Die RG Heidelberg hat am 6. Spieltag der 1. Rugby-Bundesliga den SC Germania List mit 32:7 besiegt. Am 17. Oktober legten die Gastgeber im Fritz-Grunebaum Sportpark fünf Versuche, die Gäste aus Hannover einen. Germania List griff noch öfter an, doch vier dieser Angriffe endeten mit einem Vorball oder Vorpass.
Frühe Führung der RGH
Verbinder Bastian van der Bosch trat den Ankick tief in die 22 der Gäste. Die RGH setzte nach, und Germania List musste sich zunächst befreien. Nach gut zwei Minuten fiel der erste Versuch: Van der Bosch passte auf Flanker Fau Asafo, der an mehreren Gegenspielern vorbeilief und viel Raum gewann. Asafo gab an Kapitän Felix Meffert weiter, und der Gedrängehalb legte ab. Schlussspieler Luca Meffert erhöhte zum 7:0. Nach neun Minuten verwandelte er einen Straftritt zum 10:0.
Germania List antwortete aus einer Gasse. Die Gäste hielten den Ball über zwei Phasen am Ruck. Dann erreichte ein weiter Pass Innendreiviertel Lando Jesse Rossol, und er brach durch. Schlussspieler Felix Hufnagel erhöhte zum 10:7. Danach setzten sich die Gäste in der Heidelberger 22 fest, bis ein Angreifer ohne Unterstützung in die Abwehr lief. Die RGH eroberte den Ball und befreite sich.
Lomauri legt doppelt nach
Auf der anderen Seite passte Innendreiviertel Robin Plümpe auf Außendreiviertel Stefan Darimont, den Hufnagel kurz vor der Mallinie stoppte. Die Gastgeber sicherten den Ball am Ruck, und nach 25 Minuten drückte Hakler Levan Lomauri ihn zum 15:7 ab. Luca Meffert verfehlte die Erhöhung.
Germania List arbeitete sich mit kurzen Läufen aus dem Ruck Meter für Meter an die Mallinie heran. Beim Ablegen ging der Ball nach vorn: Vorball, kein Versuch. Wenig später nahm Außendreiviertel Ben Caister einen Befreiungskick der RGH auf und trug den Ball 50 Meter durch die Heidelberger Reihen. Sein Pass nach außen fand keinen Mitspieler und wurde außerdem als Vorpass gewertet.
Die RGH blieb am Drücker. Luca Meffert setzte sich durch, wurde aber kurz vor der Mallinie gestoppt. Kurz darauf legte Lomauri seinen zweiten Versuch. Auch diese Erhöhung ging daneben, zur Pause stand es 20:7.
Gelbe Karte und zwei Versuche
Hufnagel eröffnete die zweite Halbzeit mit einem tiefen Ankick in die Heidelberger 22. Der RGH-Sturm brachte den Ball heraus und klärte. Germania List kam nun zu mehreren Angriffen. Nach einem Gedränge in der eigenen Hälfte startete Flanker Nico Windemuth zu einem Lauf und gab an Kapitän Carsten Höschele weiter. Der Achter wurde hart getackelt, und der Ball fiel ihm nach vorn.
Nach 65 Minuten erhielt Windemuth die Gelbe Karte, die Gäste spielten zehn Minuten in Unterzahl. In dieser Phase schob sich der Heidelberger Sturm bis kurz vor die Mallinie. Dort hielten die Gäste den Ball hoch, und der Schiedsrichter entschied auf Gedränge. Aus diesem Gedränge löste sich Asafo mit dem Ball und griff an. Dann spielte van der Bosch einen langen Pass nach außen zu Außendreiviertel Vincent Peterburs, der den Versuch erzielte. Luca Meffert zirkelte die Erhöhung mit einem angeschnittenen Tritt zum 27:7 zwischen die Stangen.
Kurz darauf folgte auf eine Gasse ein Paket, und Achter Ratu Kanakoto Esira Tulagi drückte den Ball zum 32:7 ab. Luca Meffert verfehlte die Erhöhung.
Schlussphase ohne Punkte
Germania List gewann mit weiten Pässen weiter Raum. Ein Zuspiel ganz nach außen wertete der Schiedsrichter jedoch erneut als Vorpass. Auch die RGH griff weiter an und verlor den Ball im Kontakt nach vorn. Hufnagel befreite die Gäste, die nun tief in der eigenen Hälfte verteidigten. In der Schlussminute sah Flanker Manuel Müller von der RGH die Gelbe Karte. Mit einem Tritt ins Aus beendete Felix Meffert die Partie. Bester Punktesammler war Lomauri mit zehn Punkten.
Faktenbox
Endstand: RG Heidelberg – SC Germania List 32:7 (20:7)
Punkte RG Heidelberg (32): Versuche: Lomauri (2), Felix Meffert, Peterburs, Tulagi; Erhöhungen: Luca Meffert (2); Straftritt: Luca Meffert
Punkte SC Germania List (7): Versuch: Rossol; Erhöhung: Hufnagel
Karten: Gelb: Windemuth (Germania List, 65.), Manuel Müller (RGH, 80.)

