England gewinnt 16:15 gegen Schottland, aber nach unserer Einschätzung vor allem, weil der Gegner Punkte liegen ließ. Im Vorpass-Podcast (Folge 237) waren wir uns einig, dass Schottland das Spiel aus der Hand gegeben hat. England holt vier Tabellenpunkte, Schottland einen: den Defensivbonus für eine Niederlage mit höchstens sieben Punkten Abstand.
Schottland und die liegen gelassenen Punkte
Schottland dominierte die erste Halbzeit mit Ball und breitem Spiel und kam siebenmal in die englische 22. Daraus machte die Mannschaft zu wenig, weil Fehler passierten und Kicks danebengingen. Finn Russell verwandelte zwei einfache Erhöhungen nicht, erst der letzte Kick gelang. Bei einem 15:16 wiegt das schwer, und von einem Kicker, der als Kandidat für die Lions-Startelf gehandelt wird, erwarten wir, dass er wenigstens eine davon trifft. Donal wollte im Podcast dennoch weder Russell noch Blair Kinghorn herausgreifen: Schottland müsse insgesamt kaltschnäuziger werden.
Englands Abwehr und ein fragwürdiger Versuch
Die englische Back Row war in der Verteidigung physisch, aggressiv und stark über dem Ruck. Das ist ein Grund dafür, dass Schottlands Ballbesitz so wenig einbrachte. Fullback Marcus Smith ist im Angriff stark, in der Verteidigung war er aber eine Schwachstelle: Er tackelte einmal nicht und rutschte beim zweiten Versuch aus.
Tommy Freeman legte einen Versuch, bei dem der Ball offenbar nicht sauber abgelegt wurde. Der Schiedsrichter stand Russell dabei im Weg, und die Videoprüfung brachte keine klare Wiederholung. Das erklärt die Niederlage nicht allein, es kam zu den schottischen Fehlern aber noch hinzu. Alex Mitchell kickte die ganze Zeit gut und wurde trotzdem ausgewechselt, was wir skurril fanden. Insgesamt kocht England auch nur mit Wasser.
Schottland bleibt ohne Ertrag
Bei Schottland fielen trotzdem einige Spieler auf. Jamie Ritchie wurde in der zweiten Halbzeit auf einmal richtig gut. Kinghorn startete mit Ballverlusten, hatte danach aber magische Momente mit Russell und Duhan van der Merwe, der im Angriff oft eingebunden wurde. Die Enttäuschung ist groß, weil Schottland nach drei Jahren als Geheimfavorit weiter nichts gewinnt. Dazu kommt, dass ein Sieg gegen England für Schottland als größter Motivationsfaktor eines Six-Nations-Jahres gilt.
Was bleibt
England steht nach drei Spielen bei zwei Siegen und einer Niederlage. Wie schon gegen Frankreich betrug der Vorsprung am Ende einen Punkt, und genau das macht den Sieg für die Mannschaft nicht kleiner, denn in der Tabelle zählen die vier Punkte gleich viel. Schottland hat einen Sieg und zwei Niederlagen, nach dem 18:32 gegen Irland ist es die zweite Niederlage in Folge. Schottland empfängt am Samstag, 08.03.2025 um 17:45 Uhr Wales, England trifft am Sonntag, 09.03.2025 um 16:00 Uhr zu Hause auf Italien.
Dieser Text wurde mit Hilfe von KI erstellt.