Belgien hat zuletzt viermal nicht gewonnen, zu Hause gegen Rumänien setzte es eine 14:31-Niederlage. Jetzt fuhr die Mannschaft in Deutschland den ersten Erfolg dieser Saison auf fremdem Platz ein. Deutschland verlor am Sonntag in Kassel 19:39, vor relativ vielen Zuschauern und im Fernsehen übertragen. Genau das macht die Niederlage so unangenehm, denn gegen einen Gegner in schwacher Form ging das Spiel mit deutlichem Abstand verloren.
Was das Ergebnis sagt
Die Niederlage kam etwas überraschend. Nach den phasenweise guten Auftritten in Rumänien und Portugal hatten wir mehr erwartet, wie wir im Vorpass-Podcast (Folge 236) besprochen haben. Beide Spiele gingen allerdings klar verloren, 10:48 und 14:56. Gegen Belgien lag Deutschland für weite Teile der Partie in Angriff und Verteidigung spürbar zurück.
Lücken in der Linie
Die Ursache sehen Donal und Big G in der zweiten Halbzeit. Dort häuften sich einfache Fehler, und in der Linienverteidigung rückten einzelne Spieler nicht mit der Reihe auf. Dadurch entstanden Lücken, und Belgien kam leicht durch. Der belgische Angriff war dabei nur ordentlich, er profitierte vor allem von den Geschenken der Gastgeber.
Ein Einzelspieler fiel positiv auf: Er hatte auch bei klarem Rückstand noch Zug nach vorne. Ein Beleg für eine funktionierende Mannschaft ist das nicht, einzelne gute Leute passen noch nicht zusammen. Im Podcast waren wir uns einig, dass Deutschland nie 80 Minuten am Stück zeigt, sondern nur Halbzeiten oder Phasen. Auf diesem Niveau reicht das nicht, zumal erfahrene Spieler fehlen.
Was bleibt
Nach drei Spieltagen hat Deutschland drei Niederlagen, 43 Punkte erzielt und 143 kassiert. Das ist der zweitschwächste Angriff und die zweitschwächste Verteidigung der Liga. Belgien steht bei einem Sieg und zwei Niederlagen und hat mit 83:90 Punkten ein ausgeglicheneres Verhältnis, auch wenn der Angriff nur der drittschwächste der Liga ist.
Einen schnellen Ausweg sehen wir nicht. Die Lücke zwischen Bundesliga und Nationalmannschaft ist groß, viele Spieler standen in der Vorsaison noch in der 2. Bundesliga, wo Ergebnisse wie 70:0 vorkommen. Dazu gibt es zu wenige Länderspiele. Nötig wäre ein langfristiges Konzept bei Training und Spielerpfaden mit Blick auf Gegner wie Portugal, Spanien, die Niederlande oder Belgien. Der Rückstand ist schleichend entstanden und hat mit dem aktuellen Verbandsstreit nichts zu tun.
Weiter geht es am Samstag, 1. März: Deutschland tritt um 13:00 Uhr bei den Niederlanden an, Belgien empfängt um 20:00 Uhr die Schweiz.
Dieser Text wurde mit Hilfe von KI erstellt.