschied ist die Art, wie beide dorthin kamen: Die Iren gewannen, ohne ein Konzept zu zeigen, die Italiener verloren mit einem. Ob Italien daraus etwas macht, hängt auch davon ab, ob die Stürmer in den kommenden Monaten Verstärkung bekommen. Irland spielt am Samstag, 21. Februar 2026, um 15:10 Uhr auswärts in England, Italien am Sonntag, 22. Februar 2026, um 16:10 Uhr in Frankreich.
Dieser Text wurde mit Hilfe von KI erstellt.