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Vorpass · Folge 63

Rugby in der Breite und Spitze auf Landesebene

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Georg ganz alleine auf weiter Flur: Vivian krank und Donal beim Campen. Daher dürfen wir heute einen Gast begrüßen: Björn Frommann. Björn ist ehrenamtlich beim Niedersächsichen Rugby-Verband als Leistungssportreferent tätig. Es geht heute um die Förderung sowohl des Breiten- als auch des Spitzensports in Niedersachsen und anderer Bundesländer. Wie ist Niedersachsen da aufgestellt, welche Strukturen gibt, welche Förderungen gibt, was sind die mittel- und langfristigen Ziele? Außerdem sprechen wir darüber was Vereine tun können, um den Sport weiter voranzutreiben und wir diskutieren aus wie viel Rugby wir alle eigentlich auch schauen sollten, um uns weiterzubilden.

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Transkript

Automatisch erstellt, kann Fehler enthalten. Stand: 02.10.2026. Klick auf eine Zeitmarke spielt die Folge ab dieser Stelle.

0:13 Hallo und herzlich willkommen bei der neuesten Ausgabe von Vorpass. Heute bin ich fast alleine hier, beziehungsweise sind die anderen Gastgeber leider unpässlich. Der gute Donnel liegt irgendwo in der hessischen Pampa auf dem Campingplatz und ruht sich mit Kind und Kegel aus. Und Vivien fällt heute leider krankheitsbedingt aus. Aber ich werde euch alleine durchs Programm führen und habe mir einen Gast dazu eingeladen. Heute ist der Björn hier. Björn, hallo, grüß dich. Wie geht's dir? Hallo Georg, vielen Dank, dass ich da sein kann, mal wieder. und mir geht es eigentlich ziemlich blenden. Ich habe noch Sommerferien. Ah, genau. In Berlin sind noch Ferien? Wann haben die angefangen? Ach, vor fünfeinhalb Wochen und Mittwoch geht es wieder los für mich und nächsten Montag geht der Unterricht wieder los.

1:10 Konnte mich ein bisschen ums Akte kümmern, konnte mich um die Familie kümmern, wir waren im Urlaub. Das geht gut. Okay, okay. Für die Hörer als Info, wir beide kennen uns aus Braunschweiger Zeiten. Du warst mal mein Coach vor acht bis zehn Jahren für ein paar Monate. Da bin ich aber auch nach Berlin gezogen. Später haben wir uns auch noch mal in Berlin wieder getroffen nach dem Länderspiel und sind so auch noch in Kontakt geblieben. Und du warst auch schon mal vor circa anderthalb Jahren bei uns als Gast hier im Podcast, wenn ich mich richtig erinnere. Genau. Genau. Heutige Themen sind, wir quatschen einfach mal ein bisschen über Rugby, was wir so denken, was du so denkst, wie wo die Zukunft hingehen könnte.

1:53 Was machst du denn gerade momentan rugbytechnisch? Wo bist du in Berlin unterwegs? In Berlin bin ich gar nicht mehr unterwegs rugbytechnisch. Da habe ich Ende 2018 aufgehört, für den Landesverband aktiv zu sein. Und ich bin seit August letzten Jahres als Leistungssportreferent ehrenamtlich für den niedersächsischen Rugbyverband tätig. Und das geht vom Schreibtisch aus Berlin heraus wunderbar, weil es ein wunderbares Team gibt, mit dem ich zusammenarbeiten kann dort. Ah, okay. Wer ist das Team da? Wie viele Leute sind das? Oh, das Team selber. Also es ist ziemlich groß, weil der Dachverband gut aufgestellt ist. Ich arbeite sehr intensiv mit der Vizepräsidentin Leistungssport und Rieke Städler zusammen und mit dem Landestrainer Christian Döring.

2:45 und dann haben wir ein umfangreiches Honorartrainerteam. Martin Schmidt, Jakob Klaasen, Jan Jossig, Stefan Mau, Boar Smith und ich hoffe, jetzt habe ich niemanden vergessen. Wenn doch jemand vergessen wurde, dann entschuldigst du dich schon mal voraus, denke ich. Wie viele Vereine hat denn Niedersachsen? so ungefähr. Niedersachsen selber. Man muss ja immer Niedersachsen ein bisschen unterscheiden zwischen dem Zentrum Hannover mit seiner langen Tradition und seinem traditionsreichen Verein. ich nenne das immer Diaspora oder Peripherie. Dann kommen da noch Vereine wie Braunschweig und Göttingen. Landesverband gehören aber auch Vereine aus dem Hamburger Speckgürtel wie Jesteburg und dann gehören welche aus dem Ammerland, wie Rastede oder in den Sefarel, das ist dann so alles im Westen, genauso wie Osnabrück und dann haben wir noch mindestens einen, glaube ich, in Kloppenburg und in Werlte, das ist fast an der niederländischen Grenze, ja, und versuchen, der Sport soll sich ausdehnen und es muss halt in der Breite stärker werden. Das ist zwar nicht mein Tätigkeitsfeld, aber dass auch mehr Vereine in Nier Sachsen und in Groß-Ilser da gibt es noch einen Verein.

4:21 Wie war denn da die Entwicklung in den letzten Jahren, wenn du sagst, ländlich soll sich Rugby ausdehnen? Ist da viel passiert? Ist da ein bisschen passiert? Oder kam es da eher zum Vereinsterben? Also es ist ein bisschen was passiert. Es ist auch ein Verein eingegangen. Ich glaube, Regisdorf. Aber eigentlich ist das Ziel schon, dass es Vereinsgründungen gibt. Vielleicht nicht so intensiv wie in Bayern. Aber trotzdem ist es wichtig, dass es Vereinsgründungen gibt. Und da muss Energie auch reinfließen und Unterstützung. Aber die gibt es auch immer wieder, wenn es auch Anfragen gibt für Vereinsgründungen. Und du trägst da aktiv aus Berlin dazu bei, neben Familie und Job. Also man kann schon sagen, dass dir Rugby schon sehr am Herzen liegt.

5:09 weil wir alle wissen, wie viel Zeit, wie hart es ist, nebenbei sich zu engagieren, sage ich mal so. Ja, für mich gehört Ehrenamt zu einer wichtigen Eigenschaft, solange die Kapazitäten dafür da sind. Und Magdew ist eine Herzensangelegenheit bei mir. Und ich versuche, dem Sport, was er mir gegeben hat, auch zurückzugeben, Strukturen mit meinem Leben zu halten oder neu zu schaffen, die, womit Sportlerinnen und Sportler ihren Sport ausüben können, Jugendliche und Jugendliche auf ihrem Weg begleitet werden können und Strukturen für sie da sind, dass sie auch im Breitensport, aber auch im Leistungssport gehen können. Das ist mein Anliegen, warum ich das mache und halte das auch wichtig, wenn ich die Möglichkeiten habe und die Zeit dafür habe, das zu tun, soweit es geht.

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6:00 und wir helfen uns im niedersächsischen Fragwielverband oder auf der Ebene, wo ich arbeite, auch wenn einer mal nicht so viel kann, dass die anderen dann dort mit unterstützen. Sehr gute Einstellung, ja, stimme ich zu. Habe ich auch letztens auf dem Trainerlehrgang zugehört, Stichwort Supermarktmentalität. Man kann nicht immer nur einfach seinen Beitrag zahlen und nehmen, sondern man muss auch, sollte auch was zurückgeben, denke ich. Und da stimme ich auch voll und ganz zu. Wie ist es denn um den Leistungssport in Niedersachsen und in Hannover bestellt? Also die Spitze, sage ich mal so, wenn wir jetzt von der Breite weggehen. Ziemlich gut. Das hat zum einen was damit zu tun, dass einem der zweite Bundesstützpunkt für das Siebener-Racket, für die olympische Variante, in Hannover angesiedelt wurde.

6:48 Wie wird das finanziert? Also ist das 100% Mittel vom Bund? oder? Ich denke, dass ich stecke da nicht drin, weil das nicht, wir sind an der Nahstelle von Niedersechsen-Starknissen wir kooperieren ganz viel und arbeiten ganz viel zusammen aber was so die Gelder und die Finanzierung anbelangt, kann ich wenig sagen aber eigentlich sind die Dinge nie hundertprozentig vom Bund finanziert es gibt immer einen Eigenanteil, es kann sein dass der sich um die 30% regt was ich aber nicht glaube, sondern vielleicht sowas um die 10% sicherlich immer einen Eigenanteil mit dabei, aber kann ich dir dazu eigentlich keine ausgeben, weil ich das nicht weiß. Okay, okay. Damit ist ein ziemlicher wichtiger Schritt für den Leistungssport in Niedersachsen gegeben, weil damit Strukturen auch immer noch im Aufbau sind, wir dadurch eine hauptamtliche Trainerstelle im Niedersächsischen Rackenverband haben oder finanzieren können, weil an den Bundesstützpunkt mit angekoppelt ist. Und die Athletinnen und Athleten, die dort trainieren, kommen größtenteils aus Niedersachsen. Mittlerweile ist ein Berliner, ist nach Hannover gezogen, ein junger Mann, der sehr talentiert ist. Und ein Athlet, glaube ich, aus Brandenburg, ist auch nach Hannover gezogen, um dort am Stützpunkt zu trainieren. Der Rest bildet sich eigentlich immer aus den Spielerinnen und Spielern aus Niedersachsen.

8:26 Also man erhöht so ein bisschen die Attraktivität im norddeutschen, nordostdeutschen Raum, sage ich mal so. Wenn man sagt, hier ist ein Leistungsstützpunkt, hier können wir euch sportlich was bieten, hier gibt es sportliche Weiterentwicklung. Habe ich das richtig verstanden? Ja, und auch professionelle Strukturen wie hauptamtliche Trainer. Laut einem Bundesstützpunkt ist zum einen der Chris Hitt, das ist der Bundesstützpunkt-Trainer tätig und Raphael Pyrash mit einer Sportsoldatenstelle, aber die als Trainer ausübt. Die sich dort um wirklich 40 Stunden die Woche wahrscheinlich mehr um die sportlichen Belange dort kümmern. Das ist einfach wichtig festzuhalten. Dazu kommen aber auch die Partner, die sind aber auch für uns als Niederland Scharabwehrverband ziemlich wichtig. Das ist einmal Olympiastützpunkt Hannover.

9:15 Es sind Strukturen, die da drin sind, das heißt Laufbahnberatung für die Athletinnen und Athleten, Ernährungsberatung, Sport, Psychologie, wo Hannover ziemlich führend ist in dem Bereich, Physiotherapie und Leistungsdiagnostik, die dort stattfinden kann. Das ist ziemlich wichtig und wo sie auch die Strukturen haben, fest in einem Kraftraum des Olympia-Stützpunktes zu trainieren. Und das andere ist dann der Landessportbund Niedersachsen, der mit in der Finanzierung des Olympiastützpunkts steckt und für uns unser anderer wichtiger Partner ist, der uns unterstützt und uns finanziert. Seit wann gibt es jetzt so diese Strukturen, von denen du gerade sprichst ungefähr? Ja, die sind seit 2019. Also noch relativ jung.

10:03 Die sind relativ jung, aber es war ein Vorlauf, der dabei ist, der in 2018 begonnen hat. Auch das ist noch relativ jung. Das ist alles noch relativ jung und man muss das ein bisschen in die sportpolitische Richtung sehen. Es gab neben Heidelberg auch vorher den Bundesstützpunkt in Köln, wo das Frau und Siebner Racki angesiedelt war und der ist aufgelöst worden. Es gab immer die Möglichkeit eines zweiten Bundesstützpunktes und der ist nach Hannover gegangen, weil es dort auch eine feste siebener Trainingsgruppe unter Leitung von Raphael Pürasch gab, schon länger, und damit die Vorarbeit geleistet wurde, dass dort auch ein Bundesstützpunkt nach Hannover kam. Okay, okay. Eine Frage, das hat mich gerade aufmerksam gemacht, Sportpsychologie im Amateurbereich, sage ich mal so jetzt bei uns oder auch im halbprofessionellen Bereich. Ist das weltweit, deutschlandweit, niederlachsenweit, ist das ein großes Thema überhaupt?

11:03 Da bekomme ich wenig Einblick, wie viel das genutzt wird. Ich weiß, dass das 7er-Programm der Herren auf jeden Fall Sportpsychologen immer wieder genutzt hat. Ah, okay. Auch immer wieder länger. Und ich gehe davon aus, dass für bestimmte Gelegenheiten auch Sportpsychologinnen und Psychologen in Anspruch genommen werden oder ihre Fähigkeiten mit eingebunden werden können. Ich weiß aber nicht, also ich denke nicht, dass sie in der tagtäglichen Arbeit mit den Athletinnen und Athleten zu tun haben, sondern dass das dann punktuell zu bestimmten Themen da sind oder für Schwierigkeiten, dass die als Ansprechpartner vorhanden sind. Gut, aber das ist ja schon mal gut, dass da Ansprechpartner vorhanden sind, sage ich mal so, dass das Thema irgendwie auf der Agenda steht. Also ich habe mal irgendwie oftmals gelesen, dass das komplett vernachlässigt wird, selbst bei professionellen Rugby-Nationen, dieses ganze Sportpsychologie-Thema, was auch schade ist, denke ich.

12:02 Wenn man so die Olympiastützpunkte in Deutschland, also außerhalb des Akties sich da anguckt, ist Hannover einer der Olympiastützpunkte, die hauptamtliche Stellen in der Sportpsychologie haben, neben Berlin. Die anderen Olympiastützpunkte arbeiten häufig mit Honorarkräften. Darum ist Hannover weit. Ich weiß nicht, ob die das mittlerweile verändert hatte. Letztes Jahr war das so noch mein Stand, den ich da hatte. Okay. Genau, das ist halt die Spitze. Und das, was wir als Landesverband machen, ist, dass wir Trainingsgruppen haben, wir gehen mit einer U14 im Herrenbereich oder im Jugendbereich und suchen dort die Talente, die dann weiterhin in unseren Landeskarten, Also wir haben dann aufgehört mit U16 und U18 zu arbeiten, sondern wir haben jetzt einen Landeskader und wir haben einen Nationalkader 2, den wir mit definieren.

13:04 Und darüber über Leistungsdiagnostiken und über Einstellungen und Entwicklungen im Racktespiel gehen sie dann den nächsten Schritt in den Nationalkader 1. Der 1 wird vom Dachverband, vom DRV, dann definiert und dann in den Perspektivkader und Olympiakader für die einzelnen Athleten. Und das ist sozusagen der Weg der Athleten und wir sind an dem Punkt der Entwicklung der Spieler und auch Spielerinnen dahin. Und dann unterstützen wir die Trainingsgruppen, die wir haben mit den Spielen und Turnieren, zu denen wir reisen wollten. dieses Jahr und wahrscheinlich hoffentlich nächstes Jahr hinreisen. Wir organisieren Trainingscamps mit anderen Landesverbänden. Wir arbeiten eng mit Hamburg auch zusammen.

13:58 Wir machen im September ein Trainingscamp mit Hamburg zusammen und laden dort auch Spiele aus der Landesstadt Bremen ein, die mit reinschnüppeln können in die Strukturen, wo wir wissen, dass die in der deutschen Racky-Jugend waren. Das sind so die Dinge, mit denen wir kooperieren. Ich versuche noch immer wieder mal mit Berlin zusammenzuarbeiten, soweit es geht. Ja, das sind so die Punkte. Gibt es feste KPIs, also irgendwelche Milestones, die ihr euch gesetzt habt oder so? Oder wie sieht eure Jahres-, Zwei-Jahres-, Fünf-Jahres-, Zehn-Jahres-Planung aus? Gibt es da sowas? Oder ist das jetzt schon zu langfristig von mir gefragt? Nein, das ist nicht langfristig gefragt. Wir schreiben immer wieder oder müssen einen Strukturplan vorlegen, auch für den Landessportbund, wo wir unsere Ziele für Leistungssport auch definieren.

15:05 und wir werden gemessen an der Anzahl der Kaderathleten, die wir entwickeln. Das ist sozusagen zum einen unser Ziel, das andere ist, was wir an Strukturen schaffen, was wir an Strukturen verändern, das sind weitere Ziele, die mit definiert sind. Also es ist nicht so, dass das alles irgendwie nur vom Tagesgeschäft lebt, sondern mit einem Abend dahinter. Was denkst du, ist da die größte Herausforderung für dich und vielleicht für dich einmal und für den Landesverband allgemein? Kann man das so einem Satz unterschreiben? Ja, ich denke, dass die größte Herausforderung ist die Kommunikation, dass wir einfach immer miteinander immer wieder sprechen. Und eine große Herausforderung ist sicherlich auch der respektvolle Umgang, dass wir eigentlich auch hoffentlich immer das gleiche Ziel haben, nämlich den Sport voranzubringen und das wieder sehen und dass man nicht guckt, dass man sagt, okay, mein Vereinsinteresse steht über dem Interesse des Landesverbandes oder des Dachverbandes, deswegen möchte ich nicht, dass meine Spieler so viel spielen oder woanders trainieren, sondern dass man es als große Ehre oder als Anerkennung seiner eigenen Entwicklung und Leistung sieht, dass die Spieler in diesen Weg gehen, zum Beispiel in ein Siebener-Programm und dort dann ein paar Jahre im Siebener-Programm sind und dort ihren Weg gehen und hoffentlich vielleicht auch Europameister werden, was ja einige aus Hannover auch geworden sind,

16:45 aus der Siebener-Trainingsgruppe. Das sind tolle Wege und worauf jeder Verein dann auch sehr stolz sein kann. Da haben wir auch was zu sagen, sodass wir in Niedersachsen auch diese Vereine fördern, sodass wir überlegen, wie können diese Vereine auch unterstützt werden, werden sie finanziell vielleicht unterstützt, nicht nur ideell mit irgendwelchen Geldern, die wir vielleicht zur Verfügung haben. Okay, ja, verstehe, verstehe, verstehe. Anerkennung, Respekt vor dem Umgang, Kommunikation, ja. Kommunizieren heißt scheitern, habe ich mal im Buch drüber gelesen. So, die simplen Basics, ja, sollte man einhalten. Wir machen jetzt eine Pause und ja, dann geht es im zweiten Teil weiter mit dir und der Zukunft und Rugby in Deutschland.

17:32 Bis gleich bei VORPASS. Hallo und herzlich willkommen zurück zur zweiten Ausgabe, zum zweiten Teil vom VORPASS. Wieder mit Björn. Machen wir weiter. Björn, du hast eben schon vom Ehrenamt gesprochen. Man soll dem Sport was zurückgeben. Natürlich auch aus seiner Freizeit. Wofür hast du dich letztes Jahr denn beworben? Und was war dein Beweggrund? Erzähl doch mal bitte. Ich denke, dass ich so ganz gut vernetzt bin in Deutschland, im Markt. Und ich hatte die Anfrage bekommen von der damaligen DRJ-Vorsitzenden, Romana Thieleke für das Amt des Sportdirektors Jugend. Das war ein Ehrenamt, keine Vollzeit-Tätigkeit. D.A.J. ist Deutsche Rugby-Jugend und gehört zum D.A.V. Sportdirektor, ja. Sportwart, also es hat irgendwas mit der Namensgebung zu tun.

18:43 Zu kandidieren, weil wir uns kennen. Ich kannte die damaligen Jugendnationaltrainer und Kenny kannte die gut und hat nicht gefragt, musste mir das ein bisschen überlegen, habe gesagt, ja okay, kann ich mir vorstellen. Und wusste aber, dass dort, als der deutsche Rugby-Jugendtag näher rückte, der findet immer zeitgleich zum deutschen Rugby-Tag oder einen Tag vorher statt, dass es zu Kampfkandidaturen führt, dass dort Dr. Ulrich Güse vom SC Frankfurt 1880 mit einem Team antreten will. Ich hatte aber die Entscheidung auch getroffen, dass egal ob Romana, Thielike gewählt wird oder nicht, ich auf jeden Fall meine Kandidatur nicht sofort zurückziehen werde. Und dort habe ich dann bei der Wahl, glaube ich, ziemlich knapp, mit zwei Stimmen Unterschied, gegen Michael Popmeier, im zweiten Wahlgang verloren.

19:44 Der erste Wahlgang war nämlich nicht so eindeutig, dass das in der Durch gewesen wäre, sondern es musste einen zweiten Wahlgang geben und da habe ich knapp verloren. Ich hoffe, die machen gute Arbeit. Ich glaube, derzeit müssen die einfach, haben die A, nicht die finanziellen Mittel und B, Corona-Zeiten nicht so sonderlich viel zu tun. Ich hoffe, dass sie einfach demnächst wieder mehr Mittel haben und dort auch starten können, dass sie ihrer Arbeit dort nachgehen können. Da bin ich einfach auch fair, das habe ich Michael auch geschrieben, weil sie uns auch kennen. dass die dort einfach dann gute Arbeiten machen ich bin glaube ich ganz froh weil ich dann ein paar Wochen später aus Niedersachsen von Ulrike Städler die Anfrage bekommen habe ob ich für sie tätig werden wollen würde auch nach Überlegung ich treffe solche Entscheidungen nicht sofort zugesagt und bin ziemlich froh mit meiner Tätigkeit die ich dort mache und genau das ist so ich möchte einfach mein Wissen und meine Fähigkeiten, die ich auch für das Racki habe, nicht einfach nur für mich behalten, sondern auch zurückgeben oder mit Strukturen arbeiten.

21:00 Ich bin eigentlich ja Trainer und das geht derzeit familiär nicht, was ich auch nicht bereue, aber kann auf der Ebene etwas zurückgeben. Das ist etwas, wo ich einfach auch im Racki bleibe. Und wenn bei mir das familiär so ein paar Jahren ist, dass ich wieder auf den Platz gehen kann als Trainer, werde ich hoffentlich das auch wieder tun können. Nochmal kurz zur Abstimmung. Wer war denn da eigentlich abstimmungsberechtigt? Waren das Vereine oder Landesverbände oder wer macht das? Also wie läuft das überhaupt ab? Genau, das ist so wie beim außerordentlichen Deutschen Aktivtag oder beim Deutschen Aktivtag. Das sind zum einen die Vereine, die abstimmungsberechtigt sind, genauso wie die Landesverbände.

21:44 abstimmen können. Und wenn man weiß, dass es Kampfkandidaten gibt, dann bedeutet das auch Hintergrundgespräche, politisches Arbeiten, dass man Vereinen ist für welches Lager, wo kann man Überzeugungsarbeit leisten, wer kann sich wie verhalten. Das sind so Dinge, die dort dann stattfinden können. manchmal können die Stimmen an den Landesverband abgetreten werden, dass er für die Vereine abstimmt und es ist so, dass nicht ein Verein eine Stimme hat, sondern es wieder auf die Größe der Vereine umgerechnet wird Vereine haben mehr Stimmrecht als ein Verein mit 50 Mitgliedern das ist ja auch nachvollziehbar, wenn ein Verein wie der FC St. Pauli, der über 600 Mitglieder hat, eine starke Jugendarbeit macht, der muss einfach auch ein höheres Gewicht haben in seiner Abstimmung.

22:47 Verstehe, verstehe, verstehe. Und als Sportdirektor oder Sportwart, wäre die Position, die man da begleitet, ist man verantwortlich für alle Jugendnationalmannschaften unter 18 und darunter, für die sportliche Entwicklung, sage ich mal so, oder man übersieht die sportliche Entwicklung, also übersehen im Sinne von, man ist dafür verantwortlich, oder? Ja, genau. Man ist sozusagen der der die Prozesse steuert, der Nationaltrainer und zum anderen auch die ganze Organisation übernimmt, die Planung der Lehrgänge, Planung der Reisen. Ich gehe davon aus, dass auch die Kommunikation mit im Rahmen der U18 Europameisterschaften darüber gelaufen hätte. oder darüber läuft. Wichtig ist dabei zu sagen, dass es dort ums 15er Rakti geht und nicht ums 7er.

23:46 Dort ist der DAV für die U18-Siedener Nationalmannschaft verantwortlich und nicht die deutsche Rakti. Und auch bei den Frauen ist es auch der DAV, der für die U18-Frauen verantwortlich ist. Auf jeden Fall wäre es ein extrem anstrengender und fordernder Job gewesen. Ich denke schon, auch in der Zusammenarbeit. Denke ich, weil wenn ich mich durchgesetzt hätte, obwohl ich nicht Teil des Teams gewesen wäre, wäre das sicherlich keine angenehme Arbeit geworden. Vielleicht hätte es sich zusammengerüppelt. Ein bisschen Reibung wäre da gewesen. Vielleicht Reibung, genau. Aber vielleicht wäre es auch gut geworden. Kann ich gar nicht so genau sagen. Aber im Nachhinein bin ich ganz froh, dass es so gekommen ist, wie es gekommen ist.

24:39 Okay, okay. Naja, Wettbewerb ist ja eigentlich erstmal gut. Also wenn man sich zur Wahl stellt und Wettbewerb, denke ich, muss nie schlecht sein. Von daher gut, dass du da angetreten bist, sage ich mal. Da ziehe ich meinen Hut vor. Gehen wir nochmal zurück zu Hannover, sage ich mal so. 15er Rugby-Entwicklung in Hannover. Was ist da deine Sichtweise? Ja, wir sind dort. Es gibt den Wunsch von 15 Nationalspielern, dass es eine beste Trainingsgruppe in Hannover gibt. Ganz kurz, was heißt Trainingsgruppe? Was kann ich mir darunter vorstellen? Darunter musst du dir vorstellen, dass dort die Spieler, die für die 15 Nationalmannschaft möglicherweise in Frage kämen, an einem regelmäßen Training teilnehmen können und dort nach dem Prinzip der 15er-Nationalmannschaft trainieren und betreut werden und die Strukturen, die es für das 15er gibt oder die in der Entwicklung für das 15er-Rack oder die gerade entwickelt werden dafür, dass sie daran teilhaben können und daran wirklich wöchentlich trainieren und dass man dort auch sieht, wer trainiert denn dort regelmäßig, wer kommt dafür die 15er-Nationalmannschaft in Frage.

25:53 dass das eins der Kriterien ist, wenn du als Spieler dort spielen möchtest, dass du in diese Trainings gehst. Und das wäre dann zusätzlich zum Vereinstraining oder du hast gesagt regelmäßig, wöchentlich, ist das dann fünfmal die Woche oder zweimal am Tag oder wie sieht das ungefähr aus? Ich muss dir das vorstellen, einmal die Woche, weil die Spieler trainieren mindestens zweimal die Woche in ihrem eigenen Verein. Die Siebener-Spieler trainieren noch viel, viel mehr. Die wirklich ab diesem NK1, was ich vorhin, Nationalkader 1 bis Olympiakader, die trainieren mehrfach die Woche, also mehrfach am Tag, sogar zweimal am Tag. Und die 15er denke ich, werden auch noch zusätzlich Arbeit im Kraftraum machen, sodass sie wirklich auf einem anspruchsvoll im Amateur-Niveau trainieren, das heißt bis zu fünf Trainingseinheiten die Woche sicherlich und da ist dieses Stützpunkt-Training, was wir planen, was Ende August starten soll, ja, es ist einmal die Woche angedacht, das ist aber auch gut, das reicht auch erstmal und da über die Inhalte und Abstimmung, da ist dann auch wieder der Dachverband verantwortlich, Wir liefern die Struktur, wir haben die Plätze organisiert, wir stellen Personal mit, was dort das Training mit euch führt.

27:26 Dachverband, der deutsche Dachverband. Ja, der deutsche Dachverband. Ja, okay, okay, okay. Und ja, in Hannover gibt es sicherlich einige Spieler, die in die 15er-Nationalmannschaft gehören. Und wenn wir mit diesen Strukturen arbeiten und mit dem regelmäßigen Training, mit dem wöchentlichen Training, dann kann die 15er-Nationalmannschaft auch sicherlich in naher Zukunft auch wieder erfolgreich trainieren, wenn mehr Struktur, ein stärkerer Plan, eine Langfristigkeit und nicht eine Kurzfristigkeit mit dabei ist. Eine ähnliche Struktur wird in Heidelberg auch aufgebaut. Ich denke mal, Frankfurter Raum deckt es vielleicht anders ab, vielleicht entwickelt sich dort auch etwas, dass das einfach einen größeren Plan auch nach sich zieht.

28:20 Das hat man einfach jetzt in der Rugby Europe Trophy gesehen, die Spiele, die stattgefunden haben, dass die Niederlande einfach sehr lange schon zusammengearbeitet haben und diese Niederlage auch berechtigt war, genauso wie gegen die Schweiz, die einfach strukturierter und viel eingespielter waren, als das, was in der deutschen 15er-Nationalmannschaft da war. Ich denke, dass einfach eine Kontinuität wieder reinkommen muss. Und da leisten diese Stützpunkte dann sicherlich ihren Beitrag zu einer Kontinuität. Björn, ganz blöd gesagt, Niederlande, Schweiz, haben die nicht den Vorteil, dass die einfach ein kleineres Land sind? Die Wege sind kürzer. Sagen wir mal so, es ist ein Unterschied, wenn Leute in Berlin, Hannover, Heidelberg, sonst wo versprengt sind.

29:16 Ist jetzt so meine Behauptung. und da in solchen Ländern, hast du es da nicht einfacher, sage ich mal, so Strukturen aufzubauen? Ja, sicherlich. Also ich denke, wenn die alle in Nierland, ich weiß nicht, was der längste Weg nach Amsterdam ist, so von wo, dass die dort sicherlich regelmäßiger alle zusammen trainieren können in diesem wunderbaren, ich weiß nicht, ob du schon mal da warst, in Amsterdam bei ihrem Nationalstadion und ihrem Trainingsgelände dort. Sicherlich ist das eine tolle oder gute Möglichkeit, aber ich denke, wenn man solche Stützpunkte schafft, kann es auch hin. Das ist einfach, dass wir ja sagen, okay, Deutschland ist ein großes Land, warum müssen wir das, können wir nicht nur die Niederlande in Amsterdam zentralisieren, sondern wir müssen das an mehreren Punkten durchführen.

30:11 Dort, wo sich dann mehrere Nationalspieler auch vielleicht sammeln oder ihre Wege dann nicht so weit sind. Okay, aber ich habe dich richtig verstanden. Ihr stellt eine Art, also ihr, Landesverband Niedersachsen, Hannover, jetzt im Speziellen eine Strukturräume bereit. Aber erst mal muss es eine Synchronisation geben mit dem Rest von Deutschland. und es muss auch gesteuert werden vom DRV insgesamt, von ganz oben oder habe ich das falsch verstanden? Genau, also nee, hast du nicht falsch verstanden. Die Steuerung und die Anfrage kam über den Deutschen Raktivverband, über den Sportdirektor und wir haben dann die Strukturen dazu geliefert, Wir haben die Trainingsplätze organisiert, den zeitlichen Rahmen organisiert.

31:12 Unser Landestrainer, unser Hauptamtlicher wird mit das Training Wind betreuen, genauso wie der Bundesstützpunkttrainer für das Siebener Rugby zusätzlich seine zusätzliche Zeit dafür auch geben wird, dort mit das zu betreuen und dann in Absprache mit den Nationaltrainern für das Fünfzehner Rugby. das ist so also besteuert wurde vom Deutschen Aktivverband und wir unterstützen es dabei und wir geben dort die ja, ich fand die Struktur und die Infrastruktur dafür und ja, es ist dann nicht unsere Aufgabe, dann in die Inhalte dort mit einzugehen, sondern mit unterstützen und die Kommunikation mit den Vereinen zu gewährleisten und zu gucken, welche Spieler dafür in Frage kommen. Aber du hast schon gesagt, also jetzt gibt es dann Hannover, Niedersachsen und Heidelberg, eventuell Frankfurt.

32:12 Also für mich hört sich das an, als ob es alles wirklich noch sehr frisch und zartes Pflänzchen, alles am Anfang ist so ein bisschen, oder? Ich will jetzt nicht sagen Wiederaufbau, aber irgendwo fängt man ja doch schon wieder eher von unten an. Ja und nein. Ich denke, es können auch nicht einfach weggehen, weil ein Teil der Spieler wird, die auch in der erfolgreichen Phase dabei waren, sind ja noch spielen ja noch. Und wir haben ja gesehen, dass ein Neustart begonnen wurde, aber es sind ja auch Spieler dabei, die sehr erfahren sind. Und dann sind es in Heidelberg, ich weiß ja nicht, welche Trainer dort jetzt, ich weiß nicht, ob der Melvin Smith und der Byron Schmidt weiter die Nationaltrainer sind, davon weiß ich nichts.

32:59 Das sind gute Trainer gewesen und ich glaube, es würde der 15er-Nationalmannschaft gut tun, wieder eine Langfristigkeit mit Trainern, die auch eine Idee geben können, herzustellen oder das hinzubekommen. Das andere sind aber so Strukturen, die aufgebaut werden, die personalunabhängig sind. Das ist auch immer das Wichtigste, auch mein Anliegen, dass es einfach unwichtig ist, wenn jemand ausbillt oder aufhört, dass einfach die Strukturen auch da bleiben und da weitergearbeitet werden kann. Also es hängt nicht von der Person einzeln ab, wenn die wegbricht, sondern die Rahmenbedingungen und die Orga muss so stimmen, dass jemand anders da problemlos sich einfinden würde. Genau. Und ich denke, da ist der Deutsche Arkliverband auch auf einem guten Weg.

33:58 und wir als Niedersechser Scharabee-Verband unterstützen das sehr, weil es auch in unseren Strukturen, die wir geschaffen haben oder die geschaffen wurden, die wir mal weiterentwickeln, auch gut reinpasst und auch ein Weg dort aufgezeigt wird für Spieler, die jetzt zum Beispiel nicht mehr in der Siebener-Trainingsgruppe sind, weil sie zu alt geworden sind und den Sprung nicht gestimmt haben, vielleicht in die Siebener-Nationalmannschaft oder nur vereint sind. Das sind gut ausgebildete Spieler und wenn sie Lust haben, Ich glaube, da würde ich mich sehr freuen. Können sie dort auch in dieser 15er-Trainingsgruppe mit trainieren und dann vielleicht auch für die 15er-Nationalmannschaft dann spielen und in Frage kommen.

34:37 Wir haben eine lange Liste aus Niedersachsen mit über 30 Spielern drauf, die eigentlich Interesse an dieser Trainingsgruppe haben. Dort gerne, da sind tolle Spieler dabei und die sind nicht alle nur aus Hannover, sondern auch aus dem Umland. Ein Verein hatte ich vorhin vergessen. Nein, das ist nämlich aus dem Schaumburger Land. Ich weiß gar nicht, wo die dort ansichtig sind. Genau. Schaumburg Royals heißen die und dort ist einer oder zwei Spieler, die auch Interesse daran hätten. Ja. Okay. Ketzerisch gefragt, du hast gesagt, ja, Hannover, Heidelberg, Frankfurter Raum. Reicht das, Jan? Was ist mit dem Rest von Deutschland? Was ist mit Ostdeutschland, mit Berlin, NRW, Süddeutschland muss da nicht, sollte da mehr kommen, muss da viel mehr kommen, kann da überhaupt viel mehr kommen Also ich denke für wir müssen und das muss eine der du sprachst von so 5-Jährigen ziehen, 10-Jährigen ziehen, wir müssen mehr mit Visionen arbeiten in Deutschland, mit dem deutschen Rugby Du weißt, was Helmut Schmidt gesagt hat, ne?

35:52 Ja wir müssen was dort entwickeln und wir müssen in die Breite, das ist das eine, wir müssen Breitensport und Leistungssport, wir brauchen, es muss in Deutschland mehr Vereine geben, da würde ich auch die Linie aus Bayern mittragen von Alexander Michel mehr Vereine es müssen mehr Vereine gegründet werden Basisarbeit Grassroots, wie man immer so schön sagt, ja, ganz wichtig aber die Vereine, die es schon gibt in denen schlimmert ein riesiges Potenzial und es arbeiten viele Vereine wirklich tagtäglich daran, auch ihre Potenziale weiter auszuschöpfen. Aber wenn wir uns das angucken, was so die durchschnittlichen Mitgliedszahlen sind der Vereine. Das ist zu gering. Wir haben knapp 150 Vereine. Wir haben 15.000 Mitglieder.

36:44 Das heißt, im Schnitt sind dort 100 Mitglieder. Das ist zu wenig so Verein, weil die großen Vereine mit der guten Jugendarbeit und den langen Traditionen haben irgendwas um die 300 Mitglieder. Und das ganz andere recht. Und wenn wir das hinkriegen würden, wenn jeder Verein oder viele Vereine um die 300 Mitglieder hätten, weil sie gute Jugendarbeit machen, weil sie Frauenracki machen, weil sie vielleicht Gesundheitssport machen, noch mit anbieten fürs Racki, da hätten jetzt 30.000 Mitglieder, also die Mitgliedszahl verdoppelt. Ja, verstehe. Dann kann man das weiterspannen, was das bedeuten würde. Und mit mehr Vereinen, die solche Arbeit machen, sagen wir in Deutschland 250 Vereine. Dann würde es besser sein.

37:34 Wie wir dahin kommen, Björn, wir sprechen noch im dritten Teil darüber. Sorry, dass ich dich jetzt so abwörge. Also, bleibt dran für den dritten Teil bei Vorpass. Brian Jones, Gründer der Rolling Stones, liegt tot in seinem Swimmingpool. Offiziell ist es ein Unglücksfall, doch dann tauchen Zweifel auf. Neue Aussagen, ein Mordverdacht und Jahrzehnte später sogar ein angebliches Geständnis. Plötzlich scheint klar zu sein, was in dieser Nacht passiert ist. Nur gibt es da ein Problem. Je genauer die Geschichte wird, desto weniger lässt sich davon wirklich beweisen. Brian Jones, die Wahrheit versinkt im Pool jetzt bei Tatort Musik überall, wo es Podcasts gibt. Ja, herzlich willkommen zurück zum dritten Teil bei 4Pass.

38:26 Ich wollte Björn jetzt eben nicht abwürgen, aber wir sind schon über unser 15-Minuten-Limit raus. Björn, wo waren wir eben stehen geblieben? Bei Mitgliederzahlen Benchmark 300 anstatt 100. wie schaffen es die Vereine die schon existieren ihre Mitgliedszahlen zu vergrößern also ich das ist ein super hartes hartes genau deswegen reden wir hier drüber genau ich glaube dass wir benötigen oder der Verein benötigt viele Menschen mit Herzblut die sagen okay ich mach das und ich habe Zeit dazu und wir entwickeln ein Programm, das für uns passt, mit den Mitteln, die wir haben, um Jugendarbeit voranzutreiben. Wir versuchen, da kann ich für den Niedersächsischen Racki-Verband sprechen, wir führen Strukturgespräche mit den einzelnen Vereinen. Also ihr geht aktiv auf die zu und sagt, wir können euch, wir haben ein bisschen Expertise, weil wir den Überblick haben in Niedersachsen, wir wollen euch helfen. Genau.

39:33 Aber wir können nicht alles für euch alleine machen, Aber wir können euch zumindest schon mal ein bisschen anleiten, in die richtige Richtung stupsen. Es werden Strukturgespräche geführt, wo es darum vorbereitet sind und wo über die Entwicklung des Vereins gesprochen wird und wohin der Verein sich denn bewegen möchte. Und was vielleicht der Landesverband sieht und tun kann und wo er unterstützen kann. Ganz blöd gefragt, Struktur, kannst du mal ein, zwei Beispiele geben? Ja, wie zum Beispiel habt ihr, wie ist euer Verein strukturiert? Was ist eure Kultur im Verein? Was wollt ihr eigentlich? Wollt ihr ein Leistungssportverein werden? Wollt ihr einen Breitensportverein werden? Seid ihr zufrieden damit, dass ihr eine Herdmannschaft habt, die ein bisschen aktiv spielt und sonst sehr viel Socializing macht?

40:25 Dass es erstmal um die Identität geht und wie sich das entwickeln kann. wie zum Beispiel mein Verein in Braunschweig, das ist immer noch mein Verein, in dem ich Mitglied bin, wenn mit ihnen das Gespräch geführt wird, ja, wie wollt ihr eure Jugendarbeit voranbringen? Und was könnt ihr dort tun dafür? So muss man sich das vorstellen mit den Strukturen Gesprächen und auch dann die Unterstützung. dass auch zum Beispiel Mitgliederversammlungen mal vielleicht Prozesse begleitet werden, dass dort eine Zusammenkunft kommt über die Idee des Vereins, wohin er gehen soll dass dort der Landesverband mit dabei ist sowas findet dann noch statt mit dabei und da eine Zielsetzung und dann wird nach zwei Jahren vielleicht wird wieder miteinander gesprochen, geworfen was ist erreicht worden, wo geht es jetzt hin das Verband mit.

41:22 Wir haben ein sehr strukturiertes Arbeiten in der Unterstützung, dass sich die Vereine auch und jeder Verein sich auch mitentwickeln kann, auf den Weg, den er gehen möchte. Was in Niedersachsen auch sehr wichtig ist, weil es gibt ein paar Vereine, die sehr gute, oder mittlerweile auch wieder mehr Vereine, die sehr gute Jugendarbeit machen, die sich auf den Weg gemacht haben, da ist zum Beispiel Viktoria Linden, aber auch traditionell Germania List unter Hannover 78, Aber auch einige andere Vereine, wie zum Beispiel der VfL Dörren oder der SV Odin, jetzt rede ich über die Hannoveraner Vereine, haben sich auf einen positiven Weg begangen und sind aus ihrer Talsohle Ende der 90er, Anfang der 2000er jetzt herausgekommen und entwickeln sich auch im Jugendbereich jetzt besser.

42:06 Okay, Ende 90er, Anfang 2000er, das sind jetzt schon 20 Jahre. Also das ist nicht so ein Prozess, wo man in sechs Monaten einfach mal alles umwirft, sondern was wahrscheinlich sehr lange dauern wird. eine halbe Generation oder sowas. Das sind genau die Zahlen, von denen du gesprochen hast. Wir reden über Zeitraum von fünf bis zehn Jahren und nicht von Monaten, sondern da reden wir über Jahre, weil ich glaube, dass das auch eine sehr befriedigende Arbeit sein kann für jemanden, wenn man das sieht. Ich habe das geschaffen. Ich war mit daran beteiligt, dass sich das so gut entwickelt hat. Ich bin sehr stolz darauf, was sich hier an Kultur in diesem Verein mitentwickelt hat und ich bin Teil davon und ich denke, dass das sich dann auch niedersteht, bei allen anderen ein Teil des Ganzen mit zu sein. Ich glaube, das ist so wichtig, was Identität auch anbelangt.

42:56 Und ich denke, das ist so ein Weg, den man gehen kann. Andere Landesverbände oder andere Vereine gehen vielleicht andere Wege und sagen, wir wollen das gehen. Andere Vereine haben einen großen Spender oder mehrere Sponsoren, die sagen, okay, wir haben genug Geld zusammen und können jemanden hauptamtlich einstellen. Es gibt Vereine, die haben einen großen Mäzen, die können mehrere Trainer einstellen. Dann sind die Bedingungen natürlich immer ein bisschen anders und vielleicht auch die Zeitraum und ein paar andere. Aber nicht jedes Modell lässt sich für jeden Verein und jede Region übertragen. Man muss halt gucken, was sich... Ja, klar. Das Modell von 1880 Frankfurt lässt sich nicht auf jeden anderen Verein übertragen.

43:41 Aber man kann trotzdem gucken, was haben sie erfolgreich gemacht. Man nennt sich die Puzzlestücke raus, sage ich mal so. Genau, was kann ich dafür nehmen unter den Bedingungen, unter denen ich arbeite, unter den finanziellen Bedingungen, die ich arbeite? Was kann ich davon trotzdem nehmen? Was kann ich davon nutzen? Ich habe großen Respekt davon, was dort geleistet wurde. Aber man kann gucken, was nehme ich davon und was passt bei mir. Meinst du, es gibt genügend Austausch in Deutschland bundesweit, also Landesverbände oder so untereinander? Also ich habe jetzt verstanden, in Niedersachsen, das scheint jetzt bei euch ganz gut zu laufen oder so, aber wie ist so dein ganz subjektiver Eindruck, woanders, ist da Potenzial noch vorhanden, wo man noch mehr tun könnte?

44:25 Ich denke, es gibt gute Struktur, also es gibt sowas wie zum Beispiel Landesvertretung im Deutschen Agrarlieferband, wo sie sich auf der Ebene austauschen können. Wir haben uns vor anderthalb Jahren das letzte Mal unterhalten, da hatte ich über das Raktiforum gesprochen, habe es kritisiert und habe es aber auch positiv gefunden. Das ist auch eine Form des Austausches und auch der Inspiration, die stattfindet. Ich bin auch sehr begeistert, was Ralf-Iwan, Peter Smutner zurzeit auch in der Corona-Zeit mit digitalen Webinaren dort angeboten haben, wo ich zweimal... Das sind gute Dinge, die dort entstehen, auch zum Austausch, auch zur Inspiration. Das hilft sicherlich, aber ich glaube, dass jeder Verein und jeder Landesverband auch jeder, der dort aktiv ist, sagen will, ich will aktiv sein und wir müssen dort was hinkriegen.

45:19 Und nicht nur das tagtägliche Geschäft und die tagtägliche Verwaltung, sondern gesprochen wurde, Vision. Wir müssen über Vision reden und Visionen zum Leben bringen. Das kann ich nur unterstreichen. Da stimme ich dir vollkommen zu. Was sind denn so aus deiner Sicht, okay, das sind ja eigentlich schon so, sind das die größten Roadblocker, die da so im Weg stehen? Wenn du so an die nächsten, was ist so die größte Gefahr oder so, dass halt so im täglichen Vereinsdingen genau es untergeht, eine Vision langfristig zu entwickeln? Ich denke, oder? Also und Bequemlichkeit, dass man sagt, wir sind doch jetzt erfolgreich und geben uns damit zufrieden. Ich denke, zum einen sich erstmal auf den Weg machen und zum anderen zufrieden sein zu dem, was erreicht wurde.

46:15 Das sind die größten Blockaden und die Sorge, dass man oder dass es nicht vereinbar ist oder genug Manpower da ist, dann muss man irgendwie das hinkriegen, dass genug Manpower entsteht. und also ich denke, dass alle, die, ihr habt euch in einer meiner letzten Folgen darüber unterhalten, über die Spieler, die dann wegbrechen, wenn sie ihre Karriere beendet haben. Ich denke, das ist ein wichtiges Ziel, da gibt es so ein schönes Bild für die Entwicklung auch von World Rugby, das kommt glaube ich aus Irland, das ist auch so nach der Spielerkarriere. Was bist du dann, nur Fan oder gibst du auch noch etwas in den Verein zurück? und beides ist okay. Es ist aber wichtig, das so hinzubekommen, dass auch die, die aufhören, weiterhin aktiv im Verein bleiben. Meistens geht es einfach auch mit dem Alter einher, dass gesagt wird, okay, ich habe jetzt meine Familie, ich muss mich auf meinen Beruf konzentrieren.

47:17 Es passiert ja auch etwas politisch und wir kriegen die 30-Stunden-Woche und schafft dann mehr Kapazitäten auch für Ehrenamt und Entwicklung. Okay, okay. Ja, dann kommen wir auch schon bald zum Ende, sag ich mal so. Guckst du eigentlich noch Six Nations noch und Super Rugby oder wie ist so dein privater Rugby-Konsum? Eingeschränkter geworden. Ich habe eine Zeit lange über irgendein Abo von DAZN, das habe ich dann aber gekündigt, weil wir schlechter wurden von ihren Angeboten und alleine Premiership Rugby war mir einfach zu wenig. Ich habe Six Nations geguckt, über Bozy Max. Super Rugby gucke ich immer nicht so viel. Ich gucke keiner, das kann ich dir versichern. Das ist einfach, ich würde mal reingucken, um mir Entwicklungen des Sports anzugucken, die sehr maßgeblich sind dafür.

48:21 Aber ich glaube, dass diese Form des Rugby ist nicht die Form des Rugby ist, wie wir hier spielen. Ich gucke mittlerweile viel Siebener-Rugby, wenn es geht. Gucke mir die Siebener-Nationalmannschaft an, die Turniere und dann auch manchmal ein paar andere Spiele dazu. Was ich halt einfach attraktiv finde, weil nach einer Viertelstunde oder 16 Minuten ist das Spiel vorbei. Besser vereinbart. Ja, glaube ich jetzt auch mal, dass dieses Wort Deutschland, da waren auch manchmal so Spiele aus Deutschland zu sehen, von der Bundesliga. Das habe ich mir auch mal angeguckt, ein paar Spiele. Schalte da durch oder irgendwelche Highlights an. Aber ja, wenn es geht, gucke ich was. Wenn nicht, also nicht mehr so viel wie früher.

49:07 Aber es geht schon. Und wenn es geht, oder vor allem war ich auch hier in Berlin mal zum Bundesligaspiel. Das geht mir auch gerne an. Also schon. Wenn es geht, ja, aber nicht exzessiv. exzessiv. Und auch Typer-Rugby ist nicht so... Alles klar, kann ich verstehen. Ich gucke halt gar keinen Siebener-Rugby und ich bin der Meinung, viel mehr Leute sollten Rugby schauen, damit sie auch das Spiel besser verstehen. Habe ich immer wieder eine Diskussion mit Donal drüber, dass ich manchmal... Ja, auch wenn es natürlich Super-Rugby kann, man schlecht vergleichen mit der dritten Regionalliga hier sonst irgendwo so. Aber dass man ein bisschen mehr besseres Spielverständnis entwickelt. Wenn ich so an Fußball denke und viele Leute gucken extrem viel Fußball, die auch selber spielen und so, und beim Rugby habe ich das gegenteilige Gefühl, dass halt, es wird zwar viel zum Verein gegangen und auch trainiert und gespielt, aber Das ist nicht meine Wahl.

50:13 Ich glaube, würde ich dir bei widersprechen. Also auch mit den jungen Spielern, mit denen ich hier in Berlin auch viel gearbeitet habe, die haben schon viel geguckt und die gucken dann auch Super Rugby. Und die gucken ganz viel irgendwelche YouTube-Clips und die gucken schon. Also da würde ich dir widersprechen. Ich glaube auch, das ist wichtig. Aber ich stimme dir total zu, dass viel geguckt werden muss. Und auch Leute, die... Da fände ich diese Angebote von ProSiebenMax ziemlich gut. Wo einfach die Zugänge gut waren und auch mit der Weltmeisterschaft. Und alles wurde auch erklärt, immer für Leute, die auch gerade dazukommen oder so. Ich glaube, da hat man auch ein bisschen neues Publikum gewinnen können.

50:52 Genau, die begeistert sind und ich glaube, dass wir halt auch Fans brauchen. Also es wird einfach auch noch... Die einfach nicht... Genau, die nicht die Hardcore-Fans sind, die alles verstehen. Genau, die einfach nur den Sport schön finden und sich das angucken, finde ich total wichtig. Das fehlt hier auch. Gut, aber wir blicken der Zukunft positiv entgegen. Immer. Ansonsten würden wir das nicht machen. Genau. Ja, Björn, dann danke ich dir für deine ganze Zeit hier auf dem Montagabend, die du mit mir verbringen musstest oder durftest und hoffe, dass wir uns in Berlin sehen beim Bundesligaspiel oder München oder Niedersachsen. Auf jeden Fall soll es nicht wieder acht Jahre dauern, bis wir uns zufällig in der U-Bahn treten.

51:34 Oder bei einem Trainerlehrgang, den du mal machen musst oder so. Ja, da werden sehr viel kommen in der Zukunft, hoffe ich. Ja, und vielen Dank, dass ich da sein konnte. Grüß Vivian und Donal. Richtig aus. Wenn die das hier nicht hören, dann bin ich auch sauer. den eigenen Podcast. Okay, Björn, dann hau rein. Bis nächstes Mal bei