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Vorpass · Folge 229

Special Guest heute: Niko Colic, Vorsitzender des Rugby-Bundesligaausschuss

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Heute mal wieder ein Special Guest bei Vorpass. Niko, seines Zeichens seit Mai 2024 im Amt des TBA Vorsitzenden steht heute Rede und Antwort. Was macht er im Ausschuss, wo sieht er die Zukunft der Rugbybundesliga und was treibt ihn persönlich an? Meldet euch unter fragen@vorpass.de, abonniert uns und wenn euch der Podcast gefällt, bewertet uns bei der Plattform eurer Wahl :)

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Transkript

Automatisch erstellt, kann Fehler enthalten. Stand: 02.10.2026. Klick auf eine Zeitmarke spielt die Folge ab dieser Stelle.

0:14 Hallo, willkommen bei Vorpass. Heute ohne Ankel Donal, nur Big G ist hier heute. Die Autumn Nation Series ist vorbei. Ihr habt hoffentlich alle Folgen dazu bei uns gehört, oder die meisten. Aber nicht nur die Autumn Nation Series ist vorbei, sondern auch die Rugby-Bundesliga in Deutschland. Und wir wollen ein bisschen schauen, was in der Rugby-Bundesliga in Deutschland vor sich geht und wie die Zukunft aussieht. Deswegen haben wir uns einen sehr kompetenten Ansprechpartner hier eingeladen, um mit ihm ein bisschen zu quatschen, der uns ein bisschen näher bringen wird, was so in der Rugby-Bundesliga passiert. Herzlich willkommen, Nico. Guten Tag. So, du bist nicht nur Spieler, aktueller Spieler, ehemaliger Spieler, ehemaliger Trainer, aktueller Trainer, sondern auch Rugby-Funktionär.

1:12 Aber lass uns erstmal einsteigen mit der Vergangenheit. Gib uns mal einen kurzen Überblick, wie bist du überhaupt zum Rugby gekommen? Ja, eine ganz interessante Geschichte. Ich habe vorher Fußball gespielt. Ich glaube, jeder kommt irgendwann in Deutschland mit Fußball in Berührung. Ich war Torwart und mein Onkel hatte recht lange an mir gebaggert, mich zum Rugby zu holen. Und dann bin ich mit 15 Jahren zum Rugby rüber gewechselt, was mittlerweile auch schon 20 Jahre her ist. Und das war in Berlin? Das war in Berlin. Das war in Berlin, alles in Berlin. Ich bin Ur-Berliner und habe Berlin auch nie richtig verlassen. Ich wohne seit jeher in Berlin. Und habe auch beim Berliner SV angefangen. Genau.

1:58 Bei verschiedenen Berliner Vereinen in der Bundesliga gespielt und bin jetzt wieder beim BSV gelandet. Genau. Genau. Auch noch als Spieler? Oder ich sehe manchmal auf Fotos, bist du noch so halb verschwitzt drauf? Ja, das ist eine interessante Geschichte. Ich habe vor vier Jahren quasi meine Schuhe am Nagel gehangen. Aufgrund einer Knieverletzung. und Anfang diesen Jahres habe ich mich doch wieder recht gut gefühlt, ein bisschen was nach dem Tank verspürt und war der Meinung, ich könnte doch wieder spielen und bin als Headcoach dann zurückgetreten, um wieder spielen zu können und bin jetzt der Vorwärtscoach und Spieler in der ersten Bundesliga-Mannschaft. Okay, also lange Jahre in der Bundesliga gespielt, in Berlin, so auch als Trainer aktiv.

2:47 Du hast schon eine gewisse Ahnung und hast auch schon Rugby-Bundesliga wohl lange mitgemacht. Wir haben auch beide mal, du hast auch beim RK, glaube ich, gespielt. Ich auch, aber nicht zur selben Zeit, glaube ich. Das ist schon alles graue Vergangenheit. Genau, jetzt kommen wir mal, ich habe eben schon angekündigt, du bist auch Funktionär, komisches Wort. Aber so ist es nun mal. Es gibt ja in Deutschland mehrere Rugby-Vereine und es gibt eine erste Rugby-Bundesliga, Nord und Süd. und es gibt darunter eine zweite Liga mit mehreren Vereinen und es gibt einen Rugby-Bundesliga-Ausschuss, RBA nennt sich das. Was ist dieser RBA, aus wem besteht der, was ist da deine Funktion? Ja, der RBA, jetzt hochtrabender Begriff, ist ein Organ vom DAV.

3:40 Der DAV gliedert sich an mehrere Unterorganisationen, kann man sagen, oder Organe, wenn man es ganz richtig nennen will. Und die haben verschiedene Funktionen. Und der RBA, der Rugby-Bundesliga-Ausschuss, kümmert sich um die Bundesliga. Ist von der Satzung auch dazu befähigt, die Bundesliga eben zu organisieren und Richtlinien zu erlassen. Was heißt die Bundesliga organisieren? Wir erstellen die Spielpläne, auch so simple Sachen wie, wenn eine rote Karte gegeben wird, müssen wir das am Sportgericht weiterleiten, das Verfahren einleiten. Für mich ist das eigentlich der Hauptpunkt und das Entscheidende, die Richtlinien erlassen. Wir als Bundesliga oder RBA, Bundesliga-Ausschuss, haben halt die Möglichkeit, die Bundesliga auch ein bisschen zu entwickeln und auch dort Reize zu setzen, wo man mit der Bundesliga hin möchte.

4:31 Du hast auch, glaube ich, schon gefragt, woraus sich der RBA zusammensetzt. Das ist ein Gremium aus den Bundesligisten. Sprich, jeder Bundesligist hat die Möglichkeit, bei den RBA-Sitzungen teilzunehmen. Und genau, wir tagen zweimal im Jahr, kann man sich vorstellen, als DAT der Bundesligisten und beschließen dann, wie wir die Bundesliga gestalten wollen. Wer sitzt denn noch diesem RBA vor? Also du bist seit, seit wann bist du da aktiv und wer ist da noch dabei? Also ich bin seit Mai dabei. Ich wurde in der RBA-Sitzung im Mai gewählt zum Vorsitzenden und dann haben wir noch drei weitere, die im Vorsitz dabei sind. Das ist einmal für den 7er-Spielbetrieb zuständig der Oliver Gust, für den 15er-Spielbetrieb zuständig der Helmut Kreiger und als Vize haben wir den Sven Neubart noch mit drin.

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5:30 Okay, und du hast eben schon angesprochen, Richtlinien, das heißt Linien, nach denen man sich richten kann. Was sind denn so ein, zwei Richtlinien aus der Vergangenheit? Was gibt es da so, was kann man sich da so vorstellen? Also vom Grundsatz her gibt es derzeit die Bundesliga-Richtlinie, die heißt auch tatsächlich so. Da ist halt festgelegt, wie findet die Bundesliga statt, wer hat ein Heimspiel bei Qualifikationsspielen, wer hat ein Heimspiel bei Playoffs, wie werden die Kosten aufgeteilt. Also so grundsätzliche Verfahrensweisen der Bundesliga sind in dieser Richtlinie festgehalten. Aus meiner Sicht ist es leider die einzige Richtlinie, die wir haben. Ich habe schon die Idee, die ein oder andere weitere Richtlinie einzuführen, um auch der Organisation der Bundesliga weiter und die Regear begreifen zu können.

6:22 Okay, okay. Was ist so, also jetzt aus deinen sechs Monaten, oder beziehungsweise fangen wir mal anders an, was war deine Motivation, dich da überhaupt im Mai zu bewerben? Also was war so der Treiber dahinter oder die Treiber dahinter? Vom Grundsatz her hat es damit angefangen, es gab den Aufruf Bundesliga 2030 im November 2023. Da wurde ein Bundesligisten herangetreten, sich eine Arbeitsgruppe anzuschließen. Wie möchte man die Bundesliga 2030 entwickelt haben oder wie stellt man sich diese vor? Und als Head Coach vom BSV hat mich diese Nachricht auch erreicht. aber ich habe sie erhalten und habe mich dann gemeldet und wollte dieser Kommission beiwohnen und auch meine Ideen mit einbringen. Und ja, im Rahmen dieser Kommission wurden dann Konzepte ausgearbeitet und ich habe mich da dann recht tief reingearbeitet.

7:24 Und es gibt auch ein Konzept, was das Bundesliga Reload heißt, was quasi in diesem Zusammenhang entstanden ist. Und das hatte ich dann im RBA im März vorgestellt. Also da gab es eine RBA-Sitzung und da hatte ich das vorgestellt. Und am Anschluss wurde ich gefragt, ob ich dann nicht den RBA-Vorsitz machen wolle. Und nach ein bisschen Bedenkzeit dachte ich, naja, wie kann man so ein Konzept besser umsetzen, als wenn man selber Vorsitzender wäre. Und habe mich dann eben bei der nächsten RBA-Sitzung, als der Vorsitzende neu gewählt wurde, zur Wahl gestellt. Okay, kannst du uns mal so einen Abriss geben, was da in diesen Konzepten oder dem Konzept, was da so drin steht für den Otto-Normalbürger, für den normalen Rugby-Fan, was runtergebrochen auf einfache Sachen?

8:20 Ich sage mal so, das Konzept hat einen Umfang von 50 Seiten. Also kurz zusammenfassen wird recht schwierig, aber vom Grundsatz her geht es darum, wie ist der RBA strukturiert? Sprich, welche Möglichkeiten gibt es überhaupt, die Bundesliga zu erweitern oder beziehungsweise zu verbessern, optimieren? Und darauf zielt das Konzept ab. Und im Ergebnis kommt man, wenn man sich mit den ganzen Satzungen beschäftigt, schon dazu, dass die Bundesliga gegebenenfalls in den E.V. ausgegründet werden könnte. Das ist ein Teil dieses Konzeptes, damit man halt agiler sein kann, in seinen Entscheidungen schneller Entscheidungen treffen kann, ein bisschen unabhängiger vom Verband. Nichtsdestotrotz so ein Bundesliga E.V., ich will jetzt niemanden erschrecken, dass man die Bundesliga jetzt irgendwie komplett rausholt, ist immer verbunden mit einer Kooperationsvereinbarung mit dem Verband. Also das ist nichts, was dann eigenständig komplett wäre. Die Idee ist schon, dass man mit dem Verband zusammenarbeitet, aber halt in seinen Strukturen schneller und bessere Entscheidungen treffen kann.

9:24 Das Konzept geht dann halt noch viel weiter. Wie kann man diesen Bundesliga-EV dann aufbauen und im weiteren Schritt halt eine Professionalisierung der Liga herbeiführen. Auch bevor jetzt irgendwie im Kopf die Idee kommt, okay, wir führen diesen Bundesliga-EV ein und nächstes Jahr sind wir alle professionell. Das Konzept ist auf zehn Jahre angelegt, also sprich ein recht langer Zeitraum, wo man dann peu à peu mit kleinen Entscheidungen Ziele erreicht, einzelne Meilensteine erreicht, um dann die Bundesliga weiter zu entwickeln. Denkst du, also offensichtlich denkst du, dass das positiv ist und man auch einen Unterschied machen kann? Du hast es eben schon angesprochen, also man will schneller entscheiden.

10:15 Hast du das Gefühl, dass manchmal alles etwas träge ist in Deutschland oder bei den Rugby-Vereinen? Manche agiler, ich komme halt auch aus der Software-Entwicklung, deswegen weiß ich ganz gut, was das heißt. Also würdest du dir wünschen, oder glaubst du, Rugby Deutschland wäre weiter, wenn man etwas agiler unterwegs wäre? Vom Grundsatz her glaube ich das nicht. Das muss man in diesem Fall speziell betrachten. Die Bundesliga ist ja daran gebunden, vielleicht erkläre ich nochmal, wie der RBA Entscheidungen trifft. Der RBA ist dazu befähigt, eben Richtlinien zu erlassen. Richtlinien sind in der Rechtsprechung an dritter Stelle. Wir haben Ordnung dazwischen und darüber steht zum Beispiel unsere Satzung.

11:02 Und es gibt Entscheidungen, die wir im RBA treffen, wie zum Beispiel die Bundesliga-Reform. Wir wollen die Liga reformieren, ein neues Spielsystem haben, eine eingleisende Bundesliga. Und diese Entscheidung haben wir zwar im RBA getroffen als Bundesligisten, müssen sie aber durch den DRT validieren lassen. Oder beziehungsweise der DRT muss dem zustimmen. Der DRT ist die Gesamtversammlung des Deutschen Rugby-Verbandes. Und das führt natürlich dazu, dass man recht frühzeitig solche Entscheidungen vorbereiten muss. Und wenn man sich jetzt überlegt, wir haben im Mai die Entscheidung getroffen, wir möchten gerne die Bundesliga-Reform durchführen. Danach mussten sie beim nächsten RBA einen DRT-Antrag vorbereiten, der von den Mitgliedern abgestimmt wurde. Das muss dann in den DRT und der DRT beschließt dann die Bundesliga-Reform.

11:58 Wenn man sich jetzt überlegt, das in Zeiträume zu packen, muss man so eine Bundesliga-Reform mindestens ein Jahr vorher planen. Das ist Minimum. Ich gehe eher davon aus, dass man fast zwei Jahre braucht, um sowas da richtig umzusetzen. Wenn man jetzt ein Bundesliga e.V. hätte, hätte man in seiner Sitzung beschließen können, wir ändern das Spielsystem der Bundesliga und könnte halt jetzt schon anfangen, die Arbeit zu Beginn dieser Umstrukturierung der Bundesliga. Wir warten jetzt gerade auf den DRT, der leider verschoben wurde, und auf das Ergebnis vom DRT, ob wir im nächsten Jahr eine eingleisige Bundesliga haben oder nicht. Und ich denke, hier würde so ein agileres Handeln helfen. Im Gegenzug dazu denke ich aber schon, dass der Gesamtverband, so wieder organisiert ist, mit dem DHT und den Entscheidungsträgern, die dann bei den Mitgliedern oder die Entscheidung, die bei den Mitgliedern liegen, schon richtig ist.

12:57 Deshalb sehe ich das gespalten. Grundsätzlich agiler und alle Kontrollinstanzen wegnehmen. Nein, bei der Bundesliga den Vereinen die Möglichkeit der Organisation zu geben, weil sie näher dran sind, weil sie wissen, was sie tun. Ja. Weil man halt will, dass Vereine, die in der Bundesliga spielen und auch spielen werden, die sollen selber entscheiden und wahrscheinlich können auch selber, die können auch schneller dann entscheiden. Nun ist aber die Frage, also du hast offensichtlich ja eine Mehrheit für deinen Vorschlag bekommen. Diese Bundesliga-Reform, wenn wir jetzt mal dem Spielmodus zuwenden, was für die Leute, die es nicht kennen, was soll denn, was ist denn die Idee, was ab nächster Saison in der Rugby-Bundesliga in der ersten und zweiten Liga passieren soll?

13:43 Genau, also wir hatten letztendlich zwei Vorschläge auf dem Tisch. Der eine wäre weiterhin eine zweigleisige Liga, wo man aber auch über Kreuz spielt. Sprich, man würde einmal gegen jede Mannschaft aus dem Süden spielen als Nord-Team und umgekehrt als Süd-Team einmal gegen jede Nord-Mannschaft und innerhalb seiner Nord- und Südliga hätte man eine Hin- und Rückgründe. Das war der eine Vorschlag, der ist nicht durchgekommen. Gewonnen hat der zweite Vorschlag, also wir hatten wirklich auch eine Kampfabstimmung im RBA, eine eingleisige Bundesliga mit zehn Mannschaften. Es gab auch den Vorschlag einer erst eingleisigen Bundesliga mit acht Mannschaften. Der wurde auch abgewählt. Und am Ende des Tages ist es ein Weg zurück zu den Wurzeln, kann man sagen.

14:29 Die eingleisige Bundesliga mit zehn Mannschaften gab es schon mal. Und es wird halt eine Bundesliga geben mit zehn Mannschaften. und darunter zwei zweite Ligen, die aus einer Nord-Ost- und einer Süd-West-Staffel bestehen. Wo siehst du die Vorteile? Die Vorteile, und das war eigentlich auch das Kernargument, warum eine Bundesliga-Reform notwendig ist, Wir haben grob 140 Vereine in Deutschland und hatten mit dem jetzigen Spielsystem aus zwei ersten Ligen mit acht Mannschaften und vier zweiten Ligen mit acht Mannschaften ein riesiges Gewicht an Vereinen, die in der Bundesliga spielen. Was natürlich auch dazu führt, dass qualitativ schwächere Teams in der Bundesliga spielen und wir auch eben durch diese schwächeren Teams hier und da mal ein Spiel abgesagt wurde oder halt auch sehr große Ergebnisdifferenzen hatten, also irgendwie über 100 Punkte Ergebnisse.

15:41 Und die Idee ist es eben, diese Spitze zu verkleinern und dadurch ein kleineres Leistungsgefälle zu erhalten und eben auch den Druck aus der Regionalliga zu erhöhen, sprich Mannschaften in der Regionalliga zu haben, die Bundesliga spielen wollen. Was wir derzeit haben und derzeit auch sehen, ist, wollen viele Mannschaften aus der Regionalliga gar nicht erst aufsteigen. Zum Beispiel in der Nordliga? Vor allem in der Nordliga, deshalb spielt die auch nur mit vier Teams derzeit. Und so fehlt natürlich auch der Entwicklungsdruck auf die Bundesligisten, die drinbleiben wollen. Die können halt, jeder bleibt drin, wenn er drinbleiben möchte. Und ich finde, so eine Bundesliga sollte schon dem Leistungsprinzip folgen und eben kein Wunschkonzert sein. Ich möchte gern drinbleiben und bleib dann in der Bundesliga, sondern da sollte halt auch irgendwo ein Leistungsdruck hinterstehen.

16:30 Im Kern stimme ich dir dazu, in der Theorie, auf dem Papier. Sagen wir mal so, Nico, überfordert man damit nicht Amateurvereine in Deutschland, sagen wir mal, also in einer eingleisigen ersten Liga? Ich meine, da wird es auch bestimmt Kritiker gegeben haben. Ein Kritikpunkt wird immer sein, ich als Spieler müsste dann theoretisch von Hamburg nach München auf einen Samstag. Was halt bedeutet, du musst, heißt entweder super skurrile Abfahrtzeiten oder du musst dir drei Tage oder zwei Tage das Wochenende blocken, plus du hast vielleicht auch noch ein bisschen mehr zusätzliche Kosten. Also was würde man Amateurspielern, also ich saß ja selber in der RBA-Sitzung am Mai und ich weiß halt noch, glaube ich, ein Vertreter aus Hannover meinte halt so, naja, wenn Leute Erste Bundesliga spielen wollen und auch sagen wollen, sie spielen Erste Bundesliga, dann müssen sie das halt in Kauf nehmen.

17:28 Das kann man natürlich als jemand, der nicht mehr spielt, recht einfach sagen. Aber wie ist das, also was würdest du da, würdest du sagen, Amateurspieler, ja, also ihr müsst halt dann, ihr könnt nicht nur einmal die Woche trainieren und kein Preseason haben und irgendwie nur mal so 50 Kilometer auswärts fahren, ihr müsst das halt durchhalten. Hat man da nicht die Gefahr, dass zu viele Leute dann abspringen? Ich stimme dir absolut zu und ich glaube auch, dass es eine große Belastung für die Spieler sein wird und ich habe es ja selber schon mal mitgemacht, wie du gesagt hast ich habe ja länger 1. Bundesliga gespielt und ich habe so ziemlich alle Spielsysteme mitgemacht und habe das am eigenen Leib schon erfahren Ich finde die Position schwierig zu sagen hey, wenn du 1. Bundesliga spielen willst dann musst du das so machen Wir als Verein und auch als Funktionäre vom DRV sind auch irgendwo gefragt, diese Rahmenbedingungen zu schaffen, dass das auch leistbar ist.

18:33 Meine innere Präferenz wäre auch immer dieses Spielsystem gewesen mit zwei Ligen. Damit hätte man die Fahrtwege kürzer gehalten und hätte eben weniger Spiele gehabt. Aber am Ende des Tages entscheide ich nicht, sondern ich bringe Vorschläge. Ich erarbeite Vorschläge für die Bundesligisten und die Bundesligisten entscheiden das am Ende. und sicherlich, wenn man sich professionalisieren möchte und das ist ja irgendwo dieser Gedanke, der immer wieder im Raum steht, muss man halt auch vielleicht mal einen schmerzhaften Weg gehen und die Bundesligisten haben sich jetzt entschieden, diesen zu gehen und das heißt ja am Ende des Tages nicht, dass wir das nicht vielleicht auch nochmal optimieren können.

19:17 Jetzt davon auszugehen, das ist jetzt der Wurf und da wird nie wieder eine Änderung dran passieren, wäre, glaube ich, ein bisschen blauäugig. Ich finde, man muss da auch mit einem gewissen Selbstbewusstsein rangehen, dass das die richtige Entscheidung ist. Gleichzeitig aber auch nicht immer wieder evaluieren und schauen, funktioniert das so, wie wir uns das vorgestellt haben, oder müssen wir vielleicht nochmal irgendwo ran. Ja klar, wenn man nie was ändert, wird sich auch nichts ändern. Blöder Satz, aber wenn man nichts verändert, dann wird sich auch am Ergebnis nichts ändern. Das stimmt schon. Die zweite Liga ist dann ja auch betroffen und ich wahrscheinlich auch als Spieler und oder Trainer oder auch als Funktionär vom Rugby Club Unterföhring.

20:03 Es würde ja bedeuten, dass in der zweiten Liga die besten 3, 4, 5 sich qualifizieren werden für eine dann zweigleisige zweite Liga mit den schlechtesten in Anführungen oder mit den schlecht platziertesten aus der ersten Bundesligasaison. Also ich habe auch schon mit einigen Leuten diskutiert. Ich denke nicht, dass die Fahrzeiten groß sich ändern werden. Und ich denke auch, wenn man zweite Liga spielen will, dann muss man es halt auch mal einmal im Jahr oder zweimal im Jahr im Wochenende in Kauf nehmen, dass man auch ein bisschen weiter wegfährt. Also wir haben jetzt schon auch... Am Ende des Tages heißt es ja auch Bundesliga. Wie bitte? Am Ende des Tages heißt es ja auch Bundesliga. Und Bundesliga heißt ja auch oder hat so einen gewissen Kontext von bundesweit.

20:51 Und ich sehe das ähnlich wie du. Nichtsdestotrotz verstehe ich diese Gedanken in der ersten und eingleisigen Bundesliga, wo man dann halt jedes zweite Wochenende eine lange Fahrt hat, dass das natürlich belastend ist für einen Amateursportler. Okay, es hängt aber, du hast es schon erwähnt, es hängt alles. Jetzt ist dieser DRT, da war ich selber noch nie, Der wird Ende März am 22. in Heidelberg stattfinden. Der wurde verschoben. Da wird sowieso noch mal final abgestimmt. Da kommt es dann darauf an, welche Vereine sind da und wie werden die abstimmen. Das wird wahrscheinlich ein sehr langer Tag. Da werden noch eine Menge andere Sachen besprochen, denke ich mal. Also aus der Vergangenheit weiß ich so.

21:31 Wir werden schauen, was da passieren wird. Lassen Sie uns mal zurück auf die Bundesliga-Richtlinie und generell Bundesliga als Produkt, wenn man es überhaupt so nennen kann, kommen, was ist da so deine Vision, was sind deine Wünsche, was sind deine Vorschläge? Ich meine, du bist nicht alleine, es sind ja am Ende die Vereine, ihr wollt den Vereinen helfen, aber was, genau, was siehst du so in der Zukunft, was ist dein Wunschtraum, sage ich mal so? Also vom Grundsatz her, du hast eigentlich schon das richtige Wort in den Mund genommen, was ist der Wert der Bundesliga derzeit, müssen wir uns alle klar machen, die Bundesliga hat keinen großen Wert. Tatsächlich im Kontext gesehen, in der Sportlandschaft Deutschland.

22:17 Und wenn man sich die Berichterstattung anguckt, ist in den geringsten Fällen irgendwo zu lesen, wer Deutscher Meister am Racken geworden ist. Und mein Wunsch ist es schon, die mediale Aufmerksamkeit zu erhöhen und vor allem auch der Bundesliga einen Wert zu geben. Einen Wert, der am Ende vielleicht auch dann dazu führt, dass wir Sponsoren für Sponsoren interessant werden, die dann unsere unseren Weg mit unterstützen und dann eben die Bundesliga weiterentwickeln. Was sind so Gedanken, die ich mir gemacht habe und was man so alles machen kann, wenn man sich mal die Bundesliga anguckt und vor allem die Medien auftritt, sind wir quasi nicht existent. Und ich arbeite gerade mit einer kleineren Gruppe dran, eine Bundesliga-Website ins Leben zu rufen, wenn man sich die großen Ligen in Europa anguckt.

23:01 Jeder hat eine eigene Website. Von daher dachte ich, fangen wir vielleicht mal damit an. Eine zweite Sache, die wir gerade ins Leben gerufen haben, ist, dass die Vereine Videos miteinander austauschen. Videomaterial von Bundesligaspielen zu finden, war nicht so einfach in der Vergangenheit. Wir haben es jetzt eingeführt, dass es ein Sheet gibt, also ein Google-Sheet. Natürlich alles recht rudimentär und wir sind noch am Anfang. Aber jeder Verein kann da einen Link eintragen, wo man das Video von seinen Spielen sehen kann. Das ist quasi der erste Schritt, um einmal zu evaluieren, wer nimmt überhaupt die Spiele auf. Wir haben es gleich den Vereinen zur Verfügung gestellt mit dem Gedanken, okay, die Vereine können sich gegenseitig anschauen und können sich auf die Spiele vorbereiten.

23:45 Sprich, wir können auch was dafür tun, dass die Spiele besser werden. Vieles ist aber jetzt mit dieser Evaluierung und wir haben gesehen, dass von den 16 Bundesligisten ich glaube 14 Videomaterial zur Verfügung stellen, dass wir schauen, dass wir vielleicht diese Videos auch dann auf einer Plattform zur Verfügung stellen, wo auch jemand von außerhalb sich die Videos angucken kann. Ich habe jetzt diesen Link zu diesem Sheet bewusst nicht groß verteilt, weil ich hatte Sorge, dass diese Links dann verschwinden, weil dann jemand da drin rumkommiert, der sich damit nie auskennt und wollte den Kreis erstmal klein halten. Aber Ziel ist es in der Rückrunde, alle Videos öffentlich zur Verfügung zu stellen.

24:27 Wir wissen noch nicht ganz, mit welchem System wir das machen wollen, Aber Ziel ist es auf jeden Fall eben, diese Videos zur Verfügung zu stellen und jedem die Möglichkeit zu geben, sich Bundesliga-Rugby anzugucken. Was auch parallel schon läuft, Social Media. Wir haben den Instagram-Account jetzt übernommen, zusammen mit dem Paul Williams. Der hatte ja Rugby in Germany hieß, glaube ich, sein Channel. Hatte er, mir ist aufgefallen, mit dem Content, den er produziert hat, habe ich ihn einfach angesprochen, ob er nicht Lust hätte, das auch für die Bundesliga zu tun. Das macht er, glaube ich, gerade sehr erfolgreich. Die Followerzahlen sind ein bisschen hochgegangen und das ist, glaube ich, schon mal ein schöner Ausblick und es gibt auch noch viele Ideen, was wir mit diesem Social Media Kanal in Zukunft machen können.

25:16 Try of the Year oder Try of the Week, also so eine Sachen sind auch schon quasi gedanklich da. Also sprich, es geht hauptsächlich darum, die Aufmerksamkeit in die Bundesliga zu erhöhen. Okay, sehr gut, sehr gut. Alles verstanden. Was würdest du denn, was, wenn jetzt Leute mit dir gekommen und sagen, hey Nico, ja, alles schöne Ideen und Visionen, aber wie Helmut Schmidt gesagt hat, wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen. alles läuft hier hier sollte sich nichts ändern alles läuft ganz gut bisher und du erzählst viel, aber du hast ja bisher noch gar nichts geleistet in deinen sechs Monaten und du musst erstmal liefern und am besten lassen wir alles so wie es ist was würdest du da wie würdest du damit umgehen, wenn das jemand sagen würde? Also vom Grundsatz her bin ich offen für Kritik, jeder der irgendwie Kritik da an den Sachen äußert, die ich tue, da freue ich mich eigentlich eher darüber mit demjenigen in den Austausch zu gehen und gerne diese Meinung auch zu hören und auch die Argumente, die dahinter stehen.

26:25 Ich sage mal so, die Bundesligisten haben ja ein klares Bild in ihrem Votum in den letzten RBAs gegeben, dass sie nicht möchten, dass die Sachen so bleiben, wie sie sind. Und da wir hier auch demokratisch organisiert sind, denke ich, dass die Mehrheit entscheiden sollte, in welche Richtung wir gehen. Und wenn einer der Meinung ist, dass das alles so bleiben soll, dann muss er halt seine Mehrheiten irgendwie generieren und dann kann er natürlich auch in den RBA-Sitzungen sich wählen lassen und dann sein Votum reinholen, dass alles so bleiben soll, wie es ist. Aber derzeit ist eine große Mehrheit der Vereine dafür, dass wir was verändern, dass wir positive Entwicklungen anstreben und es sind auch einige Dinge schon passiert. Es gab zum Beispiel Trainersymposien und Verbandssymposien.

27:05 Das ist ein bisschen von dem Gedanken getrieben. Ich kann mir in meinem Stil-Kämmerlein natürlich überlegen, was ist alles super für die Bundesliga. Aber am Ende des Tages haben wir Trainer, haben wir Vereinsfunktionäre, die diese Entscheidung irgendwie tragen müssen. Und da war die Idee mit diesen Symposien, sich die Probleme anzuhören, sich anzuhören, in welche Richtung wollen die Trainer gehen, in welche Richtung wollen die Vereine gehen, um daraufhin dann Vorschläge zu erarbeiten für den RBA und Entwicklungen anzuregen, die wir gemeinschaftlich anstreben. Und eben nicht die große Niko-Entwicklung, sondern eben die Bundesliga-Entwicklung. Das ist so ein bisschen der Gedanke dahinter. Was jetzt gerade läuft, vielleicht auch, um mal zu erzählen, was so gerade auch läuft.

27:51 Es gibt so einen Expert-Kurs, da haben wir uns von Line-Out-Lab den Peter O'Donnell reingeholt. ehemaliger Coach von irischen Nationalmannschaften, der sich der Gasse verschrieben hat und haben für kleines Geld in einem großen Paket für die Bundesligisten, teilweise auch die Regionalligisten, die sich dann gemeldet haben, einen Fortbildungskurs zur Gasse angeboten. Und ich denke, das sind so Wege, mit denen wir das weiterentwickeln können. Aber wie gesagt, wenn jemand eine Kritik hat, ich freue mich, ruft mich an, wir können gerne über alles sprechen, ich höre mir die Argumente an und wie gesagt, hoffe, dass man dann auch sogar diese Kritik nehmen kann und seine Konzepte integrieren kann und weiter erweitern kann. Je mehr wir auf unser Boot kriegen, desto besser.

28:40 Okay, okay, das hört sich alles gut an Eine Frage bzw. ein paar Fragen habe ich noch Lass uns mal, das ist jetzt eine andere Metadiskussion vielleicht, aber Thema Jugendentwicklung wurde nämlich auch besprochen beim RBA Ich kann mich noch an einen Vorschlag von Handschussheim erinnern, also erstmal generell Jugendentwicklung, es gibt glaube ich gerade 5 oder 6 U18 Mannschaften in Deutschland, davon sind glaube ich 3 oder 4 Spielgemeinschaften. Also ich glaube, die einzigen ist wahrscheinlich gerade Frankfurt und noch eine andere Mannschaft, die eine alleinige U18 hat, im Land von 82, 83 Millionen Menschen. Bei der U16 sieht es vielleicht noch ein bisschen besser aus. Ich glaube, da gibt es zwölf Mannschaften in drei verschiedenen Ligen.

29:27 Aber ich meine, wie will man denn, wenn man jetzt mal auf Nationalmannschaftsebene schaut, wie will man überhaupt Spieler ausbilden? Du brauchst mit Mitte 20 ja nicht groß anfangen. also da wird es, also Ausnahmen bestätigen die Regel, klar, aber Mitte 20 wirst du nicht die super Rugby-Spieler wahrscheinlich mehr herausbilden können, also gibt es da auch Konzepte, Ideen, Normen, Richtlinien, wo der RBA Einfluss draufnehmen kann, sind es die Vereine, aber sind die Vereine sich dann nicht noch mehr uneins, wenn es um Jugendentwicklung geht, Stichwort auch jugendliche Spieler wegnehmen vom einen Verein zum anderen, Also ich sage mal so, vom Grundsatz her ist ja die U18 eigentlich das Bild von dem, was wir vor zehn Jahren gemacht haben.

30:14 Einen Jugendspieler, den du entwickelst, den holst du dir eigentlich in der U8 rein, in der U6 und fängst an, den in deinem Verein zu halten, zu entwickeln. Und da können wir halt sehen, was wir vor zehn Jahren gemacht haben. Das ist zumindest mein Bild auf die Lage. Wenn ich mir jetzt die Lizenzbedienung oder die eingereichten Lizenzen anschaue, haben viele Vereine zwischen U6 und U10 die Lizenzbedienung erfüllt und viele Jugendmannschaften. Dazu gibt es ja auch die Veröffentlichung zu der Lizenzvergabe und da ist ja auch eine Tabelle, die recht offensichtlich macht, welche Jugendbereiche wir besetzt haben und welche wir nicht besetzt haben. Ich teile absolut deinen Pessimismus für die Nationalmannschaft, wenn wir uns die Jugend angucken.

30:55 Nichtsdestotrotz ist es was, wenn wir es heute anpacken, wie eben das Bild in zehn Jahren sieht, aus meiner Sicht. Und es gibt halt viele Möglichkeiten und Ideen, die man anregen kann. Der TSV Hanschusheim hat beim letzten RWA den Vorschlag eingebracht, ein Scoring-System einzuführen, dass wir den Spielern ein Score geben, je nachdem, wo sie ausgebildet wurden. Spieler, die im Ausland ausgebildet wurden, würden einen Score von zwei kriegen. Spieler, die im eigenen Verein ausgebildet wurden, kriegen einen Score von minus eins. Am Ende des Tages darf die Mannschaft, die in der Bundesliga aufgestellt wurde, einen Gesamtscore von einer bestimmten Zahl nicht überschreiten. Ich denke, wir haben uns darauf geeinigt, dass es die Zahl 20 ist.

31:40 Auch dieser Antrag muss nochmal durch den DRT. Aber vom Grunde her würde dies den Druck auf die Bundesligisten natürlich erhöhen, Jugendspieler zu entwickeln, um eben diesen Score in der eigenen Mannschaft gering zu halten. Das sind Sachen, die die Bundesliga machen kann. Ich hatte ja am Anfang gesagt, wir haben ja in der V-Organe, es gibt auch ein Organ Deutsche Rackley-Jugend, die wird von Matthias Bechte geleitet. Dort finden eben die Entscheidungen statt, wie können wir die Jugend weiterentwickeln. Meine Aufgabe als RBA-Vorsitzender ist ja eben nicht nur Vorsitzender zu sein, sondern auch im Präsidium von Rackley-Deutschland. Und da sitzen wir auch regelmäßig zusammen und diskutieren solche Themen.

32:18 Und da du es gerade ansprichst, ich hatte erst gestern eine Idee, wie man vielleicht auch die Entwicklung der Jugend vorantreiben kann und eben auch den ehrenamtlich Tätigen in den Vereinen die Arbeit erleichtern kann. Man hat die gestern mal ins Präsidium geschossen, also sprich ist noch gar nicht großartig diskutiert worden, aber ein Verbands-Jugend-Coach, der Trainingspläne schreibt, sprich jede Woche werden zwei Trainingspläne für die Jahrgänge U6 bis U14 veröffentlicht, sehr detailliert ausgearbeitet mit Videokonzepten, wie das Training zu laufen hat und dann können sich die Trainer eben dieser Trainingspläne bedienen und eben das Training auf dem Platz durchführen. Sie müssen halt eben sich nicht neben der Arbeit Gedanken machen, was sie für ein Training machen, sie müssen sich keinen langfristigen Plan für ihre Mannschaft machen.

33:07 Klar, es gibt dazu auch Kritikpunkte, was ist mit der individuellen Entwicklung, aber wenn wir ehrlich sind, in den Jahrgängen U8, U10, U12 geht es ja hauptsächlich darum, Rugby-Spieler auszubilden und eben nicht quasi irgendwelche großen taktischen Systeme zu spielen. Das sind so kleine Ideen von meiner Seite, die ich immer wieder einbringe. Aber der große Part, eben die Jugend zu entwickeln, liegt halt bei der DAJ. Und da würde ich auch ungerne jetzt als Bundesliga eben vorschreiben, was sie zu tun haben. Ja, ich bin ein bisschen überrascht. Ich weiß jetzt nicht, ob es überhaupt... also ich bin jetzt nicht im Jugendbereich bei uns so involviert. Ich dachte immer, es würde schon etwas geben, so wie in anderen Ländern, dass man sagt, naja, in der U, nachdem ein Kind mit der U14 fertig ist, muss es diese Fertigkeiten haben.

33:55 Und mit der U12 muss es diese Fertigkeiten haben. Und um dahin zu kommen, wenn man jetzt ein Kind in einem Zwei-Jahres-Rhythmus drinnen hat, muss im Training A, B, C, D, E gemacht werden. Also das kenne ich jetzt noch nicht. Die Konzeption gibt es, meines Wissens von Colin Janna ausgearbeitet. Aber die Idee ist ja, oder diese Idee, die ich jetzt mitbekommen habe, kommt aus Argentinien. In Argentinien haben die Vereine sich so jemanden im Verein angestellt. Sprich, sie haben sich einen Trainer im Verein angestellt, der eben die Jugend von U6 bis U14 betreut und die Trainingspläne für die Trainer schreibt. Und sich dann halt auch die Trainings anguckt und die Trainer weiter fortbildet. Mein Gedanke ging jetzt dahin, okay, haben wir diese Ressourcen in jedem Verein, so einen Trainingsplan zu stellen? Eher nicht.

34:45 Haben wir das vielleicht im Verband? Können wir das vielleicht im Verband stemmen? Vielleicht. Sprich, lasst uns doch vielleicht groß anfangen, also sprich breit, einer, der für alle Vereine so einen Trainingsplan schreibt, mit einer Befristung vielleicht auch, um dem Verein den Mehrwert näher zu bringen und dann in dem Verein das Bewusstsein wachsen zu lassen, dass so ein Jugendkoordinator wichtig ist, dass er viele Aufgaben übernehmen kann oder vielleicht auch mal zu zeigen, was er für Aufgaben benennen kann. Aber wie gesagt, das ist eine recht frische Idee, noch nicht groß drüber nachgedacht, aber das war so ein Ding zum Beispiel, um zu zeigen, wie wir auch im Präsidium immer mal wieder Ideen einbringen und auch dann diskutieren.

35:27 Okay, okay, danke, danke, verstanden. Nico, wir sind jetzt schon über eine halbe Stunde drüber. Willst du noch irgendwas loswerden? Brennt dir irgendwas unter den Fingernägeln? Vom Grundsatz her denke ich, haben wir die großen Bereiche des RBAs angetastet. Wie gesagt, das, was ich vorhin gesagt habe, wenn es jemanden gibt, der Kritik hat, der Ideen hat, kann er sich jederzeit bei mir melden. Meine E-Mail-Adresse liegt auf der Website und ich freue mich über jeden Input, den wir kriegen und auch über jeden Helfer, wenn jemand Interesse hat, sich im RMBA zu engagieren. Es gibt viel zu tun, es gibt viele Möglichkeiten, sich einzubringen und wenn das jemand machen möchte, sei es im Social-Media-Bereich, sei es im Rahmen der Konzeption einer Website, als Redakteur, der dann Berichte auf dieser Website veröffentlicht und, und, und.

36:24 Und es gibt Tonnen an Aufgaben, die wir haben. Wenn da jemand Bock drauf hat, kann er sich gerne melden. Sehr gut. Die Leute sollten ja in der Lage sein, selbstständig zu googeln. Danke dir, Nico. Mal sehen, wann wir in ein, zwei, drei, fünf Jahren in einer Retrospektive zurückschauen. Mal sehen, was im März passiert bei diesem Deutschen Rugby-Tag und was da entschieden wird, wie letztendlich die Weichen gestellt werden von den Anwesenden. Ich bin selber gespannt. Ja, ich muss mal schauen, wie ich mich engagieren kann, weil neben Spielen und Vereinsarbeit und Trainerarbeit, wie du auch, du bist auch unter viel Last. Es ist nicht einfach, es bleibt immer an wenigen hängen. Aber nun gut, ansonsten bringt man Rugby, glaube ich, nicht mehr vorwärts in Deutschland.

37:16 Ja, danke, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer. Schaut mehr Rugby auf jeden Fall. nicht nur die Six Nations, sondern More Than Sports TV, zeigt auch European Champions Cup und Premiership, glaube ich. Also, dass die Rugby Knowledge hochgeht, ist auch wichtig und das geht auch meistens, wenn man vernünftig Spiele guckt. Ja, Nico, danke dir und wir sehen uns vielleicht im März. Ja, sehr wahrscheinlich, ich bin da. Bis dann bei Vopass. Brian Jones, Gründer der Rolling Stones, liegt tot in seinem Swimmingpool. Offiziell ist es ein Unglücksfall, doch dann tauchen Zweifel auf. Neue Aussagen, ein Mordverdacht und Jahrzehnte später sogar ein angebliches Geständnis. Plötzlich scheint klar zu sein, was in dieser Nacht passiert ist.

38:09 Nur gibt's da ein Problem. Je genauer die Geschichte wird, desto weniger lässt sich davon wirklich beweisen. Brian Jones, die Wahrheit versinkt im Pool jetzt bei Tatort Musik überall, wo es Podcasts gibt.