VorpassPodcast
Vorpass · Folge 100

#100

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100 Folgen sind seit Herbst 2018 vergangen seit Donal, Georg und Vivian im beschaulichen Berlin die erste Folge gemeinsam aufgenommen haben. Seitdem hat sich viel getan in der Rugby Welt, national wie international. Die drei schauen zurück auf ihre Vorpass Highlight Folgen, was persönlich passiert ist und wie es um Rugby in Deutschland steht. Danke auch am meinsportpodcast.de, die uns von Folge 1 an unterstützt haben. Viel Spaß

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Transkript

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0:14 Hallo und herzlich willkommen zu einer ganz besonderen, beziehungsweise sehr, sehr besonderen Folge. Es ist eigentlich, wenn wir es zusammengerechnet haben, unsere 100. Folge von Vorpass. Also herzlich willkommen Vivian und Big G. Herzlichen Glückwunsch zu 100 Folgen. Also ich mag keine Selbstbeweihräucherung, aber Respekt für mich selber. Ich klopfe mir selber mal auf die Schulter. Ihr seht es gerade. Wer hätte das gedacht? Eben noch im Tonstudio in Kreuzberg gesessen oder Friedrichshain? Ich weiß es nicht. Wo wären wir nochmal da? Na, lustige Anekdote an dieser Stelle ist. wir haben damals die allererste Folge zu dritt bei meiner Mama im Wohnzimmer am Essenstisch aufgenommen und in den letzten drei Jahren ist natürlich dann viel passiert und wo sitze ich jetzt?

1:05 Genau in diesem Zimmer nur mittlerweile ist es nicht mehr das Wohnzimmer bei meiner Mama, sondern es ist mein Schlafzimmer, weil ich jetzt die Wohnung habe Weil du deine Mutter rausgeschmissen hast Das ist gut Sehr schön Ja damals, erste Folge August, September 2018. Ich kam gerade aus Ölern wieder von der Hochzeit. Mir ging es hundeelend. Ich war zehn Tage danach krank. Wir haben diese Folge aufgenommen. Donal musste arbeiten. Ich kam wie immer zu spät eine halbe Stunde und Donal war richtig sauer und hat dann später auch noch in der WhatsApp-Gruppe geschrieben. Wie kann denn das sein? Wir haben uns doch verabredet. Ich habe nur eine halbe Stunde Mittagspause. Georg, George, ich muss doch zurück zur Arbeit.

1:51 Und ich habe gesagt, chill doch mal, du arbeitest irgendwo in Berlin oder so bei so einem Hipster-Startup. Da ist es dann auch egal, ob du um 13.30 Uhr oder um 14 Uhr wieder da bist. So ist es ganz genau. Ich erinnere mich, ja. Und genau so ist es gewesen. Wusstest du auch, wo es von oben durch deine Decke getropft hat oder war das spät? Das war irgendwie die zweite oder dritte Aufnahme, der Aufnahmeversuch. Da gab es einen Wasserschaden hier, ja. Da hat es auf einmal aus der Decke getropft. Das war crazy. mussten wir verschieben, die ganze Sache. Mittlerweile sind wir ja umgestiegen auf quasi digital, aber quasi nicht vor Ort letzten Endes, weil wir alle ein bisschen verstreut sind. Ja, das dachten wir vielleicht einfach mal, das ist eine gute Gelegenheit, ein bisschen Review passieren zu lassen.

2:41 Die letzten Jahre, das sind ja fast drei Jahren, dass wir das machen. Und ja, die Positionen oder die Lebensstände haben sich einiges geändert. Vivian, du wohnst quasi wieder in Berlin. Ja, du warst eine Zeit lang weg Big G, du wohnst zumindest fest in Deutschland, dass es sich auch verändert hat. Und ich wohne immer noch in derselben Wohnung. Also bei mir hat sich da kaum was verändert. Dafür bin ich aber Vater geworden und müsste mit meiner aktiven Rugby-Karriere aufhören in der Zwischenzeit. Was sich in ein paar Jahren verändert und wir leben in einer Pandemie und deshalb ist es wahrscheinlich sowieso egal, wo wir aufnehmen, auch wenn wir alle in Berlin leben würden, gleichzeitig wäre es halt schwierig, zu dritt zu sitzen, weil ja, das wäre verboten und Ausgangsspielen.

3:33 Aber... Stimmt allerdings, da würde sich gar nicht so viel ändern. Zumindest haben wir es geschafft. Über eine sehr, sehr lange Zeit wirklich kontinuierlich da, ja, was für euch zu Hause auf den Ohr zu bringen. Vielleicht können wir einfach mal ein bisschen plaudern, austauschen heute, ja, wie es für euch war, was in den letzten 100 Folgen irgendwie oder 99 Folgen vorher irgendwie für euch besonders war oder so, also ich weiß, dass es mir persönlich eine große Freude macht, einfach sowieso mit euch ins Plaudern zu kommen über Rugby oder grundsätzlich über das Leben und es hat eine gute Gelegenheit, so irgendwie Freundschaften aufrechtzuerhalten und mit zwei meiner Besties in einem, also es ist einfach ach, ja, genau, also es berührt mich tief im Herzen auch.

4:23 George, hast du dich gedacht, sind deine Tränen bei dir? Nee, nee, also ich habe halt ein Herz aus Stein und eine Seele, die ist grau und schwarz wie, keine Ahnung, die Nacht. Von daher, ja, Besties, ne? Also ich sage in Englisch immer, wenn Leute mich mit Friends ansprechen oder Mates, dann sage ich Equentins, ne? Also flüchtige Bekanntschaft oder so. Aber es ist jetzt schon eine lange flüchtige Bekanntschaft. Damals von RK03 Berlin, so haben wir uns kennengelernt sage ich mal so ich muss doch an der Stelle sagen, weil wir die Pandemie schon erwähnt hatten dass ich das jetzt vor allem in dieser ganzen Pandemiezeit also gerade am Anfang so cool fand, dass wir zusammen immer gequatscht haben also gerade zu Beginn der Pandemie, da war ich in England und dann haben wir uns auch gerade darüber viel ausgetauscht wie das Rugby noch in England stattgefunden hat wie es in Deutschland schon nicht mehr stattgefunden hat Und das war zu der Zeit echt sehr cool irgendwie.

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5:19 Da war das tatsächlich so, das sind meine Buddies, mit denen ich mich am Montag austausche. Und man war so total noch connected, obwohl jeder so für sich irgendwie alleine zu Hause gesessen hat. Und in der Zeit fand ich es echt ganz nice. Ich hoffe, das geht den Zuschauern auch so, dass sie uns dann am Montag immer bei sich hatten. Oder am Donnerstag, wenn ich es am Donnerstag geschafft habe, den Podcast hochzuladen, weil ich drei Tage so busy war oder es einfach vergessen habe, die 10 Minuten Arbeit zu investieren und ich dann Hassnachrichten von euch bekommen habe. Wieso ist der Facebook-Post noch nicht da? Naja, der Facebook-Post ist noch nicht da, weil ich es noch nicht hochgeladen habe.

5:55 Also von daher kann ich nichts auf Facebook posten, weil ich noch gar nichts hochgeladen habe. Jaja, da war ich immer nicht so der Schnellste. Bis ich dann auch mal selber festgestellt habe, naja, höre ich mir donnerstags noch einen Podcast an, der über die Spiele vom vergangenen Wochenende handelt? Nein. Wenn ich so an die 10 Top 10 englischsprachigen Rugby-Podcasts höre, dann will ich das ja schon Montagabends hören. Am besten Sonntagabends oder so. Oder spätestens Dienstag oder Mittwoch. Aber am Donnerstag ist dann ja schon... Was interessiert mich am Donnerstag? Das ist Geschwätz vom letzten Wochenende. Aber auch da... Hast du auch Hassnachrichten abseits von uns beiden bekommen? Nee, wäre schön, wenn wir gewitzelt unsere sieben Hörer, die wir haben oder so.

6:37 Keine Ahnung. da haben wir keine Hassnachrichten bekommen. Wir haben über drei Jahre lang Leute vollgepöbelt, dass sie es doch bitte bei Spotify hochladen sollen. Darauf haben wir gehört. Darauf haben wir gehört. Wir haben Kundenwünsche, User Experience. Ist top notch, sage ich mal so. Auch wenn das bei uns sehr kontroverse Diskussionen waren. Und eigentlich, wir müssen auch meinen Sportpodcast mal danken. Also die hier uns hosten. Und wo ich regelmäßig auch nicht, wo wir nie eine halten, die Schneideanleitung und sonst irgendwas. Und auch die Qualität gar nicht. Wenn ich an die ersten Folgen zurückdenke, als man noch Skype hatte, keine Aufnahmefunktion, ich hatte mein AUX-Headset für 9 Euro vom Mediamarkt eingestöpselt in die Seite hier und es war eine Qualität, die war horrendous.

7:29 Das sind so meine ersten Erinnerungen. Da hat sich ein bisschen was getan. Ja. Hauptsache Hauptsache, deine Stimme, Big G, auf den Bann zu bringen, ist einfach grundsätzlich egal, welche Qualität ist einfach bezaubernd. Da sagt mein Stuhlbote auch auf der Arbeit, ja. Der sagt auch immer, geh auf, super, deine Stimme. Ja, ich zahl dich ja auch. Natürlich musst du mir das sagen. Ich meine, über die Jahre hatten wir schon einige Leute noch bei uns letzten Endes, oder hatten zumindest Gespräche geführt mit einigen Leuten. Vielleicht ist bei euch so einiges noch in Erinnerung geblieben, was halt besonders cool war. Ich weiß, auf jeden Fall. Ich weiß auf jeden Fall, dass es immer wieder cool war, so andere Blickwinkel von, sage ich mal, entweder Leute, die in Deutschland gespielt haben oder nur zeitweise hier oder deren Eindrücke zu bekommen oder auch spezifisch über Themen wie, keine Ahnung, Deutscher Rugby Tag oder sowas, irgendwas so zu sprechen.

8:29 Aber für mich war das Gespräch letztes Jahr mit Phil aus Zimbabwe, das ist ziemlich witzig, weil er so eine coole Art und Weise hatte. Und ich finde das so, dass wir zu dritt haben, eine ganz easy Art und Weise miteinander zu sprechen. Und er kam ja dazu und war auch ganz easy mit denen zu sprechen. Also wir hatten ihm kein riesen Skript oder so gegeben, haben nur so grob mit ihm besprochen, warum wir ihn so spannend finden oder warum wir ihn sprechen. Und es war so einfach, mit ihm zu sprechen und auch, dass er so Sachen rausgeholt hat aus Anfang der 2000er, wo er in Deutschland war und solche sind. Das war einfach so ein bisschen ein anderer Blickwinkel für uns, wo Neuenheim stark war und die Storys, die er da erzählt hatte.

9:18 Aber auch grundsätzlich dieses Erinnerungen zu haben und auch was wir halt immer wieder so spüren, ist dieses Familie oder dieses Community, was hat Rugby bildet, gegenüber vielen anderen Sportarten, meiner Meinung nach, also die ich erkenne, wo wir, egal wo wir Leute so treffen, Vivian, du kannst dich ja am besten bestätigen, du warst ja überall auf der Welt und hast Rugby gespielt, man hat immer so einen Ansatzpunkt oder man ist immer so angekommen, wenn man sich vorstellt und sagt, hey, ich bin da, Rugby und die sagen, ja, cool, geil und man ist irgendwie so wie angeschlossen an die Social Network oder Community oder irgendwas und das merke ich immer wieder, dass das was schon besonders ist und das kommt auch glaube ich mal an den Gesprächen hervor.

10:06 Ja, schließe ich mich an. Eigentlich, dass man nie so ein Warm-up braucht, sondern man fängt mit den Quatschen an und eigentlich ist man direkt so on the same page mit denen. Das ist wie wenn man die im Clubhaus treffen würde und man ist sofort irgendwie Kumpel und genauso ist es, wenn wir hier diese Gespräche führen dann, ja. Stimmt, also eigentlich waren durch die Bank weg alle Gespräche, wenn ich so drüber nachdenke, wenn jetzt, wo du das so sagst, alle immer relativ entspannt. Es gab nie irgendwie Gespräche, wo man sich denkt, boah, was für eine komische Person, was für ein weirder Dude, würde ich nie wieder mit demjenigen ein Interview führen. Gab's nicht. Also wenn ich so jetzt einmal kurz die letzten 99 Folgen durchdenke, fällt mir da nichts ein.

10:50 Reggie, warst du bei dir so hängen geblieben? Also ich denke, ich meine, immer jede Minute mit euch verbringen ist schon ein Highlight in meinem Leben natürlich. Wenn wir jetzt Gäste eingeladen haben, ja, der Marc aus Bolivien, die Bustour, wo die halt, keine Ahnung, acht oder zwölf Stunden im Bus sitzen. Ich meine, der Typ arbeitet in Bolivien, hat wahrscheinlich einen normalen durchschnittlichen Job, ist jetzt auch kein Millionär und fängt da an, Rugby zu spielen. und mit dem hatte man auch die Connection und das Bonding, sag ich mal so. Und man versucht sich rein zu versetzen, der sitzt da am anderen Ende der Welt über den Atlantik und versucht da Rugby aufzubauen oder so mit ganz anderen Mitteln. Die müssen ihre Tackle-Pads selber nähen und so. Und wir beschweren uns hier mit keine Ahnung, ein anderes Niveau.

11:40 Aber man hat mit dem auch sofort ins Gespräch gekommen. Und auch, dass der überhaupt bereit war, ich schreibe den über Instagram an, der kann mich auch gleich blocken. Ist ja nicht so, dass ich den kenne. und das fand ich cool. Der Phil aus Zimbabwe war auch auf jeden Fall ein Highlight und ich fand aber auch unseren Kollegen aus den Staaten, den wir letzte Woche da hatten, da war auch die Connection recht schnell da, obwohl ich mit dem, wir schreiben ja nur Leute an, hey, hast du Bock, Podcast? Das sind so zwei, drei mögliche Themen und dann labert man ja einfach frei los und das, passiert halt dann einfach immer. Ja, aber ich denke auch Phil aus Zimbabwe, obwohl ich ihm beim Training, er ist beim Kindertraining da, weil seine Kids da auch sind, mit ihm habe ich noch nicht so viel geredet. Ich sage immer, hey, wie geht's? Er sagt, Big G, wie geht's?

12:34 Und tschüss. Leider, weil wenn ich gerade ankomme, geht er gerade oder so. Wir haben halt kein Clubhouse und so. Das heißt, es war schön, mal hier mit dem zu connecten. Ja, also ich meine, was wirklich bei mir wirklich hängen geblieben ist, ist wirklich dieses Gefühl von, ja, also egal, wenn man so diesen Outreach macht, wie du gerade sagst, über Instagram und so, wie man halt wirklich auf einer Welle ist, wie du auch sagst, Vivian, aber so dann auch, wie leicht es ist, ins Gespräch zu kommen und wie ähnlich viele Erfahrungen sind, obwohl wir so Welten auseinander sind, also irgendwie so, ja, irgendwie, keine Ahnung, irgendwo anzukommen und dieses Rugby-Verein auszusuchen oder zu suchen und irgendwie da ins Gespräch zu kommen und dann trifft man irgendjemanden von woanders.

13:28 Also ich weiß auch, wo ich in Australien war mit dir, Big G, dass das mir viel gegeben hat, irgendwie so ein Fundament in der Stadt, also in Melbourne zu haben, irgendwie dieses Community, um den alles anders so sich baut. Und man wüsste halt, keine Ahnung, Dienstag, Donnerstag, Samstag war es so gesetzt. Und da hat man sich irgendwie gleich irgendwie Freunde getroffen. und also obwohl ich nur sechs Monaten in Melbourne gespielt habe, dass ich schon Leute kennengelernt habe, wenn die hier zu Besuch kommen wurden, wäre es super, mit denen was trinken zu gehen oder was zu machen. Also das ist irgendwie so, ja, Verbündete oder irgendwie so auf dem Weg und man trifft sich nur auf diesen kurzen Zeit, so sechs Monaten, aber es bindet einem zusammen und ich glaube, dass es halt irgendwie, ja, Diesen Wurzeln sind sehr schnell, sehr tief oder sowas.

14:23 Fehlt mir so ein bisschen auf. Ich habe den guten Vergleich zu Squash. Das ist halt auch eine Einzelsportart. Aber trotzdem, ich hatte das auch in Melbourne angefangen, Squash zu spielen. Und ja, also da habe ich, die haben auch ein Clubhouse. Man hat halt auch eine Mannschaft, mit der man antritt. Man sitzt auch noch im Spiel zusammen. Aber also es ist schon, ich will jetzt nicht immer so auf der Arroganztour von Rugby immer rumreiten mit, wir sind was Besonderes und wir sind alle so fair und blablabla zueinander, weil das ist glaube ich manchmal nicht so, aber ich finde schon, dass es, also gerade wenn ich es mit dem Vergleich mit Squash habe, das ist halt schon was anderes ist und dass da die Verbindungen über Hemisphären hinweg anders sind, sage ich mal so.

15:08 Auch in Unterführungen irgendein Typ schreibt uns auf Facebook an, wann Training wieder ist oder so, dann schreibe ich halt zurück und klicke natürlich auf seine Facebook-Profilseite, sehe ich halt, der ist Freund mit einem, mit dem ich mal in Melbourne so halb zusammen gespielt habe oder so. Irgendwie hat der von Box Hill gespielt, kam dann zu uns. Ich glaube, ich habe mit dem noch nie geredet oder so, mit diesem Typen, also mit unserem Freundesfreund. Aber dann meinte ich so, ah, hier kennst du den und den? Ja, wir haben mal Melbourne zusammen gespielt und so. Und da war dann gleich halt, ja, mit dem war ich in Notting Hill zur Schule, bla bla bla bla. Auch er kannte den gar nicht so richtig gut. Aber irgendwie, ja, man hatte diese Rugby-Connection auf einmal da Und dann hat man so rumgeschrieben und gechattet und bla.

15:50 Und das ist, glaube ich, bei mir, beim Squash oder bei anderen Sportarten anders. Ja, wie sind wir darauf gekommen? Ist eigentlich total krass, weil wir darüber sprechen, was unsere Highlights dieses Podcasts sind. Und im Endeffekt kommen wir darauf, dass wir feststellen, uns macht das eigentlich so Bock, weil wir mit so vielen anderen Rugby-Leuten zu tun haben, die alle einfach so super cool drauf sind. und das Lustige ist immer, das fällt mir auch immer auf, wenn mich Menschen fragen, wie kamst du denn zum Rugby und warum fängt man an, Rugby zu spielen und was hat dich da gehalten? Und dann erzähle ich auch immer, ich hatte keine Ahnung, was Rugby ist, ich bin zum Kindertraining gegangen und ja, warum bin ich geblieben?

16:32 Nicht, weil ich das irgendwie so cool fand, mich da hinzuschmeißen, so wahrscheinlich auch, irgendwo ist es ja das, woran man dann Spaß hat, aber ich sage immer, ich glaube, in allererster Linie war das, dass ich bei dem Sport geblieben bin, ist, weil das so ein cooler Verein war und man so coole Sachen am Wochenende gemacht hat und so coole Trainingslager und so coole Wochenendtrips. Und so dieses Teamgefühl war da und gemeinsam im BRC zu schlagen oder auch nicht, das war irgendwie was, was einen da gehalten hat. Gar nicht so, glaube ich, oh ja, ich mag so sehr Liegestütze im Training machen als elfjähriges Mädchen. I don't care, keine Ahnung. Aber dieses zusammen da im Rasen rumwühlen. Ich glaube, das war im Endeffekt das Ausschlaggebende.

17:17 Und das ist irgendwie so crazy, dass wir jetzt auch irgendwie, wir reden gar nicht so krass über uns, das war jetzt ja das geilste Interview, was wir gemacht haben und das war der ultra krasseste Gast, sondern nee, die ganzen Leute sind einfach übelst korrekt. Und doch, George, da kannst du einfach mal sagen, wir sind eine geile Sportart und wir sind krasser als alle anderen. Ja. Doch, stimme ich zu. Ja, grundsätzlich einfach, ich glaube, dass viele von den Gesprächen, also oft sprechen wir halt natürlich ins Detail über Spiele und wir analysieren schon teilweise, aber also grundsätzlich viele von den Gesprächen, die wir führen und es fällt umso mehr so auf in dieser Zeit, wo wir halt nicht in einer Kneipe miteinander sitzen, viele von den Gesprächen sind so Gesprächen, die wir im Clubhaus geführt haben, ob es in Irland oder in Melbourne oder in Berlin war oder Köln oder wo auch immer, oder München, sind das die Gespräche, die uns interessieren.

18:14 Also es ist nicht irgendwie so unbedingt recht zu haben oder genau zu wissen, warum diese Verteidigung nicht funktioniert hat oder was auch immer, sondern zu sagen, okay, wir sprechen über das, der Kernpunkt ist ja das, was ein Mittel ist, dass wir gerne diese Sportart haben. Und darum herum sind diese Gespräche und ich weiß ganz genau, dass ich oft diese Gespräche auf dem Donnerstag im Clubhaus mit Leuten geführt haben und bis zwei Uhr morgens irgendwie gelabert haben und das ist so ein Stück weit das was man so aufnimmt ist ist dass es ist dass wir gerne ins Plaudern kommen weil es uns irgendwie sehr ans Herz gewachsen ist egal wie wir dazu gekommen sind ob wir elf fahren oder 21 oder Mitte 20 oder was immer sind wir ja irgendwie dazugekommen, festgebissen und können halt gerne mit jedem darüber schnacken und wenn wir mal ab und an in unserem Podcast auch so ein bisschen Inhalt oder Tiefe noch dazugeben können, indem wir halt Sachen wirklich genauer anschauen oder die Bewegungsgründe für solche Sachen oder das Warum dahinter fragen, glaube ich, das ist halt schon cool und ich glaube halt schon, dass jeder zu Hause irgendwie, der hier zuhört, irgendwie was mitnehmen kann. Entweder es ist halt ein cooles Gespräch und wenn man keine Ahnung, man lauscht so ein cooles Gespräch hat oder man nimmt halt was mit und sagt, okay, ich habe zumindest das grobste Überblick, was es für Nachrichten

19:46 gibt in der Rugby-Welt gerade oder ich weiß genau ungefähr, was in Pro 14 oder Top 14 oder irgendwie was am Laufen ist oder am Wochenende lief und da hole ich meine Nachrichten hat ab und teilweise ist das auch so ein Bewegungsgrund, wieso wir diesen Podcast halt gemacht haben oder warum wir zusammengekommen sind, ist halt auch so ein bisschen, weil die Menge an Informationen, auf Deutsch zumindest, sehr, sehr begrenzt ist und es fehlt so das Plattform auf das 21. Jahrhundert, wo man halt sagt, okay, man hat nicht mehr eine Zeitung sozusagen, also man hat einfach, man kauft nicht mehr The Guardian und liest halt seine Nachrichten, sondern man holt es auf ein anderes Medium halt auf, ob es TikTok oder YouTube oder was auch immer ist, aber bei uns ist es halt einfach dieses Podcast-Medium, was sich halt in den letzten zehn Jahren ja deutlich entwickelt hat und besonders in den letzten Jahren würde ich mal sagen, dass viele Leute auf diese Idee kamen, weil wegen Corona, dass viele Leute nicht beieinander sitzen können und diese Gespräche irgendwie so in Podcast-Form sind.

20:54 und wir sehen ja auch, dass jetzt ist so eine andere Rugby-Podcast-Landschaft in Deutschland. Ja, sehr schön. Und ich fand es ja ganz lustig, dass ihr das am Anfang oft gesagt habt, oft Kamera würde ich sagen, aber oft Mikrofon, dass zwei unserer Gäste ja Gäste ihren eigenen Podcast gestartet haben. Das ist ja auch crazy, dass wir denen das hier so schmackhaft gemacht haben, das Plaudern am Mikrofon. quasi. Also alles, was Rugby hilft in Deutschland, meinetwegen können 100 deutsche Rugby-Podcasts existieren oder so. Das wäre echt gut. Es gibt ja nur einmal den ersten Podcast. Daran kann man ja nichts mehr ändern. Und man kann sich immer erinnern, sein erstes Basis zu sein. Ja. Nee, also es ist grundsätzlich gut, dass wir wissen ja, dass Rugby in Deutschland, das hat relativ Nisch, würde ich mal sagen.

21:55 Wenn mehr Leute darüber irgendwie mitbekommen oder hören oder irgendwie inspiriert sind, ist ja gut. Wenn wir mal ab und an eine Folge auf Englisch machen und jemanden von extern holen, glaube ich, das ist halt cool, weil ich weiß, dass zum Beispiel wo ich halt noch gespielt habe, dass ich immer das sehr cool fand, wenn wir Trainer hatten, sei es aus Australien oder Neuseeland, die uns zum Beispiel in Berlin besucht haben und mal ein Samstag, Sonntag, Wochenendtraining mitgemacht haben, dass wir so auf andere Ideen kommen. Und zumindest wenn wir darüber sprechen, zum Beispiel Sudhemisphere Rugby, finde ich es halt gut, dass wir das quasi ein bisschen anbieten, weil ich persönlich mich nicht so viel damit beschäftige. Also ich schaue halt mir die Highlights, mal ab und an ein Spiel.

22:40 Aber ich glaube, viele Leute zu Hause beschäftigen sich vielleicht mit den Länderspiele oder das Großste und wir zumindest haben so ein bisschen oder wir geben ein bisschen Inspiration zu den Leuten zu Hause, zu sagen, hey, Es gibt auch ein Pro 14 oder sowas, falls ihr gerne noch mehr braucht oder sowas. Gutes Pausen-Stichwort. Okay, machen wir eine kurze Pause. Und dann fragen wir uns, wo ist der Name Vopass hergekommen? Bis gleich bei Vopass. Bei Arjen Robben gab es fast seine ganze Karriere lang Gründe, an ihm zu zweifeln. Der Körper zu verletzungsanfällig, der berühmteste Move zu berechenbar und nach vergebenen Chancen im WM-Finale 2010 und beim Finale Daheim 2012 schien er auch nicht der Mann für die ganz großen Momente zu sein.

23:32 Keiner dieser Zweifel war erfunden, nur die Schlussfolgerungen daraus waren falsch, denn Arjen Robben kam trotzdem durch. Und wie? Seine Geschichte jetzt in den 100 Fußballlegenden. Unter der Folge, Vivian und Big G und ich wollten einfach mal so ein bisschen plaudern, wie es halt irgendwie so ein bisschen zustande gekommen ist. Wir haben ja wahrscheinlich so Bewegungsgründen so ein bisschen erwähnt, aber vielleicht können wir halt so ein bisschen anschneiden, wie wir uns so ein bisschen kennengelernt haben. Also Berlin verbindet uns alle so irgendwie so ein bisschen, aber Freundschaften sind so ein bisschen auf andere Art und Weise entwickelt worden, oder? Also Big G würde ich mal sagen, vorweggenommen, wir kannten uns in Berlin, aber so nur ganz brief und dafür, Vivian und ich, kennen uns ganz viel aus Berlin und haben viel miteinander gemacht. Big G, du und ich haben mehr so eine Strahlen unserer Wege zueinander gefunden, oder?

24:35 Ja, ich war nur ein Jahr in Berlin. Also eigentlich, ich war noch woanders eingeschrieben und habe 2000 irgendwas meine Masterarbeit in... Nein, ich saß in Berlin, war ein Jahr da. Bin auch in Berlin zu allen drei großen Vereinen, also BAC, BSV, RK03 zum Training gegangen. Ach, das wusste ich gar nicht, dass du da alle abgecheckt hast. Ja, ja, ich habe in Neukölln gewohnt. Erstes Training bin ich sogar zum BAC gegangen, die nicht draußen trainiert haben. Und das wusste ich nicht, sondern die waren drinnen irgendwo. Das stand aber nirgendwo. Das heißt, ich komme zum Trainingsplatz, keiner da. Dann war ich nochmal beim... Ja, warte, pass auf. Das Witzige ist zehn Jahre später, passiert dasselbe in München.

25:19 Und dann war ich beim BSV und irgendwie... Ja, weiß ich nicht. Irgendwie habe ich mich da... Alle irgendwie waren nett, aber ich bin zum RK gegangen und da bin ich dann geblieben. Und da habe ich dann auch irgendwie Donal kennengelernt. Aber irgendwie haben wir auch nicht so sehr, weiß ich nicht, da groß gebondet damals. Sondern erst, wir kannten uns zwar und haben sowohl in der ersten als auch in der zweiten zusammengespielt. Eher in der zweiten bei mir. Ja, das wollte ich jetzt nicht sagen. Ich wollte dich nicht schon wieder anpöken. Nee, du hast ja auch in der ersten gespielt. Und ich war da jetzt auch noch eher der Anfänger. Du hast eigentlich in Berlin angefangen, oder? Nee, ich habe in Kassel angefangen, an der Uni.

26:09 Weil Stefan Mau, den wir hier als Gast hatten, der für Germania Lis spielt, der hat in Kassel damals, und darauf will ich auch nochmal hinaus irgendwann, der hat in Kassel ein Rugby-Training angeboten und da bin ich dann hingegangen. Hätte der nicht an der Uni Kassel, also der und noch ein paar andere, klar, Hätten die nicht dieses Rugby-Training angeboten, weiß ich nicht. Wer weiß, wie dann die Entwicklung von mir und auch vielleicht von Kassel gewesen wäre. Also jetzt haben die sogar einen Verein. Ich weiß nicht, ob die jetzt ein Spielgemeinschaft mit Göttingen haben. Die haben jetzt mal in Bielefeld gespielt. Ich verfolge es nicht mehr ganz so genau. Die haben damals schon den Grundstein gelegt.

26:49 Und dann bin ich nach Berlin gekommen. Und da war es natürlich schon ein bisschen was anderes, als jetzt hier mal ein bisschen an Unisport und Spaß und tralala. Obwohl in Kassel waren auch manchmal 40 Leute beim Training. Hast du die Unterschiede da so krass gemerkt zwischen Kassel und dann dem Erker 03? Ja, erstmal, dass ich halt beim Erker als Bessi angepöbelt wurde die ganze Zeit und der Ton war halt schon ein bisschen rauer auch in der ersten Mannschaft und so. Und man braucht halt auch, ich weiß nicht, manche brauchen länger, manche nicht so. Also ich glaube, um wirklich Rugby zu verstehen, braucht man ja, Spielpraxis, wirklich Spielpraxis. Man kann zum Training gehen, wie man will, kann YouTube-Video schauen, man kann sich Spielzüge anschauen, Bücher lesen, aber halt die Wahrheit ist auf dem Platz.

27:32 Und das war ein lehrreiches Jahr in Berlin, sage ich mal. Also ich weiß, wie mich die Leute die ganze Zeit angeschrien haben. Dann hast du da so Leute gehabt wie Benni Ullrich und auch Lukas, die irgendwie ein paar Jahre da vor einer Scharax Academy waren, so kurz in Afrika und dann komme ich an. Ja, und dann reden wir vor dem Training über Spielzugeschere, Teuschere, Tor, wir gehen auf den Platz und Georg kriegt nichts hin. Und die Leute schreien mich an, wir haben doch gerade drüben im Clubhaus drüber geredet. Genauso wollen wir es machen, wie du es so nirgst. Oh Gott, okay, tut mir leid. Also ich meine, ich kann immer noch keinen Ball fangen. Der jetzige Coach oder Führerin sagt immer, Frying-Pen-Hands, George.

28:16 Frying-Pen, Bratpfannenhände hat der Georg. Also Ball fangen ist echt so 50-50-50 bei mir. Da hat sich nicht viel geändert. Ja genau. Und dann, Donner, haben wir uns eigentlich in Melbourne noch besser kennengelernt, als du mal rüberkommst. Nee, nicht über den großen Teich. Die andere Hemisphäre. Ja, das ist auch schon witzig, dass wir uns da kennengelernt haben und dann war es halt auch so, dass ich halt Bock hatte zu bleiben und dann dass ich bei dir wohnen könnte und dann fing die Romanz halt einfach so an. Die Romanz, ja. Wie ist es bei dir? Du hast ja vorhin erwähnt, wir können später dazu kommen, vielleicht wie wir uns kennen, aber du hast ja gesagt, wie du zum Training gekommen bist beziehungsweise zum Rugby überhaupt.

29:03 Wie war das bei dir? Gab es eine Schulwerbung oder sowas? Ja, genau. Das war ja damals Christian Hill, der in meine 6. Klasse gekommen ist, mit so einem Ballsack über den Arm und kam in die Klasse und hat was über Rugby erzählt. Ich hatte keinen Plan, wovon der erzählt, aber ich bin halt mit der ganzen Klasse gefühlt zum Training gegangen und Steffen Hahn hat damals das allererste Training geleitet, das weiß ich noch genau. Und seitdem bin ich da geblieben und genauso wie ich es vorhin erzählt habe, irgendwie auch gefühlt, ewig keinen Plan gehabt, was ich da eigentlich tue. Ich glaube, bei mir hat es noch länger gedauert als ein Jahr, ich verstanden habe, was Wugby ist und wie das funktioniert. Aber es war so der Verein, was ich so cool fand. Die Trainer waren alle so cool, das war alles so nett und das war alles so ein cooler Zusammenhalt und deswegen bin ich da auch vor allem geblieben.

29:51 Irgendwas wollte ich noch sagen, aber es ist mir der Faden gerissen. Wann war es das so? Ich hatte letztens einen Podcast angehört und die Jungs haben darüber gesprochen, über Frauen-Rugby und dann in Frankreich quasi. Es waren Jungs aus Irland, die haben eine Tour gemacht in Frankreich und da waren noch bis zu einer bestimmten Artischklasse die Mädels, die noch mitgemacht haben. und dann wussten die Jungs nicht, wie die damit umgehen sollten. Bis quasi bis in dem Spiel die zwei französischen Mädels einfach die Jungs einfach auseinander in zwei Teile zerlegt haben sozusagen und dann wüssten sie, okay, wir müssen nur trotzdem tacklen, also wir dürfen nicht irgendwie Angst haben. Bis wann war es halt quasi mit dem, dass die Frau, also dass die Mädels noch mit den Jungs spielen?

30:42 Das ist bestimmt eine Adelsklasse? oder? Von elf bis ich sechzehn wurde, habe ich mit den Jungs gespielt. Also mit sechzehn, siebzehn bin ich dann zu den Frauen gegangen. Und das fand ich auch erstmal irgendwie super weird. Das war für mich immer, war irgendwie damals total der Bruch und ich hatte irgendwie auch gefühlt erstmal so kurz keinen Bock mehr zum Rugby gekommen. Irgendwo war das anders. Es war so anders, als ich es jahrelang kannte. Aber ja, die ganzen Jahre davor mit den Jungs zusammengespielt und ganz ehrlich, ich war damals auch zwischen elf und 15, 16 Jahren, war ich so jemand, ein Auswechselspieler, Spielerin und ich wurde die letzten zehn Minuten, die letzten fünf Minuten so eingewechselt zum, damit derjenige überhaupt so ein bisschen Spielzeit bekommt, so aus Mitleid einfach, wenn ich überhaupt was zu tun hatte.

31:31 Aber ich hatte keinen Plan, was ich da tue. Ich glaube, ich war froh, wenn ich da irgendwie dann den Ball außen gefangen habe. Das war crazy. Aber dann kam irgendwann, also dann bin ich zu den Frauen gekommen und es hatte total krass, weil auf einmal war ich die Lige, die tacklen konnte und passen konnte und dann relativ schnell auf die Verbinderposition kam und dann war ich so, oh crazy, krass, ich weiß ja, wie das läuft, ich verstehe das ja, ich verstehe das ja sogar viel besser als meine Mitspielerin, auf einmal hat es dann so Klick gemacht und man hat so gemerkt, dass man den Sport tatsächlich auch versteht. Ja, der Grundstein wurde schon gelegt bei dir, ne? Der wurde schon ganz schön früh gelegt, ja, von den guten Menschen beim RK.

32:15 Und Donal, das Krasse ist ja bei dir, ich kenne deine Geschichte auch ein bisschen, wir beide haben uns ja dann, also ich bin beim RK geblieben, du bist irgendwann zum RK gekommen, da haben wir uns kennengelernt. Im guten Clubhaus am Donnerstagabend wahrscheinlich. Aber das Verrückte bei dir ist ja, du als alter Ihre hast das Rugby-Spielen eigentlich erst in Berlin angefangen, richtig? Ja, das stimmt schon. Das war schon ein bisschen witzig, wenn ich da so durche nachdenke, weil ich halt mit 21 nach Berlin gezogen bin, also direkt nach der Uni und hatte einen Kumpel, der sein Erasmus-Jahr gemacht hat in Berlin. Er war im dritten Jahr quasi an der Uni und ich war schon gleich raus. Und der hat, wollten wir jetzt so Six Nations anschauen. Also ich habe ja immer Rugby geschaut zu Hause, in Irland auch, aber nie gespielt. Und dann hat er gesagt, lass uns Six Nations gucken. Und damals gab es halt noch Oscar Wilde am Oranjumor Tor.

33:07 Und das war quasi die einzige die einzige irische Kneipe, die zumindest halbwegs irisch angefühlt hat. Ich weiß halt nicht. Für mich hat es sowas von irisch angefühlt. Für mich war das echt so Ausland. Da gab es Guinness und der ganze Kram. Das war crazy. Burgers, Pommes. Es war schon sehr cool. Jetzt gibt es leider nicht mehr. Aber wir haben jemanden getroffen, der da saß und war deutsch. Und ich weiß nur ein bisschen mehr, wie er aussah. Er war auf jeden Fall aus Potsdam. Und dann waren wir beide überrascht, dass es A, Rugby in Deutschland gibt und B, Rugby in Potsdam gab. Und dann haben wir gesagt, nee, nee, nee, also es ist halt nicht riesengroß in Deutschland, aber es gibt halt eigentlich überall Vereine, man war ja erstaunt und in Berlin gibt es sogar Vereine.

33:55 Und dann haben wir gesagt, ah ja, cool, wir wollen halt zum Training kommen unbedingt, einfach zu sehen, wie es ist, weil wir dachten, also mein Kumpel hat in Irland gespielt und er dachte, dass er hier Weltklasse sein wäre. und dann haben wir gesagt, kommen wir Potsdam-Trainer? Ich habe gesagt, ja, könnt ihr halt kommen, aber es würde halt was näher für euch sein, weil Potsdam ist relativ weit für euch. Guckt mal einfach mal nach, es gibt einige Vereine hier in Berlin und dann haben wir gesucht und ich habe ja am Prenzlauer Berg gewohnt damals und bin zum Training gegangen, mein Kumpel John hat mitgenommen oder wir sind da zu zweit gegangen und witzigerweise, er kam nur das eine Mal zum Training und ich bin das eine Mal gegangen und dachte so, ah cool und bin halt da irgendwie geblieben und wie du gesagt hast, habe ich vorher nie gespielt und deshalb war es für mich alles neu so in dem Sinne, indem ich das immer gesehen habe, kannte ich die Regeln und wie es ungefähr aussehen sollte oder aussehen soll.

34:52 Du warst immer ein extrem guter Kicker, weil du ja auch früher Fußball gespielt hast. Ja, genau. Fußball habe ich da in Irland auf einem okay Level gespielt, das Torwart und das Kicken war halt so da drin, aber irgendwie so das ganze Handling und wie man in den Ball passen soll und wann man zu Ball ungefähr ran darf und so, das war halt so noch diese feine Abstimmung, aber wie gesagt, also wie ich halt erwähnt hatte am Anfang und was wir halt alle so ein bisschen bestätigen können, war diesen Punkt oder dieses Familie und genau wie du auch gesagt hast, also Leute, die mal im Clubhaus getroffen haben, also Stefan Hahn erwähnt, also Thorsten Hahn, sein Bruder war da und er war ein Chefkoch in Irland und dann habe ich irgendwie über Irland gesprochen, dann hat er erzählt, ach, ich war ja da und war, keine Ahnung, ein Jahr da oder sowas und haben wir erzählt und man hat einfach so direkt, man ist direkt angekommen, also das war halt, ich weiß, dass ich im Club ausgeblieben bin und dass ich natürlich dann mit Bert gesprochen habe und irgendwie ja, das war irgendwie so gleich, man ist hier einfach A, willkommen und B, man hat das Gefühl, du solltest nochmal kommen, du sollst halt wiederkommen.

36:07 Also egal, ob du gut oder schlecht oder was auch immer bist, bist du halt da irgendwie, findest irgendwo deinen Platz und ich glaube, das gibt es in jedem Rugbyverein, dass die halt einen Platz für jedermann haben und das ist das Sportart Rugby an sich. Es gibt der Platz für jemanden, der dick ist, der dünn ist, der lang ist, der kurz ist, der schnell ist, es gibt irgendwie für jeden Körper und Personentyp die Position und der Verein und die Mannschaft, oder? Ja, absolut. Das hast du gut gesagt. Jetzt sind wir auf jeden Fall sehr nostalgisch. Ja, sehr nostalgisch. Vielleicht kommen wir einfach so ein bisschen zu den Podcasts und ein bisschen unser was wir in den letzten Episoden hatten oder was so immer, aber für mich so ein bisschen so ein Punkt, ja, also dieses, was uns verbindet, das ist quasi das eine und wie wir dazu gekommen sind, ist quasi ein bisschen das andere, aber warum macht es so ein Spaß, die Spiele anzuschauen und irgendwie zu analysieren?

37:18 Irgendwo in unserem Blut liegt auch so diese analytische Fähigkeit. Vivian, bei dir ist es halt so das journalistische Seite, dass du nicht nur ein Spiel, sag ich mal, anschaust, sondern du saugst irgendwie auch wie ein Schwamm, um das wieder zu geben in so deinen Worte, so auch manchmal. Definitiv. Und ich muss sagen, ich merke bei mir immer, dass ich auch total auf die, das hast du auch schon mal gesagt, Donal, glaube ich, auf die Statistiken so abfahre. Also ich habe auch ganz oft, wenn ich dann so Rugby gucke, gucke ich mir an, denn so parallel, zum einen, wie lange spielen die, einmal so die Geschichten zu den einzelnen Spielern, was ich immer cool finde, aber auch so wie groß sind die, wie schwer sind die, so Sachen finde ich immer interessant und dann finde ich auch immer mega interessant, wie viele Tackles hat diese Mannschaft oder dieser Spieler gemacht.

38:12 Wie ist da die Verteilung, wer war im Ballbesitz und auch so eine Sache, finde ich aber mega interessant. Also ich habe irgendwie Spaß daran, mir diese Zahlen anzugucken und das dann zu vergleichen oder das in Verbindung zu bringen mit dem, was man sieht und das macht irgendwie Bock und ich merke auch einfach dieses Rugby-Gucken an sich, es fesselt mich und es catcht mich. Und ich bin dann auch immer direkt in diesem Modus, wo ich mir denke, boah, eigentlich voll sch... Also ich finde es gleichzeitig auch mal fast schlimm, mir das anzugucken, weil ich dann immer auch selber spielen will. Ich kriege dann auch immer selber so, boah, ich will jetzt auf den Platz. Also manchmal finde ich es fast anstrengend, weil es mir dann selber so in den Fingern kribbelt. Aber ja, man ist einfach so drin. Man kann so mitfühlen mit, glaube ich, den Spielern und mit, wie so ein Spiel ist und ich habe mir jetzt auch am Wochenende Six Nations der Frauen angeguckt und dann stehen die da und zelebrieren einfach ihren Titel da kriege ich Gänsehaut da bin ich so, das finde ich total berührend und ich finde es super krass einfach und vielleicht hängt das auch zusammen mit dem, was wir jetzt gesagt haben, dass uns dieser Sport einfach am Herzen liegt und dass man, dass uns einfach jedes Spiel so am Herzen liegt und dass man einfach so viel mitfühlen kann, dass uns das nahe geht und man sich deswegen auch vor allem dafür

39:26 so viel interessiert Warum guckst du Rugby, George? Also ich wollte gerade, ich bin schon wieder, ja, was war die Frage nochmal? Es gab keine Frage, es gibt einfach so eine offene Diskussionsrunde. Wie die Länderchefs sich treffen, die haben eine Frage gestellt, aber die kommen raus mit einer Antwort auf eine komplett andere Frage. Also das ist total okay. Um den Rugby-Podcast, um irgendeinen Rugby-Podcast zu machen, sollte man wahrscheinlich Rugby schauen, ansonsten wird es halt echt schwierig. ich, also ich fresse auch Rugby, denke ich. Es gibt halt echt Tage, wo ich halt keine Zeit habe oder jetzt mal Sonne ist oder so und man was macht oder so, aber also ich freue mich schon halt, Freitagmorgen ist irgendein Spiel auf der Südhemisphäre, irgendwie um sieben Uhr, um neun Uhr, um sechs Uhr oder so. Dann habe ich den einen Homie hier, der ist Highlanders-Fan oder so, dann sagt der halt, ja kommst du vorbei? Dann sage ich, nein, ich werde nicht um sieben Uhr zu dir kommen, um zu frühstücken, aber eigentlich hätte ich Bock.

40:23 Ich schaue mir die Spiele dann meistens später an oder so, aber ich, also ich, gut, ich schaue ein bisschen mehr Südhemisphäre in Rugby vielleicht oder so, aber ich schaue mir auch gerne Spiele zweimal an, insbesondere große Spiele oder so, wenn man einmal, einmal schaut man sich das Spiel an und ist halt so als Fan dabei und so, ne, und da ein, zwei Sachen nimmt man so wahr, aber dann schaue ich mir das nochmal gerne an, weil ich sage, oh, das war ein cooler Spielzug, die haben auf der 10-Meter-Linie, da standen die Leute, da standen die Leute und haben dann das und das gemacht. Und das dann zu analysieren und in kleine Teile zu zerhacken, sag ich mal so. Und auch wenn man sieht, ja, auch die Großen machen halt Fehler.

41:07 Also da gibt es beim Ruck, ich schaue auf die Stürmer, beim Ruck gibt es halt Ruck A1, A1, A2, A, B, was weiß ich nicht was. Und da ist der dann nach außen gegangen. ja, dann ist der nach außen gegangen und deswegen ist da der Raum offen geworden. Und Schach, äh, Schach, Rugby ist halt einfach brutales Schach, sag ich mal so. Das ist so die beste Analogie, die man hernehmen kann. Und ich würde mir wünschen, dass halt auch viel mehr Leute Rugby gucken. Das finde ich halt, weiß ich nicht, ich vergleiche es immer mit Fußball so ein bisschen. Ich sehe, wie viele Leute da wirklich Dorffußballer sind, was jetzt nicht schlecht sein muss. Aber die gucken halt wirklich viel Bundesliga immer und so. Und ich habe so ein bisschen beim Rugby das Gefühl, die Leute gucken so ein bisschen Six Nations Weltmeisterschaft, ja das ist halt einmal sechs Wochen im Februar und einmal alle vier Jahre und ansonsten also was mir manchmal fehlt deswegen machen wir auch den Austausch hier oder so, aber mal Fachsimpeln mehr oder weniger, über bestimmte Spiele oder so, jetzt nicht nur immer das eine Irland-England-Spiel, sondern halt das, das eine Premiership-Spiel das eine Spiel in der Pro14, Top14, Südhemisphäre, bla bla bla oder so.

42:23 Das weiß ich nicht. Das finde ich manchmal ein bisschen schade und fehlt mir so ein bisschen in Deutschland, aber auch generell bei anderen. Dazu kommt eine Frage, die wir vielleicht nochmal in einem dritten Block besprechen können, wenn ihr dafür an diesem Abend noch Zeit habt. Ja, also, bis gleich. Also, gleich Teil 3, Vivian, du würdest uns eine Frage stellen. Ja, und zwar, wenn wir jetzt einmal so zurückblicken auf die letzten Jahre, oder beziehungsweise haben wir jetzt zurückgeblickt auf unseren Podcast, wie würdet ihr dann die Entwicklung in den letzten Jahren im deutschen Rugby einschätzen, beziehungsweise was glaubt ihr, auf welchem Stand das deutsche Rugby ist? Oh, oh, oh, den Fass!

43:12 Heute aufmachen! Auf das Fass mache ich jetzt einmal auf. Man kann das ausweiten, man kann das aber vielleicht auch ein bisschen kürzer fassen. Wie würdet ihr denn das Rugby einschätzen? Ist das so noch so ein Säugling? Ist das so in den Kinderschuhen? Geht das schon in die erste Klasse? Vergleich zu anderen Sportarten? Also ich könnte auf jeden Fall so gleich so ein bisschen zu meinem persönlichen Bild vielleicht teilen und ihr könnt ja eure Meinung dazu haben. Ich glaube, wie ich gesagt hatte, dass ich überrascht war, das ist 2006, als ich nach Berlin kam, oder 2007, als ich angefangen hatte, anfangs, dass ich überrascht war, dass es Rugby in Deutschland gab. Also das war schon, dann habe ich mich natürlich ein bisschen mehr mit dem wieso, warum, weshalb Geschichte des Sportarts hier befasst.

44:10 Wenn ich vergleiche, sozusagen, egal, ob ich jetzt oder damals auf der Straße war, hätte ich irgendjemanden fragen können, wo ist hier der Rugbyplatz? Hätte keiner beantworten können. Auch um die Ecke von den Sportplätzen, wo Rugby gespielt wird. Ich glaube, das ist immer noch der Fall. Was ich sagen muss, ist aber, indem man jetzt mehr Vereine hat, deutschlandweit, ist es irgendwie ein bisschen bekannter geworden. Natürlich ist es aber trotzdem auf den Vergleich zu Fußball ein Tropf aus dem heißen Pflaster. Aber ich glaube mal, was ich halt mitbekommen habe, zum Beispiel, das ist ja eine Zusammenfassung von 15 Jahren, dass vielleicht Rugby im Vergleich zu Fußball und so wird nie in demselben Satz kommen.

45:08 Aber dass zumindest die Bekanntheit oder die Beliebtheit ist ein bisschen erweitert worden, weil es halt einfach mehr Vereine gibt und das zeigt schon irgendwie so ein bisschen Konkurrenz auf einem anderen Level. Gibt es noch viel mehr Vereine? Also wenn ich halt auf jeden Fall schaue, so den Bestehenden, die es gab und was es hat, allein schon in Berlin für neue Vereine gibt. Vielleicht ist es das der, also Big G erzählt von Kassel und solche Sachen und ich meine, das Spielgemeinschaften, die sich nur auf den Siebener konzentriert haben, die gibt es auch im Osten von Deutschland und solches. Also es gab auch Siebener-Ligen oder es gibt halt solche Sachen. Ja, das stimmt, ja. Ich meine, 15 Leuten zusammenzukriegen, das ist schwierig, aber es fängt irgendwo an und man sieht bei den Frauen ist es auch, denn Pilotprojekt ist halt meist siebne und dann, wenn man mehr Bock hat, kann man das erweitern, also ich glaube schon.

45:58 Also grundsätzlich, also nehmen wir das Beispiel an Berlin, es gibt schon mindestens vier Vereine, die neu dazugekommen sind, seitdem ich da bin. Aber deine Frage, vielleicht richte ich dich auch so an oder würde ich halt auch verstehen, Rugby Deutschland, auch so Nationalmannschaft, so Sachen. Und ich glaube, da, ohne dass wir halt so stundenlang darüber reden, sind wir nicht so viel weiter gekommen. Also ich fühle, also vielleicht 2006, 2007 war auf dem Weg nach oben, irgendwo war ein Höhepunkt. Und jetzt sind wir so insgesamt zur deutschen Nationalmannschaft gesehen, vielleicht eher so ein bisschen auf einen absteigenden Ast. Das wäre so meine Wahrnehmung. Vielleicht ist es halt so sehr beeinflusst von was anderen.

46:47 Das wäre so meine Kerngedanken erstmal. George, hast du Gedanken dazu? Oder bist du... Eine Menge. Du machst mal Bier, oder? Was? Das ist alle das Bier. Was? Nee, nee. Ich bin einfach so müde, das Alter und so. Und heute war auch ganz schön warm draußen. Morgen hat er Geburtstag. Morgen habe ich Geburtstag, muss sieben Stunden Zug fahren. Naja. Ja, also wo macht man das Fass hier auf? Was vergleicht man mit was? Ich denke immer noch, Rugby steckt in den Kinderschuhen. Man ist von 0,003 Prozent auf 0,005 Prozent gewachsen. Man muss jetzt nicht mehr den Unterschied erklären zu American Football, denke ich. Ja. Punktuell nehmen die Leute Rugby ein bisschen wahr. Fidgi, Siebener Rugby gewonnen und so.

47:38 eine wegen Olympischen Spielen in Rio und ja, ich weiß nicht, aber das sind alles ganz kleine, ganz, ganz kleine Sachen und ich, auch wenn man quantitativ in der Breite ein bisschen gewachsen ist, vereinemäßig, bis da qualitativ irgendwas bis nach oben durchschlägt, also bis man irgendwie in der Nationalmannschaft eine bessere Mannschaft stellt, werden Jahrzehnte vergehen. Jahrzehnte vergehen. Und wir konkurrieren nicht nur gegen Fußball, das verwechseln auch viele Leute immer. Wir konkurrieren mit 30 anderen Sportarten, die auch nicht olympisch sind. Es geht hier um Aufmerksamkeitsökonomie und nicht nur um andere Sportarten, sondern auch um E-Games, um 20 andere Sachen, die Kids heutzutage machen können.

48:28 Man kann nicht auf dem hohen Ross sein und sagen, ich muss mal kurz zur Tür auch noch, man kann nicht auf dem hohen Ross stehen und sagen, naja, Rugby ist die tollste Sportart der Welt und deswegen müssen die Leute zu uns kommen und so weiter und so fort. Nein, was können wir dafür machen, dass Leute... Touren aufmachen, zum Beispiel. Was können wir dafür machen, die geschlossene Rugby-Tour aufzumachen für noch mehr Leute und noch mehr Fans? Ich muss jetzt mal kurz zu Hause. Es ist 22 Uhr, gleich ist die Geschichte im Schacht in München. Und das USK wartet schon. Genau, also irgendwo muss das Geld herkommen. Wo kommt das Geld her? Ich weiß es nicht. Jetzt gibt es den Streitanschein zwischen den Vereinen und Deutscher Rugbyverband oder so ist, muss man vielleicht alles voneinander entkoppeln.

49:12 Muss man vielleicht viel stärker Leute, es müssen irgendwo Geldmittel eingetrieben werden, sag ich mal so. Es müssen irgendwie bessere Spieler irgendwo herkommen. Das Spiel muss irgendwie attraktiv gemacht werden. Und es hängt viel von Freiwilligen noch ab. Bei mir war es Christian Lill, der in die Schule kam mit den Bällen. Bei mir war es Stefan Mau, der in Kassviertel das Training geleitet hat. Bestimmt nicht für Geld. Oder vielleicht wahrscheinlich für eine Aufwandbeschädigung oder so. Aber es ist die Henne und das Ei. Was kommt zuerst? Ich will den Job, hätte ich Ideen, würde ich zum DRV gehen und mich da bewerben oder würde ich denen irgendwas vorlegen. Habe ich aber auch nicht. Aber Peter Smutner, bei dem ich mal einen Coaching-Kurs hatte, der hat mal Supermarkt-Mentalität. Das hatte ich auch schon mal vorher erwähnt.

49:56 Man kann den Ruckett-Verein nicht als Supermarkt sehen, wo man reingeht, man bezahlt, kauft, was man will oder so. Man muss sich selber einbringen. Ob man einen Podcast macht, ob man Wasserträger ist, ob man Assistenztrainer von der U12 ist, ist mir vollkommen egal. Also die Leute, die schon da sind, von denen verlange ich ein bisschen mehr, wenn denen Rugby am Herzen liegt, sage ich mal so. Man muss es für andere so attraktiv wie möglich machen. ja sorry noch eine andere Sache, ich kenne halt Coaches die sagen halt in Deutschland ja Spieler, also die haben eine Einstellung dass hier anscheinend 80 Leute zum Training kommen und dass es hier ein Wettbewerb um die Startplätze geht und dass halt Training also dass die auch die Spieler scheiße behandeln können nicht absichtlich oder so aber dass für eine Ehre für die Spieler sein muss, für die erste Mannschaft zu spielen. Da sage ich, für die erste Mannschaft sind nur 13 Spieler da.

50:55 Es ist hier keine Ehre, sondern wir müssen das Training attraktiver machen, damit mehr Leute kommen. Also man kann hier nicht auf dem hohen Rugby-Ross irgendwo sein. Also Vivian, du hast ja die Frage gestellt, aber du hast bestimmt so eine Meinung so ein bisschen gebildet, weil die Frage hat dich irgendwie interessiert auch. Ja, ich finde das aber auch ganz schwer immer zu beantworten. Also gerade Sportler, Athleten, Sportjournalisten aus anderen Bereichen fragen einen oft diese Frage. Die wollen das wissen. Wie steht denn auch Deutschland da im Vergleich zu anderen Sportarten? Wie hat sich Rugby entwickelt? Und ich finde das immer unheimlich schwer einzuschätzen, weil ich oft das Gefühl habe oder selten habe ich das Gefühl, dass wir uns verbessern.

51:46 Dass sich diese Schritte, die wir in den letzten 18 Jahren gegangen sind, in denen ich jetzt Wackby spiele, die sind wirklich super klein. Und das finde ich einfach immer so ein bisschen, wenn ich dann drüber nachdenke und mir das vor Augen halte, finde ich das extrem krass, dass einfach da nicht mehr passiert ist in den letzten Jahren. Und dann ist mir neulich, bin ich so über Zahlen gestoßen. Wisst ihr, wie viele Mitglieder der Deutsche Fußballverband hat? Also das ist immer... 2,4 Millionen. Donner, was ist dein Tipp? Sind das spielberechtigte Leute oder so Fans? Nee, Mitglieder alle. Mitglieder des DFB. Wir sind der größte Verband der Welt, muss man dazu sagen. Vielleicht auch 20 Millionen.

52:32 Ja, ich wollte halt sagen, auch 17,7 Millionen. Ich glaube, es sind um die 7 Millionen in Deutschland. Und wisst ihr, wie viele Mitglieder der DRV hat? 13.400. 11.900. Wie bitte? 11.900. Ich glaube, es sind vielleicht 11.000, aber ich hätte sogar jetzt was um die 15.000 gesagt. Sind es sogar 10.000, 11.000? Und alle anderen Randsportarten, die mir jetzt so spontan einfallen in Deutschland, die haben alle um die 100.000 Mitglieder. Also wir sind wirklich so eine Randsportart unter den Randsportarten. In der Randsportart nochmal die kleine Randsportart. Ja, es ist wirklich so, es ist ganz krass und ich habe auch gleichzeitig das Gefühl, die Leute, die wir da haben, zu dem, was du gesagt hast, George, da sind schon viele, die sehr viel machen. Also ich kenne viele, die gehen zum Training, die sind aber auch am Wochenende da und machen ein Training mit den Kids oder sind beim Turnier da oder machen den Podcast oder organisieren sich noch in einem Training für Geflüchtete oder sind im Vorstand ihres Vereins und so weiter.

53:43 Ja, ja, ja. Klar, es gibt wenige, die dann auch immer, also man bräuchte alle, alle müssten immer noch was extra machen, aber es sind auch schon viele da, die wirklich auch viel machen. Es sind davon nur zu wenige. Man müsste, man müsste also... Also Big G, du hast gesagt, wenn du Ideen hattest, würde es zum DRV gehen, aber also ich hatte spontan einige Ideen, nur halt quasi die Umsetzung davon ist eine andere. Also die Umsetzung fehlt eine Stange Kohle hat. Also letzten Endes muss man, und das haben wir ja einmal angeschnitten, wo wir über das Thema Politik und deutsche Rugby und so angesprochen hatten, letzten Endes müsste man weniger vereinsbasiert denken und viel mehr Gesamtheitsdenken und sagen, mir ist, also und der Grund, wieso ich das erwähne und weil ich einfach, während wir jetzt gesprochen haben, vielmehr so ein bisschen ein in meinen persönlichen Vergleich, damals habe ich für Berlitz mit Sprachschulen quasi Ferienlage veranstaltet im Sommer und wir waren immer überall in Deutschland.

54:50 Und oft war ich halt so in Orten, keine Ahnung, in Taunus, irgendwo in Frankfurt Nähe zum Beispiel. Und ich habe immer einfach das Angebot in Rugby irgendwie. Also irgendwie so in keinem Touch-Rugby oder so ein bisschen Form. Und da haben wirklich in der Breite alle Kids A sofort verstanden, ungefähr worum es ging. und B sofort losgehabt. Also dieses Feuer, der brennt. Nur halt dann in der Umsetzung war es halt so, keine Ahnung, ja, wo ist mein Club? Und ja, okay, da ist halt kein Club da in der Nähe oder bla bla bla. Aber eigentlich war es von mir das Richtige, den einfach zu inspirieren, das zu spielen. Und mir war es eigentlich egal, ob die zu BRC gehen, zu RKNO3, zu St. Pauli, zu keine Ahnung, Frankfurt 88, mir ist ja egal, nur dieser Gedanke ist nicht das, wo im Vordergrund steht, bei vielen Leuten, aber nicht bei allen Leuten, viele Leute, wenn es hart auf hart kommt, und das wäre meine Einschätzung, warum es so ein bisschen nicht in der Umsetzung klappt, ist, viele Leute denken dann zu sehr aufs Verein lokal basiertes und nicht auf ich mache eine Schulwerbung und ob die Leute alle zu meinen Konkurrenzverein gehen, soll mir doch scheißegal sein.

56:13 Ich soll die Leute inspirieren, das zu spielen oder motivieren, das zu spielen. Und es ist egal, wo die das tun. Ja, das ist natürlich ein heerer Wunsch. Ja, stimme ich dir zu, Donal. Aber das können wir sagen als neutrale Menschen, eines neutralen Podcasts mehr oder weniger, stimme ich dir vollkommen zu. Aber ich meine, so ein Problem gibt es ja auch woanders. Auch wenn wir viel Geld hätten, Es gibt auch woanders Clubinteressen. Es geht viel um Anreize, denke ich. Verbote bringen nichts, sage ich mal so. Ich glaube auch so ein bisschen professionellere Strukturen. Also ich glaube zum Beispiel, dass es vielmehr so eine Institution ist, dass in ganz vielen anderen Sportarten das total normal ist, dass sie jedes Jahr auf 50 Sportfesten in Berlin auftreten, Werbung für den Verein machen, überhaupt eh so eine, als Institution so wahrgenommen werden, es gibt diesen Schwimmverein, diesen Fußballverein, diesen Basketballverein hier im Berliner Sportforum und alle drumherum, alle Kinder, die da drum wohnen, in der Umgebung suchen sich ihre Sportart aus. Nur Rugby taucht da gar nicht auf in den Köpfen, in dem ganzen Gebilde gar nicht. Also, dass man da viel professioneller auftritt.

57:32 Aber das ist sau schwer. Das braucht Man-and-Woman-Power, sich so zu etablieren überhaupt. Und ich glaube, dazu noch ein ganz anderer wichtiger Punkt, den wir in Deutschland noch viel mehr brauchen, um, glaube ich, dann auch ein gewisses gutes Level am Rugby zu erreichen, ist halt vor allem die Nachwuchsförderung. Also, da passiert halt wenig, ganz viel passiert über die Unis. Das finde ich super, was da alles geht. Also wirklich jede große Uni in Deutschland hat, glaube ich, ein Uniteam oder irgendwie so eine Connection zwischen Uni und den Vereinen. Das finde ich mega stark. Da passiert so viel jedes Jahr bei uns Frauen hier. Das kann ich nur sagen. Bei den Männern des RK03 Berlin. Aber noch die Stufe darunter, da hängt es an wenigen Lehrern, die auch Rugby-Spieler oder Rugby-Spielerinnen sind, die das dann in Schul-AGs, in ihren Sportunterricht integrieren.

58:20 Aber ich glaube, davon gibt es noch zu wenig. Die Lehrer über Get into Rugby oder sonst was, die muss man erstmal begeistern. Da gibt es vielleicht Lehrer, die wissen nicht so viel und haben da Interesse dran. Da muss halt irgendwer hingehen, der das richtig verkaufen kann. Salesperson. Ich sage hier, Rugby ist geil. Ich komme jetzt zu euch sechs Monate in die Schule, bringe euch fünf Lehrern handeln. Wie man Rugby macht, bringe euch die Regeln bei und ihr bringt das den Kids bei. Und deswegen aus A, B, C, D, E-Gründen ist das super geil. Und nicht hinkommen und sagen, ja, Rugby ist die, wir sind die faireste Sportart der Welt und alle behandeln ja jeden so gut immer und weil wir so geil sind, müsst ihr Rugby spielen. So funktioniert es halt nicht, denke ich.

59:05 Das hohe Rost, da muss man halt mal von runter. Aber ich meine, das nennt man, also ich glaube, man kann viel reden über Qualität und Quantität. Also da kommen wir wieder die Breite unten und die Spitze oben und so. Ich denke halt, um irgendwie Und damit mithalten zu können, man braucht einen Verein, der in Europa mitspielt oder so. Entweder braucht man das oder man braucht innerhalb Deutschlands bessere Qualität. Keine Ahnung, Nord-Süd-Auswahl, Heidelberg gegen den Rest, ich weiß es nicht. Irgendwie so eine Art Ligasystem. Es gab da glaube ich auch Ideen schon von Landesverbänden, ich weiß nicht, ob aus Niedersachsen, aber das wird dann auch wieder von anderen blockiert. Da fehlt mir ein bisschen zu sehr die Einsicht.

59:51 Manche Leute wollen auch ungern darüber reden, gerade im Podcast. Leider. Aber irgendwie müssen die Leute ja qualitative Spielpraxis reinbekommen. Und das Nord-Süd-Gefälle ist ja vorhanden. Also als die Liga noch regulär lief, ich weiß nicht, wann waren das letzte Mal im Finale der Deutschen Meisterschaft jetzt in den letzten zehn Jahren viele Nordmannschaften. Kann ich mich nicht daran erinnern. In den Halbfinals sind auf jeden Fall... Ja, aber die scheiden dann regelmäßig aus, auch wenn es mal ein, zwei Mal vielleicht knapp war oder so. Und das reicht dann auch nicht aus. Dann haben diese Zubermannschaften dann halt zwei, drei... Naja, also ich glaube, da, was das auch so ein bisschen anspricht, ist das, was wir letzte Woche so mit unserer Kiwi-Freund ein bisschen gesprochen hatten, ist letzten Endes, ist es okay, wenn man das Konzept verfolgt mit, ich nehme so ein paar ausländische Talente und setze die stückweise so ein in Teams, aber ich kann mir halt keine Teams aus ganzen Ausländern, in Anführungszeichen, bauen und das ist ja nur das Konzept, was in Deutschland bisher ging.

1:01:00 Also es war, wo ich hatte angefangen, war es Frankfurt und dann war es halt eine Zeit lang Pforzheim, jetzt ist es wieder irgendwo Heidelberg, also es müsste, man sieht so die Profite davon, wenn ein paar geile Leute, junge Leute begeistern und beibringen, weil die geben denen die guten Sachen hat, ab. Man müsste schon, wie Vivian so gesagt hat, man muss sich jünger lernen und das, was den Unimannschaften gut machen, die begeistern Leute, aber die begeistern 21-Jährigen, 22-Jährigen. Das ist okay für so eine Breite an Leuten, weil es sind halt sehr, sehr, sehr, sehr, sehr selten Leute, die auf den Top-Rängen das schaffen. Man muss halt wirklich, der Grund, wieso Neuseeland sehr gut ist in dem Sport, ist, weil die Kinder das mit sechs Jahren alt mitbekommen.

1:01:53 Das ist nicht nur ausreichend, dass ich als Begeisterte die Achtjährigen trainiert habe, weil mir reichen die Fähigkeiten nicht aus, denen das wirklich richtig beizubringen. Und das ist halt, wo es halt meines Erachtens sagt, nicht nur die Qualität des Trainings, sondern die Quantität an qualitätsreichen Trainingsleute die das leiten und diese guten Maßnahmen weitergeben. Also das würde auch einen mächtigen Unterschied geben, wenn wir 20, 30, 40 Top-Trainers hatten, die in den ganzen Bundesländern nur rumgingen und das weitergingen. Also ich kann dir aus der Erfahrung sagen, unsere Trainingseinheiten waren immer am besten, wenn wir zu Gast einen Trainer da hatten, um eine supplementäre Funktion zu haben zu unserem normalen Training.

1:02:47 Da haben wir mega viel mitgenommen. Da haben wir wirklich unsere besten Spiele immer danach gehabt, weil wir unsere Trainer hatten, plus dann hatten wir diesen Sekundärer, der uns ein, zwei Sachen zum Breakdown oder was auch immer und dann haben wir diese Sachen mitgenommen und wirklich tatsächlich und das ist eine Tage-Nacht-Unterschied. Und da rede ich von Leuten, die Männer waren in den ersten Herren, die mit 26 zum ersten Mal gelernt haben, wie funktioniert ein Breakdown. Das ist zu spät. Also das ist halt so ein bisschen das Ding und man müsste halt natürlich die Breitheit schaffen, aber auch die Qualität von dem Training, also es ist nett mit die Achtjährigen irgendwie den Ball hin und her zu werfen, aber irgendwann mit 11, 12, 13, 14, 15 muss die Stufe höher kommen und das müsste in allen Vereinen so sein.

1:03:38 Das ist momentan nicht der Fall. Und wie gesagt, das reicht nicht aus, wenn wir so ein paar Trainer ausbilden, wie bei dir, Big G, sondern da muss halt so ein Qualitätsschub kommen. Und ich meine wirklich 20, 30, 40, 50 Leute müssen halt jetzt die besten Trainer in Deutschland sein und die müssen sich in den Vereinen gehen. Man müsste halt die Leute auch mal ins Ausland schicken. Man müsste sagen, hier 10 Leute fliegen jetzt mal nach Dublin, 10 nach London, 10 nach Neuseeland, 10 nach Australien, 10 nach Südafrika. Keine Ahnung. Und die werden da mal, da sponsert man denen, keine Ahnung, 6-wöchige zum Anfang so. 6-wöchiges Stipendium, Coaching, A-Ausbildung da unten oder so. Plus, und dann machen sie hier in Deutschland weiter, gehen vielleicht nochmal woanders hin, nehmen das halt von woanders auf. Aber da fehlt es halt an Kohle. Du kannst halt, ne, also irgendwann musst du die Ausbildung bezahlen und irgendwann musst halt auch deren Job hier irgendwie bezahlen oder sonst irgendwas.

1:04:35 Anhand Vivian, also ein Superbeispiel, Vivian war mit Rugby in der ganzen Welt. Also irgendwie das eine ist nicht ohne das andere. Also Vivian hat wegen Rugby, bist du halt ziemlich gut rumgekommen in Australien, Amerika, hast du viele Sachen gesehen. Aber auch dank, also du hast mit den australischen Leuten krass viel gelernt, die du mit nach England genommen hast. Und ich kann genau erinnern, ich war halt beim Training und Vivian als Deutsche hatte die ganze englische Mannschaft gezeigt, wie man tackled. so, und das ist halt schon Besonderheit, also der Trainer hat gesagt, Vivian, du zeigst den Mädels, wie die richtig tacklen, weil das kannst du am besten, so, und das war halt schon beeindruckend zu sehen, weil das hast du gelernt von deinem Traveling-Hat und du nimmst halt ein bisschen was mit und irgendwie also Rugby gibt dir die Möglichkeit zu traveln und Traveling gibt dir die Möglichkeit, Rugby zu spielen, also das ist vielleicht irgendwie so, yin-yang-yang, ich weiß halt nicht, aber Ja, ich hatte die Diskussion neulich auch hier mit meinem Freund Endo, weil mit ihm habe ich auch drüber gesprochen, warum gibt es auch so einen großen Unterschied zwischen Deutschland und Rugby in England und so weiter.

1:05:47 Weil man einfach immer in seinem, da kam ja auch zu diesem Punkt, weil man immer so in seiner eigenen Blase ist, in seiner eigenen Bubble und man wird gar nicht herausgefordert und gar nicht irgendwie dazu gebracht, auf einem anderen Level auch zu spielen. Also man lernt nur, man wird nur besser, wenn man halt auch gegen bessere Leute spielt. und da drehen wir uns hier so ein bisschen in den Kreis in Deutschland. Apropos im Kreis drehen, nicht, dass es halt nicht uns eine Menge Spaß gemacht hat, aber eigentlich hat Big G schon morgen Geburtstag und er hat mir gesagt, er wollte früh ins Bett gehen, damit er morgen früh aufstehen kann und viel vom Tag haben kann. Daher müssen wir leider das Gespräch vor heute zumindest auf Pause drucken und vielleicht mal aufnehmen das nächste Mal.

1:06:28 George, feierst du heute nicht rein? Ja, auf gar keinen Fall. Ich bin so, ich werde Ich will auf jeden Fall vor 24 Uhr schlafen gehen. Also, der ist ja bald 40, ne? Alter. Und immer noch Top-Level-High-Performance, ne? Überall. Sport, Job, alles. Alles. Es hat mir eine Menge Spaß gemacht, einfach mal jetzt 100 Folgen in irgendeiner Form mit euch zu machen und bedanke mich bei dir, Vivian, bedanke mich bei dir, Big G und bedanke mich bei den Leuten zu Hause, die zugehört haben. und ja, vielen Dank für die jahrelangen Feedback hinweg positiv, außer über alles über George, aber das ist ja ein separates Thema und ich sage einfach mal, jeden zu Hause bleibt dran, die Antworten kommen die Fragen wissen wir halt noch nicht aber wir hören uns bald wieder und wir sagen hiermit Tschüss und auf Wiedersehen zu Hause Bis bald, bye