Rückblick auf 2020
Donal und Georg schauen ganz ungezwungen auf das Jahr 2020 zurück. Was hat sie überrascht in 2020, sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht, was waren für die beiden die "Big Talking Points" aus den letzten 12 Monaten. Welche Momente bleiben, trotz Pandemie, in Erinnerung. Wir schließen damit das dritte Jahr des Podcasts ab und machen natürlich, auch auf vielfachen Wunsch, in 2021 wie gewohnt weiter. Viel Spaß
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Transkript
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0:14 Hallo und herzlich willkommen zu einer sehr specialen Podcast-Ausgabe dieser Woche. Wir hatten ja letzte Woche nicht aufgenommen, weil es war ja kurz vor Weihnachten viel zu tun. Hat jeder natürlich die Last-Minute-Erledigungen gehabt. Wir wollten aber so ein bisschen eine Special-Ausgabe machen und das hat eher unseren Rückblick auf das Jahr 2020 in Sachen Rugby. Wir wollen halt nicht zu politisch werden. Genau, dafür nehmen wir eine Special-Ausgabe, so Ende des Jahres, wie es man üblich so hat. Und dafür, um das Ganze ein bisschen Revue passieren zu lassen, habe ich das wahrscheinlich bestaussehende Manns München bei mir. Nein, ich meine nicht Brad Pitt. Ich meine Big G. Big G, herzlich willkommen.
1:04 Donal, grüße dich. Immer wieder eine Freude, deine Interests zu hören. Wie geht's dir? Mir geht's blenden. Ich habe in Vorbereitung von unserer Special-Ausgabe mir einen leckeren Whisky gegönnt. Ich sitze hier am Tisch und gönne mir einen leckeren Whisky. Weihnachten war schön und jetzt darf man so hier in schön, netter Esszimmer bei uns einfach mit dir sprechen. das ganze Revue passieren lassen von 2020 und ab und an mal schlurfen hier von einem leckeren, feinsten Produkt aus Schottland. Big G, sag mal, wie war dein Weihnachten? Nur ganz kurz und knackig. Zu Hause in Südost-Niedersachsen verbracht. Ich habe den Zug genommen, sehr früh aus München, 6 Uhr morgens auf den Sonntag und dann einfach nur chillig mit Eltern zu Hause gesessen. Niemanden sonst gesehen.
1:56 eigentlich jeden Kontakt vermieden. Das heißt, noch gearbeitet und das war's. War ganz gut. Ich bin laufen gegangen. Am Weihnachtsabend bin ich 21,1 Kilometer laufen gegangen. Wollte ich nur mal so sagen. Marathon. Ich habe kaum die Wohnung verlassen, aber umso mehr freue ich mich, dass du unser Sport für uns beide machst. Lass uns mal ein bisschen unsere Zuhörer abholen, was wir heute vorhaben. Wir hatten ja einen sehr besonderen Jahr in vielen Hinsichten. Dieses Jahr 2020 waren viele Sachen, die natürlich in der Welt mit der Pandemie das ganze Sportthema umgeschmissen haben. Wir durften aber trotzdem einige, sage ich mal, Turnierspiele und Ereignisse sehen dieses Jahr. Wir haben ja das Six Nations gehabt.
2:47 Der wurde natürlich unterbrochen vom Frühling, zum Teil dann im Herbst abgeschlossen. Wir hatten ja eigentlich Rugby Championship, der am Ende Tri-Nations wurde, ohne Südafrika. Wir haben ganz viel einigen Challenge-Cop natürlich, Finalen gesehen. Also am Ende war es doch irgendwie reichlich viel Sport zu sehen und zu genießen sozusagen. um Thema Rugby, hattest du dieses Jahr irgendwie so ein Highlight oder hattest du irgendwas, was besonders dir jetzt in 2020 Thema Rugby in Erinnerung bleiben wird? Oh ja, gut, also ich stimme dir zu, man muss sagen, trotz der Situation, die wir haben, wurde noch relativ viel Rugby gespielt, sowohl auf Clubebene als auch auf Nationalmannschaftsebene und sowohl in der Süd- als auch in der Nordhemisphäre, das muss man ganz klar sagen, das heißt, wir waren ja jetzt nicht wir sind jetzt nicht untergegangen, weil wir kein Rugby gucken konnten, sag ich mal so. Das erste Highlight, wenn ich so das gesamte Jahr Revue passieren lasse, wenn ich wirklich irgendwo anfangen kann oder so, spontan, was mir einfällt, Frankreich.
4:00 Jahrzehntelang, nein, ein Jahrzehntelang durchschnittlich gewesen. Ja. Das ist so, dass ich bin nicht so der Riesen-Frankreich-Fan, aber hab auch nichts gegen die, sag ich mal so. Aber endlich mal stabilere Performance, sage ich mal. Sowohl in den Six Nations angefangen, da gab es natürlich immer noch die Niederlage in Schottland, in den Six Nations. Und die konnten sie zwar jetzt nicht gewinnen, aber trotzdem, also man freut sich ja jetzt auf die nächsten zwei, drei Jahre Frankreich, sage ich mal. Ich glaube, ich kann auch da direkt ansetzen und sagen einfach, dass ich glaube grundsätzlich, dass viele Leute das als Highlight haben, also wir beide wahrscheinlich, aber viele Leute zu Hause, auch wenn die nicht die großen Frankreich-Fans sind, freuen sich über ein starkes Frankreich, weil das ist eigentlich ein gutes Bild für Weltrugby, wenn, sag ich mal, Frankreich wieder an die Macht kommt und wieder Stärke ist, mit einer sehr starken Liga, also die Profi liegen da, also ich meine, die erste und zweite Liga sind geführt mit Top-Spielern letzten Endes, also gute Präsenz, sag ich mal, eine Nationalmannschaft, wir haben ja auch gesehen, dass es nicht nur die ersten 15 sind, sondern wahrscheinlich haben die Kaderdichte da irgendwie das erste Mal seit längeren Jahren und der durchschnittliche Alter von der französischen Mannschaft ist irgendwie Anfang 20 gefühlt.
5:27 Ja, ein gutes Zeichen für die Zukunft auf jeden Fall. Gab es irgendwie was Besonderes, was für dich irgendwie ans Thema Frankreich irgendwie besonders stark war oder wo du sagst, okay, du hast es eben auch schon angesprochen, die Tiefe Das letzte Spiel in diesem Autumn Nations Cup sind sie ja mit so einer B-C-Mannschaft angetreten. Von England, soweit ich mich erinnern kann. Irgendwer möge mich jetzt verbessern. Aber England war da schon nahezu vollständig beste Mannschaft, sag ich mal. Und das war sogar in England. War es Zürich? Oder war es wohl in Barth? Auf jeden Fall in England. Und da haben die ja trotzdem noch ein Unentschieden nach 80. haben dann zwar am Ende verloren, aber trotzdem noch das Unentschieden nach 80 Minuten gerettet.
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6:13 Ja, und sieh's mal umgekehrt. Was wäre, wenn England mit einer B- oder C-Mannschaft in Frankreich angetreten wäre? In Paris, auch jetzt ohne Zuschauer. Also das zeugt wirklich von der Defensive, von der starken Tiefe. Der zweite Punkt ist die Defensive. Wir haben schon oft drüber geredet. Sean Edwards ist wahrscheinlich ein gutes Tandem mit dem französischen Nationalcoach, der anscheinend zwar eine kleine Macke haben soll und ein bisschen mal schnell durchdreht. Auf Club-Ebene ist der anscheinend sehr schwierig mit dem umzugehen. Wenn ich so andere Podcasts gehört habe oder so, wo der früher mal war. Ich weiß gar nicht, der hat ja schon auch ein, zwei Trainerstationen hinter sich. Aber so auf der Nationalmannschaftsebene, wo der die Spieler nicht andauernd hat, sondern nur so in zwei, drei Wochenzyklen wahrscheinlich oder vier, da ist der vielleicht der richtige Mann. Und dann ein gutes Tandem mit dem Sean Edwards und den ganzen anderen Coaches da. Das ist so das, was mir bei Frankreich beim Einfällt.
7:10 Ich glaube, so grundsätzlich, was auch so bleiben hat, einfach beim Thema ist, das hat so einfach für uns in dem Rückblick so ein Highlight ist wirklich Frankreichs Kader Dichte, aber auch so die Weiterausarbeitung oder sozusagen Aufarbeitung von von Weltstars, DuPont, Intermark, also diese Kombo, also wer Rugby ein bisschen näher kennt, weiß, dass das echt so ein Schlüssel oder zwei Schlüsselpositionen sind und mit den beiden sind sie sehr stark besetzt. Heute habe ich natürlich gelesen, dass Intermark seinen Kiefer gebrochen hat, muss operiert werden. Würde natürlich bei den Six Nations teilweise fehlen, wenn es halt stattfindet. Aber grundsätzlich jemand so, oder beide Leute, sehr, sehr jung.
8:01 Potenzial wirklich bei denen enorm. Ich glaube, die kratzen gerade nur an deren Potenzial. Und wie du auch erwähnt hattest, diese Struktur mit dem Defensive und das, sag ich mal, Lassifère von dem Angriff oder Joie de Vivre wahrscheinlich vom Angriff. Das ist die Melange sozusagen. Oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh. Ja, das ist der Whisky haut ordentlich rein, offensichtlich. Mein Französisch wird immer besser. Ich glaube einfach, diese Zusammenfassung, was ich auch so, wir bleiben einfach mal ein bisschen, wir haben ja die Zeit natürlich heute, wir gehen ein bisschen tiefer. Was ich auch sehr interessant finde und es hat nicht so jedem auf dem Radar, ist der Sturm von Frankreich. Die haben, sag ich mal, so ein, zwei Props, die, ich glaube, die haben vor zwei Jahren, war ich eigentlich, U20 gespielt, waren einfach Maschinen, die sind extrem gut ausgestattet in so ein paar knifflige Positionen.
9:04 Und irgendwie, wo man vorher gedacht hat, okay, die haben gute erste Reihe, solide, sage ich mal, und immer wieder so irgendwie Konzentrationen lässt halt nach. Ich glaube, dort im Sturm, also Tide Five, haben die irgendwie gerade so ein paar Leute entdeckt, auf dem man oder mit dem man sozusagen eine Mannschaft aufbauen kann. Und zum Beispiel jemand wie Camille Schaar ist jemand, er spielt schon ein paar Jahre, der hat anscheinend gar keinen Nacken, es ist einfach nur alles Schulter und Kopf. Das ist halt auch jemand, an dem, also das kann halt so eine Schlüsselperson werden. Also das ist halt eben, Rassing ist gerade eine sehr starke Mannschaft, Er spielt halt dort, ist umrand von sehr guten Leuten und in der Nationalmannschaft nicht so irgendwie so einen kleinen Diamant gefunden, in dem sie halt so diese Tide-Five-Leute entdeckt haben.
10:06 Also ich glaube, immer wieder hatten die so Drittreihe-Jungs, die geil waren und immer wieder auch in den letzten zehn Jahren waren halt so tolle Leute da. aber jetzt habe ich glaube ich mal, haben sie sozusagen mit 9 und 10 einfach so Schlüsselleute gefunden sage ich mal Front Row ziemlich safe ich glaube mal, wenn man das von oben guckt und diese 15 hat sieht, haben sich sozusagen diese Bausteine sozusagen dahin getan und haben gesagt, okay da auf den Basis können wir was bauen und dann setzen wir halt quasi das 9, 10 hat drauf und wir hat vielleicht ein, zwei Leute so in den Ecken Eckposition rein- und raustauschen, ist nicht so wichtig. Die haben Talente dort, aber es ist irgendwie dieses, auf Englisch sagt man dieses Spine, also wirklich das, was durch die Mannschaft in der Mitte geht, ist wirklich sehr, sehr stark und ein, zwei Sachen so ein bisschen austauschbar mit dieser Dichte, die wir schon erwähnt haben, zeigt sich sehr, sehr positiv und ich glaube, dass sie halt vorzeitig so auf dem Weg waren in der Weltmeisterschaft 2019, waren sie schon gut dabei, aber deren Plan war ja immer 2023, den Aufbau dafür und vielleicht sehen wir einfach mal die Anfangswurzeln davon, die einfach zu tiefer gehen können und die nächsten 5, 6, 7 Jahren wieder mit oben dabei sein können und nicht mal so heiß und kalt sozusagen sind.
11:43 Was ich auch noch hinzufügen will, alles richtig, was man schlecht trainieren kann, aber was wahrscheinlich ein Ergebnis oder ein Produkt von den ganzen Punkten ist, die wir gerade erwähnt haben, was dazukommt, ist, auf Englisch heißt es Grit. und auf Deutsch, ich habe es mir mal angeguckt, heißt es entweder so Mumm, Schneid, Entschlossenheit oder Mut. Also Grit and Determination. Das ist, ich weiß nicht, man hat manchmal Frankreich-Spiel in der Vergangenheit gesehen, da hatten die das alles, aber auch nur ein halbes Spiel oder ein Spiel, aber jetzt haben die auch den Mut so zu spielen, die trauen sich einiges zu oder so und die Entschlossenheit und das hat man damals oft vermissen lassen und jetzt sind die glaube ich so, Gewinner bilden wiederum Gewinner heraus.
12:28 Und wenn man Spiele gewinnt, eins bildet sich auf dem anderen auf, sag ich mal, wie bei den Orblecs. Und das ist jetzt vielleicht der Beginn für die nächsten zwei, drei Jahre, vielleicht noch länger. Ich glaube auch so, wir können halt ja schauen, wenn wir halt in die Vergangenheit, also schauen, es war immer so, Toulouse hat ja ganz viele Nationalspieler geliefert und die sind wieder auf dem Weg nach oben oder wieder mit oben dabei sozusagen. Wenn man zusätzlich dazu rechnet, dass man ein Rassing-Metal, also Rassing, Rassing-Metal sage ich immer noch, aber Rassing hat noch dabei, ich glaube, ich habe auch Ronald Gares, Trainer von La Rochelle und der hat auch viel berichtet letztens über diesen Quoten von wie viele französischen Spieler oder wie viele Leute, die quasi mindestens, glaube ich mal fünf Jahre in der Akademie oder fünf Jahre da mitgetrainiert hatten, quasi so einheimisch und weniger auf dieser wie Toulon gemacht hat vor einigen Jahren, einfach mal wie hohen 15 ja, wie sagt man, Warriors oder sowas von irgendwo rein.
13:40 Und ich glaube, vielleicht zeigt sich, trägt das jetzt so langsam die Früchte. Und wie ich so anfangs gesagt habe, diese Top-Kartons und Podideux, also das sind wirklich sehr starke Ligen hat grundsätzlich. Sehr competitive. Sag ich mal, obendrauf haben sie mal natürlich ein paar Kirschen- und Sahnehäubchen da reingeschmissen mit Chess und Colby oder solchen Leuten. Also es sind schon immer noch ausländische Spieler dabei, aber das Kern ist eher so diese französische Mannschaft und ich sage mal, dieses Gesamte ist irgendwie stärker. Also ich würde sagen, das gesamte Liga, es hat einfach wieder stärker geworden. Wieder stärker geworden, ja. Genau. Und mehr mit einzurechnen, ich glaube, es gab halt so Zeiten, wo die auch natürlich die europäischen Meisterschaften dominiert haben.
14:38 Das wird wahrscheinlich wiederkommen. aber letzten Endes ja, also dieses Spieler Dichte, Breite die Wurschleisade von den Spielern ist einfach auch erstaunlich haben wir ja erwähnt und wenn wir auf das Jahr 2020 zurückblicken, ist es auf jeden Fall glaube ich mal für uns beide ein großer Highlight, dass Frankreich wieder auf dem Weg nach oben ist Ich glaube damit machen wir einen kurzen Pause ich muss meinen Whisky-Hard wieder auffüllen und noch ein bisschen Wasser dazu holen. Daher würde ich es mal sagen, hiermit machen wir bei uns. Genau. Bei unserer Special-Jahres-Review-Podcast-Ausgabe von 4Pass. Machen wir kurz Pause und wir sehen uns gleich in Teil 2. Bis gleich. Herzlich willkommen zurück, Teil 2, bei unserer Special-Special-Special-Special-Ausgabe der Podcast 4Pass.
15:33 Unsere Jahresrückblick 2020. Wir haben schon ein Highlight erwähnt, das war für uns wahrscheinlich Frankreich grundsätzlich. Big G, wir waren beide so, hatten da Einigkeit gefunden, dass Frankreich für uns ein Highlight war. Gab es noch ein Highlight für dich oder willst du auf irgendwie einzelne Spiele reingehen oder was das für dich noch in dem Rückblick hat, wichtig zu erwähnen? Ein Highlight wäre ja, ja, ich weiß nicht, ob das so ein Highlight ist. Also das zweite Highlight neben Frankreich für mich ist ein bisschen Australien. Ich würde es jetzt nicht als mega Highlight bezeichnen, aber ich freue mich, dass die halt zurückkommen. Es wird ja eine neue Super Rugby Competition nächstes Jahr geben.
16:24 Darüber reden wir jetzt nicht so wirklich, aber es geht da weiter. Also ich habe Australien schon sehr auf dem absteigenden Ast gesehen. Ich war selber da. mir schlägt das Herz ein bisschen für Australien, sage ich mal so, weil nur durch ein starkes Australien hat man wahrscheinlich auch ein starkes Neuseeland. Vielleicht, ich hätte auch noch gesagt, ein starkes Südafrika, aber das wird sich vielleicht auch ändern. Aber ich freue mich, dass Australien zwar nicht viele Stile jetzt überzeugend gewonnen hat, aber zumindest es geschafft hat, einen Wettbewerb auf heimischem Boden wieder aufzuziehen und dass es da jetzt ein bisschen ruhiger ist. Also es war über Jahre hinweg halt, die Dame, die als CEO von Rugby Australia fungiert hat, wurde angegangen, sag ich mal so.
17:11 Michael Checker hat vielleicht auch nicht dazu beigetragen, dass es ruhiger wurde, obwohl er halt ins Weltmeisterschaftsfinale 2015 gebracht hat, aber der war halt auch eher so der Raufbeut. Und jetzt scheint es alles so ein bisschen in ruhige Fahrgewässer reinzukommen, sag ich mal so. Jetzt hat man sich auch mit dem Multimilliardär aus Perth, glaube ich, so ein bisschen geeinigt, dass die Western Force wieder in dem Wettbewerb mitspielen kann nächstes Jahr. Also ich merke halt so ein bisschen Einigkeit da drüben. Ja. Und hoffe halt auch, dass die Wall-E-Bis, wie man so schön sagt, get your shit together die nächsten Jahre und dann auch wieder wettbewerbsfähig werden in den Top 3, in den Top 5 weltweit in der Spitze, sag ich mal.
17:52 Man hat die Anfänge gesehen. Wir haben halt schon gesehen, John Pettier zum Beispiel, Supercenter-Spieler von den Reds. Bei 10 ist man sich wahrscheinlich immer noch nicht ganz einig, wer das in drei Jahren sein soll. Wir hatten ja eben bei Frankreich gesagt, die 9-10-Kombo ist halt entscheidend. Man sieht halt Südafrika Nummer 9, Weltklasse, Nummer 10 auch Weltklasse. Neuseeland gab's Diskussionen, wer die 10 ist, aber trotzdem waren die immer noch Weltklasse. Und England ist es auch Weltklasse gewesen mit Ben Yangs an 9 zum Beispiel. Und dass man das in Australien dann wirklich mal eine super Starting 9 bekommt, eine 10 und wahrscheinlich auch mal eine gute Center-Kombination. Da sieht man jetzt die Anfänge.
18:34 Kann sein, dass alles wieder den Bach runtergeht nächstes Jahr, aber ich hoffe es halt nicht. Das war so ein bisschen mein Highlight. Man hat halt auch es hinbekommen, die Tri-Nations in Australien abzuhalten, gab es auch viele Diskussionen, die hatten auch Covid-Outbreak wie überall anders, aber das lief dann halt doch am Ende noch alles ganz gut. Ja, also für mich war es halt so im großen Wall-Bees wahrscheinlich nicht so wirklich ein Highlight, aber ich kann viel von deinen Punkten auf jeden Fall zustimmen. Also ich finde halt gut, dass man mit Dave Rennie auf jeden Fall einen guten Coach hat. Irgendwie so langsam, wir haben ja oft das erwähnt in den vorherigen Podcasts, so ein bisschen Stabilität, ein bisschen Spielsystem wahrscheinlich ist ja da eingekehrt.
19:19 Für mich wahrscheinlich, wo meine Hoffnung irgendwie so ein bisschen Grenzen hat, wäre einfach die Breite des Kaders, also das, was wir gesagt haben bei Frankreich, war es so loben. Ich bin Ich glaube, dass Australien kann ein sehr, sehr guter und sehr, sehr wettbewegfähiger 15-23 stellen. Aber nicht mehr, meinst du? Danach sehe ich, wenn ein, zwei Spieler davon verletzt werden, sei es Hooper oder wir haben ja gesehen, Tamur oder Connor. Ja, weiß ich nicht. Das wäre das Einzige. Ich finde aber grundsätzlich gut, dass es halt irgendwie, wie du erwähnt hattest, wir hatten ja diese, ich glaube, die nennen es Trans-Tasman oder so Competition, also dass irgendwie Neuseeland und Australien auf dem Club-Level sich einigen können, das spielt da mit rein und das ist auch schon ein Highlight für mich, dass die Sud-Hemisphere irgendwie das schon auf die Reihe kriegen, da irgendwie trotzdem irgendwie Einigkeit da zu finden, irgendwie ein System zu haben, auch ohne Südafrika.
20:32 Ja, bin mal gespannt, wie es halt weitergeht. Ja, genau. Für mich, glaube ich mal, so ein Highlight, also ich würde sagen, eher so auf das Spiel bezogen, um da die Brücke nicht so weit zu haben zwischen 10 Punkten und das nächste. Ich würde sagen, das Spiel Australien-Neuseeland, wo Australien gewonnen hat, diese, ja, sage ich mal, Wettbewerbsfähigkeit dort zu sehen und ja, ich fand es einfach gut, dass wir da spannende Spieler erlebt haben zwischen Neuseeland und Argentinien und Australien. Das fand ich sehr, sehr gut und ich finde, glaube ich mal, in diesem Punkt, wo viele Leute wahrscheinlich viel mehr, sag ich mal, Super Rugby geguckt haben, wer hat das das Neuseeland Competition, quasi das Wettbewerb, wo die hat quasi die Franchise-Teams da in Neuseeland gespielt haben, Australien haben das ja auch gemacht, aber ich fand es einfach sehr geil, so, wir haben, wir sind ja früher aufgestanden, wir haben viel mehr von den Spielern gesehen und ich habe zum ersten Mal in meinem Leben mich tiefer damit beschäftigt und habe ja so ein paar Rising Stars gesehen, die dann später im Herbst sozusagen in die Nationalmannschaft waren und dann wusste ich ohne Erklärung, wer das halt ist, letzten Endes, Und das ist halt geil, dass man diese Einblicke in diesen Franchise-Mannschaften gesehen hat.
22:03 Ja, also das war für mich so ein Highlight, dass das Neuseeland, dass das Rugby da relativ schnell wieder aufgenommen wurde, auch ohne Fans oder dann später mit Fans. Oder zumindest mit einigen Fans. Aber das war ziemlich positiv, dass es in der Such-Temisphäre irgendwie weiterging und dass man einfach so tiefe Einblicke hatte zu den Spielern und wer die überhaupt sind. Also ich glaube, ich hätte sonst kaum über den Bescheid bekommen, wäre Will Jordan bei den Crusaders. Ich fand einfach seine Leistung einfach bombastisch und jetzt haben wir im Herbst gesehen, dass er wirklich Bescheid gesagt hat, dass er da ist bei den All Blacks. Und das finde ich gut, dass man das gesehen hat, so quasi diese Anfangsphase und das sieht man viel mehr hier in der Nordhemsphäre mit, also ich folge die irischen Mannschaften relativ nah und ich sehe immer die Leute, die da am Rand sind, wenn die Nationalspieler weg sind, wer so danach kommt und dann sieht man, okay, das hat vor ein paar Jahren irgendwie Larmor gewesen, da habe ich schon mit Freunden gesprochen und gesagt, okay, dieser Junge, der hat auf jeden Fall was drauf oder Joey Carberry oder solches und das auch in Neuseeland zu erleben, zu sagen, okay, das sind Leute, die auf jeden Fall nicht weit entfernt von der Nationalmannschaft von Neuseeland sind.
23:23 Grundsätzlich hat das Highlight für mich dann von 2020 auch dann die Mannschaften zu sehen. Meine Frage, kannst du dich eigentlich noch mit vielen anderen austauschen so über das, was du da gerade zum Beispiel auch gesagt hast, mit anderen Deutschen oder auch ausländischstämmigen Leuten hier in Deutschland? Ja, ich habe nicht so einen großen ausländischen Freundeskreis generell, ja, das ist verständlich. irgendwie wie du wahrscheinlich, aber ja, also mit den Leuten aus dem Verein sprechen natürlich, mit ein, zwei Leuten hier, die Rugby-affin sind, aber nicht sozusagen hier spielen oder solches, also ich habe einige Freunde, die aus Irland hier sind und in Irland gespielt haben, aber hier nicht spielen, mit denen halt so schauen, wo die Spiele hat, oft was an und finde es auch interessant, mit denen das auszutauschen, zu sehen, ja, wer kommt halt nach, wer ruckt halt nach zum Beispiel, mein Einkommen bekommt aus Dublin, hat auch, ja, wir schauen halt viel, also die Nationalmannschaft, Irland natürlich, und da tauschen wir uns schon ausgiebig darüber aus, ja.
24:32 Ja, also ich wollte eigentlich auch schon gleich ein bisschen auf ein Licht-Low-Light hinaus, aber was ich mir wünschen würde, was vielleicht anders läuft, also auch wenn ich jetzt vielleicht ein, zwei ausländische Menschen hier so aus den Home Nations oder Australien, Südafrika näher kennen München, habe ich nicht so das Gefühl, dass die, also es gibt einige, es gibt vielleicht Neuseeländer, okay, der guckt vielleicht nochmal ITM Cup, aber der guckt dann auch nur Otago, sein Team oder so. Das ist auch das Einzige, wofür er sich interessiert. Und dann gibt es vielleicht nochmal einen oder so, auch einen Deutschen, der guckt dann vielleicht auch nochmal ein bisschen Neuseeland um morgen zu. Aber ich bin halt immer noch überrascht, also gerade ich merke den krassen Unterschied oder bei den Engländern, da habe ich so ein bisschen dafür, da kommt die Arroganz raus, die gucken auch nur England, Premiership oder so und auch nur englische Spiele und interessieren sich auch gar nicht so für Südhämie-Sphäre, auch gar nicht so Tri-Nations um 9 Uhr morgens oder so, oder 11 Uhr morgens oder so, was ich auch ein bisschen schräg finde. Also ich vergleiche es immer wieder mit Fußball, ich meine, es gucken halt alle das Champions League Finale oder so, also es ist jetzt egal, wer da spielt und wahrscheinlich auch Halbfinalspiele oder so, und auch oder auch wenn ich so an die Fußballatzen vom Dorf denke, die treffen
25:48 sich, auch wenn das alle unterschiedliche Vereine sind, die haben sich früher immer zur Konferenz oder so getroffen und haben halt darüber geredet und was wir beide auch immer sagen, das trägt halt zum Spielverständnis schon mal bei, ne? Also du verstehst die Regeln schon mal besser und du verstehst halt auch schon mal Spielfluss generell besser und das vermisse ich nach wie vor und ich weiß auch nicht, ob das besser wird oder so, aber also ich hätte mir manchmal gewünscht wir schreiben halt viel hin und her, vielleicht auch noch mit Vivian, sondern mit zwei, drei anderen, aber es kommen so nie die großen Diskussionen auf. Es kommen auch nie so, oh, hier in dem Spiel die Taktik gefahren und so und die haben jetzt viel mehr gekickt und so und die haben jetzt hier 1-3-3-1 gespielt und die haben das, bla bla bla und so weiter.
26:31 Die Diskussion kommt halt irgendwie, weiß ich nicht, vielleicht hänge ich auch mit den falschen Leuten rum oder so, aber... Nee, also ich verstehe, was du halt meinst, ich verstehe ein bisschen worauf hinausläuft. Ich glaube nur, wahrscheinlich wie zugänglich diese Spiele sind, das hat so die große Frage. Also man merkt schon, wenn man Thema deutsche Nationalmannschaft hat, also dass einige das halt mitbekommen, wie es halt ist. Oder wenn es auf Sport 1 oder irgendwas läuft, da ist ja die Visibility halt schon gegeben. Aber 9 Uhr morgens aufstehen und irgendwie einen illegalen Stream organisieren für keine Ahnung, Blues versus Crusaders oder sowas, so weit geht ja keiner hier, also die wenigsten hat, aber ich glaube, dass, also wenn zum Beispiel es gab ja, also was mich einfach, ja, also vielleicht gehen wir ein bisschen weg vom Punkt, aber es ist ja unser Rückblick, was halt mich als einen großen Unterschied war, ist, ich hatte ja DAZN abonniert, relativ am Anfang, also bevor es überhaupt bekannt war, die sind eher so eingesetzt mit so Randsportarten und ich hatte es überall in einem Freund so gehört, hat gesagt, hier, dieses Ding für 10 Euro im Monat oder sowas und dadurch kannst du halt English Premiership sehen, also Fußball.
27:58 Und da habe ich gesagt, okay, ich will es nicht einfach so gucken, aber wenn ich das da perfekt per App mit dem Playstation oder mit meinem Firestick oder was auch immer habe, dann ist es sehr zugänglich für mich. Und dann in der Saison, und das ist nicht letztes Jahr, das Jahr davor, weil Liverpool ist quasi meine Fußballmannschaft und die hatten mit einem Punkt die Meisterschaft quasi daneben gefehlt. Und ich habe in der Saison nicht jedes Spiel gesehen, aber sehr, sehr, sehr viele. Ich kann es meiner Freundin fragen, sie würde sagen, und ich glaube, vorher habe ich zum Beispiel von Liverpool nur die größten Spiele gesehen, Champions League oder mal ein großes Premiership-Spiel, aber so jedes Spiel habe ich nicht gesehen.
28:42 Und das war auch, wie einfach und zugänglich das für mich war. Und wenn zum Beispiel hier Champions Cup und Six Nations und sowas im Fernseher ganz normal laufen wurde, würde ich mal sagen, dass viel mehr Leute sich dazu einfach treffen und verabreden konnten. Also Zugang ist Access, ist so das Thema. Genau. Ansonsten schaut es jedes vielleicht für sich zu Hause auf den Laptop oder irgendwie. Aber so irgendwie so Watchpartys oder solches, das ist halt, es kommt so ein bisschen durch die Vereine, aber so einfach, also außerhalb von den Vereinen, würde ich mal sagen, das ist nicht irgendwie so so Public Viewing für Rugby. Ja gut, aber so weit will ich noch gar nicht gehen, aber die Leute im Verein haben ja irgendwie ein Interesse an Rugby.
29:31 Das sage ich jetzt mal so, wenn du im Rugby-Verein Mitglied bist oder so. Ja, natürlich. Und da hast du vielleicht 120 Mitglieder. Muss jetzt auch nicht jeder der fanatische Typ sein oder so. Aber es gibt da so einen gewissen Stammkreis von Leuten, die gucken Six Nations, weil es wahrscheinlich eine gute Uhrzeit ist oder so. Und weil es halt vielleicht bei Z1 kommt. Aber wie du schon sagst, darüber hinaus, weiß ich nicht. Ja, ich glaube, wir sind auch in der Pflicht, das ein bisschen so beizutragen, die Leute da zu motivieren, das zu gucken, die Leute zu Hause aufzumuntern, deren Erfahrung zu teilen und irgendwie andere Leute davon zu begeistern. Also wenn ich vergleiche grundsätzlich zu, wo ich Rugby angefangen hatte in Deutschland, würde ich mal sagen, dass es verbreiteter ist, auf jeden Fall. Aber wir sprechen immer noch über Hochzeile sozusagen von den Leuten.
30:25 das Problem ist einfach, wo ich halt sehe, wenn wir das Punkt so ein bisschen tiefer reinbohren dürfen, ist, wenn ich halt Freunde habe, die bekommen vielleicht irgendwie eine Weltmeisterschaft mit und sagen, ah ja, Neuseeland hat Australien geschlagen im Finale oder sowas. Aber ich kann halt nicht in einer WhatsApp-Gruppe sprechen mit Kumpels hier in Deutschland über Rugby, einfach so. Die sagen, ah ja, interessant. Naja, aber irgendwie, es kommt kein Gespräch mit in dem Sinne fachfremdes zustande. Ob das sich halt groß ändern würde, glaube ich, hat nicht, aber dafür haben wir umso mehr Leute in den Vereinen, glaube ich mal jetzt, im Vergleich zu vor 15 Jahren. Ja, das stimmt wohl. Mehr Vereine und mehr Leute in den Vereinen, ja.
31:13 Okay, aber lass uns den Punkt abschließen. Genau, lass uns eine kurze Pause machen. Wir trinken weiter noch unser Water and Whisky hier. Du hast quasi deinen Radler und in Teil drei nehmen wir vielleicht nochmal ein paar Punkte auf dem Kalender. Also bis gleich bei Vorpass. Bei Arjen Robben gab es fast seine ganze Karriere lang Gründe an ihm zu zweifeln. Der Körper zu verletzungsanfällig, der berühmteste Move zu berechenbar und nach vergebenen Chancen im WM-Finale 2010 und beim Finale Daheim 2012 schien er auch nicht der Mann für die ganz großen Momente zu sein. Keiner dieser Zweifel war erfunden, nur die Schlussfolgerungen daraus waren falsch, denn Arjen Robben kam trotzdem durch. Und wie? Seine Geschichte jetzt in den 100 Fußballlegenden.
32:03 Herzlich willkommen zurück zu Vorpass. Wir haben unser Jahresrückblick 2020. Schön, dass ihr da seid und zuhört. Wir haben uns einfach ein bisschen mehr Zeit genommen als sonst und gehen die Thematiken ein bisschen ausgiebiger vor. Big G, jetzt haben wir so ein paar Highlights, ein paar Lowlights. Gibt es was anderes, was du noch gerne zur Diskussion reinschmeißen willst? Müssen wir drüber reden, denke ich. Thema Concussions. Ja. Man kann das jetzt nicht als Lowlight bezeichnen, aber es ist ein wichtiger Punkt auf der Agenda, gerade die letzten Wochen. Ich denke, vor zwei Wochen, beziehungsweise eigentlich schon davor kam es auch auf, aber vor zwei Wochen, ich glaube, der englische Prop hat über seine Zeit aus Australien berichtet, dass er gar nichts mehr davon weiß.
32:50 Und er und ein paar andere Leute verklagen, glaube ich, England, RFU und auch den Walisischen Rugbyverband. Wurde auch schon in anderen Medien kontrovers diskutiert. Ich meine, schauen wir nochmal zurück ganz kurz. Diese H.I.H. Protocols, wo man wirklich vom Platz muss und man darf eigentlich nicht mehr drauf, wenn man diesen Test nicht besteht. Die gibt es tatsächlich erst seit fünf Jahren, oder? Also... Nee, gibt es schon seit Länge, aber was da beinhaltet ist, hat sich verändert, glaube ich mal. Oder wahrscheinlich wurde es strenger, ist es strenger geworden? Ja, genau. Öfters angewandt. Also ich kann mich noch an Sachen erinnern, wo in Frankreich halt Leute sichtbar ausgenockt wurden, in die Kabine geschickt wurden und kamen dann wieder.
33:44 und du hast gesehen bei dem ersten Hit, den die miterlebt haben, dass die halt, dass die nicht mehr gerade gehen konnten, wurden aber wieder zurück auf den Platz geschickt, sage ich mal so. Ja, also ich meine, wir machen so einen größeren Fass hier mit auf, aber ja, also diesen Protocols, die gibt es schon seit Länge. Wie streng oder wer das kontrolliert? Also ich glaube, so am Anfang war es halt so eher so die Frage, welchen Doktor sagt, okay, der ist nicht mehr fähig oder wer entscheidet das? Natürlich, du kriegst als Team sozusagen Druck von dem Cheftrainer zu sagen, nee, ich schicke den wieder auf den Platz. Also ich glaube so ein bisschen und da gebe ich glaube ich mal diesen Court Case halt so eher hin, wer ist verantwortlich?
34:33 Also hätte der ORFU mehr machen müssen, um die Spieler zu schützen? Also wer war sozusagen dafür verantwortlich, also darum geht es in der Case und das hat sich ja verändert, also wenn wir, der Spiele, den du meintest, ist Steve Thompson, der Harkler, wenn du überlegst, das ist 2003, wo er die Weltmeisterschaft gewonnen hat, das ist ja schon 17 Jahre her, also das Rugby hat sich in 17 Jahren auf jeden Fall unheimlich viel verändert, also wenn du die Spiele, wir haben ja im März ganz viele alte Spiele geschaut, also ich habe Spiele von 2000 gesehen und das hat mit Rugby von heute nichts zu vergleichen und sogar Spiele von 2010. Das ist einfach absolut anderes Rugby. Also die Hits, das ist das eine, aber die, sag ich mal, die Undeutigkeit von so, was ist rote Karte und was ist gelbe Karte und was ist bei den offenen erlaubt und was nicht. Ich glaube, wenn du das hart vergleichst, also wenn du halt einen Spieler mit einer Zeitmaschine aus 2003 nimmst und setzt den hat heute ein. Er wurde nur Straftritte und nur Karte kassieren sozusagen.
35:50 Ich glaube, das hat sich unheimlich viel verbessert, nur ist es alles zu spät gekommen, ist wahrscheinlich die Frage. Weil 17 Jahre her ist in der Leben eines Menschen, es hat nicht so lange Zeit sozusagen auf das Gesamte gerechnet. Und vielleicht war Rugby einfach zu spät in den hätten sozusagen straffere Maßnahmen ziehen viel früher. Das ist halt die Frage. Ja, hätte man das erkennen können und hat dann irgendwer fahrlässig gehandelt. Das ist ja die Frage, die wahrscheinlich, ich meine, die wollen natürlich Geld, Schadensersatzzahlung haben und es wird um die Frage gehen, hätte man es verhindern können, wusste irgendein Verband, wie schlimm es bestellt ist um diese Gehirnerschütterung und was wurde dagegen getan.
36:38 Und ich meine, das hat jetzt die direkte Auswirkung auch auf 2020 gehabt. Wenn wir die Räte zurückschauen, rote Karten. Die letzte rote Karte fällt mir ein. Der Australier, wo du auch gesagt hast, der war einfach nur zu faul, um runterzugehen. Im letzten oder vorletzten Spiel oder so. Schlechtes Tackling-Technik. Aber dann gibt es immer noch genügend Leute, die sagen, the game has gone soft. Das ist, naja, das ist eher so Blödsinn. Also ich glaube, das Einzige, was bei mir noch so ein störendes Punkt ist in der gesamten Thematik ist, wir hatten ja ein sehr gutes Beispiel vor zwei Wochen wahrscheinlich. Josh van der Fleer ist auf dem offenen Gedränge für Leinster, ist halt dort und wird halt angegriffen von den Spielen von Northampton, Wood, Chris Wood ist es, ne?
37:34 Der hat auch für Nationalmannschaft gespielt und geht direkt auf den Kopf. Wird jetzt gesighted und hat jetzt eine Ban bekommen. Also im Nachgang haben sie gesagt, das war definitiv rote Karte, wurde ich. Und das war in dem Spiel und in dem Moment 100% klar, als dass es hat mit dem Schulter auf dem Kopf sozusagen. Ob es hätte vermeiden werden oder vermieden werden können, wenn die Rugby Regeln anders gewesen wären, ja, es definitiv sollte so eine Situation nicht kommen können, aber in dem Moment unter dem Regeln, Regelwerk, die es jetzt gibt, war es halt rot und was ich halt so seltsam fand, war Brian O'Driscoll war in dem Korn sozusagen hat gesagt, naja, das ist jetzt so ein Rugby-Incident.
38:22 Und das fand ich halt irgendwie so ein bisschen so, mit dem Hintergrund, was gerade in den Medien mit Themen gesprochen hat, so ist, ist es nicht wirklich so ein Rugby-Incident, also daraus entsteht so ein Straftritt, aber eigentlich, um das zu unterbinden, also du hattest ja vor ein paar Wochen, wo wir über das Thema gesprochen hatten, den Tip Tackle hat erwähnt. Es gab diese Zeit, wo Tip Tackling irgendwie so Gang und Gäbe war. Es war einfach das Spiel wurde nicht bestraft, das passiert da halt gar nichts und dann boom, Weltmeisterschaft Halbfinale, Tip Tackle nach kurzer Zeit, gute Karte, auf Wiedersehen, Spiel vorbei. Tip Tackling heutzutage gibt es gar nicht. Und wenn es gibt, ist es so eindeutig, dass es halt auf Wiedersehen heißt.
39:10 Es passiert, wenn du dir überlegst, ich kann mir an keinen so Dom Tackle, Tip Tackle, allein schon Hüften übrigens horizontal sind immer so grenzwertig, aber kann mich an jetzt so parat kein Beispiel denken dieses Jahr und ich denke, das ist halt hart gewesen, aber was ich meinte mit dem Lazy-Technik ist, es gibt so Tacklings, wo du sagst, das war nicht zu vermeiden, das Kopf gegen Kopf oder Schulter oder es ist irgendwie hochgerutscht oder sowas, aber wenn man trotzdem so hoch ansetzt. Wenn du ansetzt auf den Nacken, Schulter, keine Ahnung, Bereich und die Gefahr ist einfach mega groß, dass es daneben geht oder dass die Person sich ein bisschen bückt. Es geht um die erzieherische Maßnahme, dass die Leute einfach von Anfang an Das ist was, was man lernen kann.
40:08 Das kannst du beibringen, das kannst du lernen. Also es ist, wir wissen alles, uns oder alle, außer wahrscheinlich ich, bei mir, beigebracht, wie man tackelt. Und meine Tackling-Technik war das Safeste, weil ich habe immer geschrien, your man und einfach weggerannt. Aber das leider kann nicht jeder so diese Karte spielen. Deshalb glaube ich mal, es muss in die Erziehung halt sein, so eine bessere Technik. Und ob es daran liegt, man fragt, sind es diese hohen Tacklings oder ist es eher das tiefe Tackling und der Kopf gegen der Knie oder sowas, das kann man immer noch, aber es sind so viele faule Tacklings, die einfach schlecht angesetzt sind und du denkst, das wäre auch kein gutes Tackling gewesen. Also das wäre gar nichts.
40:56 Ja, naja. Bisschen Lowlight auf jeden Fall, das Thema. Ja, mal sehen, wie es 2021 wird. Aber auf jeden Fall hat die Landschaft, die Rugby-Landschaft und die Themen-Landschaft etwas dominiert. Beziehungsweise stand ein bisschen Fokus. Ja, was gab es denn noch so? Ja, für mich, also wir haben ja viel über Spiele und Frankreich gesprochen und Spiele wahrscheinlich. Also für mich grundsätzlich, würde ich mal sagen, ein großes Highlight ist wahrscheinlich so ein bisschen persönlich, aber so, dass die irische Nationalmannschaft so wieder so nach kurzeren Aussätzen ein bisschen sozusagen Potential wieder gezeigt hat. Ich glaube, ich meine, 2020 geht zu Ende, dass ich hoffnungsvoll rein in die Zukunft schaue für Irland und vielleicht so nach der Weltmeisterschaft letztes Jahr, also vor einem Jahr, war ich nicht so positiv gestrickt und ich glaube, obwohl Irland vielleicht nicht so die dominanteste Leistung hingelegt hat, dass ich einfach mal so Hoffnungsdurchblicke gesehen habe und das ist für mich einfach so ein Highlight zu sehen, da kommen halt viele gute Spieler durch, ein bisschen wie in Frankreich junge, agile Spieler und irgendwie fangen die an, so eine schöne Art und Weise zu spielen, das ist nicht mehr so kicklastig und ja, das ist halt einfach so ein, wahrscheinlich so ein parteiischer, positive Highlight für mich.
42:39 Ich bin gespannt, ja, Irland ist ein bisschen zurückgekommen, aber immer noch hinter den Erwartungen zurückgeblieben oder waren die Erwartungen gar nicht so hoch? Ich meine, England ist Nummer 1 und Frankreich ist jetzt Nummer 2 und danach kommt der Rest, würde ich halt mal sagen. Erstmal. Ah, okay. In der Nordhemisphäre. Genau, genau. Sudhemisphäre, würde ich sagen, es ist wahrscheinlich immer noch Neuseeland und Südafrika wahrscheinlich 1 und 2, wahrscheinlich, wir haben die Sudafrika seit langem nicht gesehen, aber ich meine, das sind wahrscheinlich so die Top-4 Mannschaften, Sudafrika, Neuseeland, Frankreich und England in der Welt gerade. Wo wir gerade über England sprechen, nächster Punkt.
43:31 Englands Spielreise oder vielleicht auch die Spielweise von vielen anderen. Man hat Ballbesitz und kickt absichtlich zum Gegner rüber, weil man selber auf die eigene Defensive vertraut und darauf hofft, dass eigentlich der Gegner einen Fehler macht. Und dass eigentlich versucht der Gegner durch die Defensive wiederum durchzulaufen, durchzukommen, ohne zu kicken. Und dabei dann vielleicht den Ball entweder verliert oder einen Straftritt kassiert. Weil vielleicht zum Beispiel England, super Backrow-Spieler, hat die sehr schnell über den Ball sind, sag ich mal so. Und sehr gut Kollisionen lesen können. Und ich weiß nicht, ob das zur Attraktivität wirklich beigetragen hat und wer ist für Rugby-Puristen, die Rugby als Schachspiel ansehen und auch sehr viel Ahnung haben, für die ist das vielleicht schön, weil die auch noch verstehen, was da passiert für die anderen 90 Prozent.
44:29 Die gucken, glaube ich, nicht. Weiß ich nicht. Eddie Jones hat, ich habe es auch mal im Podcast gesagt, ich weiß nicht, ob er selber gesagt hat oder wer anders gesagt hat, der sieht sich so ein bisschen als Dirigent eines Orchesters. Der würde gerne alle Spielzüge, also in der Situation passiert das und dann muss das passieren oder so. Kick-off, wir kicken dahin und dann, wir kicken zu, der analysiert ja die Spieler gnadenlos und die Gegner, sag ich mal so, und klingelt ja um drei Uhr morgens seine Assistance-Coaches aus dem Bett oder so. Mit dem muss es wohl richtig krass sein zu arbeiten. Und der will halt alles extrem durchgeplant, sag ich mal so. Und was ja genau das ist, man kickt, du kickst auf deiner eigenen 10-Meter-Linie auf der Seite, sage ich mal so.
45:15 Oder irgendwo zwischen deiner 22, auf seiner 22 und deiner 10 raus oder so. Und der Ball soll vielleicht auch auf der anderen Seite zwischen 10 und 22 landen, bei dem und dem Spieler. Und dann erwarten wir, dass der und der Fullback oder der und der Winger da hinlaufen wird. Und da stellen wir dann irgend so Backroar hin, die dann halt den Ball schnell klauen können, sage ich mal so. Und das, weiß ich nicht, so ein bisschen das Flair geht so ein bisschen verloren. Und das ist dann halt auch langweilig, was halt auch einige Spiele waren auf Six Nations und Autumn Nations Cup Ebene. Ja. Und ich weiß nicht, ob man das so, also das war 2020 auf jeden Fall nur so, einerseits schön, dass England immer noch so weiter oben spielen kann und gnadenlos gut spielen.
45:57 Die können das ja sehr gut ausführen, ne? Ja. Das muss man ja auch sagen. Also defensivtechnisch brutal, brutal schnell, brutal stark die Leute oder so. Und das British Irish Lions Squad wird auch viele England-Spieler drin haben im Vergleich vor vier Jahren oder acht Jahren. Aber also schön anzusehen, ich weiß nicht. Also ich hoffe, es ändert sich ein bisschen. Ich hoffe, man knackt diesen England-Code ein bisschen. Sagen wir es mal so, wenn du weißt, was ich meine. Ich glaube, die Zuhörer zu Hause, die wissen immer, was du meinst. Okay, wie siehst du es denn da? wahrscheinlich wenn wir Engländer wären, würden wir sagen, geil, das ist cool und wir gewinnen und wahrscheinlich die Art und Weise, es hat egal ich muss das respektieren dass er versucht sozusagen den Schloss zu knacken und er versucht hat mehrere Wege hinzustellen, zu sagen wir haben mehrere Optionen einer Mannschaft auseinanderzunehmen, ob es hat Boxkicks sind, ob es hat Open-Unders sind, ob es hat passen die Breite, passen die Tiefe, um in die Breite zu kommen, also viele Kombinationen.
47:15 Er hat ja einfach gelernt, dass es ausreichend war gegen Neuseeland für einmal, aber nicht ausreichend war, um eine Weltmeisterschaft zu gewinnen. Und ich glaube, das kribbelt an sein Ego wahrscheinlich so grundsätzlich. Das hat so die Landschaft geändert, weil England einfach so eine krasse Mannschaft war, egal welche Spiel, also egal was von der Art und Weise England spielen wurden, wären die trotzdem mit oben dabei, das ist ja klar. Was ich einfach traurig finde, ist, dass ich ungern so auf Nationalebene ungern andere Mannschaften schaue, muss ich immer zugeben. Also ich schaue halt natürlich als ihre, die ihrische Nationalmannschaft, aber ich schaue die anderen Mannschaften, das ist halt nicht schön anzusehen. Also diese Autumn Nation Cup, Six Nations, die anderen Mannschaften nicht anzusehen. Also normalerweise war so ein Lichtschimmer, so ein Lichtblick war immer Wales die Anweise, die gespielt haben. Das haben wir ja ein bisschen verloren.
48:15 Frankreich kommt ja wieder, haben wir gesagt, das ist positive. England hat normalerweise gute Spieler, die man sagen kann, okay, ich hasse die Engländer, aber die Spieler sind geil. und das verliert sich irgendwie teilweise und ich freue mich ehrlich gesagt mehr über so die Klubmannschaften, also so ein Heineken-Kopf, Premiership würde ich halt nicht schauen, also die Highlights schon, aber nicht so ein ganzes Spiel. Vielleicht Bristol oder so, die haben eine schöne Spielweise. Aber ich freue mich mehr, das zu sehen, weil zum Beispiel diese Kick-Spiel von, also sagen wir mal, England geprägt, die anderen irgendwie dahin gebracht, dass sie reagieren mussten. Aber ich als ihrer kann halt nicht so oben vom Podest reden, weil 2018 haben alle Leute gesagt, England 9, 10 Kicken, Boxkicks ist nicht schön anzusehen.
49:13 Aber es hat ein Championship gewonnen. Irgendwie so eine gesunde Balance aus Gewinnen und schön gewinnen, wer hat mein Favorit. Aber wenn ich zurückblicke auf 2020, sage ich mal, dass die englische Nationalmannschaft schon dominiert hat und deren Art und Weise, was wir gesehen haben, ich glaube mal, ein Repräsentiv dafür war das Spiel gegen Italien jetzt vor kurzem. man wusste, man hat viel Ballbesitz und man würde das Spiel gegen die Teilen gewinnen aber wie die das gewonnen haben trotz leichteren Gegner war irgendwie seltsam es ist ich hoffe, also das Einzige was J.D. Jones, er sagt, das ist quasi die Art und Weise, wie gesagt, das ist die Art und Weise wie er das Schloss jetzt knackt wie lange er daran festhält vielleicht in sechs Monaten besteht da was komplett was anderes man weiß ja nie, aber für unseren Rückblick für heute würde ich mal sagen, das ist eher so ein Downer, eher so ein Lowline von diesen stark, auf Nationalmannschaftsebene stark geprägen.
50:25 Also ich kann die Leuten halt auf muttern, irgendwie zu Hause, wenn schon letztes Wochenende, vorletztes Wochenende Connacht gegen Bristol, es gibt so einen Versuch von Bristol, wo die einfach, ich glaube es fängt bei einer Gasse an oder sowas, Wir haben so ein Backs-Move da drin, noch ein Move. Die Arbeiten im Ball hat irgendwie durch verschiedene geile, tiefe Pässe in die Breite zum Ex-Spieler, der irgendwie ein 1 gegen 1 gewinnt. Dann ist er halt durch, dann kommt der Versuch. Und es ist halt einfach mal mega schön anzusehen. Und dass es halt diese offene Art und Weise zu spielen, natürlich muss man die Spieler dafür haben. Aber ich glaube, die Nationalmannschaft von England hat die Spieler, um so ein Spiel zu gestarten, nur das ist gerade nicht deren Präferenz.
51:13 Also ein Elite Daily oder ein Owen Farrell, die haben die Fähigkeiten, geile Pässe zu schmeißen und in die Weite zu kommen und gerade wird denen aber gesagt, bitte kick so viel den Ball und so weit, wie es geht. Na gut, also wir können uns beide darauf einigen, dass es wohl eher der Slowlight war. Ja, Pause. Ein Highlight ist auf jeden Fall diesen feinen Whisky. Genau, eine kurze Pause. Ich refreshe mein Glas und machen wir Teil 4, glaube ich mal, und dann muss man aber langsam zu Ende kommen. Ich hole mir noch einen Oettinger Radler. Das ist Werbung. Also bis gleich in Teil 4. Bye. Ja, welcome back. Unsere Abschlussrunde, Teil 4. Unsere Rückblick 2020 bei 4Pass. Das Rugby Review. Big G, wir haben ja viele Highlights, Lowlights, Midlife-Crisis gehabt.
52:12 Gibt es noch was anderes, was für dich irgendwie so, wenn du denkst, 2020 Rugby im Kalender, was gab es noch für dich? Ja, eine Sache tatsächlich noch und das ist der Punkt Tier 2, Tier 3 Nations. Wir haben oft und viel über Georgien gesprochen. Würden uns auch freuen, wenn die, ist halt die nächste Mannschaft nach den Six Nations. Die brauchen mehr Spiele hat man gesehen, mehr Spieler auf höherem Niveau, zwei, drei Jahre, dann können die, oder die nächsten fünf Jahre, dann können die vielleicht bei der übernächsten Weltmeisterschaft auch mal aus ihrer Gruppe rauskommen, sage ich mal so. Das ist auf jeden Fall, was danach kommt, aber dann muss man natürlich auch sagen, genau, was danach kommt, da ist dann auch nicht mehr viel.
52:55 Also wer ist außer Fiji, Japan, Georgien? Wer bleibt da dann noch? Japan? Tauganger Samoa vielleicht? Ja, ja, aber aber was können die denn sportlich liefern? Ja, also die Distanzen, ich meine, der beste Vergleich ist wahrscheinlich so, ja, wer kommt aus der Gruppe in der Weltmeisterschaft? Ich meine, Japan ist das Einzige, was so ein bisschen so eine Outsider war, sozusagen. Ich weiß nicht, was danach kommt. Ist die Situation über die Jahren besser oder schlechter geworden? Schlechter, also schlechter. Vor 10, 20 Jahren, ich glaube Samoa oder Tonga, ich glaube Samoa hat es irgendwann mal ins Viertelfinale geschafft, Weltmeisterschaft. Haben zumindest mal Wales auch geschlagen und mal ein, zwei bedeutende Siege gehabt bei Weltmeisterschaften. Und dann dachte wahrscheinlich jeder, oh ja, jetzt geht's los, aber weiß nicht, also ich habe von den Jungs jetzt leider nichts mehr gehört, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass das ganze Talent ins Ausland abfließt, da spielt und viel Korruption zum Teil herrscht.
54:11 Strukturen in Fiji, Tonga, Samoa. Ich wollte noch die Doku gucken, Ocean's Apart. Dan Leo war auch zu Gast bei einigen anderen Podcasts. Halt noch nicht geschafft, soll ganz gut sein. Muss man natürlich auch kritisch hinterfragen. Aber trotzdem, das ist so ein bisschen, wenn ich so an 2020 denke, da ist man jetzt nicht viel weiter gekommen. Ja, das stimmt schon. Also darüber haben wir schon vor drei Jahren geredet, vor zwei Jahren, darüber haben wir jetzt 2020 geredet, Georgien, Nordhemisphäre, okay, Japan, gut, Weltmeisterschaft, aber dann... Ich glaube, wenn wir es rüberblicken auf 2020, ist es halt sozusagen, es gab ja Gerüchte über so ein World League und das Kalender zu vereinen. Ich glaube, das ganze Thema Corona hat sich irgendwie im Strich durch die Rechnung gemacht.
55:02 Wahrscheinlich muss man ja als OR abwarten für nächstes Jahr. Um zu sehen, was quasi rauskommt. Ich glaube, wir haben ja ausgiebig diskutiert. Aber grundsätzlich, was wir gesehen haben, positiv da, war zum Beispiel eigentlich Japan, Georgien, Fiji, also Sony, hier für Autumn Nations kommen. Es hat nur Fiji eigentlich ein Spiel geschafft, Georgien ein paar. Ich glaube mal, um dauerhaft wettbewerbfähig zu sein, bräuchten wir mehr davon, aber ich fand das Konzept irgendwie von diesem Autumn Nations Cop irgendwie trotzdem cool. Also ich glaube, es ist halt ein Konzept, was man vielleicht mehr ausarbeiten könnte. Ich finde, dass Six Nations als Teil, als Produkt ist einfach so wertvoll, um irgendwie da groß zu schrauben.
55:52 Ich finde, also wir haben ja diskutiert darüber, aber ich fand, dass wir nichts verloren haben, indem wir halt so ein Tour nach das Irland nach Australien geht in Juni, was wir wenig verloren haben. Also abhängig, was unser Ziel ist. Unser Ziel ist, Australien und Irland stärker zu machen. Genau, dann weiterhin. Wenn das nicht das Ziel ist, dann müssen wir uns überlegen, ob vielleicht so ein anderes Format oder Turnier. Aber das ist ein bisschen Zukunftsmusik. Wir machen erst so das Rückblick. Ich glaube, mir fehlt halt nichts so viel mehr Sachen zu ein. Ich war froh grundsätzlich, dass wir viel Rugby sehen könnten. Am Anfang war ich auch so skeptisch ohne Fans und solches. Aber trotzdem haben wir gute Spiele gesehen. Daher war es dann irgendwie doch okay.
56:48 Mega guten Podcast abgeliefert, weitergemacht. Ich glaube auch so ein Positives. Wir haben jede Woche aufgenommen. Unsere Pensum ist jede Woche gewesen. Fast jede Woche. Ja, auch in den Zeiten im Sommer, wo wir alle so Urlaub hatten, haben wir es irgendwie hinbekommen. Es wird stärker jedes Jahr und besser. Besser Gäste, ein Highlight natürlich unserer Podcast mit Mark aus Bolivien, oder? Ja, alle unsere Gäste. Mark aus Bolivien, Bernd Gabay, Schiedsrichter. Top, auch ein sehr gutes Gespräch. Und Phil aus Zimbabwe. Alter, super Gespräch. Das war auch mit dabei. Wahrscheinlich für mich als eines den geilsten Lukas hatten wir über das Thema Fitness im Lockdown ganz am Anfang. Wir hatten so viele Gäste aus Hamburg, aus München, aus Georgien.
57:48 Wir hatten so viele Leute. Das war toll. Muss man schon erwähnen. Ja, müssen wir weitermachen. Ja, weitermachen. Aber ich glaube, für heute müssten wir halt nicht weitermachen, weil wir viel gesprochen haben, viel geredet haben. Du musst zurück zur Familie, ich muss zurück zur Familie. Und genau, ich sage mal an dieser Stelle, dass wir erstmal uns herzlich bedanken bei allen, die zuhören zu Hause. Für euer Zuhören, für die Fragenstellung, für das Kommentar bei Facebook oder was auch immer. Wir sind gerührt, dass es so viele Leute da draußen mitmachen. Ja, danke. Und wir wünschen euch auf jeden Fall frohe Weihnachten. Das ist ein bisschen vorbei, aber guten Rutsch. Und wir sehen uns auf jeden Fall in 2021 umso stärker und noch geiler in Gästen und hoffentlich mit noch mehr Power.
58:54 Genau. 20, 21. Wir machen weiter. Vielen Dank zu Hause fürs Zuhören. Dann bis bald wieder bei Vorpass. Vorpass. Vorpass. Der Rugby-Podcast. Mit Vivian Ballmann, Donal Peoples und Georg Molz.