#RWC2019: Frankreich müht sich ins Viertelfinale
Frankreich hat zum zweiten Mal bei dieser WM 23-21 gewonnen. Japan macht die Gruppe A besonders faszinierend. Am dritten Wochenende des Rugby World Cup in Japan war wieder eine ganze Menge los. Andreas Thies und Experte Donal Peoples schauen auf die fünf Spiele des Wochenendes und bewerten die Tabellenkonstellationen. Frankreich hatte am Samstag zugeschaut, wie sich Argentinien erst durch eine Rote Karte selbst schwächte und dann auch noch gegen England haushoch verlor. Die Aufgabe war klar. Ein eigener Sieg und Frankreich würde für das Viertelfinale planen können. Doch Tonga zeigte vor allen Dingen in der zweiten Halbzeit eine sehr gute Leistung und konnte das Ergebnis sehr knapp gestalten. Am Ende rätseln auch Andreas und Donal, was man von der französischen Mannschaft halten kann. Argentinien dagegen ist raus. Wegen einer absolut berechtigten Roten Karte gegen Lavanini spielten Los Pumas 60 Minuten in Unterzahl und mussten in eine klare Niederlage einwilligen. Die All Blacks hatten mit Namibia in der ersten Halbzeit mehr Mühe als erwartet, zogen die Zügel aber in der zweiten Halbzeit an und kamen zu einem standesgemäßen Sieg. In der Gruppe A dagegen ist noch alles möglich. Japan gewann gegen Samoa mit Bonuspunkt und setzt damit Schottland unter Zugzwang. Die müssen beide verbliebenen Spiele gewinnen und gegen Japan im letzten Vorrundenspiel sogar klar, damit sie ins Viertelfinale einziehen können. Es ist dort noch alles möglich.
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Transkript
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0:00 Gut, gut, gut, gut. Ein, zwei, drei. Vorpass, Vorpass Spezial, der Podcast zur Rugby-WM in Japan. Auf meinsportpodcast.de Fünf Spiele gab es an diesem Wochenende beim Rugby World Cup 2019 in Japan und es sind einige Gruppenentscheidungen gefallen. In der Gruppe C nämlich gibt es jetzt die Entscheidung in der Todesgruppe. Argentinien ist draußen, Frankreich und England werden ins Viertelfinale einziehen. Darüber müssen wir sprechen. Das tun wir wie immer. Das tue ich wie immer bei diesem Vorpass-Spezial mit Donal Peoples. Hallo Donal. Hey Andreas, guten Morgen, wie geht's? Sehr gut geht's mir. Fünf Spiele hatten wir. Wie geht's dir nach diesen fünf Spielen am Wochenende? Ja, ganz gut. Ich glaube, wir hatten so eine bunte Mischung.
0:48 Also ich hatte, glaube ich, mal von den Spielen, wo ich viel erwartet habe, kamen irgendwie wenige. und von den Spielen, wo ich wenig erwartet hatte, kam das meiste. Also irgendwie war eine gute Mischung, also gute Partien dabei. Jetzt sind wir gut aufgestellt für quasi die letzten Spiele. Jetzt haben wir quasi fast alle Mannschaften dreimal gesehen. Die meisten Gruppen sind schon verlaufen wie ein bisschen prognostiziert, aber hier mal und da war es schon ein bisschen so ein scary Moment für die eine oder andere Mannschaft, glaube ich mal, oder? Ja, absolut. Unter anderem gab es heute einen scary Moment für Frankreich. Lass uns gleich mal über das Spiel sprechen, nämlich das Spiel der Franzosen gegen Tonga heute. Nachdem gestern England gegen Argentinien ganz klar mit 39 zu 10 gewonnen hatte, darüber sprechen wir gleich noch über das Spiel, hatten die Franzosen heute die Möglichkeit, mit einem Sieg gegen Tonga dann das Viertelfinale zu erreichen in dieser Todesgruppe, nachdem sie ja gegen Argentinien in diesem ersten Spiel schon mit 23 zu 21 nach einem dramatischen Verlauf gewonnen hatten, haben sie heute gegen Tonga auch mit dem gleichen Ergebnis mit 23 zu 21 gewonnen.
2:00 Aber es war ein bisschen anders verlaufen als das Spiel gegen Argentinien. Eigentlich hatte man das Gefühl, die Franzosen hatten das in der ersten Halbzeit komplett im Griff. 17 zu 0 stand es nach 33 Minuten und dann wurde es trotzdem aber nochmal spannend. Warum? Ja, was habe ich dir gesagt? Also die Franzosen können halt irgendwie schon in der Halbzeit spielen, kommen die irgendwie immer runter vom Gas oder verlieren halt quasi die Konzentration oder Interesse irgendwie und lassen halt immer den Gegner zurück ins Spiel und was ich habe gesagt, gegen eine gute Mannschaft, das reicht halt einfach nicht. Argentinien hat das fast geschafft. Jetzt werden die halt gegen England spielen und also so was wir halt von England bisher gesehen haben, gegen Frankreich, also wenn du halt eine Halbzeit Frankreich gut spielst, England wird auf jeden Fall zwei Halbzeiten gut spielen und es wird auf jeden Fall so gegen eine englische Mannschaft nicht ausreichen.
2:50 ich kann dir jetzt halt nicht ganz erklären was das ist, wir haben hier quasi, ich schaue halt die Spiele über englische Fernseher und wir haben auch der eine Kommentator quasi hat gesagt, dass man halt irgendwie so Momente immer von Frankreich sehen kann, dass irgendwie keine wirkliche Struktur oder Strategie dahinter ist ich glaube, du und ich haben schon das mehrmals besprochen aber dass Frankreich irgendwie fällig ist für geile Momente, aber absolute gehirnausschaltende Momente, irgendwie beides, woran das liegt, ich kann das einfach nicht erklären, aber das ist halt jetzt bei jedem Spiel gewesen, oder? Das ist tatsächlich bei jedem Spiel gewesen. Die erste Halbzeit gegen Argentinien, die war toll.
3:38 Da hat man noch gedacht, wow, was hat Frankreich in dieser WM noch vor? Dann gab es die zweite zittrige Halbzeit gegen Argentinien. Das zweite Spiel war für die Franzosen gegen die USA dann auch eher suboptimal. 33 zu 9, zwar ein klarer Sieg gegen die USA, ist aber auch erst relativ spät zustande gekommen. Und jetzt der dritte Sieg, 23 zu 21, gegen Tonga. Und ich habe mal durchgeguckt, so von den acht Viertelfinalisten, die wir wahrscheinlich erleben werden, das eine oder andere kann auch passieren, aber von den acht wahrscheinlichen Viertelfinalisten ist das die Mannschaft, die ich am wenigsten durchschauen kann. Weil auf der einen Seite hat sie fantastische Halbzeiten, wie gegen Argentinien die erste. Und auf der anderen Seite die zweite Halbzeit heute gegen Tonga, wo sie unglaublich viele Ballverluste hatten und dann auch solche Unkonzentriertheiten. Und daraus werde ich nicht schlau.
4:26 Ja, das ist halt, ja, also das ist halt einfach für den Gegner. Also es wird halt höchstwahrscheinlich, wenn es halt so verbleibt, wie wir halt so erwarten, was einfach immer wieder ändern kann. Aber wenn die halt zum Beispiel gegen Wales halt auftauchen, dann wäre es halt eigentlich relativ ja, gewünscht von Wales, weil die Spiele hatten lieber, glaube ich mal, gegen Frankreich als England und Wales hatte da keine Angst auf jeden Fall gegen so einen Gegner, den die halt gut kennen wie in Frankreich und was wir bisher gesehen haben, ist es halt quasi sehr unstrukturiert und das spielt genau in den Karten von Wales, also die Spiele haben relativ strukturiert, aber auch schon phasenweise, wo die jetzt selber so ein bisschen frei entscheiden können, aber das, also Also wenn es halt so ausgeht, wie wir das ein bisschen erwarten, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass Frankreich so für eine Wales-Mannschaft große Probleme breiten würde.
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5:23 Frankreich also ein bisschen das große Rätsel noch bei dieser Weltmeisterschaft. Aber wir können mal über ein, zwei Spieler sprechen, die auch heute wieder eine sehr gute Leistung gezeigt haben und die eventuell so einen Unterschied machen können bei den Franzosen. Wer mir zum Beispiel heute extrem gut gefallen hat, das war Adi Vereti Raka, der dann auch in der 31. Minute unter anderem einen Versuch gelegt hat zum zwischenzeitlichen 15 zu 0. Wer ist dir aufgefallen bei den Franzosen, der wirklich auch gefährlich werden kann, den Gegnern? Ja, also ich fand der Faketawa ist halt einfach super gefährlich. Also der spielt auf innen, also eigentlich fing er an vom 7er natürlich, aber eigentlich fing er an als Ecke halt quasi an, hat sich dann tabliert auf der Innenposition.
6:05 schon. Ich fand, dass er einfach wirklich bei der Verteidigung, Angriff, einfach sehr gut ist und ist sehr unberechenbar, was er halt machen kann. Und das hat mitten im zentralen Punkt sozusagen immer sehr gefährlich ist. Was ich halt gut fand, da war die Leistung quasi, wo dann Dupont eingewechselt wurde. Ich weiß, du bist halt eher so ein Maschino-Fan, aber Dupont hat auf jeden Fall ein komplett anderes Tempo halt gespielt. und für mich ist es auf jeden Fall der Gedrängeherr, der von Anfang an spielen soll und wahrscheinlich wird quasi gegen Frankreich und das hat einfach mal so, wie gesagt, diese entscheidenden Momente mal ab und an fand ich halt Valomina gut, manchmal hat er sehr gute Baleeroborungen geschafft, der hat so einen riesen Typ der hat einfach teilweise gut gespielt, aber manchmal so ein paar Aussätze gemacht, aber wie du siehst Das ist schon irgendwie ein bisschen gängig für die Mannschaft.
7:05 Aber wie gesagt, Faketaba und dann die Einwechslung von Dupont waren auf jeden Fall entscheidend für die Mannschaft heute. Wer mir auch gut gefallen hat bislang in den ersten drei Spielen, das war geil für Kuh, der war heute nicht dabei. Aber das ist ein Spieler, der zum Beispiel dann auch wahrscheinlich im Viertelfinale dann wieder zur Verfügung stehen wird. Beziehungsweise dann ja auch im Spiel gegen England, was es nächste Woche dann nochmal geben wird. Nächste Woche Samstag um 10.15 Uhr deutscher Zeit, das Spiel England gegen Frankreich. Die Franzosen also jetzt erstmal mit drei Siegen weiter in dieser Gruppe und sie sind auf jeden Fall im Viertelfinale. Auf wen sie treffen werden und wie das Spiel nächste Woche gegen England ausgeht, das wissen wir noch nicht.
7:41 Ein Wort gerade noch zu Tonga. Die hatten vor diesem Spiel schon keine Chance mehr, beziehungsweise nur noch eine ganz, ganz geringe Chance, ins Viertelfinale zu kommen. Ich fand, sie haben sich heute sehr teuer verkauft und hatten am Ende in der 79. Minute sogar noch durch Latiume Fusita den Anschluss geschafft zum 21 zu 23 und haben doch insgesamt eine ganz gute Partie abgeliefert, oder? Ja, also zum einen haben sie gut gespielt. Frankreich hat den Spiel spielen lassen. Also Ballbesitz war eher 60-40 in der Seite von Tonga. Sie hatten viel Ballbesitz. Die haben sich extrem gut verkauft, wie du gesagt hast. Was man einfach gesehen hat, dass diese Erfahrung in entscheidendem Meta gefehlt hat.
8:22 Kurz vor der Mahlinie war es für mich ein bisschen hektisch. Auch wo die den Versuch gelegt haben, hatte ich gedacht, die werden den Ball verlieren. Ich saß halt vor dem Fernseher und habe gesagt, die werden auf jeden Fall, weil die so unkontrolliert manchmal beim Offenen sind, der Ball verlieren. Ich hatte auch, wie gesagt, im englischen Fernseher das aufgeguckt. Und die hatten gesagt, dass irgendwie in den letzten Jahren haben die irgendwie nur im Vergleich zu Frankreich 40 Testspiele, dass Tonga irgendwie nur 20 Testspiele gespielt hat. Und man hat dann irgendwo gesehen, dass die Erfahrung irgendwie so ein bisschen gefehlt hat. ich fand das wie gesagt, den Tonga, die hatten nichts widersprechen, die haben extrem gut gespielt extrem teuer verkauft, nur in manchen Momenten haben die einfach mal diese Ruhe nicht bewahren können oder diese Struktur und das hat ein bisschen in den Händen von Frankreich gespielt, also ich glaube wenn die einfach ruhiger geblieben wären auch ein bisschen früher im Spiel, hätten die auf jeden Fall Frankreich schlagen können In der Gruppe C führt jetzt England mit 15 Punkten vor, Frankreich mit 13 Punkten, Argentinien 6 Punkte, Tonga 1 und USA 0 Punkte.
9:32 Wo wir gerade in der Gruppe sind, lass uns gleich nochmal über das Spiel von England gegen Argentinien gestern sprechen. Das ging nämlich mit 39 zu 10 für England aus. Es war überraschend klar, aber die ganz große Geschichte war in der 18. Minute die rote Karte gegen Thomas Lavagnini, der ein Hightackle angesetzt hatte gegen Owen Farrell und das vom Schiedsrichter geahndet worden ist, beziehungsweise auch vom Videoschiedsrichter und dort dann die rote Karte gegeben worden ist. Wir haben diese Hightackles in dieser WM schon mal gesehen und wir haben diese Hightackles dann auch ohne Strafe gesehen, beziehungsweise mit einer gelben Karte. Wie fandst du gestern die Strafe, die vom Schiedsrichter Nigel Owens ausgesprochen worden ist?
10:12 Ja, also ich würde, um deine Frage zu beantworten, ein bisschen rausholen, wenn ich darf. Ja, gerne. Die Entscheidung direkt zu dem Punkt, also dem strittigen Punkt, was du jetzt sagst, mit dem Tackling, das ist auf jeden Fall rot, das kannst du halt nicht bestreiten. Im Großen und Ganzen gab es aber Szenen, die dann sozusagen nicht konsequent oder mit so einer gleichgebliebene Strafe sozusagen beurteilt wurden. Nigel Lorenz hat da richtig entschieden. Also der hat in dem Spiel gesagt, da habe ich nichts gesehen, das Spiel läuft weiter. Ich glaube, sein Blick war so ein bisschen, also da stand so der eine oder andere Spiel zwischen seinen Blick und der genaue Kontaktpunkt. Deshalb kann ich halt nicht so böse ihn nehmen, also er hat auch einen Videoschießrichter, der dann sagt, hey, da müssen wir was doch mal anschauen.
11:04 Aber es gab so Momente, wo dann die Erklärung, wenn man Nigel Owens, also Nigel Owens zum Beispiel und Wayne Barnes, Schießrichter, die extrem viel erklären während des Spiels. Aus meiner Sicht, wenn er viel erklärt, muss es wirklich Sinn machen. Und der hat zum Beispiel bei Manu Tuolagi, ich weiß nicht, in welchem Moment das war, war ein bisschen später im Spiel, wo Tuolagi hat richtig viel zu früh angesetzt hat bei der Spieler in der Luft. Und es war nicht so irgendwie, der ist halt irgendwie in der Luft von so ein paar Zentimeter, der war wirklich in der Luft. Das waren zwei Minuten später. deiner 20. Minute. Ich wusste, dass es relativ nah dran war, weil die argentinischen Fans sich dann ausgerastet.
11:44 Und da würde ich sagen, zu Recht, weil wenn du sagst, er hat, wie gesagt, Nigel, um deine Frage zu beantworten, ganz klar, rote Karte, hat es erklärt, wieso, er hat gesagt, das ist Schulter gegen den Kopf, ja, also der Spieler, der Unfall geht halt nicht runter und es ist mit einem richtigen Gewalt, also er läuft halt quasi an, also das ist halt alle drei Punkte rote Karte. Aber wenn du dieselbe Maßnahme für, was ist dann eine gelbe Karte, du nimmst halt jemanden in der Luft, wenn es halt so, er sagt, das ist ein Timing-Issue. Also zu sagen, dass er irgendwie so ein, zwei Sekunden irgendwie so sein Timing hat, falsch hat, das ist für mich halt nicht richtig. Also sein Timing war definitiv mehr als falsch.
12:26 Der Spieler in der Luft, wenn, also ich drehe es halt so ein bisschen um, wenn der Spieler von Argentinien so ein bisschen anders gelandet wäre, was wäre es dann? wäre es eine rote Karte, gelbe Karte, nichts, Straftritt. Der entscheidet nur, weil er einfach halbwegs sauber, in dem Sinne, zum Boden kommt, sagt er, naja, Timing-Issue. Das ist für mich halt nicht richtig und das ist halt irgendwie, wo ich halt in allen Spielen, wenn wir jetzt so drei Wochen gucken, es ist wirklich keine Linie gehabt. In der ersten Woche gab es hundertprozentig rote Karten, die nicht bestraft worden sind. Und jetzt gibt es halt so Sachen, wo die halt dann extrem aufdrehen, aber dann ist es willkürlich. Also, allein schon, wie Straftatige pfiffen werden, diese Abseitsregelung.
13:09 Also ich wünschte mir einfach mal, dass Nigel uns, wenn er viel erklärt, sagt, rote Karte, so und so und so und so, er geht halt die Schritte durch, alles richtig. Aber dann ist es eine gelbe Karte für Toulagy und ich sage es mal, er hätte nicht böse sein können zu sagen, oh sorry, ja natürlich Timing-Issue. Ich glaube, Toulagy bzw. England hätten sich nicht da beschwert, wenn es eine gelbe Karte gewesen wäre, oder? Ich glaube, das tatsächlich auch. Und ich habe mir gestern in der 20. Minute als Tuilagi dieses Tackling in der Luft angesetzt hat, habe ich mir auch gedacht, wow, da jetzt straffrei rauszukommen, da haben die Engländer schon Glück gehabt. Und mit zehn Minuten, wenn es zehn Minuten gegeben hätte, hätten wir zehn weitere Minuten gleiche Teamstärken gesehen, hätten wir 14 gegen 14 gesehen, dann wäre es vielleicht noch ein bisschen interessanter gewesen.
13:54 Was natürlich, was meiner Meinung nach auch völlig klar war, war die rote Karte gegen Lavagnini. Die war meiner Meinung nach komplett klar. Was ich halt total schade fand, war, dass es durch diese rote Karte halt komplett entschieden war, dieses Spiel. Weil 15 gegen 14 gegen ein englisches Team mit 14 Leuten nur zu bestehen, ist halt fast unmöglich. Also du kannst das scheren, allein schon mit den ziemlich frühen Karten war es trotzdem zur Halbzeit relativ eng. Allein schon, weil Owen Fahl einfach keinen Bock hatte, einen Ball über die Latte zu kicken. Aber du hast schon trotzdem gesehen, auch mit 14 Mann, also ich habe die ersten Minuten gesehen. Ich habe auf Italien auf jeden Fall, Italien sage ich mal, Argentinien gesetzt und gesagt, Argentinien, die werden sich richtig emotional aufdrehen, das hast du gesehen, die werden richtig Konto geben und die werden richtig England unter Beweis stellen und das haben die gemacht und diese rote Karte hat es komplett verdorben, aber trotzdem zur Halbzeit hast du gesehen, okay, was für einen Unterschied das gemacht hätte, wenn es zumindest vielleicht noch für Toulagia in Gelb gegeben hätte oder wenn diese blöde rote Karte zurecht, aber irgendwie nicht stattgefunden wäre.
15:02 Aber sobald das dann geschehen war, war es halt relativ klar, dass Argentinien wird es halt eng halten. Aber irgendwann hat es halt so deutlich auseinandergegeben. Und da hast du schon gesehen, dass es halt quasi in der zweiten Halbzeit, dass die Puster ein bisschen von Argentinien dann raus war. Und das ist halt meiner Meinung nach schade, dass es so hoch auseinandergegangen ist. Schade, dass Argentinien definitiv aus dem Turnier halt raus ist. Aber das ist halt quasi, wie du halt auch gesagt hast am Anfang, diese Group of Death. Ja, aber du hast es ja gesehen dann auch dieses Jahr mit dieser roten Karte, was 15 gegen 14 bedeutet. Die All Blacks haben dieses Jahr ja auch ein Spiel gehabt, wo sie eine rote Karte kurz vor Ende der ersten Halbzeit bekommen haben und dann eine klare Niederlage bezogen haben.
15:47 Selbst die All Blacks sind nicht davor gefeit, Spiele zu verlieren, wenn sie ein Mann weniger sind. Und das ist halt eine arge Schwächung für ein Rugby-Team. Es bleibt allerdings dabei, die rote Karte gegen Lavagnini war unserer Meinung nach absolut berechtigt. Und am Ende steht es dann halt 39 zu 10 für die Engländer, die dann auch noch den Bonuspunkt holen. Die Argentinier schwer enttäuscht, bei der letzten Weltmeisterschaft waren sie noch im Halbfinale, haben gedacht, Mensch, dieses Jahr haben wir vielleicht Glück mit einer Auslosung, vielleicht haben wir dann auch die Spieler zur richtigen Zeit in der richtigen Form, Vielleicht können wir dann sogar noch einen Schritt weiter gehen, weil sie waren ja in den letzten Weltmeisterschaften dann ja auch ein Dauerkandidat fürs Viertelfinale bzw. Halbfinale.
16:27 Und dass sie jetzt in der Vorrunde ausscheiden, ist eine riesige Enttäuschung. Ja, das Problem ist halt quasi, dass da treffen sich halt drei Mannschaften aufeinander, die alle so einen wirklichen Ruf haben, außer letztes Mal England in der Gruppe. Aber natürlich, also Frankreich war immer mindestens in der Viertelfinale, also sind immer aus der Gruppe rausgekommen. England extrem starke Mannschaft, Argentinien extrem starke Mannschaft. Irgendwo muss halt irgendjemand halt ausgehen. Ich glaube, das ist halt irgendwie für Frankreich, haben die gerade genug getan in dem Spiel gegen Argentinien. Das war wirklich so eine Sache von zwei, drei Meter, der Kick geht daneben, haben wir schon ins Detail besprochen mit Argentinien-Frankreich.
17:10 Aber das zeigt dir, wie eng das halt alles ist. Also stell dir mal vor, spür mal zurück, dieser Kick von Argentinien geht rüber zum einen, dann verliert Frankreich. Und jetzt stell dir mal vor, keine Ahnung, Tonga hätte doch nochmal ins Straftat jetzt am Ende bekommen, hätte gewonnen, wäre Frankreich längst nach Hause gegangen und wäre eine komplette Blamage gewesen. Aber was wir tatsächlich haben, ist, Frankreich hat Argentinien gerade so geschlagen, gerade so Tonga geschlagen, sind auf jeden Fall im Viertelfinale, aber sind von meiner Meinung nach nicht so ein Kandidat für Weiterkommen. Aber wer weiß, ich kann mich auch da total ehren und dann gewinnt Frankreich die Weltmeisterschaft. Und mein Gott, aber bisher habe ich es nicht gesehen.
17:52 Also es ist ein bisschen wie Irland, also ohne dass ich so parteiisch rüberkomme hier. Aber es ist ein bisschen wie Irland. Die können halt alles gewinnen. Also Irland könnte die Weltmeisterschaft gewinnen. Frankreich könnte die Weltmeisterschaft gewinnen, klar. Aber bisher haben wir keinen Beweis des gesehen. groß. Wir haben phasenweise oder halbzeitweise von solchen Mannschaften gesehen, die Könntnis machen, aber andere Mannschaften haben von vorne bis hinten gezeigt, wir werden das Ding gewinnen. Also eine Mannschaft wie Australien zum Beispiel extrem gut gezeigt bisher. England natürlich auch, Wales hat natürlich auch eine Stärke gezeigt und letzten Endes Neuseeland, das sind Mannschaften, die wirklich von Minute 1 bis Minute 80 in jedem Spiel wirklich gezeigt haben, das ist unsere Qualität. Wir zeichnen wieso, wenn wir das gewinnen, dass wenn wir zurückblicken, sagen können, wow, ja, die haben wirklich von Anfang an das gezeigt.
18:42 Und wenn jetzt Frankreich gewinnen würden, die Weltmeisterschaften würden wir nicht im Nachhinein sagen, wow, die haben von Anfang an absolute Klasse gezeigt, weil gegen Tonga, das war, ja, das war, hätte man einfach mal eine Münze werfen können, wäre 50-50 gewesen. Frankreich 2011 mit zwei Niederlagen dann noch ins Finale gekommen. Vielleicht erleben wir Ähnliches dann bei dieser WM. Wir haben noch drei Spiele aus den letzten beiden Tagen, über die wir gleich sprechen werden, hier bei meinsportpodcast.de und Vorpass Spezial. Bei Arjen Robben gab es fast seine ganze Karriere lang Gründe, an ihm zu zweifeln. Der Körper zu verletzungsanfällig, der berühmteste Move zu berechenbar und nach vergebenen Chancen im WM-Finale 2010 und beim Finale Daheim 2012 schien er auch nicht der Mann für die ganz großen Momente zu sein.
19:29 Keiner dieser Zweifel war erfunden, nur die Schlussfolgerungen daraus waren falsch, denn Arjen Robben kam trotzdem durch. Und wie? Seine Geschichte jetzt in den 100 Fußballlegenden. Die komplette Welt des Sports. Wann und wo du willst. Die MSP-WG. Jeden Sonntag spricht unsere Redaktions-WG beim Feierabendtisch über alles, worüber man halt so spricht. Ob mit Sportbezug oder ohne. Und du kannst mitmachen. Sprich mit im Podcast oder beteilige dich über den Hashtag MSPWG. Die MSPWG auf meinsportpodcast.de England gegen Argentinien und Frankreich gegen Tonga, das waren zwei Spiele der Gruppe C, die wir gestern gehabt haben. Wir haben allerdings auch noch drei andere Spieler gehabt. Eins, über das können wir relativ kurz drüber gehen.
20:25 Heute hat Neuseeland gegen Namibia mit 71 zu 9 gewonnen. Was allerdings überraschend war bzw. was sehr gut angekommen ist bei den Zuschauern wie auch bei den Beobachtern, ist, dass Namibia sehr lange mitgehalten hat. Erst in der 35. Minute konnte Neuseeland zum 15 zu 9 erhöhen bzw. zum 17 zu 9 und dann ging es relativ schnell. Dann war es am Ende ein 71 zu 9, aber es stand zwischendurch nur 9 zu 10 aus Sicht von Namibia gegen Neuseeland. Und dass sie für drei Minuten geführt haben gegen Neuseeland, das werden sie sich wahrscheinlich rot in ihrem Kalender anstreichen. Ja, das hat ja, glaube ich, keiner damit gerechnet. Aber ich glaube, die hat auch so deren Faser quasi erwischt. Aber am Ende hat Neuseeland einfach diese Klasse, wovon wir immer sprechen, einfach wirklich gezeigt.
21:13 und das eine oder andere Versuch gelegt, wo man einfach erstmal Chapeau sagt. Wir hatten so vorher geschrieben beim letzten Spiel, also wer wird von den Bart-Brüdern die meisten Versuche legen. Ich war ein bisschen eher so für Jordy Bart. Ich finde, dass er einfach ein unglaublich geiles Spieler ist und heute war er involviert in extrem viele gute Sachen. ja, also am Ende war es halt wahrscheinlich eher Versuch des Tages oder Versuch des Turniers, eher von T.J. Paranara, aber Jordi Bar ist für mich einfach so ein Spieler gewesen, guck mal, der spielt auf 10, der könnte auf innen stehen, der könnte auf Schluss stehen, auf Ecke spielt er dann normalerweise in dem Top-Kader, der ist jemand, der wirklich richtig, richtig gut ist und Versuch des Tages, ja, das hast du auch ja gesehen, das ist einfach mal, da setzt man sich einfach zurück und macht mal Replay oder Wiederspiele nochmal so zehnmal und denkt hat, ich weiß nicht, wie das möglich ist.
22:22 So ein, zwei Pässe da, die vorgefallen sind. TJ Perinara, schaut euch den letzten Versuch an zum 71 zu 9, wenn ihr den in den Highlights nochmal seht, weil den kann man sich wirklich fünf, sechs Mal hintereinander anschauen, den Versuch. Nicht nur, wie TJ Perinara durchgegangen ist am Ende und dann wirklich an der Außenfahne abgelegt hat, sondern auch tatsächlich erst die zwei, drei Pässe, die dazu geführt haben. Es war von vorne bis hinten eine absolute Schönheit, dieser Versuch. Und am Ende stand ein 71 zu 9 für Australien, äh, für Neuseeland, Entschuldigung, die sich bislang noch nicht groß strecken mussten. Sie hatten natürlich das Anfangsspiel, das erste Spiel gegen Südafrika, was sie mit 23 zu 13 gewonnen haben, aber seitdem ist es Cruising, 63 zu 0 gegen Kanada und jetzt das 71 zu 9 gegen Namibia. Sie haben jetzt noch ein Spiel nächsten Samstag gegen Italien.
23:07 Auch das werden sie gewinnen. Ich glaube, da müssen wir jetzt keine großen Propheten sein, um das zu sagen. Neuseeland hat bislang eigentlich alles richtig gemacht, oder? Alle Spieler sind gesund geblieben, sie haben alle Spieler eingesetzt und sie haben sich nicht groß verausgabt bislang. Ja, also zum einen haben die einfach so einen Kader fett besetzt, mit 31 Jungs, die wirklich top sind und gut in Form sind, außer vielleicht Rikio Wani. Aber ansonsten ist es wirklich gut. ist es nicht, dass die unter dem Radar sind, aber die haben einfach mal den Vorurteil, dass die das schwerste Spiel am Anfang hatten und danach sind die wirklich so, wie du auch gesagt hast, ein bisschen Cruise Control. Das ist leider gefährlich für die Leute dann in der Knockout-Phase, also Viertelfinale, Halbfinale, weil alle anderen Mannschaften mussten richtig schwer durchkämpfen, um durch die Gruppe zu kommen und Neuseeland, ja, das ist wie Vorbereitungsspiele.
24:06 Also, das macht mir ein bisschen Angst, wie es dann weitergeht. In der Gruppe C führt auf jeden Fall Neuseeland jetzt im Moment mit 14 Punkten, vor Südafrika mit 10 Punkten. Italien hat auch 10 Punkte. Sie hätten noch die Chance, sich für das Viertelfinale zu qualifizieren. Dafür müssen sie allerdings niemand geringeren als Neuseeland schlagen im letzten Spiel und das ist im Moment wohl eher ausgeschlossen. Das ist auf jeden Fall eine schwierige Aufgabe für Italien, Kanada und Namibia noch mit 0 Punkten. Dann haben wir noch ein Spiel. Hast du gesehen was? Also ich wurde halt darauf ansprechen, mit Brody Retalic, das hat relativ früh rausgehoben, weil er war schon verletzt, das hat dasselbe, das habe ich irgendwie, da war ich gerade, habe ich weggeguckt, habe ich nicht gesehen, weißt du, was da passiert ist?
24:47 Nein, habe ich leider auch nicht gesehen. Werden hat bestimmt die Tage dann erfahren, weil er war schon lange verletzt und die hatten auf ihn gesetzt, vor die Viertelfinale-Spiele, mal sehen, was die Verletzungsberichte dann jetzt für die Tage kommt. Musste in der 30. Minute raus, für ihn kam Patrick Tui Polutu, wir werden es in den nächsten Tagen beobachten und vielleicht dann auch schon zum Spiel gegen Italien wissen, wie es dann Brody Retallick geht. Australien gegen Uruguay war auch am Ende eine sehr klare Geschichte. 45 zu 10 ging es für Australien aus. Aber auch hier muss man dem Außenseiter bzw. der unterlegenen Mannschaft eine sehr gute erste Halbzeit zugestehen. 19 zu 3 stand es nach der ersten Halbzeit für Australien.
25:29 Uruguay hat aber insgesamt das meiste, glaube ich, daraus gemacht, oder? Ja, also der haben sicher viel, also wir haben es schon gesagt, wegen so Gemeinschaften wie Russland und so. Die haben sich extrem gut verkauft und natürlich die Gruppen, also die sind halt nicht eine Gruppe wie Nabebe, eine Gruppe mit Südafrika und Neuseeland, sie haben zumindest die Möglichkeit, aber die haben das auf jeden Fall gezeigt, phasenweise, dass die Jungs haben, die vielleicht sich gut verkaufen können und einen Wechsel machen können innerhalb einer besseren Liga, also das ist auf jeden Fall bei der Weltmeisterschaft eine gute Gelegenheit, sich teuer zu präsentieren und vielleicht doch für einen Wechsel zu sorgen für eine Top-Mannschaft oder so, wo man halt einen neuen Vertrag bekommt.
26:13 Bisher bin ich halt auf jeden Fall begeistert von Uruguay. Die haben, wie gesagt, phasenweise, können die wirklich zocken. Australien hat in der zweiten Halbzeit dann die Zügel angezogen und hat am Ende mit 45 zu 10 gewonnen. In der 77. Minute gab es dann noch den Versuch von Manuel Diana für aufopferungsvoll kämpfende Uruguayer, die im Moment den letzten Platz belegen in der Gruppe D, aber ihr großes Erlebnis schon hatten, als sie nämlich Fiji geschlagen haben und in dieser Gruppe ist es ja so schön, dass alle Teams mindestens einmal hier gewonnen haben. Wir haben noch ein paar Spiele vor uns. Wir haben noch das Spiel Wales gegen Fiji am Mittwoch, wir haben Australien gegen Georgien am Freitag und dann Wales gegen Uruguay dann nochmal am Sonntag, wo Uruguay versuchen kann, Wales einen guten Kampf anzubieten, weil Wales vorher nämlich nur ganz wenig Pause hatte, dadurch, dass sie jetzt am Mittwoch und am Sonntag dann nochmal spielen müssen in der Gruppe D.
27:07 Für Australien im Moment mit 11 Punkten, vor Wales mit 9 Punkten, Fiji dahinter mit 7 Punkten, Georgien mit 5 und Uruguay mit 4 Punkten. Und dann haben wir noch ein Spiel, was gestern... Wir gehen dort davon aus, dass Wales hat die Gruppe... Also Fiji wird halt nichts holen gegen Wales, oder? Nein, ich glaube auch nicht. Also Wales wird gegen Fiji nochmal alles ransetzen und wahrscheinlich die beste Mannschaft aufbieten. Und dann werden sie versuchen, mit halber Kraft, meine ich, gegen Uruguay dann so noch zu gewinnen. Ja, so eine B-Mannschaft, also so mit den zwei Spielen, ja. Dann wäre es halt höchstwahrscheinlich Wales auf der ersten Platz und Australien zweite und dann, das kreuzt sich dann mit der Gruppe England-Frankreich dann.
27:46 Hätte ich jetzt auch gesagt. Ja, okay. Und dann haben wir noch die Gruppe A und in der Gruppe A haben die Schotten gestern machtlos zusehen müssen, wie Japan einen Bonuspunkt geholt hat und wie sie den Schotten jetzt eine noch größere Aufgabe gestellt haben, in dieser Gruppe vielleicht noch weiter zu kommen. Japan hat gegen Samoa mit 38 zu 19 gewonnen und hat wieder eine sehr, sehr starke Leistung gebracht. Sie haben drei Spiele gehabt, drei Spiele gewonnen, führen mit 14 Punkten die Gruppe der Gruppe A an, in der Irland und Schottland sind und man kann doch eigentlich nur den Hut vor der Leistung der Japaner ziehen, oder? Ja, auf jeden Fall. Also Gruppe A ist, obwohl wir halt gesagt haben, Gruppe C wird halt Gruppe, also die schwierigste Gruppe sozusagen, ist jetzt eigentlich nicht das so Trotz Gruppe A geworden, wo extrem schwierig ist zu sagen, wie das halt ausgeht. Also das sind halt drei Mannschaften, Schottland, Irland und Japan, also momentan Japan vorne, die ja auf jeden Fall, ich kann immer noch nicht sagen, wie es halt dann ausgeht, aber gestern die Leistung war ich super begeistert halt von 38, 19 halt quasi am Ende.
28:55 Ich fand halt auch Japan, also einfach mal, das ist quasi, was ich hatte, den Kritikpunkt bei Tonga zum Beispiel, dass sie irgendwie nicht so die Erfahrung oder irgendwie so die Ruhe bewahrt haben, sozusagen. Das war auf jeden Fall Ruhe irgendwie in Person von den Jungs von Japan, weil die haben wirklich trotzdem irgendwie so, wo es hat wirklich eng stand und die haben gesagt, okay, wir brauchen noch diesen Bonuspunkt und es gibt noch so zehn Minuten zu spielen, haben die wirklich sehr, sehr schlau gespielt und einfach mal alles rausgeholt, dass es hat wirklich ein Zeichen für eine sehr, sehr gute Mannschaft, dass sie wirklich unter Druck waren schon und trotzdem diese Zweifelsuche quasi am Ende noch holen können, um das wirklich dann mit dem Bonuspunkt nach Hause zu bringen sozusagen und wirklich dann sich in eine perfekte Position gestellt haben für alles Weitere in der Gruppe.
29:53 Samoa, meiner Meinung nach, hat auf jeden Fall phasenweise sehr, sehr gut mitgehalten. Es war teilweise, wo ich gedacht hätte, wow, Samoa könnte, wenn die einfach mal ein bisschen mehr Erfahrung zeigen und ein bisschen mehr Ruhe, können die vielleicht das Ding drehen. Wie gesagt, dann hat Japan immer wieder taktisch sehr gut gespielt, die Straftritte zum Go gesetzt, wo es halt wirklich nötig war, um wirklich den Punktetafel wirklich nach vorne zu bringen. Das war ein super Spiel, also es ging halt leider für Samoa ein bisschen deutlicher aus, als vielleicht die hätten gewünscht oder verliehen hatten. aber es war für mich das Spiel des Wochenendes bisher. Hätte ich nämlich auch gesagt, dass es das Spiel des Wochenendes war, weil es nämlich auch gut geführt worden ist, weil es clean geführt worden ist, weil wir viele gute Aktionen gesehen haben.
30:38 Wir haben natürlich Frankreich gegen Tonga als sehr spannendes Spiel gehabt, aber das war in der ersten Halbzeit eher ein Gewürge. Und dieses Spiel, die zwischen Japan und Samoa, war meiner Meinung nach auch ein wirklich gut anzuschauendes Spiel. Und sie haben am Ende das Spiel mit 38 zu 19 gewonnen. haben. Wir müssen gerade einmal ein bisschen über die Mannschaft von Japan sprechen, weil es sind viele Spieler, die nicht in Japan geboren sind, die dort für die japanische Nationalmannschaft auflaufen. Wenn man alleine an Peter Labushani zum Beispiel denkt oder auch an Michael Leach, der Teamkapitän, James Moore, Wimpy Van der Waal. Aber ich möchte über ein oder zwei Spieler sprechen aus dem japanischen Kader, die in Japan geboren sind, beziehungsweise die japanische Staatsbürgerschaft dann auch haben, die hier ganz entscheidend sind für das Team. Unter anderem Kotaro Matsushima, der Außenspieler, der Japaner, der auch gestern wieder ein richtig gutes Spiel gemacht hat und der einfach ein unglaublich gefährlicher Spieler ist, dem zuzuschauen macht unglaublich viel Spaß.
31:33 Ja, also 26 Jahre hat wirklich in Top-Konditionen, also wirklich, wo er immer den Ball bekommen hat, einfach super gefährlich. Also er hat diesen einen Lauf, wo er trotzdem getacket wurde, steht halt nochmal auf, geht halt nochmal weiter, läuft halt nochmal 10 Minuten. Man merkt schon von den, wenn man halt die Spiele hat, guckt man, merkt schon im Stadion, wie die Stimmung wirklich aufgeht, wenn er den Ball in der Hand hat, weil die Fans, die wissen, der ist einfach gefährlich. Also man erwartet schon was von ihm und das war, gestern hat er auf jeden Fall, man hätte auf jeden Fall als Spieler des Tages ganz viele Leute wahrscheinlich wählen können, aber der wäre auf jeden Fall mit oben dabei in der Auswahl, glaube ich.
32:17 Kotaro Matsushima ist ein Spieler, der mir als in den ersten drei Wochen der WM komplett aufgefallen ist und hier wirklich einen überragenden Job macht. Auch Juta Mola als Verbinder und der Mann, der in den Kick-Situationen dann gerufen wird, macht einen hervorragenden Job. Die japanische Mannschaft ist so ein bisschen, ist sie jetzt schon auf diesem Weg, eine Tier-One-Nation zu sein? Wie kurz ist sie davor? Ja, schwierig. Absolut. Sie haben auf jeden Fall noch diesen Heimvorteil. Also Heimvorteil, also schon, dass sie vom Publikum wirklich so einen gut gefühlten Stadion hat spielen können, vielleicht auswärts hat es andere Sachen, aber die sind auf jeden Fall wahrscheinlich muss man kurz abwarten, bis das Spiel mit Schottland ausgeht, aber die sind auf jeden Fall kratzend daran, dass sie wirklich diesen, ja ich mag auch nicht diese Tier-1, Tier-2 Sachen hat, so anzusprechen, aber sie sind auf jeden Fall bald dabei, dass sie ernster als Gegner genommen werden sollten, als wahrscheinlich Irland, die sie genommen hat.
33:20 Auf jeden Fall haben die Japaner im Moment die Tabellenführung inne und da müssen wir jetzt nochmal einmal auf die Tabellensituation zurückkommen. Japan hat 14 Punkte, Irland hat 11 Punkte. Irland hält sich jetzt erstmal noch so ein bisschen da raus, weil sie nur noch ein Spiel gegen Samoa haben, bei dem wir auch davon ausgehen, dass sie das gewinnen werden. Wahrscheinlich dann auch mit Bonuspunkten, dann hätten sie 16 Punkte. Dann ging es für sie tatsächlich nur darum, ob sie Erster oder Zweiter in der Gruppe werden. Schottland allerdings hat noch zwei Spiele, gegen Russland und gegen Japan. Wir gehen mal davon aus, dass Schottland Mittwoch gegen Russland mit Bonuspunkt gewinnen wird. Dann haben sie 10 Punkte.
33:57 Dann haben sie 4 Punkte Rückstand auf Japan. Dann müssen sie gegen Japan gewinnen und Japan darf keinen Bonus, keinen Defensivbonuspunkt holen. Wenn sie das Spiel gewinnen und sie sind Punkt gleich hinterher, dann ist Schottland weiter in dieser Gruppe, weil sie den direkten Vergleich gewonnen haben. Sollten sie allerdings nur mit 4 Punkten, also ganz normal gewinnen, ohne den den Offensivbonuspunkt und mit weniger als acht Punkten gewinnen, dann hat Japan einen Punkt mehr. Dann haben sie 15 Punkte und Schottland hat nur 14 Punkte. Sollten beide Dinge zusammenkommen, also Schottland holt den Offensivbonuspunkt und Japan gewinnt den Defensivbonuspunkt, weil das Spiel zum Beispiel 40 zu 35 ausgeht, dann könnte es zum Beispiel nochmal sein, dass Schottland mit Japan punktgleich ist und am Ende 15 zu 15 ist und Schottland weiterkommt.
34:45 Es könnte allerdings auch noch so sein, dass Japan zwei Bonuspunkte bekommt, einmal für vier Versuche und einmal, weil das Spiel knapper ausgeht als acht Punkte, dann hätten sie auf einmal die zwei Bonuspunkte und dann könnte Schottland nicht mal ein Sieg mit Bonuspunkten reichen. Es ist sehr, sehr spannend in dieser Gruppe. Es ist sehr komplex auf jeden Fall. Was ich halt noch dazu fügen würde, ist quasi, wir haben das von Anfang an gesagt, also wir hatten es ein bisschen anders eingeschätzt, aber wir haben gesagt, es wird auf diesem Spiel Japan gegen Schottland herauskommen. Wir haben auch dazu gesagt, es gibt Mannschaften, die für ein Spiel sehr weit fahren müssen, tausende Kilometer und es gibt Mannschaften, die Pausentagen viel haben und wenig haben.
35:25 Man glaubt halt nicht an Zufall, aber zufälligerweise hat Japan immer sehr, sehr gute Pausen zwischen und zufälligerweise für dieses letzte Spiel hat Schottland vom Mittwoch, den 9. Oktober bis Sonntag, den 13. Oktober den Abstand quasi, was normalerweise für ein Trainingseinheit reicht. Das heißt, dass es gibt halt schon Leute, die für Schottland gegen Russland spielen werden oder auf der Bank sind, die definitiv dann nochmal in wenigen Tagen danach für Schottland gegen Japan auslaufen müssen. Das ist halt quasi, was ich von Anfang an gesagt habe. Das könnte halt auf jeden Fall, wenn es 50-50 geht, wenn du halt zum Beispiel 80 Minuten spielst am Mittwoch und dann musst du Sonntag irgendwie nochmal 20 Minuten ran.
36:09 Das ist schon, wir haben schon besprochen, das ist nicht so leicht, besonders wenn es halt auf Schlüsselpositionen sind. Das sind halt auf jeden Fall Leute, die zwei Spiele bestreiten mussten in kürzester Zeit. Und egal, wie es halt auf der Punktetafel quasi ausgeht in der Gruppe, aber ich glaube, das spielt auf jeden Fall noch eine Rolle dazu. Ich glaube, hat letzten Endes natürlich für Schottland fünf Punkte gegen Russland Huren. Ich will nicht so weit aus dem Fenster lehnen, aber schon. Dann sehen wir auf zehn Punkte. dann kann man sagen, 14 für Japan, 11 für Irland und 10 für Schottland, aber das geht halt dann wirklich um den direkten Vergleich, also Schottland hat quasi den Schicksal ein bisschen in der eigenen Hand, aber wie wir gesehen haben vorhin im Turnier, hätten wir gesagt, okay, wir würden auch tippen, dass Schottland das gewinnt, jetzt wo wir Japan gesehen haben im Turnier, würden wir vielleicht nicht mehr so locker sagen, okay, Schottland würde das alles easy haben, oder?
37:07 Also so würde ich das behaupten. Ich würde es genauso behaupten. Und dass Japan als Gastgeber immer am Wochenende spielt, das musste man wohl erwarten. Und die Schotten haben jetzt, wie gesagt, wirklich eine ganz, ganz schwierige Aufgabe vor sich. Am Mittwoch müssen sie gegen Russland antreten, am Sonntag dann gegen Japan. Und wir werden natürlich hier darüber berichten auf meinsportpodcast.de über diese Spiele, die dann am Wochenende dann auch stattfinden. Wir haben auf jeden Fall ein etwas vorentscheidendes Wochenende jetzt hinter uns. Am Dienstag geht es weiter mit den nächsten Spielen. Am Dienstag wird es das Spiel zwischen Südafrika und Kanada geben, wo wir von einem klaren Ergebnis ausgehen können.
37:42 Dann haben wir am Mittwoch nochmal eine volle Partie. Drei Spiele, Argentinien gegen USA, Schottland gegen Russland und Wales gegen Fiji. Darüber werden wir natürlich dann hier auch beim Vorpass spezial berichten. Das war Donal Peoples mit seiner Einschätzung zu den fünf Spielen des Wochenendes der Rugby WM 2019. Danke, Donal. Ja, bitteschön. Vielen Dank fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal. Auf Wiederhören. Vorpass. Vorpass Spezial. Der Podcast zur Rugby-WM in Japan. Andreas Thies liefert dir mit den Experten unseres Rugby-Talks Vorpass. Alles rund um das Rugby-Event des Jahres. Wird Neuseeland zum dritten Mal hintereinander Weltmeister? Wer kann die All Blacks gefährden? Und kann Gastgeber Japan auch 2019 überraschen?
38:36 Sei dabei, wenn Vivian Ballmann, Donal Peoples und Georg Molz die Rugby WM für dich analysieren.