Bei 0:42 hätte Deutschland abschalten können. Die Mannschaft tat es nicht, am Ende stand trotzdem ein 14:56 aus deutscher Sicht. Portugal gewann das Spiel am 2. Spieltag der Rugby Europe Championship damit klar und blieb nach dem 40:30 gegen Belgien eine Woche zuvor auch im zweiten Heimspiel siegreich.
Eine Halbzeit, die früh feststand
Den Ausschlag gab die erste Halbzeit. Im Vorpass-Podcast (Folge 235) haben Donal und Big G sie als schon entschieden eingeordnet. Portugal legte viele Versuche in kurzer Zeit, meist nach kleinen Durchbrüchen und kurzen Sprints. Aus unserer Sicht lag das an der körperlichen Überlegenheit der Portugiesen: Sie wirkten zeitweise wie eine Siebenermannschaft mit 15 Spielern. Die Deutschen kamen dagegen kaum an die Ballträger heran, und so konnte sich jeder kleine Durchbruch zum Versuch auswachsen.
Besser nach der Pause
Nach Wiederbeginn hielt Deutschland deutlich besser dagegen. Das lag auch daran, dass Portugal bei klarer Führung etwas vom Gas ging. Am Ende belohnte sich die Mannschaft mit einem Versuch. Vielleicht brauchte sie schlicht Zeit, um ins Spiel zu kommen, doch diese Zeit hatte sie gegen einen Gegner dieser Qualität nicht.
Was Deutschland fehlt
Für Deutschland ist es nach dem 10:48 in Rumänien Ende Januar die zweite Auswärtsniederlage. Zusammen stehen 24 erzielte und 104 kassierte Punkte, und die Verteidigung ist mit 52 Gegenpunkten pro Spiel die zweitschwächste der Liga. Wir sehen die Ursache weniger im Einsatz als in der Abstimmung. Die Mannschaft braucht mehr gemeinsame Spielpraxis, damit sie sich taktisch besser versteht, vor allem in der Verteidigung. Dass sie bei 0:42 nicht aufgab und bis zum Schluss kämpfte, verdient Anerkennung.
Was bleibt
Portugal hat mit 48 Punkten pro Spiel den zweitbesten Angriff der Liga und tritt am Samstag, 15. Februar 2025, um 16:00 Uhr in Rumänien an. Deutschland empfängt am Sonntag, 16. Februar 2025, um 15:30 Uhr Belgien und spielt damit erstmals in dieser Saison zu Hause.
Dieser Text wurde mit Hilfe von KI erstellt.