Ein einfacher Straftritt hätte Leinster in der 75. Minute den Ausgleich gebracht, und das mit einem Mann mehr auf dem Platz. Conan schaute zur Bank und entschied sich für den Kick in die Ecke. Am Ende verlor Leinster das Halbfinale im Champions Cup gegen die Northampton Saints 34:37.
Donal und Big G haben das Spiel im Vorpass-Podcast (Folge 246) besprochen, und wir halten ihr Urteil für nachvollziehbar: „Die waren die bessere Mannschaft grundsätzlich.“ Northampton hatte vor dem Halbfinale vier Spiele in Folge gewonnen, Leinster zuletzt bei den Scarlets 22:35 verloren.
Zwei Entscheidungen auf der Trainerseite
Schon die Aufstellung wirft Fragen auf. Jordie Barrett begann auf der Bank, und uns fehlt dafür eine Erklärung. Leinster erzielte aus Standards fast alle Versuche und kam im offenen Spiel zu selten durch, mit Barrett von Beginn wäre das womöglich anders gelaufen. Dazu kommt der Kick in die Ecke in der 75. Minute. Mit einem Mann mehr und einem Straftritt zum Ausgleich vor sich war das schwer zu verstehen.
Die Szene mit dem Strafversuch bleibt strittig. Der Videoschiedsrichter fragte beim Schiedsrichter nach, weil Van der Flier den Ball am Boden gespielt hatte. Der Schiedsrichter blieb bei seiner Entscheidung. Ob es ein Strafversuch hätte sein müssen, lässt sich diskutieren, doch die Szene kam erst nach den beiden Entscheidungen davor und erklärt das Ergebnis nicht allein.
Wie Northampton durch die Mitte kam
Aus Leinsters Sicht liegt das Problem vor allem in der Defensive. Im Podcast sagten wir es deutlich: „Also die Verteidigung von Leinster war katastrophal.“ Der erste Versuch der Gäste entstand aus Leinsters eigenem Kick Chase, dem Nachlaufen nach dem eigenen Kick. Die Spieler liefen zu schnell, zu langsam oder zu weit auseinander. So entstanden Lücken, in die Northampton hineinstieß. Hinzu kam ein glücklicher Bounce vor einem weiteren Versuch.
Pollock zog zwischen Porter und Snyman durch, ließ Prendergast stehen und legte den Versuch. Er war an fast jedem Ruck präsent. Mit Freeman und Finn Smith bildete er eine junge Gruppe, die das Spiel für Northampton entschied. Die Gäste legten auch Versuche, während sie wegen einer gelben Karte zehn Minuten in Unterzahl spielten. Auf Leinsters Seite fielen Snyman mit Offloads auf, bei denen kaum klar war, wer den Ball bekommt, und Prendergast mit Tackles, die zu locker waren.
Das ist für Leinster ein Bruch zu den beiden Champions-Cup-Spielen davor, die zu null gewonnen wurden, 62:0 gegen Harlequins und 52:0 gegen Glasgow Warriors.
Was bleibt
Northampton steht im Finale und will dort den zweiten Champions-Cup-Titel nach 2000 holen. Leinster wartet nach vier Titeln seit 2018 weiter auf den fünften. Nach den vielen verlorenen Halbfinals und Finals seit dem Titel von 2018 braucht es in unseren Augen mehr als einen Spieltag, um Struktur und Organisation zu prüfen, auch rund um Cheftrainer Leo Cullen.
Leinster empfängt am Samstag, 10.05.2025, um 18:15 Uhr Zebre Parma in der United Rugby Championship, Northampton spielt am Sonntag, 11.05.2025, um 16:00 Uhr in der Premiership bei den Exeter Chiefs.
Dieser Text wurde mit Hilfe von KI erstellt.