Canterbury und #IAmEnough
Im Frauenrugby weltweit passiert einiges: Mit dem Hashtag #IAmEnough haben Frauenspielerinnen weltweit in wenigen Tagen für ein Umdenken des Rugby-Klamotten Herstellers 'Canterbury' gesorgt. Dass Frauen ‘genug’ sind, zeigen auch zwei Schiedsrichterinnen die in großen Rugbynationen Geschichte geschrieben haben. Außerdem stellt World Rugby die Frage in den Raum, ob Transgenderfrauen in Frauenmannschaften spielen sollten. Ihr wollt mehr darüber erfahren? Donal und Vivian erklären euch die Hintergründe zu all diesen Themen.
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Transkript
Automatisch erstellt, kann Fehler enthalten. Stand: 02.10.2026. Klick auf eine Zeitmarke spielt die Folge ab dieser Stelle.
0:14 Hallo und herzlich willkommen zu unserer neuesten Ausgabe der Vorpass. Heute sind wir nicht ganz vorsichtig, aber dafür haben wir einen großen Rückkehr. Vivian, du bist wieder am Start. Herzlich willkommen. Hello Donal, ich freue mich wieder mit dir zu labern. Ja, also ein bisschen her, ein paar Wochen. Big G ist leider, oder beziehungsweise ist Gott sei Dank in Urlaub für die nächsten zwei Wochen. Genau, und deshalb müssen wir den Schiff durch diesen Gewässer halt steuern. Ja, das hast du schon gesagt, ja. Ja, letzte Woche hatten wir quasi alle so ein bisschen viel um die Uhr und deshalb gab es letzte Woche leider keine Ausgabe, das tut uns sehr leid. Aber dafür sind wir wieder voll am Start.
0:56 Wie gesagt, Big G macht jetzt zwei Wochen Urlaub und dafür sind Vivian nicht für die am Start. Vivian, wir haben wenig von dir gehört und wir fragen uns immer die Leute, die deine Fans sind, so wie ich, was machst du in der ganzen Zeit? Ich weiß, dass du so ein Jet Set Leben hast, aber wo bist du gerade? Was machst du? Wie geht's dir? Mir geht's top und ja, manchmal kommt man nicht ganz hinterher und diese Fragen stellt sich auch meine Familie manchmal, wo ich immer so bin. Und jetzt war auch viel los. Ich war ja die ganze Zeit in England. Ich bin dann vor drei Wochen nach Köln, war dort vor eine Woche unterwegs und bin jetzt mal wieder in meiner Heimatstadt zu Hause in Berlin und genieße das Leben hier in Berlin.
1:50 Ich genieße es mal wieder beim Mannschaftstraining zu sein, beim Rackengruppe 3 Berlin. In den letzten Monaten war es für uns alle so, Training hat nur in kleinen Gruppen stattgefunden. Es wurde viel Fitness gemacht und ab 17.08. hat jetzt hier wieder das Wanta-Training angefangen. Es ist irgendwie so gefühlt, wie erst mal nie weg war. Jan Südo ist Trainer für den RK03. Die Spielerinnen sind die meisten noch alle da, es sind viele neue dazugekommen. Eine Spielerin ist nicht mehr dabei bei uns, kennst du auch sehr gut. Anne Lormis ist jetzt nach Potsdam gewechselt, aber sonst irgendwie gefühlt, als wie gehabt hier in Berlin. Schön hier zu sein. Cool, das freut mich und du fühlst dich dann wieder wohl hier zu sein natürlich und wieder zu Hause dann letzten Endes.
2:40 Genau und ich habe mich auch gefreut, dass jetzt beim RK03 das Sommerfest stattgefunden hat. Das hat natürlich unter den Auflagen stattgefunden, die wir alle kennen, dass man den Abstand hält, Maske trägt, sich registriert oder seinen Anschluss usw. hinterlässt. Aber dass es trotzdem stattgefunden hat, habe ich mich natürlich mega gefreut, weil ich jetzt so lange, also jetzt ein Jahr, fast eigentlich nicht in Berlin war, weil ich dann einfach in Mannheim Stationen hatte, mit der Journalistenschule in England usw. Aber dass man dann trotzdem, trotz der Corona-Krise sozusagen das Sommerfest hier stattgefunden hat, war cool, weil ich wusste, dass man dann einfach so viele Leute wieder sieht, die man seit Jahren kennt, die mir ans Herz gewachsen sind.
3:24 Der ganze Verein ist mir extrem. Ich war endlich mal wieder zu Hause, so gefühlt, als ich dann in der Wuschallee war und dass dann dieses Sommerfest stattgefunden hat, war mega cool. Es gab viele Leute, die auch gesagt haben, wenn man das jetzt hier so sagen kann, die dann gesagt haben, mir ist so ein Fest jetzt nichts aufgrund der Corona-Krise und ich will mich nicht an der nötigen Gefahr aussetzen, was ich absolut verstehen kann. Ich habe mich auch, ich nehme das alles sehr ernst mit den Vorschriften, die wir alle haben aufgrund von Corona und habe mich aber da an die Vorschriften gehalten und deswegen war mir das auf jeden Fall wichtig, da auch hinzugehen und da mal wieder Hallo zu sagen.
4:05 Und ich habe die Nadel bekommen für, also jetzt verspätet auch für 17 Jahre bin ich Mitglied im Verein des RK3 Berlins und deine Nadel wurde aufgerufen, glaube ich, Donal, für 10 Jahre bist du Mitglied beim RK, ne? Tolle Sache. Die musst du abholen, Donne. Ich glaube, ich bin illegal ein bisschen länger dabei, aber ja, das muss ich auf jeden Fall abholen. Ja, ich glaube, ich sage auch immer, 17 Jahre bin ich Mitglied, aber ich glaube, ich habe die Nadel offiziell für 16 Jahre gekriegt. Also ich bin auch, ich habe auch ein paar Monate for free illegal gespielt, wie du das schon sagst. Sag mal, also fürs Training jetzt, du hast ja den Vergleich zwischen England und Deutschland und überall, also wie ist es für dich quasi die Trainingseinheiten hier und in England zu vergleichen, beziehungsweise quasi grundsätzlich die Lage?
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4:54 Also kannst du uns ein bisschen da erzählen, wie ist die Lage in England für die Maßnahmen unter Corona? Und hier ist es ein großer Unterschied für dich oder war es relativ gleich? Also wie ich gerade meinte, in England haben die Einheiten bis zu dem Zeitpunkt, als ich da war, noch in kleinen Gruppen stattgefunden. Das heißt, eine Mannschaft wurde aufgeteilt in mehrere Sechsergruppen, so war das dann in dem Fall von Chester. wo ich mit trainiert habe. Aber da habe ich mich ja zum Beispiel auch der Herrenmannschaft angeschlossen gehabt. Also die Herrenmannschaft wurde in kleine Sechsergruppen aufgeteilt und dann haben wir uns dann in den kleinen Gruppen so Fitness-Einheiten getroffen. Aber so ein Rugby-Training hat dann noch überhaupt nicht stattgefunden.
5:40 Und ich mittlerweile, soweit ich weiß, finden dort aber Rugby-Training statt. Das habe ich jetzt aber sozusagen diesen Start, das Training wieder losgeht, habe ich jetzt in Berlin miterlebt. Und sonst muss ich sagen, bin ich ziemlich positiv so gestimmt, was die ersten Trainingseinheiten jetzt hier anging. Also ich fand das Niveau extrem gut beim RK. Und man hat jetzt nicht so das Gefühl gehabt, ich hatte das so ein bisschen befürchtet, dass man zum Training kommt und man merkt, oh, viele Leute haben lange keinen Ball in der Hand gehabt. Ich hätte auch von mir persönlich gedacht, habe ich vielleicht ein bisschen Verständnis vom Racken verloren. Also man hat jetzt so über ein halbes Jahr einfach nicht mit der Mannschaft gespielt, aber es ist echt so, als ob man letzte Woche seine letzte Einheit hatte. Also es ist wirklich so, man kommt auf Platz und funktioniert so wie immer.
6:33 Also ich weiß nicht, bestimmt hast du auch so Erfahrungen, dass du vielleicht mal länger nicht gespielt hast, sondern kommst du in die Buschallee und im Endeffekt funktioniert es ja dann auch. Es ist so wie Fahrradfahren, das verlernt man halt nicht. Ja, also ich glaube, das ist auch quasi das, was wir hatten vor ein paar Wochen über das Thema zu Rugby und Community und so ein paar Sachen. Genau, mit Big G und unserer Gast hat da gesprochen, dass es wirklich so ein Community- oder Familie-Gefühl ist und ich glaube, das ist auch so die Sache, dass man wieder ins Training halt kommt, ob man sechs Monate oder sechs Jahre nicht da war, glaube ich, man das trotzdem immer so sein Gefühl, dass man herzlich willkommen ist oder man da an der richtigen Stelle ist.
7:13 Aber auch von den eigenen Fähigkeiten im Rugby, finde ich. Also es war jetzt nicht so, wir sind jetzt alle super viel schlechter geworden. Also das habe ich überhaupt gar nicht so irgendwie gesagt. Das Coole ist bei dir, du warst ja immer schlecht, also schlechter kannst du nicht werden. Ja, die anderen haben sich dann... Nee, die sind dann auch so schlecht. Die sind alle super schlecht. Was mich hat noch so reizt, ist quasi, wir hatten vor einige Wochen das Thema Frauenrugby und quasi der Wiederaufbau in England. Du hattest ja uns ein bisschen von Sale erzählt, was quasi nicht so weit weg für dich wäre quasi als Mannschaft und hattest da ein bisschen besprochen, dass du da im Kontakt getreten warst und wolltest uns ein kleines Update dazu geben.
8:07 Was ist da inzwischen passiert? Ist da ein Update passiert? Genau. Das war geplant, dass man für Ende Juli sogenannte Einladungstraining stattfinden. Da wurden verschiedene Spielerinnen eingeladen beziehungsweise konnte man sich sozusagen bewerben für diese Trainingseinheiten und dann hätten die diese Trial-Trainings durchgeführt. Aufgrund der Corona-Krise wurden diese Trainings verschoben. Ich habe mit dem Trainer dann, mit dem Trainer war ich schon in Kontakt und er hat mir gesagt, dass diese Einheiten verschoben werden und bisher auf unbestimmte Zeit. Also ich habe weiterhin keine Rückmeldung bekommen, wann diese Trainings nachgeholt werden. Ich glaube, dass Sale aktuell mit Spielern trainiert, die sie jetzt schon unter Vertrag genommen haben.
8:54 Also Sale hat jetzt in den letzten Wochen so gefühlt jeden Tag kommt ein Post, dass die walisische Nationalspielerin gesigned haben, die schottische Nationalspielerin, die irische Nationalspielerin. Also die haben ordentlich eingekauft, da sie jetzt ganz frisch in der ersten englischen Liga mitspielen. Und ich glaube, in dieser Gruppe trainieren die jetzt. eine Freundin von mir hat dort diese Einheit mitgemacht und sie hat von Traum-Facilities gesprochen, dass Sale halt wirklich die besten Bedingungen da hat. Die Frauen trainieren da, wo die Männer auch trainieren, die in der ersten, also in der Premiership spielen. Ja, aber ich glaube dadurch, durch diese Anhaltende Corona-Krise und da nicht so ganz klar ist, wann wieder gespielt werden kann, haben die jetzt so bisher keine Trainings gemacht mit komplett neuen Leuten.
9:38 Deswegen es ist einfach so ein bisschen auf Pause. Mein Kapitel Sale. Okay. Dann fragen wir dich dazu zu einem späteren Zeitpunkt. Donne, wenn ich da irgendwas erfahre, bist du der Allerste, der davon abkommt. Das freut mich. Wir hatten ja im Vorhinein so ein bisschen gesprochen, was wir für Themen für heute Abend haben und du bist so ein Vorreiter in ein paar Sachen und hast so ein paar Themen mitgebracht. vielleicht ist es Thema für den heutigen Podcast so, ja Frauen in Rugby zum Beispiel oder Rugby und Frauen vielleicht zusammen was musst du mit uns besprechen ich hatte das Gefühl, dass jetzt in den letzten Wochen viel in der Frauen-Rugby-Welt los war also zum einen haben sicherlich viele mitbekommen, startete die Debatte um Transgender- Frauen im Rugby.
10:40 Es gab einige Schiedsrichterinnen, die jetzt ihre Debuts im Männerrugby gefeiert haben. Schiedsrichterinnen, die Großspiele der Linien auf der Welt gepfiffen haben. Mir ging es jetzt so, ich weiß nicht, wie es dir ging, Donal, aber mein Feed war das über die letzten fünf Tage, glaube ich, voll mit dem Hashtag I'm Enough. Hast du das auch mitbekommen? Ich habe es nur am Rande mitgenommen mit dem Thema mit den Irland Rugby-Trikots, weil der Aufstatter Canterbury hatte quasi die Jerseys, die Trikots mit Bondi Aki und Connor Murray und so beworben für die Männer. Und dann habe ich das natürlich mitbekommen, dass die Trikots dann für die Frauen, also die Frauenmannschaft, wurden dann quasi Models, hat quasi genutzt.
11:33 Und da war, glaube ich mal, die grundsätzliche Frage, wenn es bei den Männern so klappt mit den Spielern, wieso klappt es nicht mit den Frauen? Also das ist wahrscheinlich das. Und vielmehr habe ich nicht, also das I am enough, da wusste ich nicht, dass es da noch zusammenhängt. Vielleicht kannst du uns erklären, was das bedeutet oder was da zusammenhängt. Ja, die Spielerin der Wasp, das ist auch eine der ersten Liga in England, eine Spielerin Florence Williams, Die hat diese Bilder so gepostet auf Twitter und hat geschrieben, dass einmal dieses Bild, wie du gesagt hast, von irischen Nationalspielern im Trikot und dann auf der anderen Seite Models im Rugby-Trikot. Donal, weißt du, ob das wirklich die aktuellen neuesten Trikots der irischen Nationalmannschaft sind?
12:18 Ja, also es ist ein mega nager neu. Okay, ja. Ich hatte erst gedacht, weil diese Bilder seien auch so ein bisschen oldschool aus, Gerade bei den Frauen, also irgendwie, wenn man auf so einer Seite ist, wo man dann irgendwie alte Trikots noch bestellen kann, aber damit leite ich jetzt die irischen Nationaltrikots, aber wenn das die absolut neuesten Bilder sind, genau, das hatte sie gepostet und hat darauf Aufmerksam gemacht und dass das eine Riesenchance ist, die man dort einfach nicht nutzt. Dass man zum einen nicht nutzt, dass man Frauenspielerinnen genauso wie die Männer zu Vorbildern im Rugby macht. Also so junge Spieler, Die sehen dann dort die irischen Nationalspieler im Trikot, wollen das Trikot haben, aber sehen natürlich dann auch ihre Vorbilder, wie sie halt dort im Internet präsent sind.
13:06 Die Herrenspieler, die machen auch Werbung für sich. Diese Möglichkeit wird den Frauenspielern damit auch nicht gegeben, sondern jemand anders steht da in ihrem Trikot sozusagen und wirkt halt für die Sportart, die sie ausüben, die sie auf dem Platz stehen. Also wenn man dann diese beiden Bilder gesehen hat, von den Models und von den Herrenspielern, ist das natürlich so offensichtlich, wie einfach das nicht fair ist, dass man einfach da die Männer nimmt. Und dann auf der anderen Seite die Frauen und die Florence Williams hat das gepostet und dann kam eine Antwort. Und da wurde gesagt, ja, bei den Männern ist es ja so, die Männer identifizieren sich damit, Die Haare-Spieler sehen ja nun mal schon sehr kräftig aus.
13:53 Und bei den Frauen ist es so, dass es einfach ästhetischer ist, wenn wir da die Models nehmen. Und da ist natürlich dann ein riesen Aufschreiben im Internet passiert, wie man das so sagen kann. Und dadurch kam dieser Hashtag I am enough zustande. Und damit haben die Frauenspielerinnen auf der ganzen Welt sagen wollen, so wie ich bin, bin ich genug und es braucht keine kein Model da zu stehen, um dieses Trikot zu zeigen oder zu zeigen, wie oder für Rugby-Werbung zu machen, sondern nee, wir Frauenspielerinnen reichen dafür absolut aus und ja, wie gesagt also mein Feed, der gefühlt jede Spielerin auf der ganzen Welt hat wirklich halt diese, ein Bild von sich im Rugby-Trikot gepostet mit dem Hashtag I am enough teilweise ja auch mit den Fotos, so diese Vergleichsbilder, hier bin ich als Racktispielerin, dort bin ich aber auf der Party und sehe schicke Macht aus und so kann ich auch aussehen.
14:53 Genau. Ja. Ist schon auf jeden Fall interessant, also quasi zu sehen, also es gibt auch schon ein paar Bilder von so ein paar anderen Clubmannschaften, die Frauen und Männer quasi als Models nutzen, die aber Spieler sind, also quasi eins von den Klubmannschaften. Ferrisons zum Beispiel, die haben da so... Genau, Connor Crogby ist zum Beispiel eine irische Mannschaft. Wenn man diesen Vergleich, was quasi Florence Williams gemacht hat, also mit den Beeren, schon sehr eindeutig, es ist schon eine sehr eindeutige Mäßigkeit, was halt auch dahinter steht. Ja, und die Response, die Antwort von Canterbury war nach den ersten Posts von Florence Williams erst die Antwort aufgrund von Covid haben wir gerade keine Shootings für die Frauen organisieren können.
15:53 Das wirkte auch natürlich dann wieder so ein bisschen wie so eine billige Ausrede, weil dann einen Tag später auch dann so eine Erklärung kam, wir versprechen ab heute, dass wir für alle kommenden Kampagnen so wie Herrenspieler auch die Frauenspielerinnen nutzen und dass unser Postfach immer offen ist für alle Spieler, egal welchen Geschlechts, welcher Rasse, welcher Sexualität und so weiter. Da haben die dann halt absolut erkannt, dass das nicht richtig war. Das hatte nichts mit einem Shooting, was nicht stattgefunden hat, zu tun. Und ja, also ich glaube, das war einfach eine riesen Message und ich glaube, das ist einfach krass zu sehen gerade, wie einfach das Internet immer mehr für solche Sachen genutzt wird.
16:36 Also dieser einfache Hashtag und ein paar tausend Frauen auf der Welt, ich darf halt im Endeffekt jetzt so ein bisschen mehr Gleichheit zu schaffen in solchen Themen. Das ist auf jeden Fall eine schwierige Sache, wenn die halt quasi diesen, also auf jeden Fall einen großen Fauxpas hat machen, also wie die damit umgehen, aber wie du auch sagst, das hat schon ein bisschen schwammig oder billig zu sagen. aber quasi, ich finde es halt super, wenn man, also ich hatte ja natürlich ein bisschen durchgestürbert und sehe quasi, was unter dem Hashtag halt quasi alles ist und ich finde es halt geil, dass viele Leute das dann einfach selber sehen, also anspornen, wirklich einen Post von denen zu sehen oder zu zeigen.
17:19 Hast du auch einen Post von dir gemacht? Ich habe einen Post gemacht für die RKNO3 Berlin Seite. Da habe ich ein Foto gefunden oder ja, wo wir im Endeffekt genau das gleiche gemacht haben vor ein paar Jahren, vor zwei Jahren glaube ich, eine Frauenspielerin auf einem Foto zusammen mit einem Herrenspieler und beide haben das neue Poloshirt von unserem Verein an. Und das Bild wurde einfach im Clubhouse nach dem Training gemacht. Die beiden haben die Sachen anprobiert und die Fotos wurden rumgeschickt, um zu gucken oder um zu zeigen, ey, das ist unser neuer Stash, so können wir in Zukunft aussehen. Und ich dachte mir, dieses Bild ist so passend, weil bei uns das seit vor zwei Jahren entstanden ist und irgendwie auch so gezeigt hat, bei uns wird das schon sehr lange so gesehen, dass Frauen genauso in den Klamotten gezeigt werden können, wie die Männer.
18:08 Und das hat dann auch in Vereinsintern oder auf Facebook und Instagram für sehr gute Reaktionen gesorgt. Alle meinten so, ich sehe hier zwei Models und das ist genau richtig, dass diese beiden oder die Spieler dafür Werbung machen. Was ja auch, wenn man jetzt drüber nachdenkt, natürlich klar, wie Klosbrühe ist. Eine englische Nationalspielerin, Danielle Waterman, und sie hat aber nochmal was Interessantes gesagt. Sie meinte, das ist jetzt, sie findet es trotzdem krass, wie jetzt Canterbury direkt einen Tag später dieses I am enough als deren Kampagne verwendet hat. Also die haben das direkt genutzt. Das war so ein bisschen, glaube ich, was sie schwierig findet, plus diese Message I am enough sagt sie, das ist nicht das, was wir wollen.
18:56 Wir sind nicht genug, wir wollen immer was Besseres, wir wollen immer mehr sein, wir wollen es verbessern und I am enough ist nicht das, wofür ich stehe als Sportlerin. Es ist natürlich dann nochmal so viel weiter gedacht. Findest du das berechtigt, da nochmal ein paar Tiefen, die auch zu äußern? Ich meine, ich fand es sehr interessant, dass wenn man hat quasi, also man muss halt nicht lange suchen unter dem Hashtag, was da quasi direkt kommt. Man sieht tatsächlich, dass also eins von den ersten war wirklich das Bild von Canterbury, die quasi dann versucht, genau wie du es meint hast, trotzdem das Beste rauszuziehen irgendwie. und auf diese Welle so ein bisschen zu reiten, also ob die das losgestürmt haben.
19:34 Also ich finde es von deren Seiten schlau natürlich, den Diskurs zu drehen, aber umgedreht ist es schon ganz schön frech, weil die versuchen quasi ja das einfach so drüber zu mahnen, oder? Also es hat irgendwie... Ja, im Endeffekt schon. Also eigentlich ist es so, als ob diese Problematik um Canterbury nie stattgefunden hat, sondern sie steigen einfach auf, auf diese Welle I am enough und das ist irgendwie sowas Positives eigentlich. Also es ist ja die ganze Rugby-Welt, die Frauen-Rugby-Welt, die pusht sich gerade selber. Also alle Spielerinnen unterstützen sich und zeigen, dass sie stolz sind, Rugby-Spielerinnen zu sind und auf diese Welle steigt einfach Canterbury gerade auf. und irgendwie haben sie jetzt diese negative Publicity komplett positiv für sich nutzen können.
20:25 Und am Ende des Tages, ich weiß nicht, ich würde jetzt auch nicht, also ich finde eigentlich auch dann das gut, dass sie das sofort raffen auch. Also ich weiß jetzt nicht, ob ich sagen würde, okay, ich kaufe jetzt kein Canterbury mehr. Sondern nee, die haben es jetzt verstanden und passen sich da auch an, oder? oder sehe ich das denn sozusagen zu einfach, dass man jetzt da nicht kritischer mit denen umgeht? Ja, also ich würde halt so ein globales Boykott halt nicht ausrufen, aber grundsätzlich sollte man schon schwierig, also man sollte halt, also wie die Leute das auch gesehen haben, als Sprungbrett für was anderes, um wirklich sozusagen Licht da reinzuleuchten, da ist halt schon ein Problem, dass quasi auch das in Unterhaltung geführt werden kann, zu sagen, hey, das, wie quasi das benutzt wird, wie das ganze Thema Frauen, Rugby, beziehungsweise auch die Darstellung in den Medien grundsätzlich wahrscheinlich nicht das Richtige ist.
21:35 Also es ist halt, ich glaube, das ist halt so ein großes Problem. Also da muss man halt sagen, ist es halt irgendwie so der Tip of the Iceberg, also nur Spitze des Eisbergs, oder? Also das ist halt, das ist vielleicht einfach jetzt, wenn das Balance Rollen kommt, zu sagen, hey, dahinter verbergt sich halt noch ein großes Problem, dass grundsätzlich Frauenrugby gibt es halt nur in dem Sinne, weil es Männerrugby gibt. Und ja, wenn die Frauen was machen wollen, sollen sie das auch machen. und so und eigentlich ist das quasi nicht so, wie Frauen das interpretiert wurden. Also ich weiß nicht, wie es in ganz Deutschland zum Beispiel ist, aber viele Vereine oft haben so eine Frauen Mannschaft nur, weil ein paar Frauen sich zusammenstellen wollen und irgendwie auch noch zocken wollen, aber nicht, weil die das quasi antreiben und manche Vereine haben dann andere Abteilungen, also Rugby beziehungsweise Frauenteams wirklich so antreiben und wirklich der Kern oder ein Kern von der Gesamtheit ist.
22:38 Das ist wahrscheinlich so ein großes Problem und das beleuchtet das auch schon. Letzten Endes zu sagen, hey, das ist nicht nur eine Frage des Respektes, dass so Models benutzt werden für Trikots, sondern grundsätzlich, wie ist die Equality innerhalb eines Sports? Also es ist nicht nur so, weißt du, es ist nicht nur ein Sport nur für Männer, es ist wie alle Sportarten, es ist genau von beiden Seiten sein. ich glaube, das sieht man im Fußball auch, es gibt im Frauenfußball auch, also super top Spiele und Spielerinnen sozusagen, und man versucht schon, das gleichzustellen, das ist schon hochwertig, und ich glaube, da diese Balance wahrscheinlich ist die Sache, oder diese Zwischenspiel zwischen Männer-Rugby, Frauen-Rugby, ist halt irgendwie schon eine große Debatte, aber man könnte halt also das ganze Thema als Sprungwert nutzen, und ich glaube, das ist quasi jetzt, wo es in den Medien kommt und in den Zeitungen, vielleicht reden mehr Leute drüber und fragen sich, hey, ist unsere Darstellung das Richtige, wie es gerade ist?
23:44 Ja, bin ich voll bei dir. Das ist ein guter Punkt. Das ist eigentlich so ein bisschen nur die Spitze oder ein kleiner Teil von einem riesen Problem, von einer riesen Debatte, die man großartig im Sport hat, dass Frauen eine andere Rolle spielen als Männer, aber die natürlich dann auch bei uns im Wackpien eine große Rolle spielt und ich sag mal so, da fallen auch mir dann so Sachen ein, wie dass ich jetzt auf die neue Website des RKNO3 gehe und da wird jetzt eine neue Website erstellt und die Startseite ist so ein Image-Video von dem Verein und im Endeffekt spielen ja nur die Männer, die Männermannschaft eine Rolle in dem Video. Da werden wir Frauen gar nicht abgebildet und das sind vielleicht so Beispiele dafür, dass ich glaube in Zukunft hoffentlich, dass dass genau sowas angeregt wird, dass dann in Zukunft die Frauen einfach mehr als, nicht nur als Teil, sondern einfach das absolut genauso zum Sport dazugehören.
24:49 Bei Arjen Robben gab es fast seine ganze Karriere lang Gründe, an ihm zu zweifeln. Der Körper zu verletzungsanfällig, der berühmteste Move zu berechenbar Und nach vergebenen Chancen im WM-Finale 2010 und beim Finale Dahome 2012 schien er auch nicht der Mann für die ganz großen Momente zu sein. Keiner dieser Zweifel war erfunden, nur die Schlussfolgerungen daraus waren falsch, denn Arjen Robben kam trotzdem durch. Und wie? Seine Geschichte jetzt in den 100 Fußballlegenden. Dann, willkommen zurück. Wir sind beim Thema Frauen in Rugby, beziehungsweise in den Medien, die Darstellung, was passiert ist, das ganze Thema mit der Rugby-Trikots. leider ist es Irland gewesen. Das ist für mich ein bisschen schade.
25:43 Wir wollten halt nicht so ein Riesenthema daraus machen, aber wir können es wahrscheinlich auch noch ein bisschen verfolgen, zu sehen, was in den nächsten Wochen noch dazu kommt. Es ist ein sehr, sehr frisches Thema. Du hattest ja, wie wir ganz am Anfang auch noch erwähnt, passend zu unserer Care-Theme von heute. Am Wochenende war es die Leute Premiership Rugby, beziehungsweise Premiership Rugby war das andere, aber eigentlich Super Rugby in Australien geschaut haben, durfte man was Besonderes sehen, oder? Genau, am Wochenende hatte eigentlich etwas stattgefunden, was so bisher noch nie in der Geschichte des Rugbys passiert ist. Und zwar hat eine Frau, die sogenannte Amy Parrott, ein Spiel der Super Rugby gefiffen. Das ist das Spiel zwischen Brumbys und Western Force gewesen. Die Brumbys haben da auch relativ eindeutig gewonnen, so wenn ich mich richtig erinnere. Und damit ist Amy Parrott absolut in die Geschichte des Rugby eingegangen, weil bisher war sie eine der Referee-Assistenten im Super Rugby, aber es hat noch nie eine Frau in dieser Liga ein Spiel komplett gefiffen.
26:52 Amy Parrott ist eigentlich so als, ich kenne sie halt von internationalen Siemer-Spielen, sie hat für die World Series mehr als 100 Spiele gefiffen und hat unter anderem auch das Olympische Finale der Frauen gepfiffen und die 15. WM der Frauen 2014. Also sie ist, sie hat da schon eine Menge erreicht. Sie ist auch Mama, sie hat gleich ein Kind. Und jetzt halt danach das Herrenspiel. Hast du oft schon Spiele gesehen, wo Frauen gepfiffen haben, glaube ich? In der Bundesliga haben wir schon einige gesehen, ja. Also meinst du das oder so im Fernseher? Beides. Aber ja, Also im Fernseher, also in Irland gibt es halt Joy Neville und sie ist halt quasi, genau, war halt selber Spielerin bis vor einigen Jahren und dann ist quasi Assistentin quasi, die hat auf jeden Fall Pro 14 wahrscheinlich, aber glaube ich nur als Assistant. Aber ja, genau, hier in der Bundesliga gibt es oder gab es halt schon einige Frauen, die ich so jetzt bin.
28:03 Es gab eine Zeit lang so ein paar, die quasi die auf jeden Fall immer wieder die Topspiele gepfiffen haben. Ja, bei uns in Deutschland ist es echt nicht was Besonderes mehr eigentlich. Ich würde auch sagen, dass das eigentlich komplett gang und gäbe ist seit Jahren. Joy Neville hat 2017 den Challenge Cup gepfiffen. Das habe ich jemandem notiert. Das ist jetzt auch schon eine Weile her. Das ist jetzt auch nicht international was super Neues. Und dazu kam, dass Sarah Cox, das ist eigentlich auch eine sehr bekannte Frauenschiedsrichterin, hat am Montag, genau gestern, jetzt die Premiership-Spiele in England, die finden ja gerade jetzt auch unter der Woche statt, und sie hat gestern dort ein Spiel gefiffen, und ich bin mir nicht sicher, ob das auch in der Premiership das erste Mal war, dass eine Frau ein Herrenspiel gefiffen hat.
28:54 Erinnerst du dich, ob das das schon mal gegeben hat? Dass eine Frau in der englischen Premiership schon mal gefiffen hat? Ich bin halt nicht so eine Premiership-Pro, aber ich glaube, man hat nicht das, wenn man kann. Ich hatte irgendwie in Erinnerung, dass ich mal was gelesen hatte, dass sie schon mal vor zwei Jahren was gefilfen hat. Aber es kann sein, oder BT Sport hatte jetzt, was ich auf Facebook und so weiter gelesen habe, war Sarah Cox jetzt die erste Frau, die die Premiership gefilfen hat. Aber jedenfalls krass, dass diese beiden Fälle jetzt innerhalb von wenigen Tagen stattfinden. Und das dann irgendwie gleichzeitig auch zur Debatte von I am enough. Also irgendwie passt das alles so zusammen.
29:28 Als ob das irgendwie so getimt war, nur damit wir darüber sprechen könnten. Oder, dass wir so einen richtigen Frauen-Wagby-Thementag machen können. Aber es gibt auf jeden Fall, also ich glaube halt, um das, weil wir gesagt haben, in Deutschland ist es nicht so besonders, also ich glaube halt, ja, ich weiß nicht, man nimmt das so ein bisschen, ich weiß nicht, das Selbstverständliche, aber ich weiß halt nicht. Dass Frauen in Deutschland die Männern aufhalten? Ja, das hat mich irgendwie so nie gewundert oder so, muss ich mal zugeben. Also man meckert, man meckert genauso, also um das kurz zu fassen, Man stimmt genauso über eine Frau, die Schießrichterin, als ein Mann, der Schießrichterin ist. Also beide Mannschaften, wenn es gut läuft, sagen perfekt Superjob und wenn es schlecht läuft, sagen die Scheiße, diese Schießrichterin oder so. Also das ist halt, weiß nicht, also ich muss mal zugeben, jetzt im Nachhinein, wo wir halt jetzt so sprechen, denke ich schon, das ist schon was Besonderes.
30:24 Aber damals dachte ich schon, okay, das sind einfach nur zum Beispiel die Top-Leute, also es waren immer so ein paar Referees, die immer wieder dieselbe waren. Du kennst dich ja auch. Maria Latos. Bei uns jetzt in Deutschland. Ja, aber so grundsätzlich so auch Männer und Frauen. Also es gab immer so wieder dieselben, die quasi ich glaube es gibt so eine wahrscheinlich so eine so eine Prio-Liste, das sind die Top 5 Referees in ganz Deutschland. Und die gehen zu den Topspielen. Also immer wenn es so ein Topspiel war, kam halt so keine Ahnung die Top-Referees dazu, ob das Frau oder Mann war, was keine Ahnung, was immer so und auch so in der Regionalliga, was halt auch oft ist. Und ich muss auch sagen, ich habe auch immer das Gefühl, dass in Deutschland extrem viel im Schiedsrichterbereich in der Ausbildung passiert.
31:20 Und dass, also wenn jetzt eine Frau, Maria Latos, weiß ich, hat die Bundesliga aufgepfiffen, auch in Berlin, zwischen dem Erkanau 3, BRC, das sind knackige Spiele, wo es dann auch jeder Schiedsrichter, jede Schiedsrichterin genauso gleich schwer hat, wie du halt sagst, wer auch immer da dieses Spiel pfeift, der hat einfach schlechte Karten, gerade bei so einem Derby. Aber da sind dann oft auch den Schiedsrichter an der Seite mit dabei, die dann halt direkt Feedback geben. Das wird krass analysiert. Die kriegen krass Feedback in der Halbzeit, genauso wie die Spieler auch. Und das wirkt immer so professionell, finde ich. Es gibt natürlich sicherlich auch mal Spieler bei einer Siemer-Deutschen-Meisterschaft, wo, oder Schiedsrichter bei so größeren Turnieren, wo dann viele gebraucht werden, hast du auch mal jemanden, wo man sich denkt, boah, das wäre jetzt irgendwie nichts und der hat schon echt viel anders gesehen als ich, aber sonst in der Bundesliga, da finde ich das sehr professionell, wie das bei uns abläuft in Deutschland.
32:21 Ja. Aber eine Sache noch, Donne, die mich so ein bisschen an der ganzen Sache stört mit Amy Parrott und Sarah Koch. Dass man das jetzt Easy Tiger, easy. So was hast du natürlich. Dass auch auf Twitter da gesprochen wurde von das ist jetzt hier, natürlich sie hat Geschichte geschrieben und das ist ein Meilenstein ihrer Geschichte und ein Meilenstein im Super Rugby, aber ich habe mir überlegt, wenn ich jetzt die Wahl hätte als Schiedsrichterin, ich pfeife jetzt Brumbies gegen Western Force im Super Rugby oder ich pfeife das Olympische Finale der Frauen oder das WM-Finale der Frauen. Was ist denn jetzt da der Meilenstein? Also, findest du auch, dass da dann für eine Frau... Also meistens hat ein Big Deal gemacht wird, dass sie ein Männerspiel pfeift und nicht so ein Big Deal ist, wenn die so World Cup Final von der Frau pfeift.
33:21 Ja, also ich meine, das ist jetzt natürlich, da hat sich die Geschichte damit geschrieben, aber eigentlich hat sie auch schon viel Größeres erreicht. Ja, wahrscheinlich Ja, man kann es so oder so sehen. Also wahrscheinlich hast du schon recht, dass man nicht so die anderen Sachen minderwertig stellen soll. Andererseits, vielleicht ist es einfach mal in der Reichweite beziehungsweise Zuschauerzahl oder so das ja sagen, dass sehr viele Leute das sehen. Vielleicht liegt das daran? Ich weiß halt nicht. Ja. Super Rugby, ich weiß nicht, gucken jetzt gerade auch nicht so viele Leute. Das ist jetzt auch gerade nicht der heiße Scheiß in der Rugby-Welt. Im Vergleich zur 15er-Frauen-WM 2014 haben wir jetzt noch nicht so...
34:11 Es war wahrscheinlich, die ist jetzt vier Jahre später vielleicht von doppelt so vielen Leuten geschaut, aber auch Olympische Finale der Frauen. Ich meine, das waren sozusagen nach langer, langer Zeit die ersten Olympischen Spiele 2016 zwischen Australien und Neuseeland. Also das war natürlich auch ein Ultramatch. Ja, das stimmt schon. Nee, das stimmt schon. Also, ja, also hast du schon recht. Also dann ist es wirklich nur die Betonung, in der Hinsicht sozusagen eine Frau regiert über diese zwei Männermannschaften. Das ist quasi Big News, dann letzten Endes. Und da haben wir ja gesehen, dass es, ja, Big News ist, aber das gab es halt mal schon. Ja, also ich hatte schon recht, das ist, wahrscheinlich, das ist auch schon, wie es hat die, also wieder zurück zu unserer Thema von vorhin, also einfach die Darstellung von den Sachen, also man sollte das schon eher anzielen, dass es halt nicht so Big News ist, dass man sagt, ja und, Big Deal, also so wie wir hat es ja, wir haben ja einen anderen Vergleich, weil wir ja, wie gesagt, haben in Deutschland das als Normalität gesehen haben und deshalb ist es für uns, wirkt es für uns außergewöhnlich, wenn jemand sagt, boah, krass, eine Frau hat ein Männerspiel hier von zwei richtig krasse Teams halt gepfiffen und wir sagen, naja, okay, das haben wir ja schon vor zehn Jahren gesehen. Ja, genau.
35:37 Wir sind ja schon weiter in Deutschland. Ja, also da aber schon ein interessanter Punkt, wir sollten das mal aufschreiben als Thema für ein anderes Mal auch einfach grundsätzlich. Also das hast du ja auch gesagt, so quasi Ausbildung, Referees, Frauen, Deutschland, also wieso funktioniert das so gut oder wie, also hast du schon recht? Also wo ich jetzt zurückdenke, war es halt schon oft, also hatten wir schon, können wir schon drei, vier Frauen aufzählen, die halt quasi ganz viele Spiele vor uns gefühlt haben. Ja, genau. Was mir da auch nochmal einfällt, auch als Beispiel im Fußball ist das ja nochmal was ganz anderes und also ich weiß nicht, wie es ähm obwohl, nee, da war echt irgendwie, da habe ich einen Fall im Kopf, dass eine Frau ein Spiel gepfiffen hat und das war in den Medien wie bekloppt und es hat irgendwie einmal stattgefunden und das war so das ultra krasse, wo ich mir echt dachte, boah, als ob die alle noch nie eine Frau gesehen haben, die irgendwie ins Spiel falten kann. Weißt du, was ich meine? Das war so krass nochmal irgendwie in den Medien, das wurde so krass gehypt, da sind wir, also ich sage jetzt wir als Rugby Community, schon ein paar Schritte weiter, oder? Also ich weiß nicht, du kennst dich ja also den Fabbox auch für Fußball News.
36:50 Ich weiß nicht, wie du das empfunden hast, aber das Aber wahrscheinlich kann man das halt für viele Sachen sagen. Also zum Beispiel Thema Homosexualität in Rugby ist halt so eine Sache, der schon viel weiter ist als quasi... Im Fußball. Ja, im Fußball, wo man sagt, wurden sich die Leute outen als Fußballer und naja, erst nach deren Karriere und so. Ja, stimmt. Das ist schon... Also ich meine, es gab ja schon einige Fußballer, die schon später gesagt haben, ja okay, weißt du, also ich oute mich jetzt, nachdem meine Karriere vorbei ist oder so. Genau. Aber es gibt halt, im Rugby hat viele Männer, die es halt während der laufenden Laufbahn haben, beziehungsweise auch Teams, die einfach eine schwule Mannschaft oder schwul und mixt und divers und alle also quasi offen sind.
37:44 Genau. Irgendwie so keine Betätigung, also hier in Berlin natürlich. schon vor einigen Jahren die Bruisers. Vielleicht können wir jemanden davon einladen. Auf jeden Fall, ja. Das hat, glaube ich, weitergeschnitten. Das ist der einzige Fall, der mir genau hat eintreten, ist mit Garth Thomas. Der war halt auch schwul, aber hat sich erst nach der Karriere sozusagen geoutet. Der jetzt aber im Nachhinein echt viel macht für die Community. Genau, der hat auch super Schwierigkeiten. Also sein Buch, für die Leute, die zu Hause hören, ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert. Kam hat schon etwas älter, habe ich schon vor einigen Jahren gelesen. Der hatte schon Schwierigkeiten. Wir haben ja hier ihn auch getroffen in Berlin vor ein paar Jahren.
38:29 Der Turnier hat mitgemacht. Ich glaube, das ist einfach Rugby. Ein, zwei Sachen weiter. Da haben wir auch gesagt, in Deutschland vielleicht noch ein, zwei Schritte weiter. Können wir grundsätzlich, hat ich ja gesagt. Und wieso ist es in Fußball? Kann ich auch nicht sagen. Also im Frühstück ist es schon geschlossener, obwohl es schon bestimmt, also ich glaube, das ist halt so ein Thema, das sagen viele, dass es dann bestimmt Leute, die sehr gerne sich outen wurden als openly gay innerhalb des Teams, aber haben bestimmt viel zu viel Angst, das zu machen. Was ich auch heute gelesen habe, ist, dass es manchmal im Vertrag verankert ist. Ich lehne mich jetzt nicht so weit aus dem Fenster, aber kann es sein, dass es manchmal im Vertrag verankert ist, dass die Spieler sich nicht outen dürften, falls sie es wollen würden.
39:22 Eine Frage. Kenne mich nicht aus. Aber ich glaube, es ist wahrscheinlich schwer herauszufinden, was die absoluten Top-Profis dann in Verträgen drin zu stehen haben. Aber das ist natürlich, ich habe das heute, weil ich habe heute sehr viel über die Transgender-Diskussion, die ja auch gerade im Gange ist, gelesen. Und da ist mir das irgendwo vorgekommen. Und das wäre natürlich krass, wenn sowas im Fußball tatsächlich herrscht. Das ist natürlich ja, kann man sich gar nicht vorstellen, wenn man in so einer Rugby-Welt aufwächst, wo alles sehr offen ist, wo wir in Berlin die Berlin Bruisers haben, was eine schwulen Mannschaft ist, wo andere im Vertrag drin zu stehen haben, möglicherweise, dass sie sich nicht ausdürften.
40:04 Aber ja, ich finde es gut, dass wir da beide echt schon so eine Sicht haben für gewisse Sachen, das ist einfach normal, wo bei anderen das irgendwie noch ein Meilenstein ist, wenn ein Frauen-Männer-Spiel pfeifen darf. Ja, also ich glaube, vielleicht hat es viel, also vielleicht hat es viel an der, wo man ist, sozusagen, also dass wir in Berlin wahrscheinlich leben, oder dass du groß geworden bist, ich eher weiter groß geworden bin, dass es quasi der Sicht der Dinge hat ändert, als irgendwo zu bleiben, wo es halt klein und geschlossen ist und alles ist ja fremd. Ja, bestimmt. Wir leben natürlich in einer super toleranten Stadt, wo wir tagtäglich damit zu tun haben. Trotzdem auch in meinem Umfeld kenne ich viele Leute, die jetzt nicht so, nicht alle durch die Bank weg so offen damit umgehen. Es ist ein Kampf, den wir alle so mitkämpfen und vielleicht können wir darauf daraufhin nochmal auf diese weitere Debatte kurz ansprechen um die Transgender-Geschichte.
41:17 Du hast dich jetzt ein bisschen damit auseinandergesetzt. Genau, ja. Vielleicht kann man das einmal kurz runterbrechen. Im Endeffekt ist es so, dass unser World Rugby der Weltverband eine Studie veröffentlicht hat, oder nicht ganz veröffentlicht hat, aber es sind Teile von dieser Studie ans Tageslicht gekommen. Der Guardian hat darüber berichtet, in dem gesagt, wurde, dass wenn Transgender-Frauen zusammen mit Cis-Frauen zusammenspielen, dass die Verletzungsgefahr für Frauen um 30% steigt. Und Transgender-Frauen sind, um es auch nochmal zu erklären, Frauen, die als Männer auf die Welt kommen, aber sich nicht unbedingt mit diesem Geschlecht identifizieren und teilweise sich eigentlich gar keinem Geschlecht zuordnen wollen, gar nicht so festlegen wollen.
42:08 Viele aber natürlich dann auch diesen Weg gehen und sagen, ich sehe mich eher als das Gegengeschlecht. und dann eine Frau werden wollen und eine Frau werden. Und ja, der World Rugby-Verband schlägt vor, dass wir Transgender-Frauen aus dem Rugby, Frauen-Rugby ausschließen, dass es fair ist, gegen Transgender-Frauen zu spielen, da sie vermeintlich, weil sie ursprünglich als ein Mann auf die Welt gekommen sind, stärker sind, größer sind und dadurch hat diese Verletzungsgefahr besteht. Du hast auch von der Diskussion so online mitbekommen und so weiter? Ja, also so ein bisschen gelesen quasi, dass in Wales gab es halt einen, ja also jemand, der als Mann geboren wurde und quasi auch Wales für Wales als Teenager angespielt hatte und dann genau also quasi früh verletzt war und seine Karriere quasi aufgehört hatte und dann hatte sie dann jahrelang irgendwie Probleme mit dem Thema Gender und Identity sozusagen und dann spielt sie jetzt quasi als Frau, also Kelly heißt sie vor und spielt wieder Rugby, also ich habe so nur ein bisschen da drüber gelesen ist halt nicht so grundsätzlich schon schwierig Ja Ist ja der Körper also der Körpergröße und so, ist das schon ein Unterschied? Genau es gibt schon seit sehr vielen Jahren, was ich persönlich nicht wusste, was ich heute jetzt auch so gelesen habe, ist Es gibt schon Richtlinien des Internationalen Olympischen Komitees.
43:44 Da gibt es ganz klare Richtlinien, unter welchen Bedingungen Transgenderfrauen im Sport, bei Olympischen Spielen auch ganz explizit, mitmachen dürfen. Früher musste dafür zum Beispiel auch eine Geschlechtsumwandlung stattgefunden haben. Es mussten die Hormonwerte ganz bestimmte sein, um klar darzustellen, Das wird eher als Frau eingestuft als als Mann. Seit 2015 gilt zum Beispiel, dass gar keine Geschlechtsumwandlung mehr stattgefunden haben muss. Es reicht aus, wenn die Person sich als Frau identifiziert und ein Jahr eine Hormontherapie gemacht hat. Und da ist genau das Problem für den World Rugby Verband, dass trotzdem Gründe, das reicht dem World Rugby Verband nicht aus, er sagt, trotzdem besteht die Gefahr oder ist die Gefahr zu hoch, wenn Transgenderfrauen in normalen Rugby-Frau-Mannschaften spielen.
44:39 Ich würde da tatsächlich sehr, sehr gerne mit einer Frau sprechen, die das vielleicht betrifft. falls sich unter den Hörern jemanden befindet, der jemanden kennt, der in dieser Situation ist, der eine Transgenderfrau ist, die vielleicht Rugby spielt oder eine andere Sportart ausführt, meldet euch gerne bei uns. Ihr könnt uns gerne auf unserer Facebook-Seite Vorpass anschreiben. Weil auch wir beide, wir können uns jetzt darüber unterhalten und jeder hat bestimmt seine Standpunkte, aber eigentlich wäre es mal richtig cool, mit einer Person zu sprechen, die betroffen ist. Wie geht es dir damit? Was hat sie auch für eine Resonanz im Sport? Was bleibt ihre Mannschaft zu der Situation? Fühlt die sich jetzt wirklich unfair behandelt, die Mannschaft?
45:29 Und bei uns in der Mannschaft, muss ich jetzt sagen, war so grundsätzlich, was ich ab und zu so gehört habe, die Woche beim Training, war dann so, die Unterschiede im Rugby sind so oder so so extrem. Also man hat so teilweise so kleine, dünne, leichte Spielerinnen und man hat ganz große, kräftige Spielerinnen und alle spielen in einer Mannschaft und das funktioniert seit Jahren so und ich glaube, die Gefahr ist dann da, oder man sagt, die Verletzungsgefahr ist da durch eine Transgenderfrau, weil die so viel Stärkung schneller ist. Da würde ich gerne mehr erfahren, weil die Studien es da gibt, ob das wirklich der Fall ist, weil ich mir das fast nicht vorstellen könnte. Lass uns mal das auf jeden Fall aufheben, beziehungsweise du bist sowieso auf der Spur halt quasi nach Infos und dann heben wir uns auf für, wenn wir alle so ein bisschen mehr dazu gelesen haben, beziehungsweise auch natürlich, wenn du sagst, dass es jemand da draußen ist, der gerne mit dir nur sprechen will, kann man auf jeden Fall uns kontaktieren und dann verknüpfen wir euch.
46:32 Genau, das wäre super. Und dann glaube ich mal, so langsam muss man mal zu Ende kommen vor heute, weil es ist ja auf jeden Fall spät geworden, aber was auch okay ist. Wir haben so viel zu tun gehabt, so viel zu besprechen, wir haben uns so lange nicht gesprochen. Aber ich bin auf jeden Fall froh, dass du wieder am Start bist und wir können auf jeden Fall nächste Woche dann in der Abwesenheit von Big G auf jeden Fall noch ein geiles Thema anschneiden. Es hat mir auf jeden Fall wieder eine Freude gemacht mit dir durchzusprechen für heute. Geht mir auch so, Donal. Bis nächste Woche. Die Rugby-Welt. ist trotz Corona-Pause im vollen Gang, wie wir mitbekommen. Und ja, wir hören uns nächste Woche mit vielen neuen, weiteren spannenden Themen aus der Rugby-Welt. Super. Vielen Dank für das Zuhören und bis bald bei Vorpass.