#RWC2019: Südafrika ist Weltmeister
Die Springboks haben sich die Weltmeisterschaft 2019 in Japan geholt. In einem Finale, in dem die Südafrikaner über 80 Minuten das spielbestimmende Team waren, gewannen sie gegen die favorisierten Engländer mit 32-12. Im letzten Vorpass Spezial auf meinsportpodcast.de fasst Andreas Thies zusammen mit Vivian Bahlmann, Donal Peoples und Georg Molz das Spiel zusammen. Außerdem ziehen die vier ein Fazit dieser WM. England war als Favorit ins Finale gegangen. Nach ihrem überragenden Sieg gegen die All Blacks vor einer Woche hatten sie das Selbstvertrauen, um zum zweiten Mal Weltmeister zu werden. Südafrika dagegen hatte im Halbfinale gegen Wales bis zur letzten Minute kämpfen müssen, um ins Finale einzuziehen. Dazu hatten sie nicht immer überzeugendes Rugby gespielt. Doch das änderte sich im Endspiel. Südafrika war von Anfang an die bestimmende Mannschaft, drängte England mit ihrer überragenden Defensive immer wieder tief in die eigene Hälfte. England konnte sich zu selten aus der Umklammerung befreien. In der zweiten Halbzeit konnten Makazole Mapimpi und Cheslin Kolbe ihren Kollegen Handre Pollard, der bis zu dem Zeitpunkt mit Kicks für alle Punkte Südafrikas gesorgt hatte, mit Versuchen unterstützen. Siya Kolisi, der erste schwarze Kapitän eines Springbok-Team, konnte am Ende den Webb-Ellis-Cup in die Höhe stemmen. England wird enttäuscht sein, hatten sie bis zum Finale doch eine wunderbare WM gespielt. Als Fazit bleibt, dass die Verantwortlichen mit dem Austragungsort Japan trotz des Taifuns alles richtig gemacht haben und ein begeisterndes Turnier ablieferten.
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Transkript
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0:00 Gut, gut, gut, gut, gut. Vorpass, Vorpass Spezial, der Podcast zur Rugby-WM in Japan. Auf meinsportpodcast.de Südafrika ist zum dritten Mal Weltmeister im Rugby World Cup geworden. Sie haben das Finale gegen England heute mit ganz, ganz klar gewonnen und sind damit zum dritten Mal nach 1995 und 2007 Weltmeister. Alle zwölf Jahre wird Südafrika-Weltmeister, scheint es. 12 zu 32 hieß es am Ende aus der Sicht von chancenlosen Engländern, müssen wir sagen. Herzlich willkommen zum letzten Vorpass-Spezial hier auf meinsportpodcast.de zur Rugby-WM in Japan. Mein Name ist Andreas Thies und jetzt habe ich sie alle mal beisammen. Alle drei Experten und Expertinnen. Vivian Ballmann ist dabei. Hallo Vivian.
0:48 Hi Andreas. Hallo alle anderen. Ja, Georg Molls ist dabei. Hallo Georg. Servus. Und Donal Peeples ist da. Hallo Donal. Hi zusammen, ja. Donal, fangen wir mit dir gerade mal an. Südafrika ist Weltmeister geworden. Sind sie verdient Weltmeister? Ja, die sind auf jeden Fall verdient Weltmeister. Ob die die beste Mannschaft waren, das ist halt schwer zu sagen, aber die haben einfach mal gewonnen, weil die einfach immer für jedes Spiel das passende Plan hatten. Sogar auch für das Neuseelandsspiel ganz am Anfang. Irgendwie Neuseeland hatte aber kurz die Phase. Im Großen und Ganzen wirklich verdient, sage ich mal, auf jeden Fall Finale viel deutlicher gewonnen, als ich gedacht hätte. Vivian, wie überraschend kam für dich dieser Weltmeistertitel, beziehungsweise dann auch dieser Finalsieg gegen England heute?
1:41 Total überraschend. Ich habe auch mit einem ganz anderen Ergebnis gerechnet. Nach dem Spiel, nach dem Halbfinale zwischen England und Neuseeland, habe ich total auf England getippt. Ich dachte, da kommt Südafrika auf gar keinen Fall ran. England hat aber heute einfach nicht das Spiel auspacken können, was sie gegen Nordseeland gezeigt haben. Und deswegen auch, finde ich, total verdienter Sieg für Südafrika. Georg, hattest du während der WM vor diesem Finale einmal das Gefühl, dass die Südafrikaner Weltmeister werden können? Oder war es vor dem Turnier so, dass du sie im ganz engen Favoritenkreis hattest für den Weltmeistertitel? Also in den Top 4 hätte ich sie jetzt schon mit reingezählt. Aber nach den Spielen gegen Japan im Viertelfinale Viertelfinale und auch nach dem mehr oder weniger durchschnittlichen Spiel gegen Wales im Halbfinale habe ich nicht auf Südafrika getippt. Ich habe auch England bei sieben Punkte gewinnen getippt eigentlich.
2:36 Es war ja dieses überzeugende 19 zu 7 von England gegen Neuseeland im Halbfinale, was dann auch alle dann zu dieser Annahme verleitet hat, dass sie gesagt haben, England ist der Favorit hier auf diese Weltmeisterschaft beziehungsweise dann auch im Finale. Südafrika hatte kämpfen müssen gegen Wales. Es war kein schönes Spiel, was wir im Halbfinale gesehen haben. Donal, wir hatten drüber gesprochen. Südafrika hatte heute allerdings anscheinend einen ganz anderen Plan. Sie sind mit fast exakt der gleichen Aufstellung wie im Halbfinale ins Spiel gegangen, sind aber anders an das Spiel gegangen als gegen Wales. Wie sind Sie reingegangen in das Spiel? Also so viel anders sind Sie halt nicht reingegangen, meiner Meinung nach.
3:14 Quasi haben auf jeden Fall gesehen, natürlich, dass Sie halt nicht immer diesen Kickspiel rausholen müssten. aber die haben trotzdem einfach mal extrem gut verteidigt also im großen Ganzen würde ich sagen, dass die Weltmannschaft gewonnen wurde von der Mannschaft, die einfach mal am stärksten verteidigen könnte und man hat es einfach gesehen, so dafür wird einfach extrem stark verteidigt, hat einfach immer wieder, also was hat überraschend war, die haben einfach England so unter Druck gestellt, dass England auf irgendein, ich kann es mir nicht erklären wieso, aber hinter deren eigene Maliene gedacht hätten, es wäre eine gute Idee, das Ball hin und her zu schmeißen. Das hat man in den 5 Minuten gesehen.
3:54 Und da hat man gesehen, dass der Plan von Südafrika einfach diesen Druck, was sie auch gegen Wales gemacht haben, aber irgendwie hat noch besser funktioniert. Ich war leider ein bisschen überrascht, dass England so darauf eingegangen ist. Weil ehrlich gesagt, wenn die mal das Spiel von Südafrika Wales angeschaut hätten, hätten die schon gesehen, was hat Südafrika für den vorbereiten werden. Und das war halt nichts Neues. Ich war ein bisschen erstaunt, dass Englund davon überrascht war, beziehungsweise auch in die Lage kam, irgendwie diese Spiele in der 2022, beziehungsweise vor dem eigenen Marfine, beziehungsweise sogar hinter dem eigenen Marlenes zu spielen. Das war überraschend. Ob Südafrika musste, hat nicht so ein großes neues Spiel ausdenken im Großen und Ganzen.
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4:46 Ich fand aber, wenn ich da einhaken darf, kurz, schon, dass Südafrika in der ersten Halbzeit schon ein anderes Spiel ausgepackt hatte. Also die haben zum ersten Mal wirklich ein Phasenspiel gehabt. Die haben die Stürmer mit reingebracht, die viele Pässe gemacht haben, was man vorher von denen nie gesehen hat. Also ich vielleicht war England davon ein bisschen überrascht, dass Südafrika wirklich auch Rugby spielen kann und halt nicht nur kickt. Es war jetzt nicht nur ein Pick-and-Go-Spiel, sondern das war schon ein bisschen mehr so ein richtiges Phasenspiel von Südafrika. Und das muss ich sagen, damit hatte mich Südafrika überrascht. Und das haben sie vor allem in der ersten Halbzeit gebracht.
5:26 Und das war, glaube ich, auch der essentielle Zeitraum, in dem hätte England Punkte machen müssen und in dem sie einfach extrem schlecht gespielt haben. Also ich persönlich empfand es auch so wie Vivian, dass ich gedacht habe, ja, Pfaff de Klerk ist gar nicht zum Beispiel dieser entscheidende Mann beziehungsweise der Mann, der die ganze Zeit im Mittelpunkt steht. So viele Boxkicks gab es dann heute gar nicht von ihm, wie zum Beispiel im Spiel gegen Wales. Donal hat es gerade eben schon gesagt, dass die Engländer wohl ein bisschen überrascht waren. Diese eine Szene, Georg, die auch Donal eben ansprach, wo die Engländer im eigenen Malfeld sich die Bälle hin und her gepasst haben, waren sie dann so ein bisschen überfordert dann auch mit der Defensive und was hätten sie dann auch noch besser machen können, deiner Meinung nach?
6:07 Ja, ich weiß, also ich weiß, welche Szene du meinst. Ich denke mal, das wird jedem aufgefallen sein. Das ist so ein bisschen wie Fourth-Grade-Rugby, dass man schon in der eigenen 22 zu spielen, das ist manchmal nicht so die beste Idee, aber dann hinter der eigenen Mahlinie den Ball hin- und herzuschmeißen, der dann sogar nicht gefangen wird. Ich weiß auch nicht, also die waren vielleicht ein bisschen nervös oder so. Ich weiß auch gar nicht, warum man den Ball nicht zum Pullback oder Flyer gibt und der dann einfach Exit rauskickt oder so. Also ich meine, die Leute haben sie ja dafür. Das ist mir so ein bisschen unerklärlich. Also die ersten zehn Minuten war es dreimal so, dass sie halt Bälle Pässe geschlossen haben, die nicht gefangen wurden.
6:45 Obwohl ich jetzt nicht, also Südafrika hat schon Druck aufgebaut, aber ich dachte immer noch, die können den Druck absorbieren und damit umgehen und müssen jetzt nicht so unter Druck passen. Aber, also ich weiß nicht, also die ersten zehn Minuten hatte ich das Gefühl, da hat man schon gesehen, dass es, wenn es so weitergeht, dass es sehr schwierig wird, für England so zu bestehen. Ja, was sich hat da meint, also ihr sagt, die hatten schon was anderes gespielt, aber Südafrika mussten nicht was Besonderes spielen, weil es hat schon gereicht, einfach nur diesen Druck auszuholen. Also Scam hat wenige Boxkicks, weil England hat nicht das dahin gebracht, meiner Meinung nach. Also England hat nicht Südafrika unter Druck gesetzt, dass die das spielen müssen.
7:24 Die haben das viel zu leicht für Südafrika gemacht. Und es hat sogar gereicht, nur diesen Einfaches. Wir gehen alle auf eine Linie, schnell auf euch raus. Und es reicht. Also George hat Vortgeer Rugby. Also das ist an sich kein schlechtes Rugby. Das spielt man, wenn man in der, keine Ahnung, in der 78. Minute sieben Punkte hinterlegt oder sowas. Dann spielt man hinter seiner eigenen Mahlinie oder dann spielt man von fünf Meter aus, weil man muss spielen. Das ist, was das Komische war. England hat das nicht gemusst. Also es war wirklich, die hätten mal ein Paket machen müssen, sauber machen, fünf, keine Ahnung, 15 Meter, irgendwie schlechte Winkel, hauen den Weg raus, dann hast du irgendwie eine Gasse für die Afrika, auf der, keine Ahnung, 30 Meter raus, aber dann kannst du erst mal neu anfangen.
8:07 Aber diese Idee, wenn es klappt, ist geil, dann gehst du Coast to Coast und legst einen Versuch. Wenn es nicht klappt, verlierst du den Ball und hast einen Versuch. Innerhalb der ersten drei Minuten liegt halt, keine Ahnung, 7-0 für die Zafia und dann ist das Spiel vorbei. Und das habe ich nicht verstanden. Ich verstehe, was ihr meint, dass sie schon was anderes gespielt haben, aber es sieht nur anders aus, weil sie nicht kicken mussten. Also eigentlich ist es genau das selbe Spiel, wie was sie gegen Wales machen müssen. Nur Wales hat Südafrika unter viel mehr Druck gesetzt, dass sie diesen Kicks machen müssten. Es ist tatsächlich interessant, weil wie gesagt, es sah halt anders aus in der ersten Halbzeit, dass die Südafrikaner deutlich mehr in die Breite dann auch gespielt haben, dass sie nicht so sehr über Pfaff de Klerk gegangen sind.
8:47 Und das fand ich extrem interessant. Zwei andere Situationen, über die würde ich auch nochmal gerne mit euch sprechen wollen. Wie schwer wog der Ausfall von Kyle Sinclair, der nach wenigen Minuten dann runtergenommen werden musste, weil er den Ellenbogen von seinem Mitspieler ins Gesicht bekommen hatte? und Boxer wird er wohl nicht mehr werden, weil er ging sofort zu Boden und war sofort K.O. Georg, wie schwer wuchs dieser Ausfall, gerade in der ersten Reihe, weil in der ersten Reihe hatten sie im Gedränge hinterher große Probleme. Das ist natürlich schwer zu sagen, weil wir ja nicht wissen, wie es mit Zinkler weitergegangen wäre. Also erstmal ist es immer als Prop, Tightheadprop, Looseheadprop schwierig, überhaupt 80 Minuten oder 78 Minuten zu spielen.
9:26 Ich glaube, es hat schon was ausgemacht. Ich glaube aber auch, dass das südafrikanische Gedränge auch mit dem Sinclair, weil der schon gegen Australien so Probleme hatte, drei, viermal oder so, dass auch Südafrika da auch dominant gewesen wäre. So hat es das Ganze vielleicht noch ein bisschen schlimmer gemacht. Es ist ja auch so eingetreten, 0 zu 3 Penalties schon in der ersten, also Scrum Penalties schon in der ersten Halbzeit. Das gibt dann natürlich auch den Tight Five Stürmern richtig gut Aufwand. Ja, die Engländer mussten halt sehr, sehr früh auswechseln. Karl Sinclair musste raus, weil er zu Boden gegangen ist und weil er dann nicht mehr zurückkommen durfte. Der Arzt der deutschen Rugby-Nationalmannschaft, das dann auch noch bestätigt wurde im Kommentar, dann auf ProSiebenMax dann auch erzählt, dass er nicht mehr zurück durfte, nicht mal mit Head Injury Assessment. Und dann möchte ich noch eine Szene ansprechen. Da stand es 3 zu 0 für die Südafrikaner und die Engländer waren zum ersten Mal so wirklich in der Offensive, wirklich dann auch gut dabei und sie haben es nicht geschafft mit Pick and Go, sie haben es nicht geschafft, den Ball über die Linie zu bringen. Das war eine Phase von fünf, sechs Minuten, wo es Phase um Phase für England gab und die kamen nicht über die Linie. War das so ein bisschen eine vorentscheidende Situation, dass die Defensive dann gehalten hat, Vivian?
10:43 Ja, ich denke schon. Also ich glaube, das wäre ein essentieller Zeitraum oder Situation gewesen für England da zu punkten. Unfassbare Verteidigungsarbeit da von Südafrika. Also das war unglaublich. Also England war teilweise wirklich minutenlang ein paar Zentimeter vor der Linie. Die haben es wirklich geschafft, da diesen Versuch noch zu verhindern. Man muss sagen, England hat einfach nicht abgeliefert einfach in diesen Situationen. Also der Versuch hätte da kommen müssen. Es wirkte extremst durcheinander, so einen richtigen Flow. Da kam England einfach nicht wirklich in das Spiel rein, auch nicht in dieser Phase. Es wurde dann nach ewigen Pick-and-Go-Phasen versucht, den Ball rauszuspielen.
11:32 Und das sah extremst, wie soll man sagen, Village-Rugby-mäßig aus. Also der Ball wurde dann zur Ecke gepasst, aber irgendwie so fünf Meter zu weit nach hinten ist der Pass gekommen. der Außenspieler konnte gar nicht irgendwie in Lauf diesen Ball fangen und irgendwie mit Speed dort irgendwie nochmal einen Angriff starten im Außenkorridor, also das war wirklich irgendwie nicht schönes Rugby was heute einfach von England gezeigt wurde, auch nicht in dieser Phase und da wäre es auf jeden Fall wichtig gewesen Die Engländer sind mit einem 6 zu 12 in die Halbzeit gegangen, weil auf der einen Seite Henry Pollard 4 von 5 Strafkicks durch die Stangen gebracht hat den ersten, den hat er daneben gesetzt, beziehungsweise an die Stangen und bei den Engländern konnte dann Owen Farrell zwei zwischen die Stangen setzen. Er stand 6 zu 12 zur Halbzeit und man hatte dann ein bisschen das Gefühl, ja, da sind die Engländer sogar noch relativ gut bei rausgekommen, weil die Südafrikaner die meiste Zeit in dieser ersten Halbzeit dann die überlegene Mannschaft waren. In der zweiten Halbzeit hatte ich persönlich das Gefühl, Donal, dass die Engländer dann etwas mehr in die Breite spielen wollten, etwas mehr das Spiel öffnen wollten, aber auch das konnten sie nicht lange wirklich aufrechterhalten, diese Taktik?
12:45 Ja, also im Großen und Ganzen ist es halt so, ich hatte schon mit Freunden über dieses Spiel vorher gesprochen und habe gehofft, dass England zumindest einen früher Versuch legen könnte, weil dann ist das Spiel halt offen. Das Problem ist, bei Südafrika, sobald England hinten lag, also 9 zu 6, 12 zu 6, muss also diese Mannschaft, also in dem Fall England, irgendwas probieren hat, was sie vielleicht nicht unbedingt machen wollen. Und Vivian hat es daran gesprochen, diese Pässe, die in der Breite dann kamen, waren halt so irgendwie wirklich nicht Profi-Rugby, würde ich mal sagen. Also Ben Youngs war halt völlig oft das Mal. Auch Farrernford, allen waren halt irgendwie völlig, dass der Ball, wie auch Vivian gesagt hat, irgendwie, keine Ahnung, in der Luft zehn Meter schon hing, weil es einfach so ein Bogenpass war, was irgendwie nicht so Bombe ist. Und zweitens, dass irgendwie hinter den Spielern immer war. Zumindest wenn es vor den Spielern, dass er reinlaufen kann.
13:47 Aber es hat irgendwie nicht funktioniert. Und das ist halt, wie ich gesagt hatte von Anfang an, einfach weil Südafrika England so unter Beweis gestellt hat, zu sagen, okay, ihr müsst jetzt was probieren. Wir bestimmen, was für ein Spiel ihr spielen wollt. Also England könnte nicht da easy sitzen und den Ball in den Ecken kicken und einfach so den Ball verteilen, sondern wir mussten irgendwas probieren. Und das spielt einfach an den Stärken von Südafrika. Man hat es einfach gesehen, dass sie weniger Mann in der tiefe Hintermannschaft, also ganz weit in den Positionen von den Ecken und Schlussspieler, eher so alle Leute in der Linie geführt und einfach mal sich 13 Mann oder 14 Mal breit auf den Platz gestellt haben und das ist einfach extrem schwierig, das durchzubrechen.
14:35 Auch die allerbesten Mannschaften haben damit Schwierigkeiten und es ist hat ein Risikospiel von Sudafzka, hat es einfach funktioniert. Meiner Meinung nach ist es einfach wahr, also du hast es schon gesagt, war es schon eine Vorentscheidung dieses Ding. Meiner Meinung nach ja, weil wenn England es nicht schafft, in Führung zu gehen, dann darf Sudafzka das Spieltipp bestimmen und das ist nicht zu den Gützen von England. Georg, man hat nichts von Johnny May gesehen, man hat nichts von Manu Thulange gesehen. Anthony Watson war unsichtbar, hatte zwischendurch dann einen Durchbruch, da hat er den Ball aber wieder mit Vorball verloren. Elliot Daly, von dem hat man nichts wirklich gesehen. George Ford wurde in der 49.
15:14 Minute ausgewechselt. Die komplette Hintermannschaft der Engländer, eigentlich auch ein bisschen das Prunkstück der WM bislang gewesen, war völlig unsichtbar in diesem Spiel. Ja, ich glaube, also ich kenne mich nicht so aus mit der Hintermannschaft, aber George Ford hatte wahrscheinlich nicht den besten Tag. Es gibt es ja noch zu lachen, Vivian. Also ich habe auch mal Outside-Center gespielt. Also ich glaube, dass halt die Stürmer schon mal, wie man so schön sagt, nicht die Plattform richtig setzen konnten. Also die englischen Stürmer, die sind halt nie wirklich über die Vorteilslinie gekommen. Die wurden oft zurückgeworfen, auch Faf de Klerk und Chessler und Kobe haben super Tackles gemacht und die haben halt gemerkt, die sind einfach nicht über die Vorteilslinie gekommen, wurden zurückgeworfen, Ruck wurde immer verlangsamt und dann kriegst du halt auch wieder keinen schnellen Ball für die Hintermannschaft.
16:03 Also das hat da schon viel damit zu tun, denke ich. Also es ging von den Stürmern aus, dass die Hintermannschaft überhaupt nicht eingesetzt werden konnte. Zum Teil würde ich das so sagen, ja. Vivian, wie hast du das gesehen? Weil es war ja wirklich so, dass die Südafrikaner den Engländern, ich möchte jetzt nicht sagen, die Spaß am Rugby verleidet haben, aber wir haben darüber gesprochen, sie haben sie überhaupt nicht ins Spiel kommen lassen. Und dann, wenn sie ihre Stärken hätten ausspielen wollen, dann haben sie den Ball nach vorne verloren, wie zum Beispiel dann auch Anthony Watson. dann? Ja, da waren zwischendurch echt ganz, ganz grauenhafte Pässe von den englischen Spielern, wie Donnell auch schon gesagt hatte.
16:43 Ich weiß gar nicht, ob, ja, vielleicht ist es so, dass Südafrika England nicht ins Spiel kommen lassen hat, aber ich irgendwie auch von der englischen Seite aus, die kam einfach auch von sich alleine nicht ins Spiel. Also wirklich, das hat man gerade in den ersten Minuten gesehen. Ich hatte irgendwie auch das Gefühl, dann wurden die Spieler so gezeigt und man hat einfach nur so ein großes Fragezeichen in deren Gesicht gesehen. Also die hatten wirklich, waren so ein bisschen man kann ja nicht sagen planlos, die sind in einem World Cup Final, aber so wirklich eine Struktur oder eine Idee oder wir setzen jetzt mal Akzente, wir bringen jetzt mal unser Spiel hier rein, kam einfach bis zum Schluss nicht.
17:19 Und ich glaube auch, klar, die Hintermannschaftsspiele, die hatten nicht viele Bälle, die hatten nicht viele Situationen, um wirklich zu zeigen, was sie können. Ich würde fast meinen, es gab keinen einzigen schönen Angriff in dem ganzen Spiel von der englischen Hintermannschaft. Und genau das hat man gegen Neuseeland gesehen. Genau damit hat Neuseeland, wie du schon gemeint hast, damit hat England gegen Neuseeland geglänzt. Genau das haben alle erwartet. Deswegen war England hier der Favorit im Spiel. Und die haben es nicht einmal umsetzen können. Ja, also ich glaube, dass das einer der ganz großen Probleme jetzt in diesem Spiel für England war. Und sicherlich haben da die Stürmer auch ihren Teil dazu beigetragen, dass einfach da der große Druck, der ganz extreme Druck von Südafrika kam.
18:04 Also man hat fast alle Gedränge verloren gegen Südafrika. Und klar, dann kann natürlich auch die Hintermannschaft nichts machen. Bis zur 66. Minute stand es noch 18 zu 12, weil Handjir Pollard zum Beispiel in der 64. Minute dann auch einen Strafkick dann neben die Stange gesetzt hat. Und dann gab es aber den Versuch von Maka Solomar Pimpi, der dann ja quasi für die Vorentscheidung gesorgt hat, dass 23 zu 12 wurde erhöht von Handjir Pollard. Und dann gab es dann noch quasi kurz vor Schluss von Chesling Colby mit einem, ja man möchte sagen siebener Rugby-Move dann in der 74. Minute den Versuch, der dann den Endstand bereitgestellt hat zum 32 zu 12 Wiedererhöhung von Handre Pollard. Maka Solemah Pimpi und Chesling Colby, zwei der stärksten Spieler, die die Südafrikaner in dieser WM hatten. Chesling Colby war nicht dabei beim Halbfinale.
18:50 Es war so ein bisschen treffend, dass diese beiden Spieler dann auch die Versuche gelegt haben, oder Donal? Ja, also ich bin schon seit längerem Fan von Kobe, auch Schauhekart oft, wo er in Tallulg spielt hat und Riesen-Fan. Mappimpy habe ich wenig gesehen, also natürlich in der Weltmeisterschaft auch sehr, sehr begeistert. Ich finde halt von Kobe war es wirklich einfach, das Ding war schon gegessen bis dahin, aber Mappimpy, der Versuch war einfach extrem gut vorbereitet aus die Vorarbeit, die hat quasi diesen Platz hat geschaffen haben, aber was ich einfach unglaublich fand, war einfach mal den Kick durch, den Baselverein und in einer Bewegung hat weiter zu passen, das war ja, das war Kabinettstückchen halt pur, also das war sehr schön anzusehen und ich finde es auch, wie du sagst, gut, dass so wirklich tolle Leute, wie man Pampi und Kobe hat, wirklich da rausstecken könnte, genau, also es ist mega schön für den beiden.
19:52 2018 kam Rassi Erasmus zu den Südafrikanern als Coach. Er hat schon vorher dann auch mal im Umfeld der südafrikanischen Nationalmannschaft gearbeitet, war technischer Direktor etc. Aber kurz vor 2018 hat jeder gesagt, die Südafrikaner sind in diesem Jahr nicht so gut, sie gewinnen gegen die großen Nationen nicht. Georg, das ist ein Unterschied, wie Tag und Nacht seit anderthalb Jahren den Rassi Erasmus da reingebracht hat, hat man das Gefühl. Genau, wir haben ja schon mal darüber geredet, ich glaube es ist zwei Jahre her, dass Südafrika, diese 57-0 oder so, sind die in Neuseeland untergegangen, auch noch eine bisschen andere Mannschaft, das war glaube ich noch unter dem anderen Coach, das war natürlich für so eine, also in diesem Rugby-Championship, Four Nations, sage ich mal so, das war natürlich eine absolute Blamage für jeden Südafrikaner oder so, plus die Super-Rugby-Teams haben auch nicht so gut ausgesehen, damals bis auf die Lions, und ich glaube, also der ist ja reingekommen und hat dann, so wie ich das berichtige mich, wenn ich da falsch liege, hat dann gesagt, okay, ich brauche die Spieler von Übersee wieder zurück.
20:53 Also viele Leute, die in Frankreich spielen oder so, die müssen einfach das Recht haben, hier wieder zu spielen. Und das hat sich halt jetzt ausgezahlt. Also so einfach kann man es ja mal sagen. Ja, ich glaube, ich glaube, dass auf jeden Fall auch so Spieler wie Kobe halt für den Trainer so das Argument waren, okay, guckt euch diesen Spieler an. Also wenn wir diesen Spieler nicht haben, dann haben wir hier keine Chance. Oder warum sollen wir das nicht nutzen, diese Spieler bei uns im Team zu haben, die so gut spielen. Also warum sollen wir uns da selber so regulieren mit diesen Regeln, die wir haben? Also ich glaube, dass besonders diese, also ich habe vor allem über Kobe gelesen, dass er dann so dieser, vielleicht so dieses I-Typ für Schindler zu beigetragen hat, dass da diese Regeln wieder ein bisschen verändert wurden dafür, dass diese Spieler wieder für Südafrika spielen können.
21:40 Cheslin Colby, der 2016 in der südafrikanischen Mannschaft stand, die bei Olympia in Brasilien dann auch dabei war. Und er war im Kader damals von Südafrika, jetzt 2019 hat er den letzten Versuch gelegt für dieses südafrikanische Team. Wir haben dann noch hinterher ein Interview von Sia Kolisi, dem Kapitän, gesehen, der dann gesagt hat, Leute, seht ihr, wir haben so viele Hintergründe. Wir haben verschiedene Hautfarben hier, wir haben alles zusammenbekommen und wir haben zusammengearbeitet und wir haben hier dafür gesorgt, dass wir etwas, ein Ziel erreicht haben, was wir uns vorgenommen haben. Und das ist vielleicht dann auch eine Nachricht für Südafrika. Wenn wir alle zusammenstehen, ist das ein Ziel, was wir erreichen können. Südafrika hat zum dritten Mal die Weltmeisterschaft gewonnen. 1995 damals, so geschichtsträchtig, als in Südafrika die Weltmeisterschaft gewonnen worden ist, wo Nelson Mandela, damals Steven Piena, den Pokal überreicht hat. 2007.
22:29 Und 2019 hat man das Gefühl, ich habe mit jemandem gesprochen, der südafrikanischen Background hat, der zu mir gesagt, 2007 war das eine Mannschaft, die von der Hälfte der Nation überhaupt nicht angenommen worden ist, weil damals quasi nur Weiße diesen Sport gespielt haben. Jetzt hat Rassi Erasmus dann auch gesagt, wir wollen ein Ziel haben, 50 Prozent, dann auch schwarze Spieler in dieser Mannschaft zu haben. Und dann hat Siakulisi als erster schwarzer Kapitän dieser südafrikanischen Nationalmannschaft dann jetzt den Pokal bekommen. So viele Zeichen beziehungsweise so viel Symbolik, wie in diesem Weltmeister-Team dann jetzt steckt, das kann man ja gar nicht zusammenbekommen. Das ist ja fantastisch.
23:07 Ja, ich hatte auch extremst, also ich fand die Rede von Colise nach dem Spiel, die hat mich extremst bewegt. Also das fand ich total krass, was er da gesagt hat, dass er das auch einfach wirklich so straight, genau so gesagt hat. So von wegen, das ist hier nicht nur ein Sieg, sondern wir haben hier für unser Land gespielt, nicht nur für uns. Guck, was wir schaffen können, wenn wir zusammenarbeiten. Wir sind so ein durchgemischtes Team. Wir haben alle so einen unterschiedlichen Background. Und wir stehen hier zusammen und haben den Weltmeistertitel geholt und guckt, was wir erreichen können. Dass er das wirklich so gesagt hat, hätte ich nicht damit gerechnet. Weil sonst sind Sportler oft auch nicht so diejenigen, die sich so politisch äußern.
23:57 Aber er hat das mal gemacht. Und es war auf jeden Fall auch seine Aufgabe, denke ich. Oder irgendwas hat er das so erkannt. Und ja, fand ich eine extreme Situation. Also wirklich, das gibt der ganzen Weltmeisterschaft nochmal einen ganz anderen Touch. Ja, also ich war auch sehr bewegt von dieser Rede bzw. von diesem Interview, vor allen Dingen in einem Interview direkt nach dem Spiel. Solche Worte wählen zu können, das war schon bemerkenswert. Jetzt ist Südafrika Weltmeister 2023 vom 8. September bis zum 21. Oktober findet die WM in Frankreich statt, falls ihr eure Kalender schon mal vorbereiten wollt. Und wir müssen natürlich jetzt auch ein bisschen ein Fazit ziehen zu dieser WM. Georg, dein Fazit zu dieser Weltmeisterschaft?
24:42 Ja, ich bin überrascht, wie viel, also positiv erstmal. Erstes Mal Weltmeisterschaft außerhalb der typischen Rugby-Nation, außerhalb von Frankreich und Commonwealth-Nation. Von allen, was ich gehört habe, die da waren, natürlich super organisiert. Ich meine, die Japaner haben halt auch Erfahrungen mit Groß-Events, sehr nette Leute, sehr freundlich alle. Ich wäre auch gerne da gewesen. Was ich mitbekommen habe, dass auch viele Leute außerhalb von Rugby, also außerhalb der Rugby-Bubblen, der man so lebt, meine Arbeitskollegen, die jetzt auch Deutsche nennen, nicht unbedingt nur Seeländer, die haben auch das Mitbekommen von der Rugby-Weltmeisterschaft. Das heißt, da hoffe ich mir vielleicht auch einen positiven Effekt von, dass Rugby-Deutschland irgendwie da ein bisschen von profitiert.
25:24 Wir nehmen jetzt gerade hier um 13 Uhr deutscher Zeit auf um 15 Uhr deutscher Zeit spielt die deutsche Rugby-Nationalmannschaft. Wir werden auf meinsportpodcast.de dann auch noch darüber berichten. Donal, wie fällt dein Fazit aus? Gewinner, Verlierer dieser WM dann auch vielleicht nochmal. Also mein Fazit war... Verlierer. Sein Netz zu Donal. Wo war Deutschland? Genau, also mein Fazit wäre, also ich glaube, viele Leute, ich nenne keine Namen, haben in Standard gemäß einfach immer so die Favoritenmannschaft getippt. Und das hat so lange geklappt, aber irgendwie dann hat es nicht aufgegangen. Also ich glaube, am Ende ist es quasi der Nicht-Favorit, der es gewonnen hat. Ich glaube, viele hätten getippt, dass vielleicht Südafrika so weit kommt oder solches.
26:13 Aber ich glaube, wenige Leute hatten auf jeden Fall auf dem Schirm oder prognostiziert, dass England und Südafrika am Finale stehen wurden und dass Südafrika auch da durchkommen wurden. Also vor dem Turnier haben viele Leute gesagt, es ist das offenste, also das meist offene Weltmeisterschaft, den es jemals gab und nach einer Weile dachte ich, nee, das ist das meist Favorit-Turnier der Weltmeisterschaft, aber dann ist es wirklich ein bisschen offener gestartet und ich finde es gut, dass, obwohl so der Afrika natürlich das schon mal gewonnen hat, aber ich finde es gut, dass jemand anders als Neuseeland das gewinnt und ja, ich weiß nicht, Gewinner und Verlierer, ich würde auf jeden Fall sagen, dass Japan als Land und als Mannschaft, Rugby-Mannschaft ein Gewinner ist, weil die extrem viel erreicht haben und wirklich sich sehr, sehr gut präsentiert haben.
27:02 Und das würde ich auch an den anderen Mannschaften, die nicht so hoch gelobt waren, so wie, keine Ahnung, Russland oder solches, die haben sich sehr, sehr gut alle sehr, sehr gut verkauft. Es gab irgendwie keine riesen Blamagen von Spielen, das habe ich mir vorher gewünscht. Also das ist auf jeden Fall ein Gewinner und Verlierer hat so Mannschaften, die hoch gelobt waren beziehungsweise hoch favorisiert waren. Ich weiß halt nicht, am England, also ich denke da am England doch am Ende oder an Wales oder an Irland oder doch in Neuseeland, die wirklich irgendwie nicht weit genug gekommen sind vielleicht. Genau, also auf jeden Fall Gewinner, so die nicht Top-Mannschaften sozusagen und genau, das finde ich halt gut für Weltwogby. Vivian, dein Fazit möchte ich auch hören, Gewinner, Verlierer vielleicht auch.
27:53 Also ich bin ja so, ich muss ja sagen, ich habe so ein bisschen Mitleid mit Eddie Jones, weil er hat jetzt wieder einmal ein WM-Finale verloren und ich habe gelesen, dass er gesagt hat, dass er nach dem WM-Finale 2003, wo er Coach von Australien war und da hat Australien gegen England im Finale verloren, hat er vier Jahre gebraucht, um darüber hinwegzukommen. Also es gab anscheinend immer wieder Situationen, wo er echt down war und dass er das irgendwie extrem lange verarbeiten musste. Und ich denke mir so, jetzt hat er schon wieder ein Finale verloren und ich hoffe, der Junge kommt, diesmal ein bisschen schneller drüber hinweg. Aber ich glaube, was er erreicht hat, ist ja eine extremer, eine extremer positive Komponente von diesem World Cup, dass er jetzt auch in Neuseeland geschlagen hat im Halbfinale. Also ich glaube, er muss da nicht ganz so traurig sein. Für mich aber auch Highlight dieser WM war auf jeden Fall das Spiel zwischen Japan und Schottland. Er hat 28 zu 21 Japan gewonnen in der Poolphase.
28:53 Also das war mein absolutes Lieblingsspiel von der ganzen WM. Also das fand ich mega, dass auch Japan hat man ja so gehypt nach dem World Cup 2015. Die haben ja damals Südafrika geschlagen. Dann haben sie die WM bekommen. Und jetzt haben sie einfach auch eine extrem Hammer WM abgeliefert. Also ich freue mich total für dieses Land, weil es für mich irgendwie gar nicht so auf dem Radar ist von diesen großen Rugby-Nationen. Aber ich glaube, nach dieser WM sollte das auf jeden Fall jetzt irgendwie mit auf dem Radar sein. Und ja, also auch, dass jetzt dieses, wenn man jetzt auch mal auf dieses Spiel, jetzt das Finale zwischen England und Südafrika kommt, extrem faires Spiel. Und das finde ich halt auch mal wieder so schön im Rugby.
29:38 Das war einfach wirklich ein Clash. Das war so ein brutales Spiel. Das war so unfassbar hart. Und ich dachte mir echt, boah, die haben jetzt hier schon so viele Spiele in den letzten Wochen gemacht, dass die jetzt nochmal so viele Kräfte hier aufbringen, aber einfach trotzdem das so fair lösen. Und es gab keine Karten in dem Spiel. Extrems gut. Und das ist so mein Highlight irgendwie auch, dass Rugby für mich genau die gleiche Stellung hat wie vorher. Einfach, dass es ein toller Sport ist. Und ja, das ist mein Fazit. Ja, ich war begeistert von dieser Weltmeisterschaft. Weltmeisterschaft. Ich habe das zum ersten Mal, solche eine Weltmeisterschaft wirklich in dieser Form dann auch verfolgt. Ich habe von 48 Spielen habe ich 45 gesehen. Ich habe nur drei Spiele verpasst und kann am Ende sagen, ich habe fast alles gesehen und ich war wirklich von vorne bis hinten begeistert. Es gab Außenseitersiege.
30:31 Du hast es gerade eben gesagt, Japan hat gegen Schottland gewonnen, Japan hat gegen Irland gewonnen. Dann auch dieses Spiel von Uruguay gegen Fiji, was ein ganz tolles Spiel war, was vielleicht ein bisschen in Vergessenheit geraten ist, war auch eine dieser Überraschungen. Es gab die Favoritensiege. Wir haben endlich mal, und das muss ich dann auch sagen, endlich mal einen anderen Weltmeister wieder gesehen als Neuseeland, weil ich könnte mir vorstellen, dass ein dreifacher Weltmeister oder hintereinander dreimal Weltmeister Neuseeland, dass das nicht unbedingt gut getan hätte. Und so ist dann jetzt wieder ein bisschen Variation reingekommen, auch wenn Südafrika jetzt schon zum dritten Mal Weltmeister geworden ist.
31:03 Also ich bin sehr, sehr begeistert von dieser WM gewesen. Mir hat sie ganz großen Spaß gemacht. Und ich bin sehr begeistert gewesen mit Vorpaar Spezial und mit eurer Mithilfe. Vielen, vielen, vielen, vielen Dank dafür. Das ist nicht selbstverständlich, dass ihr immer dabei wart, beziehungsweise dass ihr immer zur Verfügung gestanden habt, um die Podcasts mit mir zu machen. Vielen Dank euch dran. Gerne, Andreas. Danke dir. Donal, dir auch vielen Dank. Du hast die meisten Spiele hier mit mir abgerissen. Vielen Dank dafür. Gut, Antoni. Ja, gerne. War mir eine Ehre. Mir auch. Vielen Dank fürs Zuhören. Wir hoffen, es hat euch auch ein bisschen Spaß gemacht hier bei Vorpass Spezial auf meinsportpodcast.de.
31:42 Es wird immer wieder Rugby-Berichterstattung hier dann auch geben. Bleibt also uns gewogen. Vielen Dank fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal. Auf Wiederhören. Bei Arjen Robben gab es fast seine ganze Karriere lang Gründe, an ihm zu zweifeln. Der Körper zu verletzungsanfällig, der berühmteste Move zu berechenbar Und nach vergebenen Chancen im WM-Finale 2010 und beim Finale Dahome 2012 schien er auch nicht der Mann für die ganz großen Momente zu sein. Keiner dieser Zweifel war erfunden, nur die Schlussfolgerungen daraus waren falsch, denn Arjen Robben kam trotzdem durch. Und wie? Seine Geschichte jetzt in den 100 Fußballlegenden. Sportpass, der Rugby-Podcast mit Vivian Ballmann, Donal Pippels und Georg Molz.
32:37 Also sein Rücken ging nicht über die horizontale und er hat ihn, glaube ich, noch festgehalten. Deswegen gab es nur Geld. Ich konnte es gar nicht glauben. Alles rund um den Rugby-Sport auf meinsportpodcast.de