Vier Meinungen zum DRV Rugby Forum
Das DRV Rugby Forum fand dieses Jahr in Berlin statt, unter anderem mit Referenten wie dem Head Of Physical Performance Colin Grzanna und "Rugby-Entrepreneur“ Max Lück. Mit ihnen und mit Gästen des Rugby Forums haben sich Vivian und Georg für Vorpass unterhalten. Vivian und Georg sprechen im heutigen Podcast mit insgesamt 4 Gesprächspartnern, die entweder als Referenten oder Gäste beim Rugby Forum in Berlin waren. Unser erster Gast ist Colin Grzanna (twitter.com/CGrzanna), seines Zeichens Head of Physical Performance beim DRV, ausgebildeter Chirurg und ehemaliger Kapitän der deutschen Rugby-Nationalmannschaft. Themen sind die physische Anforderungen für Rugby und Sport generell, Gehirnerschütterungen und der Umgang damit und die WM-Qualifikation im letzten Jahr. Unser zweiter Gast ist Max Lück (twitter.com/maxlueck), der vor mehr als einem Jahrzehnt nach England ausgewandert ist und den die meisten wohl mit dem 7s Bambi (twitter.com/7BamboosRugby) Rugby Team in England in Verbindung bringen. Wir sprechen über seine Zeit in England, 7s Bamboo Rugby und Coaching Philosophien. Den Abschluss bilden Ingo Goessgen, Präsident vom RK03 Berlin, und Björn Frommann (twitter.com/rugbybjoern), ehemaliger Spieler und Trainer in Braunschweig und A-Lizenz Trainer in Berlin. Sie waren beide als Gäste beim Forum zugegen und geben ihre Eindrücke wieder. Außerdem gehen sie darauf ein, was ihnen gut gefallen hat und welche Themen man verbessern könnte. Link zur Website des DRV Rugby Forum: rugby-forum.info
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Transkript
Automatisch erstellt, kann Fehler enthalten. Stand: 02.10.2026. Klick auf eine Zeitmarke spielt die Folge ab dieser Stelle.
0:13 Hallo Vivian. Hi George und an alle Hörer, herzlich willkommen bei meinsportpodcast. Ihr seid hier richtig bei dem deutschen Rugby-Podcast Vorpass. Man könnte eigentlich von einer Spezialausgabe von Vorpass sprechen, oder? Also heute dreht sich alles in dieser Sendung, in dieser Ausgabe um das Rugby-Forum, was diesen Samstag hier in Berlin stattgefunden hat. Irgendwo am Potsdamer Platz, ich weiß gar nicht genau, wo das stattgefunden hat. Aber genau, wir haben mit Referenten und mit Gästen des Rugby-Forums gesprochen. Könnt ihr euch alles im Laufe der Folge anhören. Bevor wir sagen, mit wem wir gesprochen haben. George, wie geht's dir? Ich freue mich, dich wieder zu hören. Ja, super Vivian. Schön, dass du nachfragst, wie es mir geht.
0:57 Mir geht es blendend, obwohl die Eis ist kälter. Da muss ich mich dran gewöhnen nach fünf Jahren in Australien. Ich war Langlauf-Skifahren im Harz das Wochenende. Bisschen was anderes. Ich denke, das wird ja doch ausreichen für die nächsten 20 Jahre und freue mich eher auch wieder auf traditions- und rugby-spezifisches Training die nächsten Wochen, dass das mal wieder angeht. Ansonsten alles gut. George, ich bin gespannt, wo du im Endeffekt landest. du ziehst in ein paar Tagen nach München. Ich werde nach München ziehen, muss arbeiten auch. Totowatt rastet aus mit der Wechselbörse. Wo geht George hin? Zu welchen Münchner weiß ich auch noch nicht genau. Ich habe bei WG gesucht und gesucht für eine Wohnung reingestellt.
1:37 Habe da angegeben, dass ich auch Rugby spiele. Daraufhin wurde ich gleich angeschrieben. Es gibt ja mehrere Vereine in München. Ich muss mal gucken, wie es auch mit der Arbeit läuft und wie man dann um 18 Uhr oder 19 Uhr zum Training kommen kann. Ich bin heiß auf Spielen. Es wird hart, aber es schafft man alles, George. Ja gut, wenn ich trotzdem noch arbeiten muss um 19 Uhr oder 20 Uhr, dann glaube ich, weiß ich nicht, ob ich zum Training kommen kann. Mal gucken, wie es dann auch an den Wochenenden läuft oder so. Aber ich habe auch schon, das erste, seit ich ja schon mittlerweile die Mitte 30 erreiche, die ersten Angebote bekommen, wie sagt man hier, Altherrenrugby zu spielen. Das ist dann wahrscheinlich, da weiß man, da hat man die Grenze langsam erreicht.
2:12 Freust du dich über so eine Angebote? Fühlt sich da geschmeichelt? Ja, teils, teils. Mal gucken. Hast du Bock da zu spielen? Hast du Bock, ein Turnier mitzumachen? Ja, auf jeden Fall. Lust schon. Trotzdem würde ich schon noch gerne nicht nur Altherrenrugby spielen. Du peilst jetzt hier nochmal die zweite Liga an. Ja, auf jeden Fall. Start 15, zweite Liga. Hoffentlich mit harter Arbeit. Mal gucken. Ich freue mich. Ich hoffe, dass ich irgendwann sagen kann, Player of the Week ist George. George aus München werde ich irgendwann hier im Podcast sagen. Mir geht es super. Ich bin auch ein bisschen durch jetzt von der ganzen Woche. Viel trainiert. Sonntag hatte ich jetzt Stützpunkt-Training gehabt, was super gelaufen ist.
3:01 Aber wir standen halt auch vier Stunden auf dem Platz und also wirklich super lange am Stück trainiert. Eine kurze Unterbrechung nur gehabt. Ich muss sagen, ich bin immer 90 Minuten ist super für mich. Alles, was darüber hinaus ist, da geht dann echt meine Konzentration zurück. Ich bin dann schon echt, das funktioniert, aber ich merke einfach, wie langsam wird im Kopf und wie das anstrengend wird. Man muss immer noch konzentriert sein, eigentlich die ganze Zeit. Genau. Und dann so vier Stunden fast am Stück ist dann schon lang. Wir haben, glaube ich, zweieinhalb Stunden die erste Einheit trainiert. Ich habe das Gefühl, dass es so lange dauert. zwei Stunden, kurze Unterbrechung und dann nochmal anderthalb Stunden trainiert und das innerhalb von zwischen 11 und 15 Uhr war das.
3:49 Also ja, das entstand einfach die komplette Zeit mit einer halben Stunde Unterbrechung auf dem Platz. War knackig, aber war super. Sonntag auf dem Platz stehen, I love it und heute Abend auch wieder Training. Okay, und das alles für das Spiel in London auch, ne? Ja, ich habe das auch schon so gesehen. Also für mich war das jetzt ja auch wieder ein 15er-Training. Ich habe auf 10 jetzt auch in den Einheiten gestanden. Und wir haben einfach so das Phasenspiel im 15er-Bugby durchgesprochen, haben das durchgespielt. Vor allem natürlich jetzt hier beim Stützpunkt-Training im Osten mit Leuten, die nicht viel 15er in ihr Leben gespielt haben. Stürmer, Potts und diese ganzen Laufwege sind für viele einfach Neuland.
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4:30 Und für mich war es cool, da einfach das nochmal zu machen, auf 10 zu stehen. Weil ich habe ja so kein 15er-Training in der Woche, sondern mache bei den Herren mit. und für mich ist es einfach eine zusätzliche 15er-Einheit, die wichtig ist und habe das natürlich dann auch als Vorbereitung auf das Spiel in England gesehen. Aber das war jetzt natürlich nicht die reine Nationalmannschaft, das war halt ein Stützpunkttraining. Und dann der nächste Lehrgang, da kann ich ja nicht dran teilnehmen und werde dann, wenn ich nominiert bin, würde ich dann einfach direkt mit nach England sozusagen. Da gäbe es keinen extra Training nochmal für mich, Aber wie gesagt, ich mache hier fleißig 15er-Training bei den Jungs mit und hoffe, dass das so passt.
5:12 Okay, okay, das hört sich alles gut an. Ja, wir werden bestimmt nochmal über das England-Ding und das Spiel reden. Was erwartet uns denn heute? DAV-Forum war am Wochenende in Berlin. Da haben wir ein paar Gäste zu eingeladen, sowohl Referenten, die da referiert haben, als auch Gäste, die da als Gäste da waren. Wen haben wir denn da? Wir haben als erstes mit Koller. gesprochen, der ist Head of Physical Performance, der der war der WM-Qualifikation in Marseille dabei. Der gibt uns gleich als erstes, also mit ihm starten wir den Podcast, hat uns einen super Einblick gegeben, was ihm da so besonders wichtig ist, was die Kopfverletzung angeht, was Gehirnerschütterung angeht. Und er hat auch nochmal einen Einblick gegeben in seine Arbeit direkt jetzt mit den Jungs bei der WM-Qualifikation Frankreich. Super interessant.
6:05 und mit wem machen wir weiter? Ich muss mal sagen, zu dem Interview, da habe ich natürlich, da ist mir ein bisschen was schiefgegangen bei der Aufnahme, die erste Minute fehlt da leider und ich halte da so ein bisschen, wenn ich rede. Also ich hoffe, das verzeihen mir die Hörer. Da steigen wir dann direkt mit der zweiten Frage ein. Zum Glück hast du da nicht so viel gesprochen. Ja, zum Glück, genau, genau. Also Colin, wenn du das hörst, tut mir leid, das war mein Fuck-up. Wir haben am Anfang nur darüber gesprochen, was er denn, was seine genaue Bezeichnung ist beim DRV und dass er ja hauptamtlich jetzt oder haupttätig beim DRV ist und beim BRC seine Tätigkeiten ruhen lässt. Richtig, genau. Ja, das so zusammengefasst, genau.
6:46 Wir machen weiter und in dem Podcast wird es dann weitergehen mit Max Lück, der die Sevens Bambus in England in Bristol gegründet hat. Vor elf Jahren. Wie bitte? Der ist vor elf Jahren nach England gegangen, hat das studiert und dann sein Mastermind ist da geblieben, auch geheiratet und macht jetzt dieses Bamboo Sevens Konzept. Und der war als Referent auch beim Forum. Und er hat so eine sogenannte Masterclass gegeben. Also er hat nicht nur einfach referiert, sondern er hat ein Workshop gegeben. Darüber spricht er. Und wir haben ihn auch gefragt, wie er denn die Entwicklung der Faust und des deutschen Wackbys im Vergleich zu England sieht, wie er das so einschätzt. Und er wird uns da so ein bisschen ein Einblick geben in seine persönliche Meinung dazu.
7:35 Und dann die nächsten beiden Gäste. Das sind Ingo Gossen vom RK03 Berlin und Björn Frommann, der selber Spieler war aus Niedersachsen, kommt jetzt Trainer dann auch war und auch Trainer in Berlin. die waren als Gäste da und reden auch über ihre Highlights, was sie mitgenommen haben und was es auch für Verbesserungsvorschläge gibt, was so deren Ideen sind Genau, dann viel Spaß Viel Spaß Hier geht es weiter mit Colin vom BRC Head of Physical Performance des DRV und ich hoffe ihr kriegt alle einen super Einblick in das Rackenforum und wie gesagt, schickt uns gerne euer Feedback, eure Meinung zu den Interviews, zu dieser Folge, zu dieser Ausgabe von Vorpass und viel Spaß in der nächsten Stunde. Viel Spaß in der nächsten Stunde.
8:44 bis 10. Berichterstattungen, Interviews und Fakten. Sportplatz auf meinsportpodcast.de Wie zum Beispiel von Ralf Iwan, der ja da viel antreibt, gerade in Berlin. Dass wir Trainer, also Trainingsgruppen schaffen, stellt sich in Berlin leider noch ein bisschen schwierig dar, aufgrund der Größe dieser Stadt und aufgrund der zentralen 10 Trainingsflächen, die wir bräuchten, um so ein Training auch sinnvoll anzubieten. Denn wie ihr wisst, ist die Stadt groß und so gut wie die auch mit den Öffentlichen angebunden ist, einem 14-, 15-Jährigen zu sagen, er soll aus Pankow nach Südzehlendorf fahren, weil da der Trainingsplatz oder auch die andere Richtung von Südzehlendorf oder Westscharlottenburg in die Buschallee fahren, Das ist halt einfach leider zeitlich häufig extrem schwierig, also eineinhalb Stunden hin, eineinhalb Stunden zurück. Das kann man, finde ich, Erwachsenen anbieten, aber Kindern ist es aktuell schwierig und da ist es eben auch so ein bisschen, naja, Verbandspolitik oder fast schon übergeordnetes Problem, dass die Stadt Berlin uns aufgrund der vielen Sportvereine eben auch schwierig zentrale Trainingsflächen zur Verfügung stellen kann.
10:07 Also, lange Rede kurzer Sinn, jeder, der einen Kaderstatus hat, kann mich jederzeit ansprechen. Ich bin jetzt aber nicht für die athletische Entwicklung vom BAC zuständig, ganz im Leben. Da, wie gesagt, sehe ich einen zu großen Interessenkonflikt. Lass uns auf das Rackbielforum zu sprechen kommen. Du warst am Samstag dort als Referent. Dein Thema waren vor allem Gehirnerschütterungen, so wie ich das jetzt verstanden habe. Also wie kam das Thema an und wurde da viel diskutiert? Weil das ist immer ein schwer umstrittenes Thema. Gab es da viele Meinungsverschiedenheiten? Wie war das? Ja, also das Thema war Kopfsache. Und Kopfsache wird auch die Handlungsempfehlung heißen, die ich jetzt hoffentlich bis zum Frühjahr rausgebracht habe.
10:57 Das wird hoffentlich auch in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Sportwissenschaften Sportwissenschaften und der Hannelore-Kohl-Stiftung entstehen. Da gibt es ein paar Ideen, die ich jetzt in diesem Jahr mit denen besprechen möchte. Das Thema ist insgesamt, wie du sagst, ja leider so ein bisschen schwammig. Es gibt in allen Sportarten seit dieser Offenlegung, auch durch den Hollywood-Film Concussion, gibt es ja mittlerweile zig Studien, die versuchen, den Sport auch damit in Verbindung zu bringen, mit schweren Langzeitfolgen auch. Das Problem ist, dass da auch die Wissenschaft noch nicht weiter ist, um zu sagen, dass es einen direkten Zusammenhang gibt. Was wir letztendlich wissen, ist, dass die Kopfverletzung und das Schädel-Hirn-Traum, das Milchschädel-Hirn-Traum, wozu die Concussions ja gehören, also die Gehirnerschüttung und Gehirn, eine Realität in unserem Sport ist.
11:52 Und der Umgang damit aber relativ leicht ist, wenn man sich einmal damit befasst hat. und vor allen Dingen damit auch eine Sicherheitsschacht, denn 90% der Gehirnerschütterung heilen völlig komplikationslos und ohne irgendwelche Folgen für die Betroffenen aus. Zu deiner Frage, wie es angedrückt, die Rückmeldungen waren durchweg positiv. Ich selber bin auch zufrieden, wie es gelaufen ist, denn ich glaube, ich habe einige Informationen rüberbringen können, die einfach auch den Umgang und die Sensibilisierung dafür so ein bisschen stärken. Denn darum geht es ja letztendlich. Viele, glaube ich, haben einfach jetzt aktuell auch eine Unsicherheit entwickelt im Umgang damit und auch Ängste entwickelt, die sich auch auf die Eltern von Kindern übertragen, die gar nicht so gut ist und fast schon in Richtung Panikmache geht.
12:44 Panikmache klingt immer so ein bisschen übertrieben, Aber ich halte es für sinnvoll, dass wir eben an das Thema so rational wie möglich rangehen und eben so wenig emotional wie möglich. Natürlich geht es um unsere Kinder und die müssen auch vor allen Dingen geschützt werden, aber es gibt eben auch im Alltag, und da gibt es gute epidemiologische Studien, die eben belegen, dass das Hauptrisiko am Tag der Weg zur Arbeit oder die Arbeit selbst ist. Man kann zum Beispiel auch beim Fahrradfahren angefahren werden oder mit dem Kopf auf dem Spielplatz irgendwo hinfahren und dann hat man auch eine Gehirnerschütterung. Also Kollisionssportarten haben natürlich das Risiko, dass man mit dem Kopf gegeneinander prallt.
13:22 Da ist aber häufig die mangelnde Technik oder eben ein falsches Verhalten im Bereich des Tackles oder eben auch eine zu große Wertlegung auf Kontakttraining ohne die richtige Technik. Das ist ein Hauptgrund, warum es zu diesen im Rahmen des Teckels dann auftretenden Verletzungen kommt. Es hört sich aber so an, als ob eher ganz große Angst besteht, dass was passieren kann. Und es war ja viele Jahre jetzt genau andersrum, dass gar nicht so das Bewusstsein dafür da war, dass Kopfverletzungen tatsächlich Langzeitfolgen möglicherweise haben können. Also ganz lange wurde das total vernachlässigt. Jetzt ist vielleicht eher sogar eine Panik da, dass was passieren kann, vor allem bei jungen Eltern oder bei Eltern von jungen Spielern?
14:10 Ich möchte die Ängste der Eltern gar nicht schmälern, ganz im Gegenteil. Das Wort Panik, das habe ich ja selber benutzt, das wirkt ja so, als ob die Eltern da hysterisch fast sind. Das wäre dann schon wieder auch eine Einschätzung dieser Situation, die nicht richtig wäre und auch die letztendlich die Ängste der Eltern dazu sehr schmälert. Was wichtig ist, ist, dass wir mit Informationen und vor allen Dingen auch mit den entsprechenden Präventionsprogrammen den Eltern wieder die Sicherheit geben, dass wir uns eben richtig um ihre Kinder kümmern. Das ist es zum einen. Das andere ist, leider gibt es eben in der Wissenschaft noch nicht, und das liegt primär auch sicherlich daran, dass es eben noch nicht so lange Forschungsergebnisse gibt dazu.
15:06 Das Problem ist, dass die Wissenschaft eben noch nicht geschafft hat, diese direkte Verbindung zwischen den Langzeitfolgen und Gehirnerschüttung zu geben. Es gibt letztendlich die Vermutung, dass es damit zusammenhängt, Mal abgesehen davon in Amerika bei der NFL, aber auch zum Beispiel die Football Association in England guckt jetzt gerade, ob Kopfbälle zum Beispiel bei U12-Spielern verboten werden sollten aufgrund der finanziellen Langzeitfolgen. Es gibt jetzt in Schottland eine Studie, die angefangen wird mit 12.000 oder 15.000 ehemaligen Fußballspielern, wo geguckt werden soll, ob wiederholtes Kopfballspielen eben auch zu einer frühzeitigen Demenz führen kann. Da gibt es keine Langzeitstudien, weil eben noch keiner geguckt hat.
15:55 Sodass vieles von dem, was wir jetzt im Rahmen von Concussions eben auch sagen, auch leider viel mit Raten zu tun hat. Es gibt mittlerweile gute Studien, die eben auch zeigen, das ist die Epidemiologie davon, hier ist das Risiko groß. Also zum Beispiel der Tackler ist in 70% der Gehirnerschütterung beteiligt. Das ist gar nicht der Getacklte, wovon man ja eigentlich ausgehen würde, wenn so ein hohes Tackle kommt. Nein, es ist wirklich der Tackler, der ein höher erhöhtes Risiko hat, sich am Kopf zu verletzen. Und da wieder, wie gesagt, ist Techniktraining und Präventionstraining, glaube ich, ein viel sinnvolleres Thema, als zu sehr darauf zu gucken, dass man sich eben verletzen kann in dem Sport.
16:37 Rugby ist ein Kollisionssport, er hat seine Risiken, aber er ist im Vergleich zu anderen Sportarten, und da gibt es gute Studien auch zu, hat er ein akzeptables Risiko. Akzeptables Risiko hört sich so an, als ob das nicht ausreichen wird. Das bin ich bei dem Wort auch stutzig geworden. Aber man kann letztendlich kein Risiko vollständig auslösen im Sport. Die Alternative ist, aufhören mit dem Sport. Die Alternative wäre aber auch zu sagen, man verbietet Kindern Fahrradfahren. Man verbietet Kindern, auf dem Spielplatz zu klettern, auf dem Baum zu klettern. Das sind die Alternativen dazu. Das klingt so ein bisschen lapidar, das verstehe ich, aber ich glaube, vielmehr muss unser Augenmerk dahin richten, wie können wir uns davor schützen und was machen wir dann, wenn wirklich so eine Situation auftritt.
17:22 Weil diese Faktoren können wir eben kontrollieren. Und da bin ich relativ strikt. Also ich bei U19-Spielern zum Beispiel, also im Schüler- und Jugend- und Juniorenbereich, würde ich mich wirklich ganz klar an das Recognize-and-Remove-Protokoll halten, also Erkennen und Entfernen, habe ich es jetzt auf Deutsch übersetzt. Sobald man den Verdacht hat, nehmt den Spieler raus. Dann ist man da auf der sicheren Seite und lässt man ihn noch von einem Arzt in Krankenhausuntersuchung. Auch hier wird die Sensibilisierung deutlich größer für diese Krankheit, eben weil auch wir Ärzte das früher gar nicht so richtig als potenziell schwere Krankheitsbild angesehen. haben und man muss halt wirklich gucken, dass die Kinder erst dann wieder anfangen, wenn sie wirklich keine Beschwerden haben und dann kann man mit diesem Thema wirklich gut umgehen.
18:12 Da bin ich der festen Überzeugung davon. Colin, du hast es schon selber angesprochen, Technikverbesserungen. Es gab ja vor ein, zwei Jahren bei der U19-WM, bei der UBM, haben die die Linie eingeführt, wo es darum geht, dass man auch die Höhe vom Tecla runterbringt und jetzt in England auch versucht. Aber ich habe bei der BBC gerade gelesen, dass der Versuch abgebrochen wurde, weil dann die Anzahl der Grönerschütterungen bei den Tacklen, den Spielern auch wieder hochging, was du ja auch gesagt hast. Ja, so was ich gekannt höre. Um fast 70 Prozent ist das... Genau. Also das folgende Problem sehe ich daran. Ich fand, die Studie, das haben sie ja vor letztes Jahr vorgestellt, also da sind ganz namhafte Menschen beteiligt gewesen.
18:59 Das ist der Chief Medical Officer von von England und ein wirklich, wirklich guter Wissenschaftler aus Südafrika, der Ross Tucker, die sind an dieser Studie mit beteiligt gewesen und die haben halt geschaut, die Studie ist heute in der Championship, wollte gucken, ob die Höhe des Tackles unter den Nippeln angesetzt werden kann, zugeführt. Also, man geht davon aus, dass der Getacklte, wenn er in der Hüfte nicht gebeugt ist, ein deutlich erhöhtes Risiko hat, eine Gehirnerschützung zu bekommen, weil er eben Kontakt mit Schulter oder mit Kopf bekommen kann. Jetzt hat aber diese Beugung in der Hüfte dazu geführt, dass der Kontakt mit Hüften oder Knien höher geworden ist, weil eben auch die angreifenden Spieler tiefer reingegangen sind, weil sie nämlich natürlich auch wussten, dass die Tackler tiefer gehen werden.
19:52 Das hat dazu geführt, dass der Tackler, wie gesagt, 70 Prozent, also ich glaube 67 Prozent war, dass ein höheres Risiko hat, Entschuldigung, die Menge an Gehirnerschütterung ist um 67% beim Tackler gestiegen, was so signifikant ist, dass sie vor der Finalphase danach brechen mussten, diese ganze Test-Serie. Also wie gesagt, ich habe auch selber keine wirklich gute Lösung. Also für mich ist zum Beispiel ein Thema, müssen wir im Kinder- und Schülerrugby, das ist aber nur meine persönliche Meinung, das ist keine offizielle DAV-Meinung, deshalb äußere ich das aber trotzdem aufgrund eines Gesprächs, was ich auch mit einem englischen Nationaltrainer geführt habe, der sagt halt, und da bin ich auch der Überzeugung, Ich glaube eben, dass viele Menschen heutzutage gar nicht mehr in der Lage sind, manchen körperlichen Ansprüchen gerecht zu werden. Das heißt, die sind einfach gar nicht fähig, sich in die körperlichen Positionen zu bringen, weil der Körper sich nicht an diese Bewegungsabläufe gewöhnt hat.
21:05 dass sie sich in schlechten Positionen befinden, wenn sie in eine Tackle-Situation kommen. Ob es nur das tiefe Tackle ist oder das hohe Tackle. Ich glaube, viele, und das ist glaube ich auch ein Zahn der Zeit, wir spielen eher drin als draußen. Wir sind häufig in Positionen, die eigentlich unphysiologisch sind für uns. Und deshalb ist einfach die Körperkontrolle schlechter geworden, vielleicht sogar noch als ich jung war. Ja, also die Ich glaube... Schlechte Ernährung, es ist so multifaktorell dieses Problem. Also mal abgesehen vom Sitzen, wir atmen anders. Wir atmen viel flacher und nicht mehr so tief. Wir sind im Rumpf nicht mehr so stabil. Wir haben einfach gewisse koordinative Fähigkeiten verloren. Also ich meine, ihr könnt es ja spaßhalber mal machen, einfach mal einen Purzelbaum machen oder mal einen Handstand machen.
21:57 Schwierig, kann ich selbst bestätigen. Die Regen. Man kann immer gar nicht davon sprechen, dass man ein Rad schlägt oder eine Rückwärtsrolle hat und dann wieder steht. Also von zehn Menschen werden es vielleicht heute neun nicht schaffen. Und das ist eben auch ein Problem, was in so einer hochkomplexen Sportart wie Rugby, also hochkomplex durch die ganzen Bewegungsabläufe, dass da eben viele Bewegungsabläufe nicht mehr drin sind. Und ich glaube, da wird der Weg hingehen müssen, dass wir unsere Kinder viel breiter aufstellen. Also gar nicht so sehr darauf achten, dass wir in den Jugendklassen, also Schüler- und Jugendrugby, so bis 12, 13, dass wir gar nicht so sehr wert auf Rugby legen, sondern dass man eben eine Bewegungsentwicklung macht.
22:40 Ob das nun meinetwegen Federball ist oder ob das jetzt irgendwelche Gymnastik oder ob man Judo oder auch Ring als notwendigen zweiten Sport einführt, den Kinder machen müssen, um diese Sportart wirklich auch im Erwachsenenalter sicher auszuführen. Also da gibt es ja viele Ideen, sicherlich nicht alle von mir, sondern viele auch aus dem Ausland mit Best-Practice-Beispielen. Aber ich glaube, da wird der Weg hingehen müssen, dass wir eben schauen, was funktioniert in anderen Ländern und wie können wir es in Deutschland umsetzen. Und wie gesagt, die breite Entwicklung von motorischen Fähigkeiten sehe ich als eine der Hauptfaktoren für ein sicheres Rugby-Spiel. Daneben sehe ich auch die Möglichkeit, dass man sagt, bis zum gewissen Alter macht man keine Tackles, sondern guckt wirklich, wie kann man das Kind so nah wie möglich an den Gegner ranbringen.
23:36 Denn das ist ja häufig das Problem, dass wir zwar die Tackle-Übung selber gut machen, weil wir das auf Knien, also halbhockend oder was auch immer gut durchführen können, aber der Weg an den Gegenspieler ran, wovon wir ja immer sprechen, also dieses Tracking und die Bewegung in den Kontakt rein, dass das eben gar nicht aufgrund der motorischen Fähigkeiten gegeben ist. Nämlich, dass man entweder zu weit weg ist, in einer schlechten körperlichen Position an das Tackle rangeht und damit eben auch ein größeres Risiko hat, dann eine Verletzung davon zu tragen. Und mal abgesehen von Kopfverletzungen, alle möglichen Verletzungen dann auch davon zu tragen. Das sehe ich als ein viel wichtigeres Thema, als nur zu gucken, schaffen wir jetzt Tackles ab, ist das Quatsch?
24:22 Nee, wie können wir den Sport sicherer machen? Ich glaube, wir müssen die motorischen Fähigkeiten unserer aller Rackspieler so viel verbessern und dann, glaube ich, schaffen wir es auch, das Verletzungsrisiko zu minimieren, ohne dass wir es komplett eliminieren können. Das macht alles Sinn. Colin, das hört sich auf jeden Fall auch so an, als ob bei dir ein sehr anwendungsspezifischer Referat gehört werden konnte am Samstag. Vielleicht kannst du noch mal einen Ausblick geben oder einen Rückblick sozusagen von der WM-Qualifikation. Und da warst du ja dabei. Wie ist so deine Erfahrung gewesen? Was auch für dich vielleicht persönlich, du warst bei einem Riesen-Event mit dabei. Wie war die Zeit da mit den Jungs in Frankreich?
25:06 Also es war eine für mich sehr beeindruckende Zeit, muss ich sagen. Also neben der Menge an notwendiger athletischer Vorbereitung, also auch wie die taktischen Vorbereitungen geht, wie viel wirklich Arbeit in so einem professionellen Setup ist. Man muss ja sagen, es ist das erste Mal, dass wirklich der DRV auch Spieler angestellt hat mit Profiverträgen und die auch bezahlt hat für diese Zeit, sodass das ja auch schon mal ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung gewesen ist. von der medizinischen Arbeit muss ich sagen, war das für mich neben dem Samoa-Spiel was für mich eine der beeindruckendsten Erlebnisse war, die ich neben dem Rugby-Spielfeld selber erleben durfte, weil einfach die Körperlichkeit auf diesem Niveau unfassbar groß ist das war wirklich beeindruckend was da für Impacts gibt die Premiership oder die Premier League in England, die arbeiten ja mit so Accelerometern im Rahmen der GPS-Systeme und es werden in den letzten Jahren deutlich vermehrt auch Impacts aufgezeichnet, die über 12G sind.
26:21 12G, das muss man sich mal vorstellen, ich glaube 8 ist ein Düsenjet, was startet. Es entspricht so einem Zusammenprall von knapp 30 Meilen pro Stunde, also knapp 50 kmh. Und da ist sicherlich im Profi-Rugby die Entwicklung so unfassbar groß, was diese Impact angeht, dass da halt ganz andere Challenges auf Rugby zukommen, als was wir jetzt aktuell in Deutschland noch haben. Also unsere Challenges und das, was uns jetzt aktuell bevorsteht, ist noch anders als das, was im Profi-Rugby aufgrund der körperlichen Entwicklungsstufen und der, ich sag mal, auch athletischen Menschen, die da auch einfach rumlaufen, was die konfrontiert. Um auf deine Frage zurückzukommen, also Marseille war ein unglaublich tolles Ereignis.
27:16 Man kann nur den Hut ziehen von der Leistung, die die Spieler da geleistet haben. Man muss ehrlicherweise sagen, dass Kanada an dem Tag einfach, sie waren nicht besser, aber sie waren einfach häufiger in dieser Art von Situation. Abgeklärtheit. Ja, ganz genau. Die Abgeklärtheit ist eben genau das, was auf diesem Niveau dann letztendlich auch die Unterschied macht. Körperlich würde ich sagen, waren wir nicht unterlegen. Wir haben da super gut mitgehalten für die ersten 70 Minuten. Wenn dann manchmal der Ball ein bisschen anders dobzt oder man eine Entscheidung oder zwei Entscheidungen anders gehen, dann sieht es halt anders aus. wenn wir den Straftritt da an der 40 nicht bekommen, sondern da irgendwie weiter eine Gasse haben und davon da spielen können, steht es vielleicht fünf Minuten später, 17-17, man weiß es nicht.
28:04 Also ich kann wie gesagt nur meinen Hut ziehen von der Leistung der Jungs oder der Männer, die da gespielt haben, das war durchweg positiv und ich hoffe, dass dieser Elan, der dadurch auch entstanden ist und auch durch das 7er-Ragbieren steht, dass der weitergeführt werden kann und dass wir das eben auch viel mehr in die Breite tragen können. Da ist letztendlich die Hauptarbeit zu leisten, denke ich. Das Rugby-Forum war insofern sehr positiv, dass ich gesehen habe, dass sich auch die Art und Weise, wie viele von den Trainern denken, wirklich radikal verändert in den letzten Jahren. Da gibt es viele tolle Eindrücke, viele tolle Gedankengänge. Es gibt natürlich immer noch viele der alten Schule.
28:47 Ich sage nicht, dass es schlecht ist. Ich sage nur, dass Rugby sich so schnell entwickelt, dass wir uns auch als Trainer so schnell anpassen müssen, um zu gucken, wie kann man unser Spiel in Deutschland verbessern. Ob es nun Videoanalysen sind, die allen bereitgestellt werden oder aber andere Formen des Trainings, Trainingsaufbau, athletische Entwicklung, das gehört ja alles mit dazu. wie ernähre ich meine Sportler, wo kommt Mental Health und wo kommen diese ganzen Themen rein, kenne ich meinen Spieler überhaupt genug, was passiert bei dem im Alltag, wie viele Menschen haben Einfluss auf diesen Menschen, tut meine ganzen Kritiken jetzt irgendwie noch dem Spieler gut oder macht es den noch instabiler.
29:28 Es gibt super viele gute Einflüsse und ich glaube, was jetzt ganz wichtig ist, ist, dass wir diesen Leuchtturm, die wir haben mit den beiden Nationalmannschaften, dass wir dem eben, wie Manuel so schön gesagt hat, dem einfach ein ganz stabiles Fundament geben und dass wir gucken, dass eben vielleicht 2023 und 2024, ja, dass es tolle Sachen werden, wenn wir da zur Weltmeisterschaft und dann zu Olympischen Spielen auch schon um Medaillen spielen würden, aber dass wir wirklich sagen, acht Jahre die Entwicklung der Jugend und Junioren jetzt vorantreiben, also Schülerjugend und Junioren vorantreiben, damit wir da wirklich auch eine deutsche Nationalmannschaft haben, die dann auch die Top-Mannschaften in Europa und der Welt nicht nur ärgern kann, sondern auch wirklich oben mitspielen kann.
30:09 Und das ist unser Ziel. Okay. Ich glaube, wir kommen zur letzten Frage schon mal. Belgien, Deutschland ist in anderthalb Wochen. Wie bist du da involviert? Ich werde da als Arzt mitfahren, so wie es aktuell aussieht, und die Mannschaft dort vor Ort als Arzt betreuen, genau. Und wie schätzt du da unsere Chance ein? Gut, also die Kaderstärke ist sehr gut. Natürlich ist die Vorbereitungszeit jetzt nach so einer schweren und auch körperlich anspruchsvollen Vorbereitung auf so ein Turnier in Marseille. Die Spieler hatten ihre wohlverdiente Pause und sind jetzt seit ein paar Wochen wieder in der Vorbereitung drauf. Man darf nicht erwarten, dass mit einem Vorbereitungsspiel dann alles klappt, Aber ich bin mir sehr sicher, dass die Mannschaft so gut vorbereitet sein wird von Mike Ford und Moritz Bota, dass in dem Hexenkessel da in Belgien auf jeden Fall auch ein Sieg dann rausspringen wird.
31:14 Die Belgier haben eine gute Mannschaft, die machen gute Arbeit. Viele von denen spielen in französischen Ligen. Selber haben sie auch geschafft, ihren eigenen Nachwuchskader gut zu entwickeln. Aber ich bin mir sicher, dass unsere Leistungsstärke ausreicht, um das Spiel dann auch in Belgien zu gewinnen. Okay, super. Ja, dann bedanken wir uns für die Zeit. Ja, gerne. Und kommen bestimmt noch mal irgendwann auf dich zu. Da gibt es ja noch tausende Sachen, wo man ins Detail gehen kann. Vielleicht noch mal in der Rückrunde sprechen. Oder Vivian? Absolut, genau. Also du bist ja weiterhin involviert im DRV. und gerade dein Thema ist ja, ich glaube, auch wirklich für viele interessant. Ja, und deswegen vielen Dank, dass du die Zeit für uns hattest.
32:00 Ja, sehr gerne. Und dir noch einen schönen Tag. Das wünsche ich euch auch. Vielen Dank. Bis dann. Tschüss. Thies und Philipp Jobert. Alle Infos zum aktuellen Tennisgeschehen. Um den Platz. Jeder Sieg gegen Roger ist sehr speziell. Am Platz. Und sie ist eine, die von der Grundlinie so viel kann, die so eine tolle Übersicht hat, aber die nie die ganz großen Höhen erreichen wird, wenn diese Weinschläge nicht klappen. Auf dem Platz. Vor die Füße von Sosa, dessen Rückhand landet Longline im Netz. Einstand. Chip and Charge. Auf meinsportpodcast.de Ja, wir haben Max Lück jetzt am Telefon. Er war gestern beim zweiten Deutschen Maggi-Forum einer der Referenten. Er hat die Sevens Bamboos gegründet. Hi Max, cool, dass du Zeit für uns hast. Vielleicht kannst du einfach nochmal einmal kurz sagen, wer du bist und wer die Sevens Bamboos sind. Kurz und knackig, in ein, zwei Sätzen.
33:11 Ja, hi. Also ich bin seit elf Jahren in England und habe dort das Projekt vor fünf Jahren gegründet. Und Samberbush Rugby sind im Grunde zwei Sachen. Einmal ein Siebenerverein, und zwar der erste eingetragene Siebenerverein bei der AFU. Und zum anderen ein Unternehmen, was sich so spezialisiert hat auf die Ausrichtung von Siebenerevents und Workshops und Seminare. Und ja, ich versuche das halt miteinander zu verbinden. Und auf der Website des Rugby-Forums warst du unten so das Schlusslicht der Liste der Referenten. Es wurde angekündigt, dass du über deinen Club sprichst. Wie kam denn das Thema an? Du warst ja auch nicht nur Referent, du hast ja auch so einen Workshop gegeben sozusagen, wie ich es jetzt verstanden habe.
33:58 Waren da viele Leute da? Was hattest du für ein Gefühl? Also es war erstmal insgesamt echt ein super Wochenende bzw. ein super Tag. Und es waren circa 100 Leute da aus allen verschiedenen Bereichen, von vielen verschiedenen Vereinen und Verbänden. Und mein Workshop hat sich jetzt mehr so um das Thema Coaching noch bezogen, aber immer so in Bezug mit Sempermüch Rugby und wie wir da das Coaching machen. Und bei meinem Workshop selber waren es circa 30 Teilnehmer, also ein Drittel ungefähr der Leute. Und ja, das kam total gut an und wir hatten eine gute, lebhafte Diskussion. Und ja, also insgesamt war das echt ein sehr gelogenes Rugby-Forum. Und ich glaube, sowas ist wirklich extrem wichtig, um so die Rugby-Community zusammenzubringen, sich auszutauschen und einfach mal so ein bisschen inspirieren und informieren, wie auch das Motto war.
34:58 War das jetzt wirklich Neuland für ganz viele, das, was du gemacht hast, jetzt eine Sevens-Mannschaft zu gründen? Also ich wusste selber gar nicht, dass es jetzt wirklich der erste Siebener-Verein ist. In der AFU war das wirklich für viele so, wow, krass, was Neues und cooles, das können wir auch in Deutschland machen. Hattest du das Gefühl, dass Leute wirklich neugierig auf das Ganze waren? Ja, also ich glaube, das Schöne war, ich habe das halt so versucht zu präsentieren, dass die Leute verschiedenste Sachen da rausnehmen konnten. Also jetzt nicht nur speziell Siebener, sondern einfach generell Coaching. Ich habe auch versucht, ein bisschen über innovative Coaching-Methoden zu reden und einfach versucht, die Leute ein bisschen anzuregen, nachzudenken, wie sie coachen und was sie da tun und wenn sie dann im Vereinswesen noch mit dabei sind, dass sie mal gucken, ob sie vielleicht den Verein irgendwie noch ein bisschen innovativer gestalten.
35:57 Weil das Ganze mit Zembermüll-Druckby ist ja eine Sache, die es einfach vor fünf Jahren noch gar nicht gab. Und ich habe ja alles nur noch von Null aufgebaut. Und dort musste ich einfach sehr innovativ sein und mit wenig Ressourcen arbeiten und nach und nach das aufbauen. Und dann wollte ich einfach die Leute so ein bisschen anregen, zu überlegen, was können sie eigentlich noch machen in ihrem Verein und mit ihren Coaching-Methoden. Ja, darum geniehen wir das. und da hatte ich das Gefühl, das kam auf jeden Fall an. Und das Schöne war, dass einige schon das Projekt kannten durch meine Arbeit. Ich habe ja mal für Total Rugby gebloggt und ich kenne ja auch einige dort. Also das war jetzt nicht komplettes Neuland für viele.
36:42 Ja, ich glaube, da gehst du ja auch ganz doll als Vorbild voran. Also ich habe auch immer in den sozialen Medien immer Sevens Bambus auf dem Schirm gehabt und wusste schon seit super vielen Jahren, dass es das gibt. Von daher hast du da ja gute Arbeit gemacht. Hast du denn so eine Art von Rackenforum schon auch in England erlebt? Gibt es da so eine Konferenzkultur? Gibt es da auch so Netzwerken? Ja, genau. Also wir sind, weil wir in Bristol sind wir ansässig, beziehungsweise wir haben ja in Gloucester angefangen. Die Gegend kennst du ja auch sehr gut. Und da ist das ja die sogenannte Gloucestershire AFU. Also jedes County hat ja quasi ihren eigenen Verband, wie hier auch so NRW-Verband. Und innerhalb dieses lokalen Verbandes finden immer sehr viele Veranstaltungen statt.
37:36 Die GRFU ist auch ein sehr aktiver und sehr großer Verband, der versucht auf vielen, vielen Ebenen den Clubs zu unterstützen. Und da ist jetzt nicht so eine große Konferenz einmal im Jahr, sondern da sind immer ganz, ganz viele kleine Konferenzen. Also zum Beispiel war ich jetzt die Woche noch bei einem Workshop zum Thema Mental Health, gerade so mit jungen Leuten, was sehr interessant war. Und ich bin halt ständig auf kleineren Events und treffe da halt auch immer andere Vereine und wir versuchen dann gegenseitig uns auch ein bisschen zu helfen und inspirieren. aber es gibt nicht diese eine große Veranstaltung einmal im Jahr und das wäre vielleicht was, was man eigentlich mal dort anregen sollte Ach krass, so cool, also vielleicht sind wir da sogar mal Vorreiter Vorreiter, richtig aber wenn du sonst so Deutschland und England vergleichen würdest, du bist ja in einer Region tätig wo gerade Rugby auch super populär ist wenn du da mal so einen Vergleich machen würdest, glaubst du, dass Deutschland auf einem guten Weg ist gerade?
38:46 Zum einen der Verband, aber auch Deutschland an sich, dass man vielleicht so ein bisschen mehr auch Rugby-Land wird. Hast du das Gefühl, dass Deutschland und der DAV da eine gute Entwicklung hinnehmen? Ja, also ich muss sagen, ich war echt beeindruckt. Das Forum fing damit an, dass sowohl Manuel Wilhelm als auch der neue Vorsitzende Stalker so ein bisschen einen Einblick gegeben haben in die aktuelle Verbandsarbeit und zumindest hört sich das alles sehr, sehr gut an und ich hoffe auch, dass daraus was folgt. Jetzt muss man natürlich dazu sagen, es läuft natürlich sehr viel durch das 7 da und da wird ja auch sehr viel gibt es ja im Moment eine gute Unterstützung und ich hoffe sehr für die Jungs, dass da jetzt auch die Erfolge kommen.
39:38 Das ist natürlich extrem hart, was sie da machen müssen in Sachen Olympia-Quali und auch Qualifikationen für die World 7 Series. Aber ich wünsche mir wirklich, dass sie das packen. Und da hat man dann schon mal zumindest in der Spitze große Erfolge. Und was die Breite angeht, da sehe ich halt bei vielen Vereinen, viele Vereine machen da große Arbeit. Ich meine, in Frankfurt, da war halt ein Vertreter von Frankfurt, und die haben erzählt über Jugend und Arbeit, das ist ja der Wahnsinn, was die dort alles auf die Beine stellen und ich hoffe aber und deswegen sind diese Forums so wichtig, dass Vereine gegenseitig voneinander lernen und ich hatte immer ein bisschen das Gefühl in Deutschland, dass so Vereine nicht so untereinander nicht so lernfähig sind und nicht so vernetzt sind und das ist etwas, wobei ich mir wirklich wünschen würde, dass die Vereine einfach viel öfter so zusammenkommen, beziehungsweise Vertreter und voneinander lernen.
40:37 Das ist viel zu sehr so ein Konkurrenzgedanke, der ja völliger Schwachsinn ist auf dem Level und das würde ich mir wünschen. Und da ist, wie gesagt, so ein Forum wirklich ein sehr, sehr guter Schritt in die Richtung. Gut, das ist ja ein insgesamt positives Fazit, was du da also ziehen kannst. Hoffen wir, dass das weiter fortgesetzt wird in der Zukunft auch, dass das auf Früchte tragen wird. Sag mal, wir kommen jetzt zum Ende des Interviews. Nochmal eine persönliche Frage. Du bist vor elf Jahren nach England gegangen und dann einfach da geblieben. Genau, ich bin zum Studium rübergegangen, habe dort erstmal einen Bachelor in Sportscoaching gemacht und nach dem Bachelor war mir eigentlich klar, dass ich dort bleibe, weil mein Herz war halt immer Rugby und mir war halt klar, wenn ich ernst habe, was mit Rugby machen will, dann muss ich dort bleiben und dann habe ich dann noch einen Master dort gemacht und mittlerweile habe ich ja auch Frau und Kind dort und fühle mich auch sehr wohl.
41:40 Okay, das hört sich ja gut an. Ja, danke für deine Zeit. Ja, sehr gerne. Guten Rückflug jetzt zurück nach England. Bristol, ja, genau. Bristol, genau. Schaust du dann eigentlich auch nochmal viel 15er-Rugby? Gehst du Bristol B erst mal ins Stadion oder so? Ja, ja, klar. Ab und zu, ich habe da so ein paar Leute, die eine Dauercarte haben und wenn die die mal nicht kommen, dann geben die mir die. Dann gucke ich auch mal vorbei. Das ist in Bristol auch alles sehr eng beieinander. Man kann auch jederzeit das Training von denen angucken. Ich kenne da auch einige. Ich verfolge das schon eng. Aber das ist ja das Schöne da in der Gegend. Du hast ja Gloucester, Bath, Bristol. Du kannst ja wirklich fast jede Woche irgendwo ein Spiel gucken.
42:31 Das war ja auch. Max, am 2. Februarwochenende spielen wir gegen die British Army, aber in der Nähe von London. Aber vielleicht hast du ja Zeit und dann sehen wir uns dort. Ja, ich weiß, der Dirk hat schon Bescheid gesagt und ich habe es im Kalender. Ich muss halt nur gucken, wie wir mit dem Babysitter das machen. Aber ich habe es auf dem Schirm und es würde sehr gerne kommen. Ja, vielen Dank. Hab auf jeden Fall einen guten Rückflug. Danke für deine Zeit. Immer informiert sein. Auch von unterwegs. Auf meinsportpodcast.de Kaltschuss Jammu Neu. Der Serie A Talk. Jede Woche neu. Mit Sascha Baharian, Kevin Modena und René Steinhuber. Ob die Abwehr Serie A Niveau hat, lassen wir einfach mal dahin gestoßen.
43:21 Höre alles, was den Tifosi der italienischen Eliteklasse bewegt. auf meinsportpodcast.de Wir haben Ingo Gösken am Telefon, er ist ja Vereinspräsident des Rugby-Club 03 Berlin. Ingo, wenn ich mich richtig erinnere, warst du letztes Jahr schon bei dem Rugby-Forum, dieses Jahr auch wieder. Vielleicht kannst du irgendwie was dazu sagen, wie sich das entwickelt hat und was vielleicht der Unterschied war auch zum letzten Jahr. Ja, es war sehr gut besucht, fand ich. War ja im Prinzip Rugby-Deutschland vertreten mit vielen direkt Verantwortlichen. Es waren viele Trainer, Übungsleiter, Vereinsvertreter, aber auch Verbandvertreter. Es war sogar der Präsident des DRV zugegen, also der Robin Stalker. Ich fand es besser als im letzten Jahr.
44:14 Die Qualität der Impulsvorträge war sehr gut. Und auch die Workshops. Ich konnte ja immer nur an einem teilnehmen, war sehr interessant. Ja, was ich immer so ein bisschen, also was ich nicht so mag, sind immer so, wenn so eine Verkaufsveranstaltung daraus gemacht wird. Also worum geht es denn bei uns? Es geht um Sport, der ist ja größtenteils Amateurbereich angesiedelt und wenn mir dann versucht wird, unsere Software zu verkaufen und dann auch in englischer Sprache, dann ist das natürlich so ein bisschen, also es wäre das einzige, was man anmerken könnte, was vielleicht nicht so optimal ist. Ansonsten, klar, wenn ich jetzt als Vereinsvertreter spreche, viele Dinge, die wir dort gehört haben, setzen wir schon um.
45:09 Ich habe gestern mal so für mich eine Zahl festgelegt, also 70 Prozent der Sachen, die wir gehört haben, werden bei uns im Verein umgesetzt und 30 Prozent nimmt man mit, um das in unsere Feindsarbeit zu übernehmen. Was sind so die 70 und 30 Prozent? Können wir da ein bisschen drauf eingehen? Ja, na klar. Also wir nehmen jetzt mal das Thema soziale Medien. Also wie macht man, versucht man so viel wie möglich Leute zu erreichen für so wenig wie möglich Geld. Also praktisch über die sozialen Medien maximale Werbeeffekte, also für Veranstaltungen, damit es Stadion voll ist, für Turniere, für Meisterschaften. Jetzt haben wir ja aktuell für nächsten Samstag ist ja der Web-Alice Cup in der Buschallee.
46:01 Da ist mir bei dem Impulsvertrag eingefallen, dass wir nicht einen Euro für die Werbung ausgegeben haben, aber trotzdem eine Unmenge von Menschen erreicht haben, die vielleicht nächsten Sonntag in die Buschallee kommen und sich mit dem Web-Alice Cup mal abdichten lassen. Also Werbung, sind mediale. Mitgliedergewinnung, Betreuung von Kindern und so, da kam ja von dem Uli Büjo da, sehr interessant, also der hat gute Ansätze. Von Frankfurt, der Präsident ist das, oder? Oder der Jugendleiter? Genau, genau. Ja, ist der Präsident, weiß ich gar nicht. Aber der ist ja im Prinzip der Kopf von Frankfurt 88. Ja, es ist ja eigentlich, der Frankfurter Weg ist ja eigentlich der für mich jetzt nach Jahren ein gangbarer Weg.
46:52 Letztendlich gehen... Oh, hallo? Ingo, du bist im Funkloch. Du bist noch da, Vivian, ne? Ich höre dich auch? Ja, genau. Ingo, jetzt bist du wieder da. Du kannst gerne weitermachen. Ich bin gerade durch den Tunnel gefahren. Mitte. Ich spreche mal ganz kurz über den Frankfurter Weg. Ja, genau. Also der Frankfurter Weg oder andersrum, der Frankfurter Weg wurde ja jahrelang verteufelt, also anfänglich, weil der Frankfurt ja diverse Profis eingekauft hat, damit die Bundesliga aufgewirbelt hat und das war so praktisch die erste Profimannschaft, die so entstanden ist. Aber der hat es clever gemacht, der hat natürlich die Profis dafür verwendet, den Nachwuchsbereich aufzubauen. Also die Profis, die er eingekauft hat, die waren in Schulen, haben Kinder beworben, haben das Training veranstaltet und haben praktisch die heutige Nachwuchsabteilung von Frankfurt 1880 aufgebaut.
48:05 Und das ist ähnlich wie bei uns, nur dass wir das eben ohne Geld gemacht haben. Wir haben jetzt nicht den Weg, Profis einzukaufen, die in der ersten Bundesliga stark sind und dann den Nachwuchs stärken, sondern wir machen es eben mit vielen kleinen Schritten, aber sind natürlich lange nicht so erfolgreich wie Frankfurt. Aber wir sind halt doch ein Club in Deutschland, der die beste Nachwuchsarbeit macht. Wenn man Frankfurt nimmt und noch zwei, drei andere Vereine. Beispielsweise. Und da hat der Uli... Was sind vielleicht... Nee, erzähl ruhig, Ingo. Ja, da hat der Uli natürlich so ein bisschen, also der Dr. Büjo natürlich so ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert. Und das war sehr interessant.
48:58 Was sind denn vielleicht was zu den 30 Prozent, was du noch mitnimmst? Was hat dich da motiviert? Was würdest du gerne noch deinem Verein mit einbauen? Naja, letztendlich, also wie gesagt, das Mediale, mehr sozusagen in den sozialen Medien, noch stärker präsent zu sein, dann habt ihr ja bestimmt mitbekommen, dass wir diese Jugendakademie Berlin gegründet haben, um junge Sportler, Sportler, also Vivian war ja am Freitag bei der Präsentation und das sind so, ja, das sind immer so kleine Sachen, die nimmt man mit. Ich kann jetzt nicht konkret sagen, was ich jetzt sofort umsetzen kann. Also das sind ja noch Dinge, die dir dann einfallen in der Diskussion oder im Think Tank oder so, wo man sagt, ja, da hast du mal was drüber gehört, da setzen wir mal an.
49:58 Also ihr kann, glaube ich, jetzt nicht konkret euch sagen, was die 30% sind. Außer eben das Mediale. Na schon okay, man kriegt aber einen guten Eindruck, was du da mitgenommen hast. Und was war so dann das? Warte mal, kurz zu einer Woche. Also Eindruck und Bestätigung. Also es ist für mich auch eine Bestätigung, dass wir in unserer Vereinsarbeit auf dem richtigen Weg sind. Das ist für mich auch immer wichtig bei so einer Veranstaltung. Sodass man nicht irgendwann das Gefühl bekommt, wir sind zurückgefallen. Wir machen nicht genug. Also diese Dinge. Okay, das ist schon mal positiv, dass man das mitnimmt, auf jeden Fall. Was meinst du denn für Rugby Deutschland? Also sind die Leute dann, also nimmt das Netzwerken da was?
50:52 Nimmt Rugby Deutschland da was mit, durch diese Vorträge und Workshops? Ja. Definitiv. Also ich war ja noch abends beim Netzwerkeln in der Kneipe, sag ich mal. Wir waren ja noch alle zusammen und du sprichst dann halt mit den Frankfurtern und es gibt da einen ganz regen Erfahrungsaustausch, Geschichten, Anekdoten, Informationen, wie man im Nachwuchs arbeitet. Das ist für Rugby Deutschland total wichtig, dass sich diese Community dort nicht nur beim Rugby Tag offiziell trifft, sondern eben auch mal bei so einem Forum. Das finde ich schon sehr wichtig. Du wirst eingeladen. Der Frankfurter meint, Mensch, wenn ihr ein Problem habt, ihr könnt mit euren Übungsleitern kommen. Wir sind offen, wir coachen euch, ihr könnt gucken, wie wir arbeiten.
51:47 und so. Und das passiert ja nicht so, wenn man da mal anruft, sondern das passiert, wenn man mit den Leuten am Tisch sitzt und meinetwegen auch ein Bier trinkst. Also da entspannt sich ja auch so eine Situation. Ingo, Robin Storker hast du erwähnt. Der hat auch einen Vortrag gehalten. Kannst du dazu was sagen? Hat er den Einstieg auch gemacht in dem Tag? Und was war so seine Message? Tja, naja, das ist eigentlich die gleiche Message, die er von Anfang an gehalten hat. Die Frage ist, was hat er bisher geschafft? Es gab so einen ganz kleinen Nebensatz, also klar, Fokus, Nachwuchs, also die Quantität zu erhöhen in Rugby Deutschland, um praktisch oben mit der Qualität anzukommen und die Nationalmannschaft nicht nur aus Legionären oder in der Größenkeit aus aus wie sagt man, Rugby deutschen Ausländern zu besetzen, sondern sie aus eigener Kraft schaffen müssen, Talente auszubilden, die dann rumlanden.
52:59 Er hat so einen schönen Satz gesagt, er sucht Investoren. Ihr kennt ja die Vergangenheit mit Dr. Wild, also nicht Sponsoren und Mäzene, sondern er sucht Investoren. Und das heißt natürlich, wenn du einen Investor suchst und bekommen möchtest, brauchst du ein Produkt. Das ist, glaube ich, die wichtigste Aufgabe für uns, halt auch die Bundesliga zum Produkt zu machen, die Nationalmannschaft, die 15er, die 7er, die Frauen-Nationalmannschaft, dass man da mehr in diese Richtung geht. Und das Professionelle zu entwickeln, also das fängt beim Verband an und hört dann letztendlich bei den bezahlten Spielern aus, die vielleicht irgendwann mal in den Clubs auch bezahlt werden können. Okay. Cool, vielen, vielen Dank für deinen Einblick, Ingo.
53:52 Ja, ich glaube, da konnte man sich auf jeden Fall einen schönen Überblick verschaffen. Hab noch einen schönen Abend, noch eine gute Autofahrt mit deiner Familie. Ja, Ingo, danke dir. Gruße an die Familie. Ja, danke. Macht's gut, tschüss Bis dann, Ingo, danke, tschüss Tschüss, tschüss Die komplette Welt des Sports Wann und wo du willst Auf mein-sport-podcast.de Weserfunk Der Talk zum SV Werder Bremen Mit Bastian Waskin und seinen Gästen Karteanalysen, Spieltagsbesprechungen und mehr. Weserfunk auf meinsportpodcast.de Ja, hallo Björn, herzlich willkommen. Danke, dass du Zeit hast. Stell dich mal ganz kurz vor, wer du bist und was du machst. Hallo Georg, hallo Vivian. Mein Name ist Björn Frommann.
54:59 Ich war bis letztes Jahr, also bis zum 31.12. war ich Sportwart im Berliner Rugbyverband. bin aber kein Berliner, ich komme aus Niedersachsen und habe jahrelang den Welsen SC Braunschweig trainiert, der ist mittlerweile ein bisschen anders, habe die in die zweite Bundesliga geführt, habe dort auch gespielt, habe ein Jahr auch in Hannover als Spieler gespielt und in Bremen meinen Rugby angefangen, obwohl ich Braunschweiger bin, dort war mein Studium zum Rugby gekommen. Als Trainer bin ich schon relativ lange tätig, als Spielertrainer, als Schultrainer, also AG-Leiter, weil ich hauptberuflich Lehrer bin. Und ja, habe einen Verein mitbegleitet, wo es eine Gründung gibt in Niedersachsen im Landkreis Peine in Großilsede.
55:51 Dort hatten Schüler aus meiner AG einen Rugbyverein gegründet und haben dort Beratung und Unterstützung gebraucht, der jetzt super toll von Jan Lischinski betreut wird. Das sind so meine Tätigkeiten, die ich bisher im Rangten gemacht habe. Ich habe hier in Berlin den Stützpunkt aufgebaut. Das war meine Intention, mich im Berliner Rugbyverband zu engagieren seit 2014. und denke, dass wir da gute Strukturen geschaffen hatten, die hoffentlich jetzt weiter fortgeführt werden. Genau, das ist so meine Tätigkeit. Und du warst beim Rugby Forum 2018, 2019, jetzt dieses Jahr. Würdest du nächstes Jahr auch wieder hingehen? Ich muss dorthin gehen. Das ist erstmal wichtig festzustellen. Ich bin A-Lizenz-Trainer und das ist meine einzige jährliche Weiterbildungsveranstaltung.
56:42 darum muss ich zu dem Rackbifonds gehen und ich möchte meine Lizenz erhalten und dann muss ich da hin sicherlich würde ich auch so dort wahrscheinlich auch wieder hingehen, weil bestimmte Dinge auch gut sind und mich weitergebracht haben Was hast du dir denn genau angeguckt, sag ich mal so den Tag über, es war ja gesamte Samstagsveranstaltung fing ja um neun oder morgens schon an und ging ja bis in den Nachmittag, was hast du dir da so angeschaut? Ja, die Veranstaltung von 9 bis 18 Uhr. Und es waren zwei Dinge, wo ich selber mir aussuchen konnte, wo ich hingehen konnte. Und da habe ich mir zum einen den Siebener-Nationaltrainer, Ruiz Angata und seinen Co. Clemens von Grumko angeguckt, um mir anzugucken, wie wird denn der High-Performance-Blase in Deutschland trainiert.
57:37 war für mich nicht so ein großer Erkenntnisgewinn wenn man immer wieder schon auch da reingeschnuppert hat 15er Nation hospitiert hatte viel mit 7er Trainern und auch Nationaltrainern schon vorab Kontakte hatte, war es kein wirklicher Zugewinn für mich aber es ist gut sie zu sehen und ihre Philosophie kennenzulernen und ihre Haltung das ist schon wichtig und wie sie damit umgehen, das inspiriert und bringt einen zum Nachdenken das war aber nicht unbedingt mein Highlight. Aber nochmal, um darauf einzugehen, war das jetzt eher von den beiden eine Darstellung von dem, was sie machen? Gab es da auch Anregungen für Trainer, die jetzt ganz normal im Club arbeiten? Weil die beiden sind Nationaltrainer, die arbeiten mit Profis auch, mit Sportstudenten.
58:27 Wie war das jetzt hilfreich für normale Coaches? Man musste schon sehr viel Transfer leisten, um das hinzubekommen. Wenn es um Führungsspieler, Umgang mit Führungsspielern, Identifizierung von Führungsspielern geht. Das andere nicht. Ansonsten war da wenig und es war ein sehr viel Top-Down, ganz wenig Gespräch. aber das ist mein großes Problem mit der Veranstaltung gewesen das ist sehr viel von oben, Experten erzählen einem und ich muss zuhören, aber das ist mein Geschmack nein, darum bei denen war es nicht der Punkt, bei meinem anderen, was ich mir angeguckt hatte das war einmal von Max Lück über ja, ein bisschen hat er was über Seven Bamboos erzählt auch über seine Differenzierung zwischen Club und seiner Firma und dem Jan Treuholz, der hat etwas zu Verletzungsprävention gemacht. Die beiden hatten eine sogenannte Masterclass.
59:32 Ihr merkt, ich bin da, ich weiß nicht, was diese Begriffe sollen. So eine Art Workshop haben die gemacht. Genau, das war ein Workshop und die wurden Masterclasses genannt. Manche stehen kritisch, manche empfinden das gut. Hört vielleicht raus, wie ich dazu stehe. Der war interessant. Und da war, weil Max hat so ein Gedankenexperiment mit uns durchgeführt. Da war ein bisschen mehr Praxis für die Teilnehmer dabei. Das fand ich ganz gut. Ich hätte mir viel, viel mehr Praxis auch gewünscht. So in den Workshops, ein bisschen mehr arbeiten, ins Gespräch kommen, weil es waren so viele Experten an diesem Racki-Forum da. Wirklich tolle Leute, die ich seit Jahren auch kenne oder die ich nicht kannte, die ein unglaubliches Wissen über Rugby in Deutschland haben und über die Situation.
1:00:15 Ganz viel anpacken. und da ging es so ein bisschen über, wenn ich einen Verein neu gründe und was müsste ich dort so machen und wenn ich unbegrenzte Mittel hätte oder wenn ich jemanden verpflichten könnte, der sich für den Verein engagiert. Das war schon gut, hätte man weiter ausführen können. Das hätte man, glaube ich, stundenlang mit verbringen können. Also das ging schon in die richtige Richtung, Das war aber, glaube ich, für mich als Trainer. Das war in meiner Rolle als Trainer dort, nicht in meiner ehemaligen Rolle als Funktionär. Das andere war Verletzungsprävention von Jan Treuholz. Der ist aus Berlin-Köpenick, ist Sportwissenschaftler, macht viel im Gesundheitssport und ist DOSB-Trainer-Ausbilder.
1:01:07 Da hat er ein Programm, das aus England stammt, aus einer Studie zur Verletzungsprävention vorgestellt, Was ich für sehr wichtig halte, das ist für alle Trainer deutschlandweit anwendbar. Er hat einen super Handout entwickelt. Man müsste ihn kontaktieren, wer es braucht. Oder vielleicht gibt es das auch digital. Ich habe jetzt die Adresse nicht hier. Das war ganz toll. Das war auch ein Praxisanteil, wo wir selber Teile davon durchgeführt haben. Er hat da gezeigt, wie stark die Gefahr der Verletzung dadurch reduziert werden kann. Das war schon ein tolles Element und gut und wichtig, was er dort gemacht hat. Besonders im Zusammenhang, das ist die andere Konzeption gewesen, dass es so Impulsvorträge mal kurz und mal lange bei der Veranstaltung gab.
1:02:00 Das war der Hauptteil und dort das von Jan Treus in Kombination mit Conny Canna über Gehörnerschüttungen. Das ist für mich wichtig von großer Bedeutung, nicht meine Highlights, aber von sehr, sehr großer Bedeutung, besonders das, was Colin gesagt hat. Wenn es so weitergeht, wir weiterhin so sensibel mit Kopfverletzungen, Gehirnerschütterungen sind, wird unser Sport nicht mehr so funktionieren und auch gesellschaftlich nicht mehr so funktionieren, weil die Langzeitfolgen von Gehirnerschütterungen so gefährlich sein können, wenn wir nicht sensibel, vorsichtig mit dem ganzen Thema umgehen. Und das war wichtig, was Colin dort gemacht hat. Und da auch nochmal großen Dank an ihn. Wir müssen alle viel, viel sensibler mit Kopfverletzungen umgehen.
1:02:46 Und diese Methode, ach, du bist ausgenommen, spiel weiter. Oder du talkst, egal, kurz rappeln, dann geht es weiter, komm, spiel weiter. Das sind die falschen Ansätze, das darf es nicht geben. Das ist wahrscheinlich manchmal ideal, ein bisschen so dieses Heldenhafte, oder dass man da unbedingt weiterspielen muss, für die Mannschaft helfen und so weiter und so fort. Das ist ja genau das Falsche dann eigentlich. Dass man auch nicht nächste Woche dann wieder spielt oder so vielleicht. Ja, also vier Wochen, drei bis vier Wochen nicht mehr spielt und wenn es eine Gehörnerschütterung ist. Und wir sind keine Profis, deswegen heißt es bei uns bei den ersten Indikatoren von einer Kopfverletzung runter vom Platz.
1:03:21 Weil wir haben kein Head Injury Assessment, so wie ein Kofi-Rasby mit mehreren Kameraperspektiven, wo die Verletzung gesehen wurde und medizinisch geschultem Fachpersonal und Testverfahren. Das haben wir nicht. Das machen, finde ich, auch nicht verantwortungsvoll. Auch nicht in der Bundesliga. Da sollten wir nicht in einer Blase sein. Dort geht das auch nicht. Indikatoren für Kopfverletzungen runter. Das ist so meine Haltung, das Richtige. Das waren so die Workshops, in denen ich war. Waren das auch schon deine Highlights? Ne, das waren nicht meine Highlights. Mein persönliches Highlight war, das war ein englischer Trainer, der trainiert die U18-7er-Nationalmannschaft zur Zeit, Russell Earnshaw.
1:04:12 Anfang 40, Mitte 40 ist er und war selber Profispieler und hat ganz viel Trainererfahrung, war Co-Trainer der englischen 7er-Nationalmannschaft, weil der war siebener Nationalspieler, hat mit den Bavarians gegen Deutschland gespielt und der hat ganz viele tolle Sachen zu sagen gehabt und seine Perspektive, seine positive Perspektive auf die Spieler, wie dass man viel mehr die Spieler in den Mittelpunkt stellen muss, die Skills ganz stark trainieren muss. Da waren ganz viele Highlights in seinem Vortrag und auch in der Unterhaltung mit ihm, das hat mich sehr zum Denken angeregt, mich wirklich stark inspiriert. Das war eine Inspirationsquelle, da bestanden die Möglichkeiten des Austausches. Ja, der hat ein paar Schlagwörter gegeben, die ich sehr toll fand, wie zum Beispiel ungeschriebene Gesetze brechen. Warum muss ein Prop, warum darf ein Prop nicht kicken?
1:05:11 Oder wenn man sowas von Trüey immer erzählt, dann wird der nie kicken und dann wird er schlechter als Radbyspieler. oder zu sehen, wie viel bei einem Spieler, wie viele Menschen irgendwelche Erwartungen an den Spieler haben. Da hat er ein Bild aufgestellt von einem Spieler und immer mehr Fotos drumherum von Trainern, von Nationaltrainern, Ärzten, Physios, Lehrer, Freunde, Freundinnen, Eltern, Großeltern und alle erzählen ihm irgendetwas. Und das ist Konfetti im Kopf. darüber mal Gedanken macht, wie viele das eigentlich sind, die irgendwas von einem wollen. Und da muss man überlegen, vielleicht muss man da in der Kommunikation etwas ändern und gar nicht so darüber sprechen, was ich von ihm will, sondern was will der Spieler und ihn fragen und eher als Berater ihn und nicht ungefragt einen Rat geben, sondern wenn man gefragt wird, einen Rat geben.
1:06:07 Das ist so, fand ich, einen wichtigen Punkt. Hört sich interessant auf jeden Fall. Und das andere, das Recht des Scheiterns, hat er einen Mittelpunkt gesagt, so Fuck-up-Cards, das ist für mich etwas Zentrales, die ich rausgenommen hatte und dass man darüber nachdenkt, warum bin ich gescheitert, aber das mit dazu nehmen, also warum mache ich Fehler, warum scheitere ich bei bestimmten Dingen und dass man mit viel mehr, hat auch den Begriff Liebe benutzt, auch an viel mehr davon verwenden muss. Also scheitern im Sinne von im Spiel scheitern, im Training oder auch generell im Leben? Ja, auch. Er hat das, glaube ich, von Google gelernt oder irgendwie bei Google aus Unterhaltung mit irgendwelchen Google-Leuten, die in ihren Jahresgesprächen werden sie zu ihren Fuck-up-Cards gefragt.
1:06:57 Die Mitarbeiter bei Google anscheinend müssen im Jahr Fuck-up-Cards benutzt haben, weil das ihrem Konzept dazugehört, dass Scheitern, Fehler machen mit dazugehört. Und das gehört zu einer Fehlerkultur, dass wir Fehler akzeptieren und dass man aber aus Fehlern lernt, also die Reflexion. Genau. In mir ist es perfekt und auch im Spiel passieren ja immer wieder Fehler. Genau, das muss akzeptieren. Und dann davon lernen und nicht darauf rumreiten oder so die ganze Zeit und sich immer an Fehler erinnern. Ja, ist eigentlich ein gutes Konzept. Ob das überall angekommen ist, weiß ich auch noch nicht genau, aber hört sich auf jeden Fall interessant an, oder Vivian? Absolut. Also es war auch immer die ganze Zeit immer eine Frage, war was dabei oder die Leute, die dort als Gast sind, als Zuhörer sind, nimmt man was mit, wird man inspiriert, wird man motiviert.
1:07:49 Und wenn ich das höre, dann gibt es da auf jeden Fall Sachen. Oder dafür lohnt sich dann dieses Rugby-Forum schon, dass da so Impulsvorträge tatsächlich so funktionieren, dass man da nach Hause geht und vielleicht motiviert ist, etwas selber an seinem eigenen Coaching-Stil zu ändern und so weiter. Oder Björn? Das auf jeden Fall. Aber? Ein großes Aber? Ja, das große Aber ist, dass diese Konzeption, das lag daran, dass ich ihn gestern auch noch, wir hatten gestern einen DR-Trainer, Bundesliga-Trainer eintreffen, da war er auch nochmal da. Und ich hatte nochmal Gelegenheit, später mich mit ihm zu unterhalten. Ich konnte ein bisschen mehr Zeit darauf verwenden und das war mein Interesse. Das ist ganz wichtig, was er mir erzählt hatte, das war mein Interesse.
1:08:31 Aber wenn andere Dinge viel Zeit in Anspruch nehmen, die mich nicht interessieren, da komme ich zu meinen Lowlights, ist, wenn mir eine Digitalagentur etwas über Digital Strategies erzählt und Digitalstrategieentwicklung und eigentlich aber impliziert ihr Produkt zu verkaufen, was sie dort machen. natürlich kann ich da was rausziehen, was ich gebrauchen kann, auch als Funktionär, als Vereinsmanager. Aber wenn ich im Hinterkopf habe, der will mir eigentlich was verkaufen, warum gehe ich dann da hin? Das möchte ich nicht. Ich möchte nicht zu etwas hingehen, wo ich bezahle und mir will jemand etwas verkaufen. Stellen wir uns mal vor, der würde ein Produkt anbieten und es frei zur Verfügung stellen.
1:09:22 Ist das ein sinnvolles Produkt, was dort angeboten wurde? Oder was ist das genau? Was wurde da gemacht? Ist das hilfreich für normale Bundesliga-Vereine? Also es gab zwei Produkte. Das war einmal Nigel Collier von Skylab. Das ist irgendeine Firma aus Manchester. Weiß ich auch nicht, warum aus Manchester eine Firma eingeflogen werden muss, wenn es in Berlin voller Digitalagenturen ist. Das war das eine. Und das andere war, dass die Firma Huddle, das ist eine Videoanalyse-Plattform in Kombination mit Sportscode, Sportscode, das ist eine Firma, die sie aufgekauft hatten, ihr Produkt vorstellen. Das ist anwendbarer. Es ist aber die Frage, ob es für die 0815 Zweitligisten, Regionalligisten, Bundesligisten wirklich in Frage kommt, weil haben sie die Manpower dafür?
1:10:13 Wir sollten uns nichts vormachen. Haben wirklich auch die Bundesligisten so viel Manpower, das durchzuführen mit dieser Plattform? Und haben sie das Budget? dafür? Vielleicht, vielleicht nicht, ich weiß nicht, muss jeder Klub für sich entscheiden. Das war schon spannend, dort reinzugucken und auch zu sehen, wie die Siebener-Nationalmannschaft damit arbeitet. Da wäre es meiner Meinung nach aber viel spannender gewesen, wenn sie die Elsa Heberlein aus dem Siebener-Programm eingeladen hätten und die uns ihre Arbeit mit Huddle vorstellt, mit der Plattform und nicht die Verkäufer von Huddle kommen und uns erzählen, das hier ist Huddle und das ist so toll und damit kann man das und das machen. Hadl ist anscheinend in Verhandlungen mit dem Deutschen Rackenverband, ihr Produkt in einem Paket für alle Vereine anzubieten.
1:11:04 Ist vielleicht spannend, man muss aber wissen, ob man es kann oder nicht. Hadl war nicht für mich das Lowlight, sondern für mich war das mit dieser Digitalstrategie ein Lowlight. Und für mich war ein Lowlight bei der Veranstaltung, ich musste die ganze Zeit zuhören. Okay, in 9 Stunden oder 10 Stunden von 9 bis 18 Uhr ist natürlich, dann schwindet ein bisschen die Konzentration auf Aufmerksamkeit. Ja, aber das ist mein persönlicher Wunsch. Andere mögen das vielleicht. Es war so ein Top-Down-Prinzip. Vorne steht ein Experte und erzählt mir etwas. Ist okay, ist für Fortbildungskonzeption vollkommen in Ordnung. mein Geschmack ist etwas anderes, sodass ich mehr mache oder mehr diskutieren kann. Also auch wirklich mit ins Gespräch kommen, weil es gab und da muss ich Total Wackby in ihrem Artikel, der Dennis Frank, der Chefredakteur von Total Wackby war dort, widersprechen.
1:12:02 Es gab wenig Raum zur Diskussion. Es wurde viel gesagt, aber es war wenig Raum zur Diskussion, dass es auf Augenhöhe mit den Mitgliedern des Deutschen Razzivverbandes, die dort waren, diskutiert werden konnten. Es konnten vielleicht zwei Nachfragen an Robin Storker gestellt werden, an Manuel Wilhelm wahrscheinlich eine vielleicht, wenn es hochkommt. Da sind wichtige Punkte, wo man mal nachhaken kann, wo man vielleicht auch mal kritisch nachhaken kann. Ich habe keine Möglichkeit, kritische Nachfragen zu stellen, in ein kritisches Gespräch zu kommen. Das lag an der Konzeption, dass das Programm unglaublich voll war. Das ist so der Punkt für mich. Also dein Verbesserungsvorschlag wäre, lieber ein, zwei Referenten weniger und dafür aber noch eine halbe Stunde hinter gewissen Vorträgen ranhängen, an denen man sich dann melden kann.
1:12:51 Ich war am gleichen Tag auf einer anderen Konferenz und da war das so, dass wirklich eine Podiumsdiskussion stattgefunden hat und danach konnten Menschen Fragen stellen. Und das war eigentlich eine super Diskussionskultur, aber das hat dir gefehlt. Das hat mir absolut gefehlt, das war eingeplant, aber auf keinen Fall in der Form. Da hat Jan Lüdecke, mit dem ihr vorletzte Woche gesprochen hattet, das moderiert, aber eigentlich hat er Fragen an ein paar Teilnehmer in dieser Podiumsrunde gestellt und es gab dann so ein oder zwei Nachfragen aus dem Publikum. Und das war so ein bisschen zu kurz. Es gibt viele Fragen, wenn zum Beispiel ein Robin Stalker etwas über den Balanceakt zwischen der Elite, ich rede über 7er-Programm, über 15er-Programm, sprich diese Leuchtturmprojekte, die sie haben, und des Auftrags des Deutschen Rugbyverbandes, nämlich den Sport in der Breite zu unterstützen, dass der Sport sich entwickelt.
1:13:46 Wenn man sieht, dass wir um die 150 Vereine in Deutschland haben, Mitglieder um die 15.000, vielleicht 16.000, ich kenne die aktuellen Zahlen nicht, dann könnte man mal runterrechnen, okay, das sind so im Schnitt 100 Mitglieder pro Verein. Und das ist eigentlich zu wenig. so wenn man das runterbricht, die Zahlen. Wie können diese Vereine wachsen? Wo gibt es Möglichkeiten, neue Vereine zu gründen? Der DAV hat ein Programm entwickelt. Es ist aber interessant zu sehen, dass sie eine Vollzeitstelle besetzt haben. Aber diese ganzen Regional-Inwickler, Regionalkoordinatoren, irgendwie den englischen Begriff, der dort benutzt wurde, damit der Weltverband es versteht, die auf Minijobbasis basieren, sind alle nicht besetzt.
1:14:27 Es gibt dafür keine Bewerber, die das machen. Da muss man fragen, woher liegt es? Also solche Fragen, so ein Raum muss dort gestätigt sein. Jetzt sitzen die Leute dort. Das deutsche Racktivar dort repräsentiert. Und als man mal ins Gespräch kommen könnte. Ja, das ist so mein Punkt. Das Programm war zu voll, zu wenig Zeit des wirklichen Austausches, der Kritik des Dissprechens. Die Workshops, die ich besucht habe, das eine war kein Workshop. Das andere war ein Workshop, der zu wenig Zeitraum hatte. Die anderen kann ich nicht sagen, da waren spannende Dinge dabei, wie zum Beispiel Jugendrugby. Der Dr. Ulrich Bisio, der Kopf- und Macher hinter dem nachhaltigen Erfolg von Frankfurt 1880, hat eine tolle Forderung in seinem Impulsvortrag gehalten, nämlich dass wir ein Problem haben, nicht in der Spitze in Deutschland, sondern wir haben ein Problem in der Breite im deutschen Rugby und wir müssen im Kinderrugby anfangen.
1:15:25 Seine These ist, dass er sogar im Mini-Rack ist. U6. Er redet von U6. Da reden wir gar nicht über Rack, wie da geredet, es geht nur um die Vereinsbindung. Ich weiß nicht, ob das die komplette Lösung ist. Es ist aber auf jeden Fall ein Ansatz, über den man nachdenken müsste und dass wir dort viel mehr Kraft und Energie reinstecken müssen und da auch etwas Positives raussehen müssen für Leute, die sich engagieren und sagen, hey, wir schaffen hier etwas Nachhaltiges. Und das hat er in Frankfurt geschaffen, nämlich etwas Nachhaltiges mit Mitteln, die nicht jedem Verein zur Verfügung stellt. Da muss man es adaptieren, transferieren, wie man es umsetzen kann. Das war ein guter und wichtiger Vortrag und auch ein Gegenpol zu dem mit den Leuchtturmprojekten.
1:16:06 Weil die Spitze würde sich, wenn wir eine größere Breite hätten, würde die Spitze automatisch daraus kommen. Und so muss man wirklich sehr stark nach den Talenten übersuchen und irgendwie versuchen, die Spieler in die Spitze zu bringen. Das wäre so ein anderer Ansatz. darüber diskutieren. In dem Workshop von Uli Düsio war ich nicht. Das, was ich in Unterhaltung mit Freunden dort danach ausgehört habe, man muss es mögen, seine Art mögen, war wohl aber auch eher, er hat viel erzählt und es war kein Workshop. Es ging eher darum, dass weiter erzählt wurde, wie das Top-Down-Geschichte. Ich hätte noch eine Frage zum Frauenrugby. Also wir haben jetzt mit einigen Leuten gesprochen, die beim Rugby Forum waren.
1:16:57 Das Wort Frauenrugby ist bisher wirklich noch nicht gefallen. Und jetzt mal meine Frage an dich. Gab es dazu was? Wurde das thematisiert? Wie hast du das wahrgenommen? Okay, da muss ich euren vorherigen Quellen oder Interviewpartnern widersprechen, dass Frauenrugby wurde gesprochen. Es war kein Schwerpunkt, aber sowohl Robin Stalk hat klar über beide, beide Geschlechter gesprochen und auch gesagt, sie müssen Mittel hinkriegen, dass das Frauenrackby auch gefördert wird. Und dass sie ein großes Interesse haben. Er sprach von dem integrativen Charakter des Sports. Und das meinte er darunter. Und auch Manuel Sellehmer hat in seinem Vortrag über die Mittel, die sie ausgeben und über die Schwierigkeiten im Frauenrackby, hat er gesprochen, besonders im 7. Programm.
1:17:46 Im 15er-Programm hat er einen großen Dank an die deutsche Rattenfrauen ausgesprochen, dass sie die 15er-Mannschaft erst über das Projekt, ich weiß gar nicht, wer die Macher dahinter war, war das Alfred Jansen wahrscheinlich, dieses G15-Projekt, dass sie dort tolle Arbeit geleistet haben und mit diesem Druck dafür sorgten, dass es die 15er-Frauen in die Mannschaft wieder gibt und die Problematiken des 7er-Programms auch in Bezug auf die Leistungssportreform des DOSB und die Anzahl der Kaderathleten und die Schwierigkeiten, die dahinter stecken, das wurde schon angesprochen. Aber es war kein Schwerpunkt an diesem Wochenende, auch keine Experten, die darüber erzählt haben. Also wurde eine Zielgruppe im Grunde auch an Teilnehmern ausgelassen, die dafür vielleicht hätten kommen können.
1:18:39 Na klar. Okay, ja, gut, das nehmen wir auf jeden Fall mit. Also danke erstmal Björn für all die Insights, wie man so schön sagt. Ich denke also insgesamt kann man sagen, oder wir sind, dass die Veranstaltung ist ja schon gut, positiv erstmal. Und das sollte man ja auch fortführen. Aber man sollte dann immer auch die Sachen mit an Bord nehmen, die da auch von unten, von der Breite kommen, oder? Kann man das so sagen? Ja, also das Frag-me-Forum hat ja zum zweiten Mal erst stattgefunden. Ich denke, dass ich die Kritik, die ich auch von Björn höre, finde ich, kann man so total annehmen und sagen, okay, die Teilnehmer wünschen sich mehr Diskussionsraum und es sollte mehr nicht nur über die Spitze gesprochen werden, sondern auch ein bisschen, wie kann man das in der Breite fördern. Ich finde, das sind Kritikpunkte, die sich da auch die Macher annehmen können, die jetzt gar nicht auch dramatisch so sind. Man macht das ja nicht schlecht.
1:19:33 Ich finde das super, dass es da stattfindet. Wenn ich höre, was für Möglichkeiten da bestehen, zu Netzwerken mit genau diesen Leuten, vielleicht auch abseits der Referate dann ins Gespräch zu kommen, dass da der Vereinspräsident dort ist, dass Manuel Wilhelm dort ist. Das ist eine super Sache. Björn, vielen, vielen Dank für deinen Einblick. Du hast uns da noch mal super viele Infos gegeben. Du hast dir super viel angeschaut, also wirklich super hilfreich. Ich denke auch, dass für alle, die nicht dort waren, alle Hörer das jetzt mitbekommen hier, dass die einen super Einblick bekommen haben. Also danke dafür. Danke für deine Zeit, Johann. Das war es mit einer Racktiforum-Spezialsendung von Vorpass hier auf meinsportpodcast.de.
1:20:16 Wir haben jetzt ausführlich über das Racktiforum gesprochen. Wir hoffen, dass ihr da einen super Einblick bekommen habt, dass euch die Interviews gefallen haben. Wir freuen uns auf jeden Fall über eure Meinungen. Wir nehmen super gerne Kritik und Anregung an, wie ihr diese Folge findet, wie ihr Vorpass findet. Ihr könnt meinsportpodcast auf Twitter und Facebook folgen und da natürlich eure Anregungen hinterlassen. Ja, George, es hat mich gefreut, mit dir das Rugby-Forum so ausführlich durchzusprechen. Ja, war cool. Auf jeden Fall, da wir beide nicht da waren, hat man einen guten Einblick bekommen oder so. Zusätzliche Berichterstattung zu dem, was schon online geschrieben wurde. Ich denke, das ist immer ganz gut, wenn man da mehrere Sichtweisen bekommt.
1:20:57 Danke an unsere Gäste, die haben ja auch alle irgendwas zu tun in ihrem Leben, haben ja auch Familie, Arbeit, Beruf, haben sich Zeit genommen für uns. Das wissen wir sehr zu schätzen. Der Max hat vom Flughafen aus mit uns gesprochen. Also der hat sich da wirklich am Abend noch die Zeit genommen. Ja, vielen Dank dafür. Genau, super. George, wir hören uns nächste Woche wieder. Wir hören uns sehr wahrscheinlich nächste Woche wieder. Bis dann, Vivian.