Der Berliner RC hat am 6. Spieltag der 1. Rugby-Bundesliga den Heidelberger RK mit 26:14 (19:7) geschlagen. Bei kräftigem Regen legten die Gastgeber am 17. Oktober auf dem Sportplatz Sachtlebenstraße vier Versuche, die Gäste zwei. Drei der vier Berliner Versuche erzielte Innendreiviertel Gabriel Hellstern.
Hellstern hatte schon eine Woche zuvor einen Hattrick gegen Germania List gelegt. Diesmal trug er die Dreizehn, leicht zu erkennen am roten Kopfschutz. Bei den Bedingungen an diesem Nachmittag war jeder Punkt Arbeit: Der Ball war rutschig, jeder Kontakt kostete Kraft.
Früher Rückstand, schnelle Antwort
Den ersten Versuch legten die Gäste. Nach siebeneinhalb Minuten erzielte Prop Markus Bachofer den Versuch für den HRK, Schlussspieler Mihai-Alexandru Cristea erhöhte zum 0:7.
Der BRC brauchte nur wenige Minuten für die Antwort. Ganz links außen kam Innendreiviertel Jim Becker durch und legte ab. Verbinder Viktor Meier erhöhte zum 7:7.
Mit einem Befreiungskick verschafften sich die Gäste danach Luft. Der nächste Versuch fiel trotzdem auf Berliner Seite. Nach gut einer halben Stunde vollendete Hellstern zum ersten Mal, Meier erhöhte zum 14:7.
Zehn Minuten Unterzahl
Danach musste Gedrängehalb Karaboo van Heerden mit der Gelben Karte vom Platz. Die Unterzahl kostete den HRK Punkte. Kurz vor der Pause brach Hellstern durch die Abwehr und legte seinen zweiten Versuch. Diesmal ging Meiers Erhöhung daneben, zur Halbzeit stand es 19:7.
Kein Versuch im kurzen Malfeld
Nach dem Wechsel kam der beste Moment der Gäste. Der HRK eroberte den Ball und konterte sofort. Außen hatten die Heidelberger einen Mann mehr und spielten die Überzahl aus. Kurz vor dem Ablegen wurde der Ballträger aber noch ins Aus getackelt, denn das Malfeld an der Sachtlebenstraße ist kurz. Kein Versuch.
Kurz darauf brachte der BRC mit Emmanuel Plattard und Benjamin Andres Poblete Salazar zwei frische Stürmer für Johann Lüders und Matthias Dold. Nach gut 50 Minuten legten die Berliner nach: Hellstern erzielte seinen dritten Versuch und damit seinen zweiten Hattrick in Folge. Meier erhöhte zum 26:7.
Gäste nutzen den zusätzlichen Mann
Der HRK steckte nicht auf. Kurz vor Schluss sah Berlins Prop Tamotu die Gelbe Karte, und die Gäste nutzten die Überzahl: Van Heerden legte den Ball im Malfeld ab, Cristea erhöhte zum 26:14.
Bis zum Abpfiff suchte der HRK weiter nach Lücken und fand hier und da eine. Die Berliner Verteidigung hielt aber, auch mit einem Mann weniger. Den Schlusspunkt setzte der Berliner Sturm, der im Gedränge noch einen Straftritt herausholte.
Hellstern war mit 15 Punkten bester Punktesammler, Meier steuerte drei Erhöhungen bei. Für den HRK punkteten Bachofer, van Heerden und Cristea, der beide Versuche erhöhte.
Faktenbox
Endstand: Berliner RC – Heidelberger RK 26:14 (19:7)
Punkte Berliner RC (26): Versuche: Hellstern (3), Becker; Erhöhungen: Meier (3)
Punkte Heidelberger RK (14): Versuche: Bachofer, van Heerden; Erhöhungen: Cristea (2)
Karten: Gelb: van Heerden (HRK, 25.), Tamotu (BRC, 78.)

