Rückblick auf den ADRT mit Anne-Marie vom DRV und Götz vom München Rugby Football Club
Der "Außerordentliche Deutscher Rugby-Tag" fand am vergangenen Wochenende in Heusenstamm statt. Das Thema war "Zukunftssicherung durch Erhöhung der Mitgliedsbeiträge". Wir sprachen wieder mit Anne-Marie vom DRV, die auch letzte Woche zu Gast war und schauen auf die wichtigsten Punkte des Tages zurück. Außerdem sprachen wir mit Götz Köthe, der Vorstandsmitglied und Vize-Präsident vom München Rugby Football Club ist. Wie sieht er die Beschlüsse vom Wochenende, welche Chancen hat das deutsche Rugby und wie kann die Zukunft des deutschen Rugby positiv gestaltet werden? Ein Dank geht an beide Gäste, die sich Zeit für uns genommen haben. Viel Spaß
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Transkript
Automatisch erstellt, kann Fehler enthalten. Stand: 02.10.2026. Klick auf eine Zeitmarke spielt die Folge ab dieser Stelle.
0:14 Hallo und herzlich willkommen zu unserer neuesten Aufgabe, der Podcast Vorpass. Wir sind wieder am Start. Wir haben viele Themen zu besprechen. Wir haben ein, zwei special Gäste. Aber die specialsten Gäste sind wie immer meine Best-Friends. Vivian und Big G. Vivian, hallo. Wie geht's dir? Alles gut? Mir geht's super. Ich grüße euch. Das ist gut. Big G, du bist wieder am Start. Alles gesund bei dir? Alles gut. Schönes Wochenende gehabt. Entspannt. Sonne. Schwimmen. Rugby-Training. Ja, George, wir lauf das Training. Das war jetzt halb eine Lüge schon. Donnerstag Tackletraining gemacht. Meine Hüfte hat sich seitdem ein bisschen verschoben, glaube ich. Weil ich getacklet wurde. Wenn man auch nur mit halb Gas in so einen Tackle reinläuft, dann ist es immer das Schlimmste.
1:10 Dann verletzt sich der, der reinläuft und wahrscheinlich auch noch der, der tacklet. Du kennst ja mein Motto, einfach Tackling in beiden Sinne vermeiden. Ich schaute immer so, your man, your man. Ja, als Fullback immer die dritte Defense-Reihe organisieren. Alles von hinten organisieren. Ja, so wie Bodenbart am Wochenende, einfach mal Torren-Style-Defense, einfach Arm raus und Laumabe einfach durchlassen. Aber das ist ein Thema von einem anderen Tag. Wir haben ja relativ viel zu besprechen. Wir hatten ja letzte Woche Annemarie dabei und sie war ja natürlich bei dem Rugby-Tag am Wochenende und wir haben sie einfach mal gebeten ein kurzes Zusammenfassung zu geben, beziehungsweise haben kurz mit ihr gesprochen.
1:55 Und ja, gleich wollen wir halt das hören auf jeden Fall. Also bis gleich und geht's mit Anna-Marie. Und wir haben gleich im Anschluss dann der Götz von MRFC, der uns auch noch vom Wochenende erzählen kann. So, wir hatten ja letzte Woche Anna-Marie dabei. Sie ist wieder da und wir haben noch so ein paar Fragen für dich, Anna-Marie, vom Wochenende. Du weißt ja, am Wochenende war das außerordentliche deutsche Rugby-Tag. Und da ging es dabei um die Themen für die Mitglieder des Beiträgerhöhungen, falls die Leute nicht letzte Woche zugehört haben. Und es gab viele Diskussionen, viele Punkten. Und am Ende, wenn ich das richtig verstanden habe, nach langen Diskussionen und Amtsstimmungen der Vereine und Landesverbande, hat man sich für eine Sonderunlage von 10 Euro entschieden.
2:46 Genau. Annemarie, was bedeutet quasi genau diese Sonderumlage? Ja, also es gab insgesamt, wie du schon gesagt hast, einiges nach Diskussionen und bei rausgekommen sind zwei Sonderumlagen, also eine für 2020 und eine für 2021. Das bedeutet, dass auf die gewöhnlichen Mitgliedsbeiträge, die die Vereine schon zahlen an den DAV, noch jeweils pro Mitglied einmal 10 Euro einmalig an den DAV gezahlt wird. Also einmal 10 Euro für 2020 und einmal dann nochmal 10 Euro für 2021, sodass die Mitgliedsbeiträge in dem Sinne jetzt nicht angerührt wurden. Also ist das dann als Ergebnis für diesen deutschen Rugby-Tag, als Erfolg für das deutsche Rugby zu sehen, zu verstehen? Ja, also ich finde halt, was ich jetzt erstens erstmal hervorheben möchte, ist, also der Samstag war ein langer Tag in Heusenstamm.
3:55 Wir haben insgesamt gute sechseinhalb Stunden diskutiert und gemeinsam nach Lösungen gesucht. Es gab verschiedene Eilanträge, die vor Ort gestellt wurden, um zu einem Ergebnis zu kommen, weil einfach die Meinungen teilweise sehr auseinandergegangen sind. Und am Ende sind wir aber dann um halb sieben abends da rausgegangen und haben halt eine Entscheidung getroffen gehabt. Und das, finde ich, ist halt ein Mega-Erfolg für den Verband, für die Community. Denn es ist einfach überhaupt nicht selbstverständlich, dass wir das am Ende so zusammengekommen sind. Und die Vereine und Verbände haben einfach dem DAV damit sehr, sehr viel ermöglicht. Wir können alle einmal durchatmen, weil wir jetzt ja gute anderthalb Jahre Zeit haben, um die nächsten Schritte zu gehen.
4:46 Und um einfach uns mehr zu überlegen und vorwärts zu gehen. Und genau, weil beim spätestens zum Deutschen Rugby-Tag 2021 müssen dann die nächsten Konzepte vorliegen oder muss es weitergehen. Aber auf jeden Fall war das jetzt erstmal total wichtig und bin sehr froh, dass wir diese Sonderumlagen durchbekommen haben. Anne-Marie, welche Vereine haben denn Kritik dazu geäußert? Also das Ergebnis war ja nicht einstimmig in Anführungszeichen. Was waren denn da die größten Kritikpunkte? Ja, also ich werde jetzt hier nicht einzelne Vereine nennen, weil einfach, ja, es wurde sehr viel geredet und es gab unterschiedlichste Diskussionen. Ich glaube, was ich aber mal hervorheben möchte, sind auch so, dass es unterschiedliche Arten von Kritik einfach gab.
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5:43 Also man hat zum Beispiel von den großen Vereinen ganz klar gehört, dass für sie 10 Euro extra im Jahr je Mitglied einfach ein Batzen an Geld ist. Also das sind dann halt schon mal 5.000, 10.000 Euro auf einmal, die sie zahlen müssen. und dass diese Sonderumlage auch, also dass die für jedes Mitglied gelten, sei es jetzt ein Kind, ein Jugendlicher oder eine erwachsene Person und dass das gerade für die schwierig ist, die sehr viel Jugendarbeit zum Beispiel machen, weil Jugendliche häufig teuer sind, weil man natürlich sehr viel macht mit denen, aber natürlich jetzt trotzdem die 10 Euro zahlen muss. Gleichzeitig ist es aber so, dass zum Beispiel die kleinen Vereine, die sind ja meistens eher die Vereine oder wo es unwahrscheinlicher ist, dass sie gerade Nationalspielerinnen und Nationalspieler haben und die haben trotzdem so viel Geld gegeben darüber hinaus zahlen sie jetzt ja eh schon für jedes Mitglied mehr als einen großen Verein und dann nochmal die 10 Euro hoch drauf das rechne ich den extremst hoch an weil das einfach überhaupt nicht selbstverständlich ist also die haben ihre Kritik in dem Sinne jetzt nicht so geäußert Aber ich finde, das ist etwas, was wir einfach mal betonen müssen und was man auch einfach mitdenken muss, weil das natürlich nicht für kleine Vereine einfach da nicht unkritisch ist.
7:02 Jetzt haben wir ja erst mal dieses Ergebnis, wo du ja ganz klar sagst, das ist was Positives für das deutsche Rugby. Wie geht es denn jetzt weiter, wenn man jetzt schaut auf die nächsten Jahre, welche Aufgaben stehen jetzt fürs Präsidium und für den Vorstand an? Vielleicht das nochmal so abschließend, kurz und knackig. Klar. Also zunächst muss ja entschieden werden, was mit dem Geld gemacht wird. Also wir haben bekommen die Sonderumlage und damit werden als erstes unsere Verwaltungskosten natürlich gedeckt. Aber da bleibt ja noch was über. Und dann ist natürlich die Frage, was machen wir damit? Also ich hatte ja letzte Woche erzählt, dass wir verschiedene Sparten haben und alle wollen natürlich und brauchen Geld.
7:45 Und da müssen wir uns halt überlegen, wer bekommt jetzt was. und da ist teilweise auch die Entscheidung schon, muss sehr schnell passieren, denn bis zum 31.07., also nächste Woche, müssen die Nationalmannschaften zur EM angemeldet werden. Also ich gehe davon aus, dass natürlich die 15er Nationalmannschaft der Herren erstmal angemeldet wird, aber genau, es muss alles noch diskutiert werden, das ist sozusagen die kurze Aufgabe und dann mittelfristig, langfristig gilt es zu überlegen, wie wir die Mitgliedsbeiträge ab 2022, wie die sich zusammensetzen werden. Also nimmt man das Thema der Kinder und Jugendlichen auf, von dem ich jetzt schon gesprochen habe, oder eben auch kleine Vereine, wie kann man die vielleicht entlasten, um Vereinsgründungen zu motivieren.
8:31 Aber darüber hinaus geht es natürlich nicht nur um Geld, sondern es geht vor allem, wird jetzt auch für den Vorstand und das Präsidium, es in der nächsten Zeit die Aufgabe sein, wirklich auch inhaltlich Konzepte vorzustellen, zu machen, zu planen. Es wurde immer wieder der Wunsch geäußert, wohin soll die Reise gehen mit dem DRV? Welche Teams und welche Sparten sollen wie und wann und durch welches Geld vorangebracht werden? Und genau, wir haben jetzt die Möglichkeit, Nationalmannschaften wieder spielen zu lassen und haben irgendwie ein bisschen Zeit zum Durchatmen. Und da ist jetzt die Aufgabe einfach, transparent weiterzuarbeiten und klar zu zeigen, wo sollen die Reise hingehen. Dann sind wir auf jeden Fall gespannt und sehr froh, dass du die Zeit nehmen könntest, uns das alles letzte Woche und diese Woche noch ein Zusammenfassend zu erklären.
9:17 Anne-Marie, vielen lieben Dank für die Zeit und hoffentlich bis bald nochmal. Ja, gerne. Viel Spaß noch. Ciao. Hallo, heute bei Vorpass zu Gast, wie schon angekündigt, Götz vom MRFC, der sich dankenswerterweise spontan auf den Montagabend hier uns Zeit genommen hat. Götz, stell dich doch mal bitte kurz vor unseren Zuhörern und Zuhörerinnen, die dich noch nicht kennen. Ja, vielen Dank. Also ich bin der Götz Köthe, stellvertretender Vorsitzender München Rackle Football Club. Bin da seit Ende 87 Mitglied, war in allen möglichen Rollen auf dem Feld und abseits vom Feld unterwegs und seit Anfang diesen Jahres wieder stellvertretender Vorsitzender. Okay, Okay, gut, danke für die Infos. Seit 87, das sind summa summarum mehr als 30 Jahre.
10:09 Ja. Noch vor der Wende mit Rugby angefangen. Ja. Welche Position hast du gespielt? Ich war ja am liebsten immer vorne unterwegs, am liebsten dritte Reihe auf der kurzen Seite, aber da war immer so viel Konkurrenz auf der Position, dass ich es nie so häufig habe spielen können, wie ich es gerne gespielt hätte. Wo musstest du dann ausweisen? Ach, ich habe auch mal zweite Reihe gespielt. Ich habe sogar schon mal erste Reihe gespielt und das zu einer Zeit, als man die erste Reihe Stürmer noch nicht separat markieren musste auf dem Spielberichtsbuch. Das ist schon alles eine Weile her. Ja, da waren die Scrums auch noch ein bisschen anders. Kommen wir zum vergangenen Wochenende und zum Thema des Podcasts heute.
10:48 Wir hatten ja auch letzte Woche über den Allgemeinen Deutschen Rugby Tag geredet. A, D, R, T. Sehr sperriger Name. Außerordentlicher. Außerordentlicher. Oh Gott, das fängt schon an. Außerordentlicher Deutscher Rugby Tag. Genau, Deutscher Rugby Tag. Es wurden Anträge im Voraus gestellt und es wurden auch Anträge an dem Samstag gestellt, wenn ich das so richtig verstehe. Wir hatten jetzt eben schon Anne-Marie zu Gast, die die Ergebnisse dargelegt hat. Aus der Vereinssicht, aus der Vereinsbrille vom MRFC, der größte Verein in Bayern, wenn mich nicht alles täuscht. Wie ist eure Sicht darauf ganz allgemein? Also wir sind erstens mal der Meinung, dass es gut ist, dass wir am letzten Samstag ein Ergebnis gefunden haben, mit dem wir jetzt alle arbeiten können.
11:34 Es war aus meiner Sicht das Allerwichtigste, dass wir da nicht auseinandergehen ohne Ergebnis, denn sonst hätten wir eine richtige Hängepartie gehabt und es hätte eigentlich keiner so richtig gewusst, wie es denn überhaupt weitergeht mit all den Dingen, die man sich vorgenommen hat. Und vor allen Dingen hätte dann auch der Vorstand und das Präsidium vom Deutschen Ratbühverband im Grunde genommen keine Arbeitsgrundlage gehabt, um die nächsten Monate in welcher Form auch immer zu bestreiten. Insofern, wir sind sehr froh, dass wir eine Lösung gefunden haben. Wir sind auch sehr froh, dass auch am Tag dann noch Anträge auch gestellt worden sind, die auch einen breiten Konsens gefunden haben. Da bin ich auch dem Uli vom RFC Augsburg sehr dankbar dafür, dass er da auch mit in die Bresche gesprungen ist.
12:28 Und insofern ist das aus unserer Sicht ein guter Kompromiss. Ja, kostet mehr, aber jede andere Lösung hätte auch mehr gekostet. Insofern war es von vornherein klar, dass das für alle Beteiligten in der aktuellen Situation zunächst einmal zu einem höheren Obolus hätte führen müssen. und insofern glauben wir, dass das, was jetzt entschieden worden ist, dem DRV-Vorstand, dem Präsidium jetzt auch das nötige Wasser unterm Kiel verschafft, um in diesem und nächsten Jahr ihre Arbeit zu machen und nicht immer nur von einem Tag auf den nächsten zu gucken, wie es denn jetzt gerade auf dem Konto aussieht. Haben wir dann dadurch, also wir haben ja gehört, dass es so ein bisschen Diskussionsbedarf gab. Haben wir vielleicht mit der Entscheidung von dem Wochenende das größere Thema deutscher Rugby irgendwie vertagt, also auf einen anderen Rugby-Tag sozusagen?
13:33 Oder ist das halt erstmal, weil wir hatten ja so vorgelegt bekommen oder beziehungsweise die Beschreibung, dass es geht um so das Thema des Basis quasi schaffen, also die Basic-Kosten halt irgendwie abzudecken und dann noch sozusagen die erweiterte Kosten, die hat da entstehen können und hiermit, wer es ja erstmal die Basiskosten hat abgedeckt, haben wir dann mit der Entscheidung von Wochenende der größeren Entscheidung irgendwie auf einen späteren Zeitpunkt verschoben? Also es wird sicherlich noch einige Themen geben, die in der nächsten Zeit überhaupt noch entwickelt und erarbeitet werden müssen. Insofern gebe ich dir recht. Ich persönlich habe die, ja, gab es jetzt verschiedene Begriffe dafür, die Aufpreisliste, heißt Liste, die im Vorfeld ja auch in dem, es ist so ein bisschen immer wenn du ein Auto kaufst und dann hältst du gerne Medersitze oder so.
14:25 Ich habe sie persönlich, aber das ist mal wirklich meine persönliche Meinung, als etwas unglücklich empfunden, weil diese Liste so ein bisschen das Potenzial gehabt hätte, die einzelnen Themen, die da drauf standen, auch gegeneinander auszuspielen. Denn alle Themen, die da drauf sind, sind wichtig. Egal, ob das jetzt die Nationalmannschaften sind, der Kinder- und Jugendbereich, Get-Into-Rugby, Frauen, Friedsrichter, Trainerausbildung, das sind alles Themen, die in den Gesamtkonzepten reingehören und alle wichtig sind. Und diese Themen über, was möchtest du bezahlen, was bist du bereit zu bezahlen, bist du bereit für X oder für Y zu bezahlen oder nicht, das wäre den einzelnen Themen meiner Meinung nach nicht gerecht geworden.
15:10 Es war aus meiner Sicht der Versuch vom Vorstand und vom Präsidium, vom DRV mal transparent sind, die Kosten und in die Ausgaben mit reinzubringen. Ob die dahinterliegenden Kosten jetzt alle im Detail so transparent waren, ist nochmal eine andere Frage. Aber was wir sicherlich geschafft haben, ist so, dass wir dem Vorstand, wie gesagt, Zeit verschafft haben, mal die Konzepte mal aufzubauen, sowohl inhaltlich als auch finanziell. Es ist ja so, dass es eine ganze Reihe von strategischen Zielen und Strukturplänen schon gibt für den DAV, für die DAJ, für die medizinischen Aspekte, Trainingskonzepte und so weiter. Und die müssen sicherlich alle noch überarbeitet und aktualisiert und diskutiert werden und auch weiterentwickelt werden mit dem hoffentlich guten Willen aller Beteiligten.
16:00 Und dann gibt es eben die finanzielle Geschichte. Und das ist, glaube ich, die, auf die sich jetzt auch der Vorstand sicher konzentrieren werden. Denn eins ist klar, dass wir ihnen jetzt durch diese Entscheidung Zeit gegeben haben, sowas aufzubauen, ist erstmal richtig und gut. Aber eine rein auf Mitgliedsbeiträge basierende Finanzierung ist eigentlich nicht mehr zeitgemäß heute, egal in welchem Spruch. Das heißt, wir brauchen ein Sponsoring, das ist essentiell und braucht aber auch Zeit. und diese Zeit, glaube ich, haben wir dem DAV jetzt mit den Entscheidungen vom letzten Samstag gegeben. Ist das dann, also für mich war es so ein bisschen im Vorfeld, wo wir uns beschäftigt haben mit dem Thema, hatte ich so ein paar Infos bekommen, dass vielleicht so, du hattest ja erwähnt, so eine fehlende Transparenz war auch so ein Grund, wieso manche Vereine, Verbande so ein bisschen nicht so begeistert waren, irgendwie diese Einkaufsliste oder diese Preisliste sozusagen abzustimmen, was du erwähnt hattest.
17:11 Ist es dann jetzt, meinst du, dann ist es jetzt mit dem Transparenz vom Wochenende, ist es ein bisschen klar geworden oder gehen halt auch trotzdem Vereine irgendwie raus mit einem mummliges Gefühl, denkst du? Ich kann mir gut vorstellen, dass es einige Vereine geben wird und Landesverbände vielleicht auch, die da mit einem mulmigen Gefühl rausgehen, Denn letzten Endes haben wir auch wieder hier einen Kompromiss gefunden. Und ja, wir haben uns Zeit erkauft. Das ist schon richtig. Und dass vielleicht die eine oder andere Art, wie bestimmte Dinge im Vorfeld kommuniziert worden sind, wann sie kommuniziert worden sind, dass man das in der Rückschau vielleicht auch noch ein bisschen geschickter, besser hätte machen können.
17:58 Ja, ist vollkommen richtig. Aber auf der anderen Seite darf man auch eins nicht vergessen. Der Vorstand vom Deutschen Rugbyverband, der jetzt im Amt ist, der hat ja die vorliegende Situation nicht zu verantworten. Der hat die ja geerbt. Wir können alle froh sein, dass es diese Personen gibt, die bereit sind, für den Deutschen Rugby in dieser Position Verantwortung zu übernehmen. Und wir müssen ihnen einfach die Chance geben, diese Rolle wahrzunehmen. Hättest du dir gewünscht, dass von der Preisliste, von der wir jetzt die ganze Zeit sprechen, mehr Sachen mit im Endeffekt auf der Rechnung gestanden hätten und der Beitrag im Endeffekt hätte für dich noch höher ausfallen können? Also der Antrag, den wir gestellt hatten als MRFC, der sah ja sogar 20 Euro vor.
18:49 Und es ist ja jetzt so, dass durch die aktuelle Corona-Situation, ja die finanzielle Situation des DRV sich aktuell nicht ganz so prekär und nicht ganz so dramatisch dargestellt hat, wie es am Anfang des Jahres noch war, als noch keiner über Corona gesprochen hat und wir alle noch einiges an Kosten für Länderspiele und so weiter auf den Zettel gehabt haben, die so einfach nicht eingetreten sind. Insofern haben wir mit Corona, was das Finanzielle betrifft, Glück und Unglück gehabt. Aber vom Spielerischen her natürlich eine Katastrophe wie in anderen Sportarten auch. Hätten wir dort noch mehr mit unterbringen können? Ja, vermutlich. Wir waren ja mit unserem Antrag sogar bereit, 20 Euro aufzurufen. Dann wäre sicherlich noch mehr möglich gewesen. Aber mit dem jetzigen Kompromiss können wir auch leben.
19:44 Und ich glaube, dass das ganze Aufbau dieser Konzepte, was kostet jetzt genau was und was machen wir mit den einzelnen Nationalmannschaften, wie können wir diese Nationalmannschaften mit ihrer eigenen Proposition einzeln vermarktet, dass das jetzt eigentlich die große Aufgabe ist, die jetzt vor uns steht, das auch so zu positionieren, dass wir eben auch externe Geldquellen erschließen können. Also euch als Verein ist wichtig, dass die Vereine die Nationalmannschaft mitfinanzieren, bevor wir dann über Sponsoren reden. Aber das, findet ihr schon, sollte im Interesse der Vereine sein. Also ich glaube, dass wir die Nationalmannschaft auf jeden Fall als Aushängeschilder brauchen, allein schon, um auch ein mediales Interesse zu erzeugen.
20:38 Ihr hattet das ja letzte Woche auch mit der Ann-Marie diskutiert und das sehe ich genauso. Wenn wir mediales Interesse erzeugen für deutschen Rugby, dann zuallererst mal über die Nationalmannschaft 10, bewusst plural. und insofern haben wir natürlich auch ein Interesse daran, dass die Nationalmannschaft auftritt und wahrgenommen wird und erfolgreich ist. Auch wenn wir selber vielleicht jetzt nicht im Moment Spielerinnen und Spieler in den Kader mit entsenden. Aber ja, um die Aufmerksamkeit von Rugby in Deutschland und auch in der Medienlandschaft zu erzeugen, brauchen wir die Nationalmannschaft. Eine Frage betreffend, du hattest gesagt, okay, langfristig braucht man Sponsoren. Es wird nicht alleine durch Mitgliedsbeiträge gehen. Jetzt hat man ein, zwei Jahre sich wahrscheinlich etwas Ruhe verschafft, aber man ist immer noch in stürmischen Gewässern, auch wenn die weniger stürmisch sind als vorher, sage ich mal so.
21:44 wie realistisch, wenn jetzt Corona vorbei ist, sagen wir mal so, also wie realistisch ist es, Sponsoren zu finden für das deutsche Rugby, für die nationalen Mannschaften? Weil das Geld, wenn Mitgliedsbeiträge allein nicht ausreichen, das war jetzt ein Kompromiss, meinst du, das schafft man in den nächsten zwei, drei, vier, fünf, sechs Jahren? Ja, also wenn wir es in den nächsten zwei, drei, vier, fünf, sechs Jahren nicht schaffen, dann glaube ich, haben wir ein großes Problem und vielleicht das eine oder andere nicht richtig gemacht. Ich bin nicht der Sponsoring-Expert, muss ich gleich dazu sagen. Aber ich könnte mir vorstellen, dass wenn wir die einzelnen Nationalmannschaften, Damen, 15er Herren, 7er Damen, 7er Herren, wenn wir die entsprechend positionieren, dass es uns schon gelingen sollte und gelingen muss, da auch entsprechend Sponsoring-Unterstützung dafür zu finden.
22:44 Was ich persönlich, und das ist so meine persönliche Einschätzung, aus der Erfahrung der letzten paar Jahre vielleicht vermeiden würde, wäre, diesen einen großen weißen Ritter zu suchen, weil dann natürlich auch eine entsprechende Abhängigkeit entstehen kann, die dann vielleicht ein bisschen schwierig ist, wenn man nur ein dickes Ei im Korb hat und nicht mehr. Ja, verstehe. Ich wollte nur kurz Fragen zum Wochenende letzten Endes. Wir hatten ja mit Amri gehört, und du hast ja gesagt vorhin zu uns off-camera sozusagen, dass du selber nicht präsent warst, aber hast viel darüber gehört letzten Endes und viel Austausch gehabt. Wir haben ja gehört, dass es eine relativ große Diskussionsrunde war letzten Endes und vielleicht manche Sichtweisen sehr weit auseinander waren, hat letzten Endes für die großen Punkten.
23:44 Ist es in diesen Formen, so ein deutscher Rugby-Tag, ist das der Format, womit wir für das gesamte deutsche Rugby-Struktur Sachen entscheiden können? Also mir kam es dann aus den Hinsichten sozusagen, dass ein Landesverband vielleicht mehrere Sachen vertreten kann, sehr sozusagen mächtig sein könnte. Ist das halt irgendwie so ein Weg, den wir halt weitergehen müssen können? Ist das halt realistisch da, dass wir zu irgendeinem Zusammen- oder Zusammenschluss kommen könnten? Also ein Deutscher Rugby-Tag ist ja erstmal das höchste Gremium im Deutschen Rugby, genauso wie in jedem anderen Sportfachverband, den es in den anderen Sportarten genauso gibt. Das ergibt sich aus der Satzung und letztlich auch aus der im Grunde genommen demokratischen Struktur, die wir haben, wie alle Sportfachverbände.
24:39 Themen von dieser Tragweite müssen eigentlich von einem solchen Forum getragen und entschieden werden. Und ja, es ist nicht immer einfach und manchmal auch schmerzhaft und teilweise auch ermüdend. Aber es gibt aus meiner Sicht eigentlich keine Alternative, als das in einem solchen Forum zu diskutieren und zu entscheiden. dass man bestimmte Dinge vielleicht im Vorfeld noch besser strukturieren und noch besser vorbereiten kann, ja, unbestritten. Das ist gar keine Frage, da kann man immer besser werden. Aber der Deutsche Racktitag als höchstes Gremium im Deutschen Racktitag, wie gesagt, wie in jedem anderen Sportverband, ist aus meiner Sicht genau das richtige Forum, um solche Dinge zu diskutieren und zu entscheiden.
25:32 Und wahrscheinlich kommt der große Diskussion auch, dass es wahrscheinlich in den Zeiten wie Corona viele Leute andere Themen im Kopf hatten und es wahrscheinlich ein bisschen spontan für manche Leute kommt, oder? Also kann das sein, dass manche Leute vielleicht nicht gut vorbereitet waren auf den ganzen Themen, auf diesen großen Entscheidungen? Naja, die ganze Geschichte lief ja so, dass zunächst mal im Raum stand, einen außerordentlichen deutschen Rugby-Tag schon im März zu machen. Unser Antrag, den wir gestellt haben, der war ja ursprünglich auch für einen ADAT im März gedacht. Und aufgrund von Corona wurde der ADAT im März dann halt eben abgesagt und auf ein noch zu bestimmendes Datum dann verschoben.
26:16 Und dieses Datum kam dann mit einem Vorlauf von, ich glaube, zwei Wochen. Dadurch immer noch satzungsgemäß, vielleicht ein bisschen kurzfristig von der Sache her, aber erstmal von der Frist her satzungsgemäß. Und ja, natürlich hätte man noch früher einladen können. Und ja, natürlich hätte man im Vorfeld und vielleicht ein bisschen kontinuierlicher kommunizieren können. Aber dass ein solcher ATRT irgendwann einmal kommen wird und kommen musste, das musste eigentlich allen klar gewesen sein, dass man dann nicht bis zu einem normalen, ordentlichen deutschen Ratbetag hätte warten können. Denn die Situation war finanziell prekär und ist finanziell prekär. Ja, man hätte da sicherlich, wie gesagt, ein bisschen früher und ein bisschen regelmäßiger kommunizieren können.
27:11 Im Nachhinein kann man das sich wünschen, das ist richtig. Also, dass dieser ADAT jetzt im Juli stattgefunden hat, war vielleicht vom Timing her überraschend für den einen oder anderen, aber dass das Ding irgendwann kommen musste, muss eigentlich eben klar gewesen sein. Und meinst du, dass quasi die einzelnen Mitglieder, also so ich oder anderen sozusagen genügend informiert waren für die, sag ich mal, Konsequenzen, was das halt mitbringen könnte? Meinst du jetzt als einzelner Verein oder sogar als Mitglied? Ja, genau. Als Mitglied oder als Verein, dass die Leute innerhalb eines Vereins wissen, was das hat für Konsequenzen haben könnte, wenn abgestimmt wird, dass, keine Ahnung, ja genau, 10 Euro, 20 Euro, irgendeine Erhöhung dann vielleicht auf den einzelnen Leuten zukommen könnte?
28:01 Naja gut, das ist natürlich eine Frage, wie sie jeder einzelne Verein für sich dann eigentlich lösen muss, wie er diese Kommunikation dann innerhalb des Vereins dann auch organisiert. Und die Vereine haben ja zum Teil sehr, sehr unterschiedliche Rahmenbedingungen. Es gibt sehr viel kleinere Vereine, es gibt größere Vereine. Es gibt Vereine, die im Grunde genommen Abteilungen in größeren Mehrfachsportartenvereinen sind. Insofern kann man das nicht über einen Kamm scheren. Aber den Verantwortlichen in den einzelnen Vereinen und auch den Landesverbänden, wenn denen, denke ich, war vollkommen klar, in welcher Situation der DRV ist. Und ich bin überzeugt davon, dass alle Vereine den für sie selbst richtigen Weg gefunden haben, das auch mit ihren Mitgliedern zu kommunizieren.
28:55 Super. Jetzt bist du ja schon, wie wir gehört haben, lange im deutschen Rugby aktiv. Jetzt hast du diesen Tag gut erlebt. Als Abschlussfrage auch und als Fazit und vielleicht eher auch Ausblick. Bist du zuversichtlich, was das deutsche Rugby in den nächsten Jahren angeht? Glaubst du, in den nächsten Jahren kriegen wir das in den Griff, gerade was die Sponsorensache angeht? Also es führt da eigentlich keinen Weg drumherum. Da sind wir schon fast zum Erfolg verdammt, was das Thema Sponsoren betrifft. Und ich glaube, wenn es uns gelingt, dass wir mehr in der Sache auch miteinander umgehen, noch mehr in der Sache miteinander umgehen, um diese gemeinsame Sache eben auch weiterzutreiben und weiterzuführen, dann ist mir da nicht bange. Ich meine, man darf eins nicht vergessen.
29:45 Wir haben da alle eine Verantwortung. Natürlich kann man sagen, der DRV und sein Präsidium und der Vorstand, die sind jetzt verantwortlich dafür, die Strategien und Konzepte und die Finanzen jetzt aufzubauen. Ja, das ist richtig. Aber auf der anderen Seite haben wir alle, also die Landesverbände und die Vereine, auch eine Verantwortung. Wir müssen auf einmal auf der einen Seite mal diese Strategien, Konzepte und Finanzpläne einfordern. Wir müssen aber auch den DRV unterstützen in der Umsetzung. Denn der V sind ja letztendlich wir. Das ist ja kein übernatürliches Wesen, das über uns schwebt und in seinem unendlichen Weisheitsschluss dann Dinge macht. Sondern das sind wir letztlich alle. Also wir haben eigentlich da auch die Verantwortung, das dann auch mit Leben zu füllen.
30:36 Und vor dem Hintergrund müssen wir auch die Leute, die da jetzt in der Verantwortung sind, unterstützen. Das sind sehr schöne Abschlussworte, Götz. Also ich fasse mal zusammen, Unterstützung für den deutschen Rugby gelingt nur durch uns alle zusammen, gemeinschaftlich durch viel Kommunikation, würde ich mal so sagen. Das kann man ja so festhalten. Dann danke ich dir, danke dir ganz herzlich für deine Zeit. Auch schön, dass das so spontan zustande gekommen ist. Ja, Donal, Vivian, habt ihr noch irgendwas? Nee, ich freue mich. Vielen lieben Dank auf jeden Fall für die Zeit. Alles klar. Dann herzliche Grüße nach England, nach Berlin und dem Landkreis München. Nach Heidhausen. Nach Heidhausen, Münchenstadt.
31:24 Okay. Grüße nach München. Okay. Danke. Macht's gut. Danke euch. Macht's gut. Tschüss. Tschüss. Brian Jones, Gründer der Rolling Stones, liegt tot in seinem Swimmingpool. Offiziell ist es ein Unglücksfall, doch dann tauchen Zweifel auf. Neue Aussagen, ein Mordverdacht und Jahrzehnte später sogar ein angebliches Geständnis. Plötzlich scheint klar zu sein, was in dieser Nacht passiert ist. Nur gibt's da ein Problem. Je genauer die Geschichte wird, desto weniger lässt sich davon wirklich beweisen. Brian Jones, die Wahrheit versinkt im Pool jetzt bei Tatort Musik überall, wo es Podcasts gibt. Ja, das war auf jeden Fall unser Gäste und war auf jeden Fall sehr viele Infos zu verdauen. Wir sind sehr dankbar, dass die Leute immer die Zeit nehmen für uns. Auch wie Big G gesagt hatte, ja auch spontan sozusagen auf den Montag. Big G und Vivian für mich waren wahrscheinlich immer noch sehr viele Fragen offen, auch vom Wochenende, aber ich glaube, das können halt keine beantworten.
32:31 Für mich kam so ein bisschen, also ich mache es so ein bisschen offen in die Diskussionsrunde, wenn es okay ist. Für mich so ein bisschen, was ich halt rausziehen könnte, wir haben ja verschiedene Quellen im Voraus angefragt und jetzt im Nachgang. Für mich ist es so ein bisschen, und zerstückelt hat so das Ganze, also daher war auch meine Frage bei Götz so ein bisschen, ist das der richtige Weg? und nicht, dass es so eine Bühne nicht geben sollte, sondern ja, es ist halt gefährlich, wenn sehr viele Köche den Brei versuchen zu mischen. Also das war so ein bisschen mein Gefühl, dass es sehr viele einzelne Leute letzten Endes, die deren eigenen Wünschen vertreten, sozusagen. Ja, zu viele Köche verderben den Brei, aber was ist die Alternative?
33:18 Also das halt, also wenn man nicht alle abstimmen lässt, soll man dann fünf Leute haben, die für vier Jahre gewählt sind und alles alleine entscheiden. Die Alternative ist quasi, wenn man so, also wirklich tatsächlich so Regierung und Politik guckt, also da wird viel gesprochen zu einem permanenten Diskurs. Natürlich sind so Tage, also wirklich Entscheidungstage, aber im Vorhinein gibt es halt so Diskussionen, wo mehrere Meinungen halt geöffnet sind. Also ich fühle mich persönlich, nachdem wir mehr jetzt in den letzten zwei Wochen recherchiert und darüber gesprochen haben, viel mehr gebildet, eine Meinung zu haben oder zu bilden. Und vorher wäre es halt so, hey, wollen wir mal 10 Euro mehr? Ja, nee, wofür? Nein. Also nicht informiert, erst mal konservativ geblieben und nichts gesagt.
34:08 Aber ist das unser? Ist das hohe oder berühmt? Ja, also ja, ist es halt unser, weil wir letzten Endes die Leute sind, die die Vereine repräsentieren. Also letzten Endes könnte ich genauso der Präsident der lokalen Rugbyverein sein und meine Interessen vertreten und es lag nur dann an mir oder es wurde an mir liegen, mich zu informieren und das ist also die Frage, ob deshalb, ob in voraus genügend Leute sich gut informiert haben, auch untereinander, auch diese entscheidenden Leute untereinander sozusagen, weißt du was ich meine? Also ich meine nicht, dass wir als Vereinsmitglieder hätten mehr sprechen müssen, sondern die Präsidenten der Vereine oder Verbände hätten sich vielleicht auch nicht nur an einem Wochenende alles biegen und brechen wollen, sondern vielleicht ein Diskurs untereinander abbrechen.
34:52 Sorry, wenn ich unterbreche, tut mir leid. Nee, also das ist halt die Frage. Ich bin mir sicher, dass das nicht passiert. Also im Gegensatz zu, wenn Merkel und Co. was entscheiden, ist es nicht ihr erste Diskussion drüber? Sie hat schon mehr informiert. Der Vergleich hinkt aber ein bisschen, oder? weil das sind Berufspolitiker, deren Aufgabe ist es zu diskutieren. Genau, aber letzten Endes, das sind Leute, die politisch uns repräsentieren. Also diese Vereine und Verbände repräsentieren mich auf einer anderen Ebene und entscheiden, was für mich dann ist. Ja, aber was ich jetzt so rausgehört habe von all den Gesprächen, die wir jetzt hier geführt haben und sonst, dass halt vorher wurde vom DRV vielleicht einiges nicht kommuniziert oder transparent dargestellt.
35:41 Also früher, sage ich mal so. Deswegen wollten viele Leute wissen, wo das Geld wie verwendet wird. Oder? Naja, vor allem will man wissen, wo das Geld verwendet wird, wenn es um eine Erhöhung auch geht. Also wenn mehr Geld vorhanden ist, wofür braucht man das? Warum ist denn diese Erhöhung notwendig? Also ich glaube, da kann ich das schon verstehen, dass man da nochmal nachhakt. Aber keiner hat da gefragt vor zwei Jahren. Und ich habe dem alles gedeckt, Sponsoren habe ich gedeckt und habe keine sich interessiert darum. und dann jetzt interessieren sich da die Leute. Also letzten Endes, das ist das, was wir über sprechen, oder? Wir reden nicht über krasse Maßnahmen, sondern das Status quo zu erhalten.
36:21 Naja, oder halt auch nicht drüber sprechen. Also ich gebe dir ja vollkommen recht, Donal, dass viel zu wenig irgendwie in den Vereinen hinunter kommuniziert wird. Also ich gehe davon aus, dass jetzt der Vorstand, dass der DRV sich jetzt nicht zum allerersten Mal am Wochenende darüber diskutiert hat, sondern dass die Diskussion ja schon seit Monaten ging, dass auch seit Monaten oder Wochen klar ist, dass dieser ADAT stattfindet. Aber das Problem ist halt, und das hat auch Anne-Marie, glaube ich, so gesagt, dass das halt nicht in die Vereine kommuniziert wird. Und das ist halt wirklich unser Problem. Das ist das Problem von Präsidenten der Vereine, dass das nicht kommuniziert wird. Und ich glaube, ich weiß jetzt nicht, ich könnte jetzt nicht sagen, wann diese Thematik, sage ich mal, auf der DRV-Seite zum ersten Mal platziert wurde. Dass man so als Mitglied auch unabhängig vom eigenen Verein, dass man als Raktivspielerin in Deutschland, das sieht, kann ich nicht, weiß ich nicht.
37:23 Vielleicht fehlt da natürlich dann auch direkt dann vom DRV sozusagen eine Meldung, ey, das steht jetzt an. Aber wir haben jetzt darüber diskutiert, weil sich der Tag anstand. Und ich wurde auch von meinem Verein darüber nicht informiert. Gebe ich dir recht, Donner. Und ich finde auch, dass das schon die Pflicht sein sollte. Genau, und das ist halt natürlich, also es hat ein Hoheschuld, Gringschuld bestimmt irgendwie so eine Debatte drin. Aber für mich etwas Interessantes, wir haben ja erfahren, dass manche Vereine sich so ein bisschen zusammengetan haben oder sich von einem Vertreter repräsentieren lassen in dem Sinne. Und da ist schon der politische Vergleich mit Merkel, also ja, ich hatte keine politische Diskussion anfangen, aber so, dass eine Person, keine Ahnung, x beliebige Vereine vertritt, dann ist es umso wichtiger, dass diese eine Person wirklich unfassbar gut ausgebildet ist in alle Pros und Cons von dem gesamten.
38:18 Und da bin ich mir nicht sicher, ob das tatsächlich so der Fall ist. Da hätte ich noch meine Bedenken daran. Ja, ich will unbedingt was sagen. Ja, ich habe da ein bisschen Gegenteile im Einen. Also erstmal zu dem Vereinsding. Wenn ich Präsident von einem durchschnittlich großen Verein bin, ach oder ist ja auch egal, welche Größe. Ich weiß nicht, ob man da das große Fass und die Diskussion aufmachen muss innerhalb des Vereins, sage ich mal so. Ich meine, alle Menschen machen hauptberuflich noch was anderes. will man dann noch, und da fährt jemand am Morgen nach Häusenstamm, nach Hessen, das sind halt ein paar hundert Kilometer Anfahrt. Klar, die haben im Verein, also die sind gewählt, die Präsidenten, Vorsitzenden, meiner Meinung nach im Verein, damit die genau sich um sowas kümmern.
38:59 Die sind für ein Jahr gewählt und werden dann in einem Jahr wahrscheinlich auf jeder Vereinssitzung wiederum neu bestimmt. Und ich, also ich würde auch schon gerne informiert werden, aber andererseits ich als durchschnittlicher Spieler im Alter, oder Spielerin im Alter zwischen 18 und Ende 30 oder so, weiß ich nicht, ob andere Leute da so viel Bock oder Interesse dran haben, sag ich ganz ehrlich. An dem Deutschen wir jetzt ja und bestimmt noch ein paar andere, aber ich glaube der Großteil nicht. Deswegen, das ist mein erster Punkt, dass man das halt... Aber es geht ja um Geld. Es geht ja um eine finanzielle Erhöhung, die ja mich betreffen könnte. Wenn der Verein sagt, ey, keine Sorge, Leute, ich zahle das hier, der Verein zahlt das, es gibt keine Erhöhung für euch, aber wenn es für mich um eine Erhöhung geht und vielleicht auch, da ging es ja auch um eine Summe, die werde ich irgendwann spüren, dann ist das schon ein Thema, was man ansprechen könnte.
39:51 Aber ich bin auch der Meinung, ich vertraue da meinem Präsidenten, der ist gewählt. Ich vertraue unserem Präsidenten wirklich, auch jetzt vom RK03. Also ich sage das jetzt nicht so allgemein, sondern jetzt auch in meinem persönlichen Fall. Aber trotzdem über finanzielle Sachen sollte man doch mal informieren. Das ist schon wichtig, aber was soll man, jetzt wurde das innerhalb von zwei Wochen hat dieser außergewöhnliche deutsche Rugby-Tag stattgefunden. Außerordentlich mein Gott. Außerordentlich, ja. Deutsch nicht, Muttersprache. Also, die können ja nicht in den Verein nochmal gehen und da abstimmen lassen. Und dafür gibt es halt so eine jährliche Vereinssitzung. Wenn da Leute super angepisst sind, dann müssen die halt sagen, nee, wir wollen den Präsidenten, also der Präsident hat das so und so entschieden, wir haben dafür gestimmt und dann erhöhen wir die Mitgliedsbeiträge um 10 Euro.
40:47 Wenn dann halt Leute unzufrieden sind, Eltern, Spieler, dann müssen die halt sagen, ja, wir wollen die abwählen. Ich bin auch, also ich teile auch WBs Meinung, also ich vertraue der Präsident, der das hat, das macht. Also wir haben ihn ja gewählt, beziehungsweise können halt da abstimmen. Das hat nicht meine Frage. Meine Frage ist dann, dass, wie, wenn zum Beispiel das ein Verein ist, aber wenn mehrere Vereine zusammentun und sich vertreten lassen, dann ist es umso wichtiger, dass das ja, also keine Ahnung, dass das richtig so ja, ich weiß ja nicht, das ist halt nur meine Frage, also ich, wenn dann es einen gesamten Verband vertreten sollte, zum Beispiel, mit mehreren Vereinen, dann müsste mal wirklich sich ja, da ist der Vertrauen noch größer, oder würde ich mal hoffen zumindest, oder?
41:36 Ja gut, das ist jetzt das Vertrauen von den Clubs, die sich durch jemanden vertreten lassen, also wie groß das ist, das ist jetzt nochmal eine andere Sache. Also ich sehe, du sprichst die Politik an, also ich sehe es dann halt so, man braucht Mehrheiten und man muss diese Mehrheiten organisieren. Und wenn der DAV, wenn das Präsidium oder irgendwo anders halt Mehrheiten benötigt, dann so leid es mir tut, das hört sich jetzt vielleicht hart an, aber müssen die sich auch darum kümmern, diese Mehrheiten irgendwie zu besorgen. Lobbyarbeit. Genau. So sehr, ich meine, die sind alle hauptberuflich, machen die wahrscheinlich was anderes. Das ist ein hasser Job. Tafgig, ich würde es nicht machen. Ich will die daher auch nicht so sehr kritisieren.
42:18 Ja, aber also ich finde das jetzt per se nicht schlimm, dass sich da so ein Landesverband halt vertreten lässt oder einzelne Vereine durch eine Stimme vertreten lassen. Okay, doch gut. Wir könnten ja später in die Nacht noch diskutieren, aber müssen auch irgendwann mal andere Sachen tun selber. Wo ist man auch Luft? Also ich finde es grundsätzlich, richtig, dass da auch viele Vereine kritisch an so einen außerordentlichen Deutschen Magpietag rangehen, weil du am Anfang meintest, zu viele Köche verderben den Brei und ich glaube, bei so einem Tag wurde dann halt viel diskutiert, da werden viele Ideen nochmal vorgebracht und das ist natürlich ein Riesenaufwand, aber ich finde das schon gut, weil es geht da halt um eine Erhöhung und dass man dann halt schon nachfragt und Vorschläge vorbringt, wofür das Geld verwendet wird und so weiter, das finde ich schon gut, dass es da so eine Diskussion gibt.
43:11 Was ich aber super interessant finde, ist, dass so viele kleine Vereine, was man jetzt so gehört hat, dazu stimmen, dass es eine Beitragerhöhung gibt, dass man die Nationalmannschaft unterstützt oder dass man dafür sorgt, dass die feststeht, weil das unser Aushängeschild ist. Und viele größere Vereine, so wie ich es jetzt auch gehört habe, aus Heidelberg, aus Hannover, gegen eine Beitragserhöhung waren, gerade Vereine, die Nationalspieler stellen. Und jetzt München, die meiner Meinung nach bisher nicht massig an Nationalspieler und Spielerinnen gestellt haben, total klar dieser Beitragserhöhung zustimmen. Das finde ich total krass. Ja. Ich sage auf jeden Fall, vielleicht können wir uns gucken, ob wir in den nächsten Wochen noch mehr darüber sprechen können, mit noch mehr Leuten wahrscheinlich. Das ist wahrscheinlich unser Job, noch mehr Leute zu informieren oder noch mehr zu kommunizieren mit den Leuten auch. Also falls ihr euch zu Hause angesprochen führt, dann könnt ihr auf jeden Fall bei uns melden und Bescheid sagen.
44:15 Ruf mich auf jeden Fall an. Nicht für alle Kritikpunkte, aber so ist das meiste. Und für die deutsche Sprache von George können wir sowieso nicht. Aber wir mussten irgendwann Schluss machen und es war auf jeden Fall eine sehr spannende Runde. Wir hatten tolle Gäste und wir sind auf jeden Fall sehr dankbar, dass ihr zu Hause zuhört. Ich bin dankbar auf jeden Fall, dass Vivian und Big G ihr seid immer an meinen Seiten, wie die besten Security Guards in the world. Aber wir müssen auf jeden Fall Tschüss sagen und ich sage einfach mal vielen lieben Dank und bis bald bei Vorpass. Tschüss. Bis bald bei Vorpass.