Special Guest heute: Christian Spiller, Ressortleiter Sport bei ZEIT ONLINE
Vorpass hat wieder keine Kosten und Mühen gescheut. Bei ZEIT ONLINE wurde Ende Oktober der Artikel "Was habe ich 41 Jahre ohne Rugby gemacht?" veröffentlicht. Wir haben mit dem Auto Christian Spieler, Ressortleiter Sport bei ZEIT ONLINE über den Artikel gesprochen. Wie ist es dazu gekommen, dass er nach Paris gefahren ist? Was waren seine Eindrücke vor Ort? Was braucht es damit Rugby in Deutschland Fuß fassen kann und was ist passiert als er schauen wollte wo denn in Deutschland Rugby gespielt wird? Vielen Dank für deine Zeit Christian! Meldet euch unter fragen@vorpass.de, abonniert uns und wenn euch der Podcast gefällt, bewertet uns bei der Plattform eurer Wahl :)
Folg uns bei Spotify oder Apple Podcasts und lass eine Bewertung da. So finden mehr Leute zum Rugby.
Transkript
Automatisch erstellt, kann Fehler enthalten. Stand: 02.10.2026. Klick auf eine Zeitmarke spielt die Folge ab dieser Stelle.
0:13 Hallo und herzlich willkommen zu unserer sehr, sehr special Podcast-Ausgabe mit Christian Spiller von Zeit.de. Also Christian hatte im Oktober, also Ende Oktober, den Beitrag geschrieben, was habe ich 41 Jahre ohne Rugby gemacht? Und wir haben ihn eingeladen, weil wir fanden das natürlich einen wunderschönen Artikel und haben mit ihm darüber gesprochen und natürlich, wie es entstanden ist. Und Big G und ich haben ihn auf jeden Fall ordentlich mit Fragen gelöchert, oder? Ressortleiter Sport bei Zeit Online. Der verdient damit wirklich sein Geld. Sehr schön. Ja, gibt uns gute Einblicke als Außenstehender, sowohl über das Spiel England-Südafrika, über das er auch den Artikel geschrieben hat. Und wir sprechen über seine Wahrnehmung von Rugby in Deutschland. Ja, und viel Spaß beim Zuhören. Viel Spaß.
1:14 Wir haben einen sehr special guest heute Abend bei uns, Christian Spiller, also von Zeit. Christian, du hattest einen sehr, sehr schönen Beitrag geschrieben im Herbst über den Rugby-WM und ich habe dir es schon vorab gesagt, aber es hat auf jeden Fall eine riesengroße, positive Welle ausgeschlagen in der Rugby-Community. Also erstmal dafür vielen Dank und vielen Dank, dass du heute hier bist. Ich glaube, die Frage, wer uns einfach so hängen geblieben ist, ist staunst du immer noch und wie fandest du das Halbfinale-Spiel, weil damit hast du jetzt deinen Beitrag zusammen zu Ende geschrieben. Ja, erstmal vielen Dank für die warmen Worte. Freut mich, wenn Menschen den Text lesen und auch gut finden, hätte ich gar nicht so erwartet bei diesem Thema, aber das hängt ja auch damit zusammen, mit dem Zusammenbruch, worüber wir heute noch reden und warum das vielleicht bei mir dann eher unerwartet irgendwie größer und erfolgreicher wurde, als ich dachte.
2:11 Genau, der Text endet mit der Frage, wie fand ich es? Ja, und naja, ich hoffe natürlich, dass man das dem Text irgendwie anliest, wie es fand, nämlich ziemlich cool, ehrlich gesagt. Also zum einen natürlich, was die Atmosphäre angeht. Also ich bin einer, der für den ist, wenn es um Sport geht, das drumherum mindestens genauso erzählenswert und gerade wenn man es eher so auch aus Fan-Perspektive oder Zuschauer-Perspektive sieht, mindestens genauso wichtig, das, was drumherum ist, wie das, was tatsächlich dann auf dem Platz passiert. Und das fand ich schon sehr, sehr beeindruckend. Also ich habe es ja geschrieben, dass da alle durcheinander sitzen, die Fans bunt zusammengewürfelt und dass sich da zwar ein wenig geneckt wird, aber alle irgendwie cool sind, obwohl reichlich Alkohol im Spiel war, weil ja die Engländer mit am Start waren.
3:06 Also dass da dann nichts passiert, sondern alle irgendwie so dieses Gentleman's Agreement in sich zu tragen scheinen, dass man irgendwie zusammen den eigenen Sport feiert. Das fand ich wirklich sehr, sehr beeindruckend, weil ich das auch natürlich vom Fußball, wo ich dann sehr oft bin, ganz anders kenne. Und dann natürlich das Spiel an sich, also diese Mischung aus Härte und Eleganz, das Rauhe und das Schnelle, wie sich das so zusammenfügt und so was ganz Neues kreiert, was es so in der Form vielleicht auch gar nicht woanders gibt in einem anderen Sport, also mir fiel keiner ein, wo diese zwei vermeintlichen Gegensätze eigentlich so zusammenkommen und was Neues kreieren, das fand ich echt, fand ich, also rundherum echt ein richtig cooles Erlebnis, so muss ich wirklich sagen.
3:49 Ja, wir fanden auf jeden Fall, also beziehungsweise, als ich das gelesen hatte, fand ich cool, diese Perspektive, was wir da reingebracht haben, dass einfach so dieses fremden Blick auf die Sachen, die wir sozusagen da selbstverständlich hat, neben und Stadionatmosphäre, ich war auch in der Stade France, ist es auch allein schon nur da zu sein. Das war auf jeden Fall sehr speziell. Es kommt natürlich in der Beitrag so ein bisschen raus, aber du hattest vorher absolut nie Rugby gehört, also nie das Wort gehört oder irgendwie Sport oder irgendwo am Rande mitgehört oder wie waren deine Begegnungen davor überhaupt? Also als Sportjournalist war es glaube ich ganz schlimm, wenn ich das Wort Rugby noch nie gehört hätte vorher. Aber tatsächlich waren meine Berufspunkte doch irgendwie überschaubar. Also ich muss ganz ehrlich sein, am meisten mit Rugby verbinde ich Asterix bei den Briten, wo sie da dieses Festchen Zauberplan irgendwie versuchen vor den Horden zu retten.
4:50 Und ansonsten waren es halt vor allem die beiden Freunde, Malcolm und David, mit denen ich schon ab und zu mal im Urlaub war und dort immer mal wieder ein Rugby-Spiel sehen musste. So hat es sich am Anfang angefühlt, aber dann später dann irgendwie auch durfte. also ich wusste nicht so super viel ich kann natürlich so die, worum es grundsätzlich geht, das wusste ich natürlich, dass man irgendwie dieses Ei dann da hinten in diese Zone legen muss, dann gibt es Punkte und dass man das auch durch die Stangen treten kann, das gibt Punkte und die beiden haben dann so am Fernseher auch versucht mir dann zu erklären ja guck mal das ist ein Gedränge das passiert, wenn das und das geschieht und das ist Einwurf und da gibt es einen Penalty Kick Aber ehrlich gesagt, so richtig erschlossen hat sich das mir nicht.
Ganzes Transkript lesen (35 weitere Abschnitte)
5:37 Und muss man ganz ehrlich sagen, auch bis heute nicht so. Das ist schon ein sehr feines Regelwerk, ein sehr komplexes Regelwerk, glaube ich. Was es natürlich dann so ein bisschen schade macht, weil es natürlich ein bisschen was von diesem Sportgenuss auch wegnimmt, wenn man nicht so richtig versteht, warum jetzt die Entscheidung so ist, wie sie ist und warum jetzt dieser Penalty Kick, der ja in diesem Spiel auch am Ende, ja das Spiel entschieden hat und extrem wichtig war. Das habe ich natürlich, muss ich dann auch zugeben, im Stadion gar nicht so richtig erfasst, sondern wurde mir erst im Nachhinein klar, dass jetzt in dieser Sekunde wahrscheinlich dieses Spiel entschieden wird durch diesen Tritt.
6:17 Aber das ist ja auch cool an einem Sport, dass man sich dann da so ein bisschen reinnerden kann. Und ich bin total bereit dafür, ein bisschen was zu investieren, um dann am Ende klüger zu sein. Habe ich Bock drauf, auf jeden Fall. Hier hast du auf jeden Fall zwei Leuten gefunden, die das auf jeden Fall unter die Armen greifen könnten. Du hast auch so ein bisschen erwähnt, dieses Panel am Ende natürlich, also wir wissen auch nicht so genau, warum es halt immer so ist. Wie war es für dich dann so in dem Moment, du hattest schon Tendenz eher so, warst du für England wahrscheinlich in dem Spiel, aber warst du für dich so ein emotionaler Rollercoaster oder warst du relativ so zurückhaltend oder hast du einfach so, indem du auch vielleicht einfach mitgefiebert hast, so sehr tief drin sehr schnell oder war es für dich überschaubar?
7:07 Ich war ehrlich gesagt die ganze Zeit fast nur am Staunen und hatte gar nicht so richtig Zeit, mir zu überlegen, für wen ich jetzt eigentlich bin. Also ich war natürlich so ein bisschen biased, weil meine beiden Freunde halt irgendwie aus England kommen und die haben mir dann auch so ein englisches Trikot irgendwie übergezogen, so in der U-Bahn vorher noch. Und es war aber kalt, das heißt, ich hatte eine Jacke drüber, man hat das nicht sofort gesehen. War richtiges Scheißwetter übrigens, kann ich mal sagen. Aber ich stelle mir trotzdem cool. Und ich hatte das Gefühl, es waren noch ein bisschen mehr englische Fans da als südafrikanische irgendwie und die waren alle ein bisschen lustiger drauf, dann auch vor allen Dingen auch im Laufe des Spiels, weil es ja für sie schon überraschender war, dass es für sie lange so gut lief.
7:49 Wir haben ja gar nichts erwartet, deswegen waren sie immer so ein bisschen oben auf, quasi bis kurz vor Schluss, ja. Und deswegen muss ich schon sagen, dass ich so ein bisschen dann eher verenglernd war, man ist ja auch immer so ein bisschen für die Außenseiter. Man will ja, man drückt ja den Kleinen die Daumen. Und ja, deswegen fand ich das am Ende dann schon irgendwie schade, dass das dann nicht geklappt wird für England, aber so wie ich das beurteilen konnte, war das jetzt auch nicht komplett unverdient, was dann am Ende noch passiert ist. Haben deine beiden Kollegen die Niederlage mittlerweile verdaut? Haben die da nochmal in der Retro alles haben ihr das Revue passieren lassen. Sie haben das verdaut, also der Verdauungsprozess, da haben Pints geholfen. Wir standen dann tatsächlich in Belouchis, das ist so ein Irish Pub in Paris, standen wir rum, kennt ihr vielleicht auch.
8:41 Kennt ihr leider. Am Garde Nord, genau. Und ja, da hat dann Alkohol tatsächlich geholfen bei der Verarbeitung und ich glaube mittlerweile sind sie drüber hinweg. Aber Aber das war schon, ich muss wirklich sagen, so habe ich die beiden dann doch noch nie erlebt, weil wirklich diese Fallhöhe von, wir haben keine Chance zu, wir stehen kurz davor, hier die große Sensation zu schaffen und dann doch wieder zurückzufallen auf, hat doch nicht geklappt. Das war für die beiden auf jeden Fall genau diese emotionale Achterbahnfahrt, die man erstmal verkraften muss, glaube ich. Genau, das hattest du, glaube ich, auch im Artikel geschrieben. Hätte man 40 zu 5 zurückgelegen in der 60. Minute, dann wäre es vollkommen egal gewesen.
9:25 Aber dadurch, dass man vorne lag, hatte man die Hoffnung, die Emotionen waren da, der Glaube war da und die Enttäuschung, die Fallhöhe, wie du sagst, ist riesengroß. Wie ist denn überhaupt, als du zu diesem Spiel gefahren bist oder die Tickets sogar schon davor für einen horrenden Preis wahrscheinlich geholt hast, hattest du da schon drüber nachgedacht, einen Artikel zu schreiben oder ist das dann erst danach entstanden oder wie war da der Prozess? Nee, ich wusste schon, dass wenn ich da hinfahre, dass ich darüber schreiben möchte und so ein bisschen habe ich aus der Not eine Tugend gemacht, weil normalerweise als Journalist akkreditiert man sich ja für so ein Spiel und sitzt dann schön auf der Pressetribüne und schreibt dann so ein sportliches Ding.
10:11 Da war ich halt einfach zu spät dran, weil ich diese Veranstaltung nicht auf dem Schirm hatte, Da war die Frist abgelaufen und die einzige Chance, quasi nach dem Stadion zu kommen, war über so eine Ticketplattform, dessen Namen ich noch nie gehört habe tatsächlich vorher, die aber am Ende doch seriös war, wie sich herausgelegt. Ticombo oder so ähnlich, ja keine Werbung, egal. Das ist so ein Viagogo-Ableger, glaube ich, in unseren Ländern relativ groß. das heißt, ich habe dann überlegt, okay du bist da quasi, du sitzt da irgendwie fast ganz oben unterm Dach, hast eh nicht viel Access zu Spielern oder Trainern dann drehst du das Ganze doch einfach vom Kopf auf die Füße und schreibst halt so einen sehr subjektiven Text, weil du eh nicht so viel Ahnung vom Markley hast wie man das sozusagen als Zuschauer sieht und ich glaube, dass das tatsächlich auch der richtige Ansatz war, denn ich glaube, wenn ich so einen ganz normalen Spielbericht schrieben hätte, dann hätte das A, mich fachlich dann doch irgendwie überfordert und B, glaube ich, hätte der Artikel dann auch nicht so viel Anklang gefunden, weil eben diese Perspektive, in meine Perspektive konnten sich sehr, sehr viele deutsche Sportinteressierte hineinversetzen, die eben mit genauso wenig Vorwissen wie ich aber mit doch genauso viel Lust eben auf diesen Sport gucken und das hat dann irgendwie am Ende alles ganz gut gepasst.
11:32 Ja, das war schon dieses charmantes Weg, dass du, wie du sagst, nicht so ein Artikel, wie jemand sitzt und schreibt 80 Minuten, was jede zwei Minuten passiert ist, sondern einfach so dieses Rundumblick. und ich glaube, dass es hat, also wir hatten ja gesehen, 174 Kommentaren waren bei dem Artikel, also da einen Beitrag sozusagen drin und wir haben von verschiedenen Leuten darüber gehört, über verschiedenen Ecken. Also es war nicht, dass wir irgendwie Leute nachgefragt haben, sondern es kam quasi auf uns zu dann letzten Endes und ich fand einfach so diese Perspektive, so diese lockerer Art und Weise, so wie so ein Tagebuch quasi ins Stadion reinzugehen und das Ganze mitzunehmen, weil das ist das, was uns quasi begeistert und wie ich vorhin gesagt hatte, diesen Blick von, okay, was ist denn Straftwitter und so, das kennen wir auch, wenn wir Leuten erklären, aber dass du halt einfach so selber so auch sagst, dass du halt irgendwie so fest warst, wow, krass, das hat mich irgendwie so ein bisschen heiß gemacht und Will hat so darüber bestimmt halt mehr wissen.
12:31 Es ist natürlich immer die Gefahr, dass man sich völlig blamiert mit sowas, ne? Deswegen meine Frage an euch, war irgendwas falsch eigentlich? Nee, nicht, dass ich wüsste. Also wäre da irgendwas, red flag gewesen, dann hätten wir das, glaube ich, schon auf die Agenda gesetzt. Ich habe mich nie eingeladen. Und grammatikalisch können wir beide sowieso wenig dazu sagen. Ich fand einfach grundsätzlich, was bei uns und der Grund, warum ich so ein bisschen heiß war, auf sich irgendwie zusammenzustoßen oder mit dir zu sprechen, war, hat einfach grundsätzlich dieses Resonanz, die wir halt so gespürt haben, grundsätzlich. Ein bisschen für uns hat George schon ein bisschen gefragt, aber so wie ist es halt quasi, wenn du das als Job hast und merkst, okay, das ist halt so ein bisschen so ein Randsport, wir können das einfach akzeptieren, aber wie ist es das intern mit deinen Kollegen oder mit deinen Vorgesetzten oder wie immer, ist es halt so, sagen sie, hä, darüber wirst du irgendwie so ein Artikel schreiben, also stoßt du da auf Widerstand irgendwie oder sagen sie Leute, du darfst halt eh machen, was du willst oder Hauptsache es halt schön.
13:40 Du bist ja, noch eine Frage, du bist ja Resortleiter Sport bei Zeit Online, aber du hast ja auch nochmal einen Chef über dir, oder? Also irgendwer muss da vielleicht auch nochmal eine Freigabe erstellen, oder? Wie kommen die, da kommst du an und sagst, ja, ich habe als Zuschauer würde ich gerne hier über das Rugby-Semifinale schreiben und dann werden dann sagen, was will der Rugby-Semifinale? Wo in welchem Land? Von was redet der Mensch denn? Ja, also ehrlich gesagt, sind wir im Sportressort und ich dann als Ressortleiter dann auch so frei, dann mehr oder weniger selbst zu entscheiden, wo wir jetzt hinfahren und wie wir das jetzt aufziehen. Ich kann mir überlegen, ob ich das irgendwie noch eine höhere Ebene weitergereicht habe vorab.
14:22 Ich glaube nicht. Die kriegen halt einfach die Rechnung dann, weißt du, und die bezahlen es dann. Hoffentlich nicht die wahre Rechnung, aber sonst aller. Also, nee, ich habe das, also wir hatten das mit meinen Kollegen vorab schon auf dem Schirm, das Turnier, weil einer meiner direkten Kollegen, der Nico, der hatte ein halbes Jahr, glaube ich, irgendwie in Irland mal studiert und ist dort so ein bisschen auf Rugby gestoßen und hat immer wieder mal gesagt, Leute, da findet bald diese WM statt und lasst uns doch mal überlegen, was wir da machen. Ich habe ihn dann, glaube ich, so ein bisschen überrumpelt. Tut mir auch leid, Nico, hier nochmal offiziell, dass ich dann da hinfahre. War eher so eine Impulsentscheidung.
15:05 könnte auch Alkohol im Spiel gewesen sein. Aber wir haben das Thema auf dem Schirm, aber natürlich sind so Sportarten wie Rugby für uns immer nur relevant, wenn es irgendwie ein großes Ereignis gibt. Also im Alltag spielt das für uns natürlich dann doch keine Rolle. Und da ist aber Rugby nicht alleine. Das trifft auf sehr viele Sportarten zu, wenn nicht sogar auf fast alle außer Fußball. Das muss man einfach so hart sagen. Deutschland ist einfach ein Fußballland. Das ist eine krasse Monokultur, die hier herrscht, die ich selbst auch nicht gut finde, weil viele andere Sportarten wirklich Mühe haben, sich durchzusetzen, was Aufmerksamkeit und am Ende ja auch Geld angeht. Also bei uns kommt Fußball, dann Fußball, dann Fußball, dann kommt lange nichts, dann kommt nochmal Fußball und dann geht es irgendwie mit anderen Sachen los.
15:59 Und das ist in anderen Ländern nicht so krass und das finde ich eigentlich nicht gut. so. Nächstes trotz ist da natürlich immer so ein bisschen die Frage, Henne-Ei, ist bei uns Fußball so gut, weil wir so viel, oder so populär, weil wir so viel drüber berichten oder berichten wir so viel drüber, weil es so populär ist? Man kann sich da als Medium natürlich auch nicht komplett rausnehmen, aber wir nehmen uns schon sozusagen die Freiheit, uns dann auch so eine Sache zu gönnen und zu sagen, selbst wenn das jetzt nur fünf Leute gelesen hätten, wäre uns das trotzdem wichtig gewesen, einfach mal im Sinne der Vielfalt des Sports einfach mal zu zeigen, dass es dann auch andere Sachen gibt, die Menschen in anderen Teilen der Welt extrem begeistern und vielleicht eher dann auch hier den einen oder anderen.
16:38 Das ist schon unser Anspruch, den wir haben. Ja, also da hast du es so ein bisschen schon angeschnitten, wo meine Frage hat, so ein bisschen hingeht. Auch wenn du sagst, fünf Leute hätten es geschrieben, jetzt viel mehr haben es geschrieben, aber jetzt, nachdem du dich quasi ein bisschen mit der Rugby-Welt beschäftigt hast und du hast ein bisschen gesehen, was da draußen ist. Also wie, also schockiert ist wahrscheinlich, dass es falsche wurde, aber wie war deine Reaktion wahrscheinlich, nachdem du das geschrieben hattest und dann hast du dich bestimmt irgendwie geschaut, wie ist Rugby in Deutschland? Also wie war es für dich dann, sich mit Rugby in Deutschland zu beschäftigen oder hattest du dich damit beschäftigt?
17:21 Und ja, wie war so ein bisschen dein Realitätscheck dann in Deutschland? Oh krass, das bedeutet das hier. Ja, das war sehr ernüchternd, to be honest. Also natürlich ist man dann so ein bisschen heiß und denkt, oh, würde ich gerne mehr sehen und dann habe ich tatsächlich Rugby Bundesliga gegoogelt. Ich habe gesehen, dass es auch zwei Teams in Berlin gibt und dachte, oh, ist ja cool. Guck mal, wann die spielen. und dann bin ich auf den Online-Spielplan gekommen und da steht immer noch, ich habe gerade mal geguckt, immer noch heute, dass am 1. Juli 2023 das Finale der Deutschen Meisterschaft ansteht. Da habe ich gedacht, das ist ja interessant. Da muss ich hin. War aber wahrscheinlich schon. Und das ist dann halt, das geht natürlich nicht.
18:07 Also wenn du wirklich Leute gewinnen willst und irgendwie begeistern willst, dann musst du was die Infrastruktur angeht dann halt so aufgestellt sind, dass sowas irgendwie nicht passiert. Ich kann mir schon vorstellen, warum das passiert, weil einfach keine Kohle drinsteckt im Sport oder sich niemand so richtig dahinter klemmen möchte. Aber, also ich sag mal, für mich war es halt blöd. Ja. Du könntest halt nicht irgendwie auf den Zug herrsprechen, weil du gesagt hast, hey, der Rude dahin ist so groß. Weil selbst die Dresine kaputt, das war nicht mein Zug. Da stand eine Dresine rum, aber mit nur drei Rädern irgendwie. Das ist eine gute Metapher. Wie meinst du denn, also aus deiner Sicht als Sport-Ressortleiter, was braucht es denn in Deutschland?
19:03 Du hast es schon angesprochen, wir haben Fußball, Fußball ist Fußball, Fußball anstelle 5 und ich denke auch Rugby steht gar nicht im Wettbewerb mit Fußball, sondern Rugby steht im Wettbewerb mit 30 anderen Sportarten. Und das fängt dann bei Handball, Basketball ganz oben an, die alle mediale Aufmerksamkeit haben wollen, auch zu Recht, weil die auch alle super was leisten, sowohl im Profi- als auch im Amateurbereich. Aber irgendwann kommt Rugby in der Hackordnung dann anstelle 30. Und jetzt haben wir aber American Football in Deutschland, was halt auch ein, naja, es ist Rugby entstanden, es ist irgendwo vergleichbar, vergleichbarer als Handball. die jetzt sehr viel investieren hier anscheinend, NFL in Deutschland.
19:41 Und was meinst du denn aus deiner Sport-Zeitungsbrillensicht, was benötigt es in Deutschland, damit so etwas eine Sportart wie Rugby wirklich Fuß fassen kann? Also du hast schon gesagt, die Dresine müsste schon mal stehen, aber wie viel Show brauchen wir, wie viel Event brauchen wir, wie viel, naja, ich sage mal so, meine Arbeitskollegen, die kommen jetzt vielleicht, gehen ins Stadion, die müssen das Spiel ja nicht 100% verstehen, werden sie auch nie, selbst wir nicht. Aber was braucht man, um eine breite Masse mal ins Stadion oder zum Spiel zu locken? Ja, schwierig zu sagen. Ich glaube, am einfachsten wäre es natürlich, man hat irgendwie eine Mannschaft, im Idealfall eine Nationalmannschaft, die hier und da für Furore sorgt.
20:24 Aber auch da ist wieder diese Henne-Ei-Frage, wo soll die herkommen, wenn in dem Sport kaum Aufmerksamkeit und kein Geld steckt? Deswegen ist das gar nicht so einfach zu beantworten. Also mich wundert, oder mich wundert er nicht, aber ich sehe diesen American Football Hype zum Beispiel in Deutschland sehr, sehr kritisch. Ich kann das nicht so ganz nachvollziehen. Vor allem, wenn man diese beiden Sportarten nebeneinander stellt, ist für mich Rugby die wesentlich coolere, erdigere, zu Deutschland viel passendere Sportart irgendwie. Also mich wird immer total geflasht, wenn ich auch so Fußballfans auf einmal American Football abfeiern sehe. Fußballfans, die sonst so mega kommerzkritisch unterwegs sind und sagen, wir wollen keine Investoren, bla bla bla und Dietmar Hopp raus und so.
21:18 und dann aber diese, wirklich die kommerziellste Liga, die es eigentlich gibt auf der Welt mit Ownern, die auch politisch hier und da mal schwierig unterwegs sind, so hängungslos abfeiern. Also das ist so eine kognitive Dissonanz, die verstehe ich so gar nicht irgendwie. Und auch das Spiel an sich ist irgendwie, ja, also mich packt es überhaupt nicht so im Gegensatz zu Rugby, das mich sehr gepackt hat. Aber ist ja auch irgendwie klar, wo das herkommt. Das kommt halt aus den USA, ist dort ein Riesending, es steckt unglaublich viel Geld drin und mit diesem Schwung kann man natürlich hier viel, viel leichter Fuß fassen und auch mit diesem Stempel, das ist so ein cooler Lifestyle, auf die Fresse US-Sport.
22:01 Das ist natürlich irgendwie dann doch nochmal anschlussfähiger, glaube ich, bei jungen Leuten, als so ein bisschen dieses Rugby-Image ist ja auch schon auch noch so ein bisschen so privat, schulig, edel, ein bisschen snobby. Also das steckt schon auch noch mit drin. Ich finde das ganz charmant, ehrlich gesagt, irgendwie, aber ich kann schon auch Leute verstehen, die das ein bisschen zu schnöselig finden. Aber ich glaube, ja, am Ende bräuchte es mal irgendwie, und sei es nur ein geiler deutscher Spieler, der irgendwie für Furore sorgt. Einzelne Stars, ja. Genau, ich hatte tatsächlich für den Text auch mit Anton Segner, heißt der glaube ich, vorab mal telefoniert. Und das war super interessant, auch ein cooler Typ, aber dann schon halt auch bezeichnend, dass so jemand wie er sozusagen den beste deutschen Spieler Deutschland verlassen muss, um sozusagen seinen Traum, Rugby-Profi zu sein, in einem anderen Land verwirklichen zu können.
23:03 Das ist halt sehr, sehr schade und wir haben dann auch drüber geredet, naja, wie könntest du denn ein Teil des Rugby-Wandels in Deutschland sein? Er sagt, naja, wäre er natürlich aber gerne, aber ist auch schwierig anscheinend gerade so. hab da leider keine abschließende Antwort drauf, aber würde mir wünschen, dass da was passiert. Wie seht ihr denn das? Also das würde mich jetzt, wahrscheinlich habt ihr das hier in diesem Podcast schon tausendmal euren Hörerinnen und Hörern erzählt, aber wenn wir uns schon mal sprechen, sag doch mal. Also ich glaube, dass du so ein paar Punkte schon angeschnitten hattest, also die, die uns schon bekannt sind, also zum einen dieses Geld-Thema, also ist das eine, aber das andere wäre sozusagen auch ohne das Geld, was man halt machen kann, zum Beispiel eine ordentliche Website, ordentliche Termine, ordentlich hat, zugänglich machen, dass wenn du sagst, man geht auf Google und sucht nach was, man sieht halt keinen Terminplan und das steht halt fest. Und allein schon da haben wir auch, also da eins von den Vereinen Berlin, mein Verein, haben wir auch Schwierigkeiten damit, dass es sagen, ja, auf dem aktuellsten Standart bleibt beziehungsweise, dass es halt easy to find ist.
24:08 Also die Zugänglichkeit, das hat das eine und wahrscheinlich vielleicht einfach das Gesamtpaket hat. Also ich glaube, wo wir halt immer Erfolg hatten, als Verein zum Beispiel aus der Sicht, war, dass wir hat, das Rugby war halt ein Teil davon, aber das familiäre Strom herum, Grillstand, keine Ahnung, Tombler, ganz viele Sachen, also das eher so ein Day Out war sozusagen und ich glaube, und das hört sich halt banal an, aber es müsste halt so dort eher so anfangen, weil man catcht halt so die Kinder nicht in der Zeitung, Also da sind die Kinder halt nicht und die Eltern von den Kindern auch nicht, sondern man kettet die in der Schule oder irgendwo und das spricht sich so ein bisschen halt rum. Das wäre halt so das eine Ebene, würde ich halt sagen, und das von der anderen Ebene, du hast von Anton Zegner gesprochen, also für mein Gefühl, also ich bin schon seit 2006 in Berlin und für mein Gefühl früher, also zumindest im Vergleich zu jetzt, hatte ich das Gefühl, dass noch mehr Leute irgendwie aktiver waren und auch in anderen Ligen näher dran.
25:10 Und das hat irgendwie diese Brücke geschlagen von, wenn ich halbwegs gut bin als Deutscher, schaffe ich den Weg nach Frankreich zum Beispiel. Und ich glaube, dass das irgendwie, mir war so ein Rätsel, warum, also Deutschland und Frankreich sind so nah beieinander und klar, in Frankreich ist Rugby eher im Süden, aber trotzdem war es immer so für mich so ein bisschen ein Rätsel, warum die Vereine nicht mehr verbundelt gefühlt haben, um zu sagen, wir haben keine Ahnung, ein, zwei Leute aus unserer Kindermannschaft. Lastens die in einem Austauschjahr in Südfrankreich machen und irgendwie das mehr und mehr unterstützen, weil diese Big Step nach Neuseeland, was Anton Segener gemacht hat, ist was anderes und das ist verbunden mit viel mehr Investment.
25:53 Also ich glaube, für mich spricht das so diesen zwei Sachen an. Also viel näher dran, Französische Liga, also ist in des tieferen Ebenen auch semi-professionell. Also man kann sozusagen sein Leben dadurch finanzieren und auf dieser kleineren Ebene also eher so auf den Kinder, Familie, also das Gesamtpaket zu sagen, Mama, Papa und Kinder gehen zu uns nach Weißensee und gucken halt irgendwie kriege ich dann Tombola, Hüftburg und dann ist halt das Ganze und dann sehen die Spielheit dazu und kommt. Und ich glaube, das ist vielleicht das Nachhaltige Weg, aber das ist halt irgendwas, was halt auch dauert und nicht von heute auf morgen sich ändert. Du hast es schon eigentlich angesprochen mit dem Henne-Ei-Problem. Was ist das Zugpferd?
26:41 Also wie will man in der Breite besser werden, Breitensport mäßig? Dann braucht man halt viele Freiwillige, die das Thema irgendwie lokal vor Ort gehen in die Schulen, bieten Kurse an und so. Dann hast du vielleicht mehr Leute, die spielen und vielleicht da entwickelt sich dann mal jemand talentmäßig wie Anton, geht nach Neuseeland. Aber um ganz oben besser zu werden, reicht die deutsche Liga, die deutsche Bundesliga einfach nicht aus. Also die Spiele sind qualitativ nicht auf einem, die Spiele sind nicht auf einem Niveau, wo die Leute dann in der Nationalmannschaft mit Georgien und Ähnlichem mithalten könnten oder so. Das heißt wiederum, denke ich, du musst das Top-Talent ins Ausland schicken, wie Donal sagt, Frankreich am besten und dann hoffen, dass von den 50 Besten, die da vielleicht hingehen, da hast du dann 30, die dann zurückkommen und für deine Nationalmannschaft spielen, wenn das halt noch geht. Da gibt es noch viele Ifs und Wenn und Ob und so.
27:35 Aber also niemand, ich spiele selbst noch in München Rugby, das ist jetzt nicht so, dass da tausende Zuschauer hinkommen und auch die WM hat jetzt einem nicht so mega den Wust gegeben. Es gab mal ein paar Arbeitskollegen, die haben gesagt, ach hier, cool, Südafrika, England, spannendes Spiel und so. Ich dachte, oh ja. spannendweise, ja, war spannend, aber nicht so schön anzuschauen. Und die haben auch das Wochenende davor geguckt, weil es auch alles auf Run lief. Aber da kommt dann jetzt nichts in der Breite wiederum an. Also ein bisschen muss ich allerdings auch sagen, dass diese Schnöselhaftigkeit vom Rugby, vom englischen Privatschulen, ich habe das Gefühl, dass es immer noch da ist. Also ich war selbst in Australien, habe da gespielt, war da Ref.
28:20 Es wird auf Private Schools gespielt, man hat immer so ein bisschen das Gefühl, dass Rugby-Menschen sich so ein bisschen abgehobener sehen, ein bisschen weiter oben, auch nach dem Motto, naja, unser Sport ist halt so geil, ihr müsst den auch cool finden, weil ihr Respekt und die Leute bashen sich richtig und wir müssen gar keine Werbung für unser Produkt machen, sondern ihr müsst ja zu uns kommen, ihr müsst dankbar sein, dass ihr ins Stadion kommt und mit so einer Einstellung in 2023 wird es halt schwierig. Also ich glaube auch, ich glaube, organisches Wachstum ist wahnsinnig schwierig, weil das Niveau, auf dem es startet, halt so, so niedrig ist, dass das Hunderte von Jahre dauern müsste. Ich glaube, und so funktioniert Spitzensport dann natürlich heutzutage dann leider vor allem, es bräuchte irgendeinen reichen Menschen oder ein reiches Unternehmen, das wahnsinnig viel Geld reinschüttet.
29:13 Also ich komme gerade aus Saudi-Arabien, wo sie das mit Fußball machen. Das ist natürlich nochmal eine ganz andere Dimension. Aber also Geld hilft immer irgendwie. Und es gab ja diesen Capri-Sonnemann. Du wisst ihn natürlich besser als ich, was da passiert ist. Aber der hatte anscheinend keine Lust mehr. Vielleicht war es auch gar nicht so schlecht. I don't know. Dafür braucht man jetzt nur noch einen kompletten... Wir wissen das auch nicht zu 100 Prozent. Aber wir sehen alle das Ergebnis. Aber du hast vollkommen recht. Aber es bräuchte jemanden, der sagt, dieser Sport ist so geil und der hat das Potenzial, so und so viele Menschen zu erreichen. Da investiere ich jetzt einfach mal, was weiß ich, 25, 50 Millionen rein und weiß, dass das in 30 Jahren wieder drin ist, weil das Ding begeistert viele, wenn sie sich erst mal darauf eingelassen haben.
30:06 Andererseits kann man natürlich auch fragen, es ist ja so dieses, ich kenne das so von Musikbands, Man erinnert sich dann immer, ach Mensch, die habe ich noch im Club gesehen und so und jetzt spielen sie in großen Stadien. Also ich glaube schon auch, es gibt auch Menschen, glaube ich, die ganz zufrieden sind mit der Nische, in der sie sich dann gerade bewegen und sagen, ach, ist doch eigentlich ganz gemütlich und ganz familiär, wollen wir eigentlich von allen gemocht werden? Und ich glaube, ohne jetzt allzu viele Rugby-Menschen zu kennen, aber ich glaube schon, dass es irgendwie auch hier und da ein Faktor sein könnte. Ja, also wir kannten Rodby, bevor es cool wurde. Genau. Nee, also zum Teil, also diese Privatschulensachen ist vielleicht das eine. Ich glaube, das ist halt vielleicht einfach noch ein bisschen steckt da drin, besonders, also auch durch meine Erfahrung mit den Englischen oder Südafrikanischen. Also man sieht die Leute, die das halt leisten können, hat auch Privatschulen, das Trend hat schon, das Trend hat schon weit zum Zufall.
31:03 Ja, also vielen Dank auf jeden Fall, Christi. Ich glaube, weil wir wollten dich nicht so lange aufhalten, aber wir sind so dankbar für deine Zeit und deinen Blick und auf jeden Fall wollten wir noch sehr deutlich Lob aussprechen. Für das, was du geschrieben hast, hat uns auf jeden Fall gehalten. Ja, danke. Sag mir doch zum Abschluss nochmal, wo kann ich denn jetzt nun hier das beste Rugby-Spiel sehen, bald? Oh, das ist auf die Frage, das haben wir jetzt nicht vorbereitet. Jetzt ist sowieso Winterpause sozusagen, sagen, aber so dann, wenn die Saison hat, wieder losgeht, also es teilt sich halt quasi eher vom September bis Ende November so groß und dann geht es halt wieder los so Ende Februar, März tatsächlich.
31:47 Welcher Club macht am meisten Spaß? Meistens Spaß, das kann ich dir nicht sagen, aber die besten Vereine, also auch historisch, sind eigentlich in Heidelberg, aber das hast du bestimmt irgendwo in deiner Recherche auch gesehen. Aber das hat er nicht gefragt. Also in München musst du auf jeden Fall nach Unterföhring kommen. Das ist nach der S-Bahn-Station Unterföhring. In Unterföhring, hinter dem Sky-Gebäude. Wir haben so einen Container, so einen Bau-Container aus Clubhouse. Also wir haben keinen Verein, sondern mehrere Container. Die deutsche Nationalmannschaft spielt Anfang Februar, 4. Februar in Dessau gegen Georgien. Ich glaube, es ist das einzige Heimspiel in diesem Turnus-Rhythmus, wo man gerade drin ist.
32:29 Ja, Februar ist nun recht... Ja, du guckst genauso erstaunt wie wahrscheinlich einige andere deutsche Rugby-Fans. Alte Rugby-Hochtonen. Im Internet steht halt irgendwie Leipzig, obwohl das halt auch schon, also Dessau bei Leipzig. Ja, wie es dazu gekommen ist, wer da mit wem spricht, who knows, da sind wir auch zu wenig drin. Also Deutschland gegen Georgien. Georgien ist besser als Deutschland. Ich weiß nicht, mit welcher Mannschaft die da anreisen werden. das wäre so das nächste Spiel. Ansonsten, Donnel, weiß ich gar nicht. Ja, also das Bundesliga an sich ist schon sehr anschaulich und glaube ich, wenn es eher so um Viedelfinale, Halbfinale geht, also das sind schon sehr gute Spiele oder so ein Stadtderby, also ein Berlin-Stadtderby, wer hat was Schönes und Hannover, Heidelberg-Mannschaften, also das sind auf jeden Fall sehr, sehr gute Spiele.
33:22 Also man muss auf jeden Fall irgendwo die Daten und Termine finden können, aber normalerweise steht das auf den Webseiten tatsächlich. Du musst nur eine halbe Stunde googeln. Also es ist wahrscheinlich, dass vielleicht ein Berliner Verein wieder im Viertel-Halbfinale steht und ein Heimspiel hat. Im Sommer, ich denke mal Mai, Juni. Und da kann man sich, das war glaube ich knapp letztes Jahr, letzte Saison dieses Jahr, das war knapp und das könnte man sich anschauen. Wir schicken Ihnen Termin Erinnerungen. Ja, da freue ich mich drauf. Vielen Dank. Dann laden wir dich auf ein Bier ein und erst recht, wenn du irgendwo in Bayern, wo Big G hat, spielt. ist. Cool, danke euch. Aber erstmal vielen Dank auf jeden Fall für die Zeit und ja genau, toi toi toi und bleibt dran, auch wenn es schwierig gemacht worden ist, an Robby dran zu bleiben, bleibt dran. Danke euch.
34:11 Dann bis bald bei Vopass. Bei Arjen Robben gab es fast seine ganze Karriere lang Gründe, an ihm zu zweifeln. Der Körper zu verletzungsanfällig, der berühmteste Move zu berechenbar und nach vergebenen Chancen im WM-Finale 2010 und beim Finale daheim 2012 schien er auch nicht der Mann für die ganz großen Momente zu sein. Keiner dieser Zweifel war erfunden, nur die Schlussfolgerungen daraus waren falsch, denn Arjen Robben kam trotzdem durch. Und wie? Seine Geschichte jetzt in den 100 Fußballlegenden.